<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622</id><updated>2012-01-25T14:13:13.948+01:00</updated><title type='text'>Dogen Sangha Blog deutsch</title><subtitle type='html'>Deutsche Version des Dogen Sangha Blog von Gudo Nishijima</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>79</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-4373037907430080431</id><published>2012-01-25T13:46:00.004+01:00</published><updated>2012-01-25T14:13:13.954+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-H3VwbCpk8kc/Tx__3MesoTI/AAAAAAAAAHE/cbCU5l3iiwc/s1600/Cover.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 217px; FLOAT: right; HEIGHT: 320px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5701556976982204722" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-H3VwbCpk8kc/Tx__3MesoTI/AAAAAAAAAHE/cbCU5l3iiwc/s320/Cover.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="color:#000099;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Neue buddhistische Dimension des "Mittleren Weges" von Nagarjuna&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#000000;"&gt;Kommentar zum neuen Buch von &lt;em&gt;Gudo Nishijima&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Brad Warner&lt;/em&gt; von Yudo J. Seggelke, veröffentlich in Amazon&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#000099;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Das neue Buch zu Nagarjunas Mittlerem Weg: “Fundamental Wisdom of the Middle Way” (genannt MMK) ist spannend und vielleicht sogar eine Sensation. Warum? Weil Nishijima Roshi und der bekannte Autor Brad Warner eine ganz neue Dimension zu diesem großen buddhistischen Werk eröffnen. Beide sind unkonventionelle Menschen und Buddhisten. Ihr Verständnis, ihre Übersetzung und vor allem die detaillierten Erläuterungen unterscheiden sich gewaltig von anderen Versionen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der „Mittlere Weg, MMK“ hat mindestens drei wesentliche Dimensionen: Eine buddhistische, eine sehr komplizierte philosophische und eine poetische, denn MMK ist in Sanskrit-Versen verfasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nishijima und Brad Warner sind buddhistische Meister, sie haben Buddhismus seit vielen Jahren studiert und praktiziert. Nishijima hat über 20 Jahre am MMK gearbeitet, weil ihn die bisherigen Übersetzungen und Kommentare nicht befriedigt haben. Er brachte dabei sein tiefes Verständnis des Zen-Buddhismus von Meister Dogen ein. Es ist daher nicht verwunderlich, dass beide vor allem an der buddhistischen Dimension interessiert sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sanskrit-Wissenschaftler haben über viele Jahre großen Aufwand für eine grammatikalisch korrekte Übersetzung geleistet. Aber Nishijima und Brad Warner graben tiefer und haben nach meinem Verständnis eine neue darunter liegende buddhistische Struktur entdeckt und zu Tage gefördert, die bisher weitgehend unbekannt war.&lt;br /&gt;Dies ist zweifellos ein bedeutendes Buch. Warum? Weil MMK eines der zentralen Werke nicht nur des Mahayana sondern des Buddhismus überhaupt ist. Nishijima Roshi ist einer der größten buddhistischen Meister der jetzigen Zeit, daran besteht überhaupt kein Zweifel. Wenn dieses äußerst wichtige Werk von einem außergewöhnlichen Meister neu bearbeitet und erklärt wird, so ist das ein sehr bedeutsames Zusammentreffen und von großem Interesse. Ob wir dem Inhalt zustimmen oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Frage, das Buch enthält viele neue Aussagen und Informationen. Das mag manche zunächst irritieren, weil sie nicht daran gewöhnt sind. Wie ich persönlich weiß, hat Nishijima mit großer Sorgfalt und großem Engagement zwei Jahrzehnte daran gearbeitet. Sein Buch ist nicht hastig niedergeschrieben wie so manches auf dem buddhistischen Buchmarkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist dieses MMK ein schwieriges Buch? Mehr oder weniger. Man muss sich schon einige Zeit damit beschäftigen, um die Aussagen zu nutzen. Schnelle Beurteilungen sind daher eher Ausdruck starker Emotionen, die im Übrigen gerade beim mittleren Weg zu überwinden sind, und weniger der Vernunft, die Nagarjuna so sehr schätzte. Für mich ist dieses Buch eine radikal neue buddhistische Dimension des MMK, und durch die ausführlichen Erläuterungen ist es verhältnismäßig gut verständlich, nicht zuletzt im Vergleich zu den bisherigen oft kryptischen Versionen.