Realität, Materialismus, Erleuchtung und das vegetative Nervensystem
Nachdem ich die englische Übersetzung des MMK (Gesang des Mittleren Weges von Meister Nagarjuna) beendet habe, möchte ich eine kurze Erläuterung zur Realität, zum Materialismus und zum vegetativen (autonomen) Nervensystem im Zusammenhang mit der Erleuchtung geben.
Im 19. Jahrhundert hatten fast überhaupt keine Menschen Kenntnis von dem wichtigen vegetativen Nervensystem (VNS). Erst im 20. Jahrhundert haben wir die die Existenz und Funktionen des vegetativen Nervensystem / VNS in unserem Körper und Geist entdeckt. Wegen dieses wichtigen wissenschaftlichen Fortschrittes wurde eine sehr fundamentale Veränderung und Präzisierung der buddhistischen Philosophie ermöglicht.
Bevor das vegetative Nervensystem erforscht worden war, war es für die Menschen unmöglich, den Unterschied zwischen Materie und Realität zu erkennen. Aber nachdem das VNS erforscht wurde, war es zum ersten Mal möglich, den gravierenden Unterschied zwischen Materie und Realität zu begreifen. Dieser Unterschied lässt sich wie folgt beschreiben:
Das vegetative Nervensystem (VNS) gliedert sich in zwei Teilsysteme, nämlich in das sympathische Nervensystem (SNS) und das parasymphatische Nervensystem (PNS). Wenn das sympathische System (SNS) stärker ist, neigen wir zu spiritueller Denk- und Verhaltensweise. Wenn dagegen das parasympathische System (PNS) stärker ist, neigen wir zu physischem und körperlichem Verhalten. Wenn wir in unserem täglichen Leben übermäßig spirituell sind, können wir niemals ein natürliches menschliches Wesen sein, sondern wir fühlen uns wie die Götter. Und wenn wir übermäßig körperlich und physisch orientiert sind, können wir ebenfalls niemals menschliche Wesen sein, sondern wir sind wie Tiere. Daher hat uns Gautama Buddha empfohlen, dass wir in jedem Augenblick wahre menschliche Wesen sind. Mit anderen Worten empfahl uns Gautama Buddha, in unserem täglichen Leben weder wie Götter noch wie Tiere zu sein. Wann sind wir aber wahre Menschen?
Bevor die Wichtigkeit des Gleichgewichtes des vegetativen Nervensystems (VNS) erkannt wurde, war es für die Menschen unmöglich, den Unterschied der drei ganz verschiedenen Zustände und Lebenssituationen zu begreifen, nämlich des stärkere SNS, des stärkere PNS und des Gleichheitgewichts oder der Balance dieser beiden Teilsysteme. Vorher war es für die Menschen tatsächlich unmöglich, die Existenz des Gleichgewichts-Zustandes zwischen SNS und PNS überhaupt zu erkennen. Mit anderen Worten haben die Menschen zu jener Zeit den Zustand im Gleichgewicht des vegetativen Nervensystems (VNS) überhaupt nicht begreifen können und es war daher unmöglich für sie, die wahre Bedeutung der Erleuchtung zu erkennen. Dies ist nämlich genau die Gleichheit zwischen SNS und PNS oder der Zustand des Gleichgewichtes im gesamten vegetativen Nervensystem der Menschen.
Daher können wir sagen, dass wir die wahre Bedeutung, die Erleuchtung zu erlangen, zum ersten Mal im 20. Jahrhundert wirklich erkannt haben. Mit anderen Worten haben wir die Erleuchtung erst im 20. Jahrhundert richtig verstanden. Wir können sagen, dass der Buddhismus damit die Charakteristika einer Religion aufgegeben hat und in eine Lebensphilosophie der Wirklichkeit hineingewachsen ist, die mit wissenschaftlichen Experimenten ganz klar bestätigt werden kann. Wir können den Buddhismus so erklären, dass er genau die höchste Philosophie in der menschlichen Gesellschaft ist und können dies so ausdrücken, dass Buddhismus die höchste Lebensphilosophie in der Geschichte des Universums ist.