&lt;br /&gt;Es ist ausgeschlossen, das dies ein unwichtiges Buch ist: ein großer lebender Meister hat Nagarjunas fundamentales Werk neu bearbeitet. Es ist daher von großem Wert, sich eingehend damit zu beschäftigen, nicht hastig und nicht oberflächlich. Dann erschließt sich der bedeutende Inhalt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-4373037907430080431?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/4373037907430080431/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=4373037907430080431' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/4373037907430080431'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/4373037907430080431'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2012/01/neue-buddhistische-dimension-des.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-H3VwbCpk8kc/Tx__3MesoTI/AAAAAAAAAHE/cbCU5l3iiwc/s72-c/Cover.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-927188119921209497</id><published>2012-01-20T13:45:00.002+01:00</published><updated>2012-01-20T13:52:32.512+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#000099;"&gt;MMK, Kapitel 2 : Untersuchung der Wirklichkeit von „gegangen“ und „nicht gegangen“ (Gatagata pariksha), Teil 2&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nagarjuna geht es in diesem Kapitel ganz wesentlich darum, den fundamentalen Unterschied zwischen Denken, Vorstellungen, Bewerten einerseits und der großen und lebendigen Wirklichkeit andererseits herauszuarbeiten. Denn die Wirklichkeit ist die Grundlage der buddhistischen Lehre und Praxis und ermöglicht die Überwindung des Leidens und Freiheit durch Handeln ohne Blockaden und Hindernisse. Ohne Wirklichkeit keine Erleuchtung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darüber hinaus unterscheidet Nagarjuna in der Gesamtsituation des Gehens zwischen dem abstrakten Menschen, den Bewegungen seiner Füße und Hände, dem beobachteten Prozess des Gehens mit einem Anfang und einem Ende und dem Handeln selbst, genau im Augenblick, das auch im Zen – Buddhismus bei Meister Dôgen von zentraler Bedeutung ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist z. B. mit dem „Geher“, wenn er zunächst stehen bleibt, dann eine bestimmte Strecke geht und sich dann hinsetzt? Wann und wie lange ist er ein „Geher“? Daraus ist erkennbar, dass Abstraktionen wie Geher oder Person untauglich sind, um zum Kern des Handelns und damit zur Wirklichkeit zu gelangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach meiner festen Auffassung sind wir nur &lt;em&gt;handelnd im Augenblick&lt;/em&gt; in der Wirklichkeit verankert und dabei haben Denkprozesse und Wahrnehmungen eine nebengeordnete Bedeutung, um nicht zu sagen eine Hilfsfunktion. Außerdem ist Denken für das meiste Handeln zu langsam und ineffizient, z. B. beim Bogenschießen. Die über-logische Methode des Buddhismus basiert immer auf dem Realismus, um sowohl die Dinge und Phänomene dieser Welt als auch die umfassende spirituelle Einheit von Mensch und Universum zu beschreiben. Dazu bedarf es einer neuen vernünftigen Intuition!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000099;"&gt;Vers 1&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;Die Erinnerung, früher gegangen zu sein, geht nicht wirklich, genauso wenig wie der Gedanke, in Zukunft zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Gedanke und die Vorstellung&lt;/em&gt;, in der Gegenwart zu gehen, ist ebenfalls nicht das Gehen selbst also nicht das wirkliche Gehen.&lt;br /&gt;Wenn wir die scheinbare Tatsache des jetzigen Gehens &lt;em&gt;denken,&lt;/em&gt; ist das nicht das &lt;em&gt;wirkliche Geh&lt;/em&gt;en. Wenn nicht einmal der einfache Bewegungsprozess von einem Ort zum anderen durch Denken und Vorstellung wirklich erfasst werden kann, gilt dies umso mehr für wichtige spirituelle Bereiche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000099;"&gt;Vers 2&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;Die konkreten physischen Bewegungen von Füßen und Händen gehören zur wirklichen Tatsache des Vorangehens. Sie sind also etwas anderes als die Idee des Gehens.&lt;br /&gt;Bei einer solchen Tatsache des Gehens im Augenblick durch die Bewegung der Füße und Hände sind die Vorstellungen des früheren und zukünftigen Gegangen-Seins verschwunden.&lt;br /&gt;Bei den Bewegungen der Hände und Füße handelt es sich um die Wirklichkeit als Handeln im jetzigen Augenblick. Das kann man zwar später auch mit Worten beschreiben, aber das Wesentliche ist das Handeln selbst. Dies bezeichnet Nagarjuna als "Vorangehen".&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-927188119921209497?