Wenn wir Diskussionen über den Buddhismus führen, ist es notwendig für uns, den Unterschied dessen zu bedenken, was im 20. Jahrhundert und vorher bekannt war und was in dem jetzt angebrochenen 21. Jahrhundert erkannt und verlässlich erforscht wurde. Vor dem 20. Jahrhundert hat der Buddhismus nur die zwei Arten von Philosophie beinhaltet, nämlich den Idealismus und Materialismus. Erst seit dem 20. Jahrhundert hat der Buddhismus sowohl die Bedeutung des stärkeren sympathischen Nervensystem bzw. des stärkeren parasympathische Nervensystems erkannt, als auch den so wichtigen Gleichgewichtszustand des gesamten vegetativen (autonomen) Nervensystems. Der Buddhismus hat also die beiden unterschiedlichen unbalancierten Zustände und darüber hinaus vor allem das Gleichgewicht entdeckt, bei dem keines der beiden Teilsysteme stärker ist. Dies wird Erleuchtung genannt!
In einer solchen Situation hat die Menschheit mit anderen Worten die Wirklichkeit und Realität zum ersten Mal philosophisch erforscht und praktisch erkannt. Wir Menschen haben damit (genau) die Wirklichkeit entdeckt und gefunden, die auf dem Gleichgewicht des vegetativen Nervensystems beruht.
Dienstag, 16. Juni 2009
Montag, 16. Februar 2009
Ein Gesang der fundamentalen Wahrheit des Mittleren Weges (Teil 2)
Zusammenfassung der Verse 5-9:
Beim Handeln sind wir direkt in der Wirklichkeit angekommen, während Denken und Wahrnehmung nur etwas Ähnliches wie die Wirklichkeit sind, Nagarjuna nennt dies „Imitation“ der Wirklichkeit. Die wahren Lehren sind immer identisch mit der Wirklichkeit und nicht mit deren Imitation durch Denken und Wahrnehmung. Sie stehen für sich selbst, so wie sie sind, und die Wirklichkeit offenbart sich in ihrer ganzen Vielfalt vor uns.
Tatsachen und Ziele müssen immer identisch sein und dürfen nicht voneinander abweichen. Die Wirklichkeit ist von Vernunft durchdrungen, sonst können wir sie nicht als natürlich ansehen, auch wenn dies manchmal den Anschein hat. Es macht keinen Sinn, sich eine andere künstliche Welt auszudenken und diese auf die wirkliche Welt „draufzusatteln“.
Es ist ganz wesentlich, dass wir im Gleichgewicht sind, sonst gerät auch die Welt durcheinander.
Text des MMK:
4. Unser wahres Handeln existiert niemals nur als eine Imitation der Wahrheit (sondern ist die Wirklichkeit selbst) und die Imitation der Wahrheit ist nicht genau unser Handeln.
Es ist (daher) vollständig unmöglich, dass verschiedene wahre Lehren getrennt sind von unserem wirklichen Handeln.
Es ist klar dass etwas, das identisch mit einer wirklichen Handlung sein mag, wirklich (direkt) vor uns existiert.
5. Diese Welt, die überaus klar ist, offenbart sich genau vor uns.
Die einzelnen Dinge und Phänomene zeigen sich genau als verschiedenartige wahre Lehren.
Wenn diese Dinge und Phänomene sich nicht offenbaren, indem sie sich in einem bestimmten Umfang (vor uns) verbergen,
mögen die wahren Lehren, die sich nicht offenbaren, überhaupt nicht tatsächlich in der wirklichen Welt vorhanden sein
6. Niemals können überhaupt die Tatsachen existieren, dass die wahren Lehren durch ein von sich selbst abweichendes Ziel beherrscht oder gebunden sind. Dies gilt für (beide) Fälle, dass (die Tatsachen) abstrakt oder konkret sind.
Es ist für irgendeine abstrakte wahre Lehre unmöglich, überhaupt zu einer anderen Lehre zu gehören.
Und es ist für eine konkrete Sache, die einer wahren Lehre folgt, auch völlig unmöglich überhaupt etwas (künstliches) Neues zu erzeugen.
7. Wenn das Universum, das eine Kombination des Stabilen und des Instabilen sowie des Konkreten und des Abstrakten ist, noch nicht vor uns (wirklich) erschienen ist,
sind auch die Dinge und Phänomene ohne Vernunft, die sich vor uns zufällig offenbart haben.
Dies gilt, weil auch Situationen, die so angesehen werden, als ob sie natürlich seien, nicht immer vernünftig sind.