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/927188119921209497/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=927188119921209497' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/927188119921209497'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/927188119921209497'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2012/01/mmk-kapitel-2-untersuchung-der_20.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-7925650194766880353</id><published>2012-01-11T21:05:00.003+01:00</published><updated>2012-01-11T21:13:52.079+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:100%;color:#000099;"&gt;&lt;strong&gt;MMK, Kap. 2 Teil 1: Untersuchung der Wirklichkeit von „gegangen“ und „nicht gegangen“ (Gatagata pariksha)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;In diesem zweiten Kapitel behandelt Nagarjuna ganz grundlegende buddhistische Aussagen anhand der scheinbar einfachen Tätigkeit des Gehens und der Bewegung, die für uns alle selbstverständlich sind, aber selten wirklich genau untersucht werden. Dabei sollen das Gehen als Handlung, die Bewegung der Beine und Arme und das Gleichgewicht des gegenwärtigen Augenblicks analysiert werden; und nicht zuletzt die Beziehung des Gehens zum Menschen als Person, der wirklich geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die wesentliche Aussage Nagarjunas ist meines Erachtens, dass wir uns von fixierten Abstraktionen wie dem Ich oder auch eines angeblich genau definierten Menschen lösen müssen und das Handeln selbst im Augenblick, also hier das Gehen, zur Grundlage unserer Lebensführung machen. Das bedeutet nicht, dass wir Begriffe wie Ich, Selbst, Mensch, Geher usw. in unserer Kommunikation völlig weglassen sollen oder auch nur können, sondern, dass wir uns über die Zusammenhänge beim Denken, bei der Wahrnehmung, aber vor allem beim Handeln und in der höchsten spirituellen Ebene der Erleuchtung bewusst sind und Klarheit darüber gewinnen. Das bezeichnet Buddha als Erwachen und das ist der Ausweg aus dem Leiden, nicht mehr und nicht weniger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Lehre des Buddhismus unterscheide ich vier Lebensphilosophien, deren entsprechende Lebenskonzepte und die Realitäten des Buddhismus:&lt;br /&gt;1. Den Idealismus, der den Schwerpunkt auf die Ideen, Gedanken und auch auf Ideale und Kreativität usw. legt.&lt;br /&gt;2. Den Materialismus, der die Formen und die Materie in den Mittelpunkt stellt und als das Wichtigste annimmt. Dies ist auch die naturwissenschaftliche Dimension der Welt und des Menschen.&lt;br /&gt;3. Eine ganz praktische Lebens-Philosophie des Handelns, die im Westen wenig entwickelt wurde, aber zentrale Bedeutung im Buddhismus hat.&lt;br /&gt;4. Die höchste Lebensphilosophie und Praxis, die wir als Erwachen, Erleuchtung oder richtig verstandene Leerheit bezeichnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Idealismus und auch beim Materialismus hat unsere Gehirntätigkeiten zentrale Bedeutung. Dies leuchtet beim Idealismus der Ideen, Vorstellungen und Gedanken unmittelbar ein, da sie im Gehirn ablaufen. Aber auch der Materialismus besteht aus intensiver Gehirntätigkeit, die aus den wahrgenommenen Reizen der Objekte um uns herum in unserem Bewusstsein die Bilder und Zusammenhänge erzeugt. Letztlich werden also die aus der Umgebung aufgenommenen Sinnesreize in entsprechende Daten umgesetzt, die dann im Gehirn verarbeitet und vom Bewusstsein wahrgenommen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Idealismus und Materialismus sind daher intellektuelle Philosophien des Dualismus. Sie haben besonders im Westen überaus große Bedeutung erlangt z.B. im Idealismus von Plato, Hegel, usw. auf der einen Seite und den philosophischen Grundlagen der Naturwissenschaft und Technik auf der anderen Seite. Beide Lebensphilosophien erscheinen unvereinbar, sind aber aus meiner Sicht ähnliche Ansätze, bei der das Denken und die Gehirntätigkeit von zentraler Bedeutung sind. Der Buddhismus geht aber darüber hinaus und ist näher am wahren Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt nämlich eine ganz andere Dimension des Lebens, die für die Praxis meist viel wichtiger ist: Das Handeln, das eher intuitiv im Augenblick vor sich geht; ohne viel zu intellektualisieren, manchmal mit Denken und manchmal ohne. Typische Beispiele dafür sind der Sport und die Kunst wie z. B. Malen oder Musizieren. Dabei spielen das Denken und der Intellekt eine untergeordnete Rolle. Denken kann sogar das präzise und harmonische Handeln im Augenblick empfindlich stören oder ganz blockieren. Ich sage daher auch häufig, dass Sport eine sehr gute Voraussetzung für die Praxis und das Erlernen des Buddhismus ist!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die umfassende Lebensphilosophie des Buddhismus wurde vor ca. 2.500 Jahren von Gautama Buddha entdeckt und entwickelt; sie befasst sich hauptsächlich mit dem Handeln und der Praxis des Lebens. Mit welchem Ziel? Um unser Leiden zu vermindern oder ganz zu vermeiden, kurz um besser zu leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht nicht wesentlich darum, über die Praxis nur zu reflektieren, sondern sie einzubeziehen und zu integrieren. Die höchste Form einer solchen Integration ist das Erwachen, das nach meiner festen Überzeugung nicht ohne die buddhistische Praxis, zum Beispiel Samadhi/Zazen und nicht allein aus dem Denken und der Vorstellung erreichbar ist. Durch diese umfassende buddhistische Lebensphilosophie ist es nach Gautama Buddha möglich, das Leiden unseres Lebens zu erkennen, die Ursachen herauszufinden und durch den Achtfachen Pfad im praktischen Leben zu überwinden. Dabei sind die Meditation und der Samadhi von zentraler Bedeutung, denn ohne sie kann es keine Erleuchtung geben.&lt;br /&gt;Beim Samadhi ist wiederum das einfache Sitzen im Lotus – Sitz zentral, ohne Gedanken und Irritationen des Geistes, das im Zen – Buddhismus Zazen genannt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die anderen Glieder des Achtfachen Pfades sind sehr praxisnah und an der realen Lebenswelt orientiert. Daraus wird deutlich, dass idealistisches Denken nicht zur Befreiung des Menschen führen kann und dass materialistischer Egoismus niemals die Erfüllung unseres Lebens erbringt, sondern, von Gier getrieben, in die menschliche Verödung und Sinnentleerung führt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-7925650194766880353?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/7925650194766880353/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=7925650194766880353' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7925650194766880353'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7925650194766880353'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2012/01/mmk-kap.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-3418664307579186321</id><published>2012-01-06T23:01:00.000+01:00</published><updated>2012-01-06T23:04:11.823+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000099;"&gt;MMK Kapitel 1 – Untersuchung der großen Wahrheit, Teil 3&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Vers 11.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Es gibt keine konkreten Ergebnisse als Ansammlung aus verteilten vielfältigen Dingen und Phänomenen oder aus der realen Wirklichkeit.&lt;br /&gt;Es gibt sogar nicht einmal die geringste Möglichkeit für mental gedachte Ergebnisse auf der Grundlage der realen Wirklichkeit.&lt;br /&gt;Besonders in der heutigen Zeit glauben wir, dass Ergebnisorientierung unsere Welt regiert. Aber dies ist ein Glaube und eine Vorstellung, denn die einfache Wirklichkeit kennt keine Ergebnisse zu unserem Vorteil oder Nachteil.&lt;br /&gt;Ergebnisse sind Vorstellungen in unserem Gehirn oder eine gedachte logische Verknüpfung mit einem späteren Zustand. Sie sind ein subjektives, mentales Produkt und nicht die Wirklichkeit. Dies gilt nicht zuletzt für das Ansammeln guten Karmas um als Ergebnis eine bessere Wiedergeburt für uns selbst zu erlangen.&lt;br /&gt;Davon ist ganz klar das Verhältnis von Ursache und Wirkung zu unterscheiden, das im Buddhismus eine große Bedeutung hat. Wirkungen sind Tatsachen und keine nach Gut und Schlecht bewerteten Ergebnisse.&lt;br /&gt;Ergebnisse sind also durch mentale Bewertungen aus den faktischen Wirkungen entstanden und keine Wirklichkeit im Sinne der realen Wahrheit mehr. Sie sind vor allem mit egoistischem Vorteilsstreben verbunden. Z.B. auch für einen spirituellen Vorteil des erdachten und abgrenzten Ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vers 12.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;In einer solchen Situation geht etwas Wirkliches und Konkretes voran, das den verschiedenen Dingen der realen Wahrheit folgt.&lt;br /&gt;Es gibt jedoch nicht einmal Ergebnisse in diesem Sinne wenn keine Verbindung mit der realen Wahrheit besteht.&lt;br /&gt;Alle Dinge und Phänomene verschwinden wenn die Grundlage der realen Wahrheit entfällt.&lt;br /&gt;Es gibt nichts, was wir ein derartiges Ergebnis nennen können, das wahre Handlungen erzeugt. Das gilt vor allem für die Anhaftung an egoistischen vorteilhaften Ergebnissen. Sie zerstören das wahre Handeln im Augenblick.