8. Die Welt, die sich direkt vor uns offenbart, ist die wirkliche Welt.
Genau das Wirkliche Universum zeigt sich tatsächlich vor uns.
Warum ist es dann für uns notwendig, eine andere Welt zusätzlich auf das Universum draufzusatteln, das sich wirklich vor uns offenbart hat?
9. In dem Fall, wenn sich die wirkliche Situation des Universums noch nicht selbst gesteuert hat, weil sich unser vegetatives Nervensystem noch nicht reguliert (also beides nicht im Gleichgewicht ist), mag die Situation unseres täglichen Lebens eine Art schwerer Behinderung sein. (Das tägliche Leben) kann willentlich überhaupt nicht von uns gestoppt werden. Es ist jedoch für die wahren Lehren, die nicht mit der Selbststeuerung verbunden sind, vollständig unmöglich, überhaupt auf der Erde zu existieren.
Zusammenfassung der Verse 5-9:
Beim Handeln sind wir direkt in der Wirklichkeit angekommen, während Denken und Wahrnehmung nur etwas Ähnliches wie die Wirklichkeit sind, Nagarjuna nennt dies „Imitation“ der Wirklichkeit. Die wahren Lehren sind immer identisch mit der Wirklichkeit und nicht mit deren Imitation durch Denken und Wahrnehmung. Sie stehen für sich selbst, so wie sie sind, und die Wirklichkeit offenbart sich in ihrer ganzen Vielfalt vor uns.
Tatsachen und Ziele müssen immer identisch sein und dürfen nicht voneinander abweichen. Die Wirklichkeit ist von Vernunft durchdrungen, sonst können wir sie nicht als natürlich ansehen, auch wenn dies manchmal den Anschein hat. Es macht keinen Sinn, sich eine andere künstliche Welt auszudenken und diese auf die wirkliche Welt „draufzusatteln“.
Es ist ganz wesentlich, dass wir im Gleichgewicht sind, sonst gerät auch die Welt durcheinander.
Text des MMK:
4. Unser wahres Handeln existiert niemals nur als eine Imitation der Wahrheit (sondern ist die Wirklichkeit selbst) und die Imitation der Wahrheit ist nicht genau unser Handeln.
Es ist (daher) vollständig unmöglich, dass verschiedene wahre Lehren getrennt sind von unserem wirklichen Handeln.
Es ist klar dass etwas, das identisch mit einer wirklichen Handlung sein mag, wirklich (direkt) vor uns existiert.
5. Diese Welt, die überaus klar ist, offenbart sich genau vor uns.
Die einzelnen Dinge und Phänomene zeigen sich genau als verschiedenartige wahre Lehren.
Wenn diese Dinge und Phänomene sich nicht offenbaren, indem sie sich in einem bestimmten Umfang (vor uns) verbergen,
mögen die wahren Lehren, die sich nicht offenbaren, überhaupt nicht tatsächlich in der wirklichen Welt vorhanden sein
6. Niemals können überhaupt die Tatsachen existieren, dass die wahren Lehren durch ein von sich selbst abweichendes Ziel beherrscht oder gebunden sind. Dies gilt für (beide) Fälle, dass (die Tatsachen) abstrakt oder konkret sind.
Es ist für irgendeine abstrakte wahre Lehre unmöglich, überhaupt zu einer anderen Lehre zu gehören.
Und es ist für eine konkrete Sache, die einer wahren Lehre folgt, auch völlig unmöglich überhaupt etwas (künstliches) Neues zu erzeugen.
7. Wenn das Universum, das eine Kombination des Stabilen und des Instabilen sowie des Konkreten und des Abstrakten ist, noch nicht vor uns (wirklich) erschienen ist,
sind auch die Dinge und Phänomene ohne Vernunft, die sich vor uns zufällig offenbart haben.
Dies gilt, weil auch Situationen, die so angesehen werden, als ob sie natürlich seien, nicht immer vernünftig sind.
8. Die Welt, die sich direkt vor uns offenbart, ist die wirkliche Welt.
Genau das Wirkliche Universum zeigt sich tatsächlich vor uns.
Warum ist es dann für uns notwendig, eine andere Welt zusätzlich auf das Universum draufzusatteln, das sich wirklich vor uns offenbart hat?