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vers 13.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;In einer klaren Sprache: Derartige Ergebnisse sind die Feinde der realen Wahrheit. Ein Ergebnis hat nicht die Kraft die reale Wahrheit zu zerstören und hat nicht einmal die Kraft Tatsachen zu zerstören, die nicht verlässlich sind.&lt;br /&gt;Wenn wir die Idee vorteilhafter Ergebnisse nicht ablehnen begegnen wir nicht der realen Wirklichkeit, die aus verlässlichen und nichtverlässlichen Tatsachen besteht.&lt;br /&gt;Unverlässliche Tatsachen sind unwirkliche Imitationen von Tatsachen, die wir in unserem Gehirn erzeugen.&lt;br /&gt;Es ist außerordentlich wichtig die reale Wirklichkeit von unzuverlässigen sogenannten Tatsachen zu unterscheiden. Wenn wir das nicht tun, verschwenden wir viel Energie in verwirrten Zuständen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vers 14.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Daher können begehrte Ergebnisse niemals die reale Wahrheit verletzen, aber die können auch nicht einmal unzuverlässige Tatsachen beeinträchtigen. Wir können die wirkliche Welt nicht finden, die eine Verbindung der realen Wahrheit und falscher Wahrheiten ist, wenn wir die falsche Sichtweise beibehalten, dass derartige Ergebnisse die Wirklichkeit sind.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-3418664307579186321?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/3418664307579186321/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=3418664307579186321' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/3418664307579186321'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/3418664307579186321'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2012/01/mmk-kapitel-1-untersuchung-der-groen.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-7462873673053807637</id><published>2011-12-29T18:23:00.002+01:00</published><updated>2012-01-06T22:55:56.773+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#330099;"&gt;MMK, Kapitel 1 – Untersuchung der großen Wahrheit, Teil 2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Vers 6.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die reale Wahrheit kann abstrakt oder konkret sein. Sie ist aber niemals mit Zielen zum eigenen Vorteil verbunden.&lt;br /&gt;Angestrebte Ergebnisse zum eigenen Vorteil sind daher niemals die reale Wirklichkeit so wie sie ist.&lt;br /&gt;Die abstrakten oder konkreten realen Wahrheiten sind daher nicht abhängig von Wünschen und Zielen, sondern sind die eigenständige unabhängige reale Wahrheit. Diese Welt ist genau so wie sie ist, und es gibt nichts anderes, als diese Welt.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vers 7.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Wir müssen uns unbedingt Klarheit darüber verschaffen, was in dieser Welt wirklich und was unwirklich ist. Denn die Welt besteht immer aus beidem.&lt;br /&gt;Wenn wir die Verbindung von Stabilem und Nicht-Stabilem in der Welt nicht geklärt haben, ist die Vernunft blockiert, aber sie sollte zur Bewältigung des Lebens flexibel und frei sein. Die große Klarheit haben wir im Zustand des Gleichgewichts also in der Praxis des Zazen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vers 8.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Das wahre Gesetz des Universums und unseres eigenen Lebens kann sich manifestieren, wenn die wahre Welt nicht mit der materialistischen Wahrnehmung der externen Welt identisch ist.&lt;br /&gt;Wenn sich die wirkliche Welt klar und umfassend manifestiert, verschwindet die vorherige materielle Sichtweise von selbst.&lt;br /&gt;Es ist dann sinnlos, die vorherige materielle Scheinwelt wieder zu suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vers 9.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die Selbststeuerung erscheint niemals im Universum, das noch nicht verwirklicht ist.&lt;br /&gt;Die pausenlosen mentalen Funktionen können niemals irgendein festes Fundament des Lebens sein. Dann ist die reale Wahrheit scheinbar vage, wechselhaft und unbestimmt. Es gibt dann auch keinen festen Halt in dieser Welt, der uns Zuversicht gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vers 10.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Im Abstrakten gibt es keine konkreten Merkmale der Wirklichkeit. Diese konkreten Merkmale sind gewissermaßen entfernt. Dann kann die Wirklichkeit nicht erfasst werden.&lt;br /&gt;Außerdem kann die einfache Tatsache, dass diese reale Welt existiert sich nicht manifestieren.