9. In dem Fall, wenn sich die wirkliche Situation des Universums noch nicht selbst gesteuert hat, weil sich unser vegetatives Nervensystem noch nicht reguliert (also beides nicht im Gleichgewicht ist), mag die Situation unseres täglichen Lebens eine Art schwerer Behinderung sein. (Das tägliche Leben) kann willentlich überhaupt nicht von uns gestoppt werden. Es ist jedoch für die wahren Lehren, die nicht mit der Selbststeuerung verbunden sind, vollständig unmöglich, überhaupt auf der Erde zu existieren.
Montag, 2. Februar 2009
Ein Gesang der fundamentalen Wahrheit des Mittleren Weges (Teil 1)
Kapitel 1. Untersuchung der höchsten Wahrheit (14 Verse)
Zusammenfassung:
Meister Nagarjuna beschreibt im ersten Kapitel seines großartigen Werkes MMK die vier Pfeiler und Grundlagen der buddhistischen Lehre und nennt sie die „höchste Wahrheit“. Dies ist die Wirklichkeit selbst. Wir können uns ihr durch Denken und Ideen allein zwar annähern aber sie damit niemals vollständig erfassen. Denn sie geht über das Denken hinaus. Ähnliches gilt für die Wahrnehmung durch unsere Sinne, z. B. mit den Augen, Ohren usw., denn die Wirklichkeit ist mehr als die materielle Wahrnehmung. Auch wenn wir Denken und Wahrnehmung kombinieren, reicht dies für das Erfassen der Wirklichkeit nicht aus. Die Wahrheit und Wirklichkeit ist aber niemals unvernünftig und unlogisch! Wenn wir die Täuschungen und Illusionen überwunden haben, offenbaren sich alle Dinge und Phänomene genau so wie sie wirklich sind. Dann wird nichts weggelassen oder fälschlich selektiert und nichts hinzu gesetzt. Beides ist im Übrigen typisch für das Denken und die Wahrnehmung, die von ungesteuerten Interessen also von Gier, Hass oder Verblendung beherrscht sind. Im gegenwärtigen Augenblick des Handelns ist die höchste Wahrheit.
Damit ergibt sich eine verblüffende Übereinstimmung mit dem Shobogenzo von Meister Dogen.
Nagarjuna sagt dann, dass es eine fünfte Komponente der fundamentalen Wahrheit nicht gibt.
1. Die höchste Wahrheit ist etwas anderes als subjektive Ideen, die im menschlichen Gehirn erzeugt wurden.
Die höchste Wahrheit ist niemals Sinnesreizung (Wahrnehmung), die uns aus der externen Welt erreicht hat.
Die höchste Wahrheit ist auch keine Kombination von den beiden (denn sie geht darüber hinaus).
Aber die höchste Wahrheit ist niemals etwas Unvernünftiges oder Unlogisches.
Verschiedenartige und vielfältige Dinge und Phänomene offenbaren sich nur genau so wie sie sind.
Was „Existenz“ genannt wird, gibt es niemals wirklich irgendwo (, denn dies ist nur ein Begriff) und gibt es (auch) nicht in irgend Etwas.
2. Die höchste Wahrheit sind:
(1) Vernunft, die das Universum durchdringt.
(2) Die externe Welt, die sich vor uns ausbreitet.
(3) Der gegenwärtige Augenblick, in dem unser Handeln getan wird.
(4) Die Wirklichkeit, die wohl der Lenker aller Dinge und Phänomene ist.
Ein Fünftes (der höchsten Wahrheit) gibt es überhaupt niemals und nirgendwo.
3. Gedanken, die im menschlichen Gehirn erzeugt werden, existieren (als Wirklichkeit) überhaupt niemals irgendwo.
Daher können wir verschiedenartige wahre Lehren intuitiv erkennen (jenseits vom Denken).
Es ist für uns unmöglich das zu erfassen, was wir tatsächlich denken,
und es ist auch für uns unmöglich klar zu erkennen, ob das, was wir wahrgenommen haben, existiert oder nicht.
Kapitel 1. Untersuchung der höchsten Wahrheit (14 Verse)
Zusammenfassung:
Meister Nagarjuna beschreibt im ersten Kapitel seines großartigen Werkes MMK die vier Pfeiler und Grundlagen der buddhistischen Lehre und nennt sie die „höchste Wahrheit“. Dies ist die Wirklichkeit selbst. Wir können uns ihr durch Denken und Ideen allein zwar annähern aber sie damit niemals vollständig erfassen. Denn sie geht über das Denken hinaus. Ähnliches gilt für die Wahrnehmung durch unsere Sinne, z. B. mit den Augen, Ohren usw., denn die Wirklichkeit ist mehr als die materielle Wahrnehmung. Auch wenn wir Denken und Wahrnehmung kombinieren, reicht dies für das Erfassen der Wirklichkeit nicht aus. Die Wahrheit und Wirklichkeit ist aber niemals unvernünftig und unlogisch! Wenn wir die Täuschungen und Illusionen überwunden haben, offenbaren sich alle Dinge und Phänomene genau so wie sie wirklich sind. Dann wird nichts weggelassen oder fälschlich selektiert und nichts hinzu gesetzt. Beides ist im Übrigen typisch für das Denken und die Wahrnehmung, die von ungesteuerten Interessen also von Gier, Hass oder Verblendung beherrscht sind. Im gegenwärtigen Augenblick des Handelns ist die höchste Wahrheit.
Damit ergibt sich eine verblüffende Übereinstimmung mit dem Shobogenzo von Meister Dogen.
Nagarjuna sagt dann, dass es eine fünfte Komponente der fundamentalen Wahrheit nicht gibt.
1. Die höchste Wahrheit ist etwas anderes als subjektive Ideen, die im menschlichen Gehirn erzeugt wurden.
Die höchste Wahrheit ist niemals Sinnesreizung (Wahrnehmung), die uns aus der externen Welt erreicht hat.
Die höchste Wahrheit ist auch keine Kombination von den beiden (denn sie geht darüber hinaus).
Aber die höchste Wahrheit ist niemals etwas Unvernünftiges oder Unlogisches.
Verschiedenartige und vielfältige Dinge und Phänomene offenbaren sich nur genau so wie sie sind.
Was „Existenz“ genannt wird, gibt es niemals wirklich irgendwo (, denn dies ist nur ein Begriff) und gibt es (auch) nicht in irgend Etwas.
2. Die höchste Wahrheit sind:
(1) Vernunft, die das Universum durchdringt.
(2) Die externe Welt, die sich vor uns ausbreitet.
(3) Der gegenwärtige Augenblick, in dem unser Handeln getan wird.
(4) Die Wirklichkeit, die wohl der Lenker aller Dinge und Phänomene ist.
Ein Fünftes (der höchsten Wahrheit) gibt es überhaupt niemals und nirgendwo.
3. Gedanken, die im menschlichen Gehirn erzeugt werden, existieren (als Wirklichkeit) überhaupt niemals irgendwo.
Daher können wir verschiedenartige wahre Lehren intuitiv erkennen (jenseits vom Denken).
Es ist für uns unmöglich das zu erfassen, was wir tatsächlich denken,
und es ist auch für uns unmöglich klar zu erkennen, ob das, was wir wahrgenommen haben, existiert oder nicht.
Sonntag, 11. Januar 2009
Gesang des Mittleren Weges (MMK) von Meister Nagarjuna, Übersetzung ins Englische und Deutsche.
Kürzlich habe ich die japanische Übersetzung von Mulamadhyamakakarika (MMK, Gesang des mittleren Weges) fertig gestellt und möchte nun die Texte auch ins Englische übersetzen. Die deutsche Übersetzung wird dann Schritt für Schritt im deutschen Internet-Blog folgen.
Wenn ich an mein hohes Alter von nunmehr 89 Jahren denke, erscheint es mir richtig und sinnvoll, die Texte direkt in diesem Blog der Dogen Sangha International für alle zu veröffentlichen. Daher möchte ich das MMK von heute an in diesem Blog allgemein zugänglich machen.
Kürzlich habe ich die japanische Übersetzung von Mulamadhyamakakarika (MMK, Gesang des mittleren Weges) fertig gestellt und möchte nun die Texte auch ins Englische übersetzen. Die deutsche Übersetzung wird dann Schritt für Schritt im deutschen Internet-Blog folgen.
Wenn ich an mein hohes Alter von nunmehr 89 Jahren denke, erscheint es mir richtig und sinnvoll, die Texte direkt in diesem Blog der Dogen Sangha International für alle zu veröffentlichen. Daher möchte ich das MMK von heute an in diesem Blog allgemein zugänglich machen.