&lt;br /&gt;Die abstrakten Vorstellungen und das abstrakte Denken können die Wirklichkeit nicht erzeugen und ihr auch niemals gleichkommen.&lt;br /&gt;Wenn wir die konkreten Merkmale dieser Welt durch allgemeine Abstraktionen verschwinden lassen, können wir die Umwelt, die anderen Menschen und uns selbst nicht erkennen, denn wir leben in einer Scheinwelt.&lt;br /&gt;Dann kann es sogar passieren, dass die Vorstellung der realen Welt ganz verschwindet und die Menschen im Nihilismus versinken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-7462873673053807637?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/7462873673053807637/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=7462873673053807637' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7462873673053807637'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7462873673053807637'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2011/12/mmk-kapitel-1-untersuchung-der-groen.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-5807301918303028955</id><published>2011-12-20T21:18:00.006+01:00</published><updated>2012-01-06T22:57:24.436+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="color:#006600;"&gt;&lt;strong&gt;Meister Nagarjuna: Verse des tiefgründigen Mittleren Weges (MMK)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#000099;"&gt;Kapitel 1, Untersuchung der großen Wahrheit, Teil 1 &lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Vers 1.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die große Wahrheit ist etwas anderes als subjektive Ideen, die in unserem menschlichen Gehirn erzeugt wurden (Idealismus). Die wirkliche Wahrheit ist auch niemals dasselbe wie die Sinnesreizungen, die wir aus der externen Welt empfangen haben (Materialismus).&lt;br /&gt;Die wirkliche Wahrheit ist keine Mischung aus subjektiven Ideen oder den (scheinbar) objektiven Sinnesreizungen, aber die große Wahrheit ist niemals unlogisch und niemals gegen die Vernunft.&lt;br /&gt;Die verschiedenartigen Dinge und Phänomene des Universums manifestieren sich immer genau so wie sie sind.&lt;br /&gt;Und was „Existenz“ genannt wird, also nur das Wort, gibt es niemals wirklich irgendwo oder nicht in irgendetwas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vers 2.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die reale Wahrheit ist vierfach:&lt;br /&gt;1. Die Vernunft, die das ganze Universum (und unser Leben) durchdringt.&lt;br /&gt;2. Die externe Welt, die direkt vor uns da ist.&lt;br /&gt;3. Der gegenwärtige Augenblick, in dem unser Handeln sich immer vollzieht.&lt;br /&gt;4. Die Wirklichkeit (selbst), die (das Höchste ist und) alle Dinge und Phänomene zu regieren scheint.&lt;br /&gt;Etwas Fünftes der realen Wirklichkeit existiert überhaupt niemals irgendwo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vers 3.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Eine subjektive Existenz kann niemals in der realen Wahrheit erkannt werden (dualistische Trennung von Subjekt und Objekt).&lt;br /&gt;Wenn die subjektive Existenz nicht erkannt werden kann, ist es auch vollständig unmöglich, die objektbezogene Existenz zu erkennen (ebenfalls Dualismus).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vers 4.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die reale Handlung im gegenwärtigen Augenblick ist niemals nur eine (ungenaue) Imitation der realen Wahrheit, sondern reales Handeln und reale Wahrheit sind unauflösbar verbunden.&lt;br /&gt;Eine Imitation der realen Wahrheit, also nicht die reale Wahrheit selbst, kann niemals wahres Handeln sein.&lt;br /&gt;Die reale Wahrheit ist vom wahren Handeln nicht unterschieden und es gibt etwas Wirkliches, das sehr ähnlich ist wie reales Handeln.&lt;br /&gt;Was wirklich existiert ist daher das Handeln im gegenwärtigen Augenblick.&lt;br /&gt;Nagarjuna ist also kein Nihilist, der die Wirklichkeit verleugnet, wie es häufig behauptet wurde. Ganz im Gegnteil!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vers 5.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Die offensichtlichen Dinge und Phänomene manifestieren sich als solche in der Welt und sind genau die reale Wahrheit.&lt;br /&gt;Was sich selbst verschieden zeigt von der realen Wahrheit, kann überhaupt niemals als Wirklichkeit existieren.&lt;br /&gt;Die reale Wirklichkeit ist nicht etwas Mystisches oder Abstraktes sondern sehr konkret. Dem gegenüber gibt es nicht-reale Dinge, z.B. die Ideen über die Wirklichkeit, die wir in unseren denkenden Geist mit uns herumtragen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-5807301918303028955?