Mittwoch, 24. Dezember 2008

Gesang zum Lob der buddhistischen Wahrheit
1. Streben nach der Wahrheit.
Wenn wir in der heutigen Zeit über die Wahrheit sprechen,
Frage ich mich, ob es wohl viele Menschen gibt, die über uns lachen.
Es erscheint ihnen sicher sehr eigenartig,
Dass es tatsächlich einige Menschen auf der Erde gibt,
Die an die Existenz der Wahrheit auf dieser Welt glauben.
Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es genau so ist.
Wenn wir nicht nach der Wahrheit auf der Erde streben,
Und es sie nicht gäbe, wollte ich hier nicht länger leben.
Es wäre völlig uninteressant und es wäre auch völlig unnütz,
Auf dieser Welt zu leben.
2. Tiefer Instinkt des Menschen zum Streben nach der Wahrheit.
Wir haben großes Glück, dass wir als Menschen geboren wurden.
Daher denke ich, dass wir Menschen ein großes Interesse haben,
Nach der Wahrheit zu suchen.
Deswegen möchte ich mich selbst ermutigen,
Nach der Wahrheit zu streben.
Die ist in der Tat das wohl spannenste und enthusiastischste Leben für uns.
Ganz klar gibt es ökonomische Probleme in unserem täglichen Leben,
Aber Meister Dogen sagt, wenn wir engagiert arbeiten,
Kommen die Belohnungen für unsere Arbeiten ganz von selbst.
3. Klärung der buddhistischen Philosophie.
Glücklicherweise habe ich das monatliche Retreat von Meister Kodo Sawaki
In Daichu-ji in der Tochigi Präfektur im Oktober 1940 besucht,
Und hörte seinen Vortrag zu Fukan-zazen-gi zum ersten Mal.
Wenn wir in der heutigen Zeit über die Wahrheit sprechen,
Frage ich mich, ob es wohl viele Menschen gibt, die über uns lachen.
Es erscheint ihnen sicher sehr eigenartig,
Dass es tatsächlich einige Menschen auf der Erde gibt,
Die an die Existenz der Wahrheit auf dieser Welt glauben.
Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es genau so ist.
Wenn wir nicht nach der Wahrheit auf der Erde streben,
Und es sie nicht gäbe, wollte ich hier nicht länger leben.
Es wäre völlig uninteressant und es wäre auch völlig unnütz,
Auf dieser Welt zu leben.
2. Tiefer Instinkt des Menschen zum Streben nach der Wahrheit.
Wir haben großes Glück, dass wir als Menschen geboren wurden.
Daher denke ich, dass wir Menschen ein großes Interesse haben,
Nach der Wahrheit zu suchen.
Deswegen möchte ich mich selbst ermutigen,
Nach der Wahrheit zu streben.
Die ist in der Tat das wohl spannenste und enthusiastischste Leben für uns.
Ganz klar gibt es ökonomische Probleme in unserem täglichen Leben,
Aber Meister Dogen sagt, wenn wir engagiert arbeiten,
Kommen die Belohnungen für unsere Arbeiten ganz von selbst.
3. Klärung der buddhistischen Philosophie.
Glücklicherweise habe ich das monatliche Retreat von Meister Kodo Sawaki
In Daichu-ji in der Tochigi Präfektur im Oktober 1940 besucht,
Und hörte seinen Vortrag zu Fukan-zazen-gi zum ersten Mal.
Zu jener Zeit sagte Kodo Sawaki laut und deutlich:
"Der rechte (politische) Flügel hat Unrecht und
Der linke (politische) Flügel hat Unrecht!"
Als ich diese in jener Zeit sehr seltene klare Aussage hörte
dachte ich, dass seine Aussage sicher wahr ist.
"Der rechte (politische) Flügel hat Unrecht und
Der linke (politische) Flügel hat Unrecht!"
Als ich diese in jener Zeit sehr seltene klare Aussage hörte
dachte ich, dass seine Aussage sicher wahr ist.
Dann habe ich angefangen, Buddhismus und insbesondere das Denken von Meister Dogen zu studieren.
Und dann begann ich, an jedem Tag Zazen zu praktizieren und Meister Dogens Arbeiten zu lesen.
Ich fing an, selbst Vorträge zum Buddhismus in Japan und in anderen Ländern zu halten
Und habe viele buddhistische Bücher geschrieben, in Japanisch, in Englisch usw.
Und dann begann ich, an jedem Tag Zazen zu praktizieren und Meister Dogens Arbeiten zu lesen.
Ich fing an, selbst Vorträge zum Buddhismus in Japan und in anderen Ländern zu halten
Und habe viele buddhistische Bücher geschrieben, in Japanisch, in Englisch usw.
Nachdem ich Meister Dogens buddhistische Gedanken vollständig verstanden hatte,
Und dazu waren vierzig Jahre nötig, habe ich Meister Nagarjunas
mulamadhyamaka in Sanskrit studiert (MMK, Gesang des Mittleren Weges).
Und als ich dies insgesamt fünfzehn Jahre studiert hatte, erkannte ich die Höchste Bedeutung vom MMK am 13. Oktober 2008.
Ich erkannte dann, dass die höchste Wahrheit klar im Universum
und auf dieser Erde existiert
Und dass sie von allen Menschen genau erfasst werden sollte.
Und dazu waren vierzig Jahre nötig, habe ich Meister Nagarjunas
mulamadhyamaka in Sanskrit studiert (MMK, Gesang des Mittleren Weges).
Und als ich dies insgesamt fünfzehn Jahre studiert hatte, erkannte ich die Höchste Bedeutung vom MMK am 13. Oktober 2008.
Ich erkannte dann, dass die höchste Wahrheit klar im Universum
und auf dieser Erde existiert
Und dass sie von allen Menschen genau erfasst werden sollte.
Die höchste Wahrheit im Universum muss genau die Lehre von Gautama Buddha sein.
Sie enthält die Theorie der vier Lebensphilosophien
Des Gesetzes von Ursache und Wirkung,
Die Philosophie des Handelns im gegenwärtigen Augenblick
Und der Wirklichkeit des ganzen Universums.(Tokio am 21. Oktober 2008)
Sie enthält die Theorie der vier Lebensphilosophien
Des Gesetzes von Ursache und Wirkung,
Die Philosophie des Handelns im gegenwärtigen Augenblick
Und der Wirklichkeit des ganzen Universums.(Tokio am 21. Oktober 2008)
Montag, 17. November 2008
Das Buch: Begegnung mit dem wahren Drachen
Ich freue mich, dass jetzt die deutsche Übersetzung des Buches "To Meet the Real Dragon" fertig ist. Das Buch kann ab sofort in jedem Buchladen bestellt werden. Die Einträge im Internet für die Online-Bestellung, z. B. Libri.de und Amazon.de, sollen am 24. November d. J. verfügbar sein.
Die ISBN-Nummer lautet: 978-3-941380-00-4
Bestellung: z. B. Libri oder Amazon

Ich freue mich, dass jetzt die deutsche Übersetzung des Buches "To Meet the Real Dragon" fertig ist. Das Buch kann ab sofort in jedem Buchladen bestellt werden. Die Einträge im Internet für die Online-Bestellung, z. B. Libri.de und Amazon.de, sollen am 24. November d. J. verfügbar sein.
Die ISBN-Nummer lautet: 978-3-941380-00-4
Bestellung: z. B. Libri oder Amazon

Donnerstag, 13. November 2008
Wiedereröffnung des englischen Blogs
Weil ich das große Werk von Meister Nagarjuna: „Gesang des Mittleren Weges“ (Mulamadhyamakakarika, MMK) ins Japanische übersetzt habe, hatte ich den englischen Blog für etwa ein halbes Jahr ruhen lassen. Da ich nunmehr die Übersetzung beendet habe, möchte ich mit der Veröffentlichung im Blog fortfahren. Die wichtigsten Inhalte des MMK sind besonders kompakte, und wie ich hoffe, verständliche Erklärungen der buddhistischen Lehre in der kurzen Form von Versen.
Weil ich das große Werk von Meister Nagarjuna: „Gesang des Mittleren Weges“ (Mulamadhyamakakarika, MMK) ins Japanische übersetzt habe, hatte ich den englischen Blog für etwa ein halbes Jahr ruhen lassen. Da ich nunmehr die Übersetzung beendet habe, möchte ich mit der Veröffentlichung im Blog fortfahren. Die wichtigsten Inhalte des MMK sind besonders kompakte, und wie ich hoffe, verständliche Erklärungen der buddhistischen Lehre in der kurzen Form von Versen.
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