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/5807301918303028955/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=5807301918303028955' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/5807301918303028955'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/5807301918303028955'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2011/12/meister-nagarjuna-verse-des.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-2109598510646497339</id><published>2011-11-28T19:11:00.007+01:00</published><updated>2011-12-20T21:18:17.344+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Information zur deutschen Fassung des Blogs:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Übersetzer des Blogs von Nishijima Roshi möchte ich ankündigen, dass in der nächsten Zeit der Text des berühmten Werkes von Meister Nargarjuna in Deutsch veröffentlicht wird (abgekürzt, aus dem Sanskrit, MMK):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#ff0000;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;"Verse des tiefgründigen Mittleren Weges".&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#000000;"&gt;Nachdem das englische Buch zum MMK von Nishijima Roshi und Brad Warner veröffentlicht wurde, sind einige meiner eigenen früheren Verständnisprobleme lösbar geworden, sodass ich mich daran wage, die Übersetzung ins Deutsche anzugehen. Es ist in der Tat kein einfacher Text, aber Nishijima schätzt ihn außerordentlich: er sei auf dem selben ganz hohen buddhistischen Level wie das &lt;em&gt;Shobogenzo&lt;/em&gt; von Meister Dogen. Dies sei der wahre und nicht verflachte oder dogmatisierte Buddhismus.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#000000;"&gt;Es handelt sich nicht um eine ganz wörtliche Fassung, die noch schwerer zu verstehen wäre.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Zum Teil habe ich bei der Edition die Kommentare des neu erschienenen englischen Buches des MMK zu Hilfe genommen und verkürzt zugesetzt. Dadurch konnte das Verständnis im Sinne von Nishijima Roshi m. E . wesentlich verbessert werden; er hat mich dazu ausdrücklich ermutigt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Mit herzlichen Grüßen&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Yudo J. Seggelke&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-2109598510646497339?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/2109598510646497339/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=2109598510646497339' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/2109598510646497339'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/2109598510646497339'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2011/11/information-zur-deutschen-fassung-des.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-6637983608677509402</id><published>2010-03-08T21:59:00.003+01:00</published><updated>2011-11-28T19:40:08.296+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Nagarjuna: Die tiefgründigen Weisheit des Mittleren Weges (abgekürzt aus dem Sanskrit MMK)&lt;br /&gt;Eine interpretierte Übersetzung von Gudo Nishijima&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Kürzlich habe ich eine Übersetzung des MMK des großen indischen Meisters Nagarjuna ins Englische fertig gestellt, die jetz auch auf Deutsch erscheinen soll. Sie ist nicht immer ganz wörtlich gehalten, sondern enthält zum Teil meine Interpretationen. Dadurch soll der Inhalt klarer werden, ohne dass die inhaltliche Genauigkeit der Wiedergabe vermindert wird. Das MMK ist in der wörtlich aus dem Sanskrit übersetzten Fassung nicht leicht zu verstehen. Durch meine Interpretationen hoffe ich, dass die Verständlichkeit deutlich verbessert wird.&lt;br /&gt;Ich halte diesen Text für außerordentlich wichtig, wenn wir den wahren Buddhismus verstehen wollen. Daher habe ich mich entschlossen, ihn im Blog der Dogen-Sangha zu veröffentlichen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-6637983608677509402?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/6637983608677509402/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=6637983608677509402' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/6637983608677509402'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/6637983608677509402'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2010/03/nagarjuna-ein-gesang-der-tiefgrundigen.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-7507693169775010770</id><published>2010-01-28T13:02:00.002+01:00</published><updated>2010-01-28T13:06:30.225+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Übersetzung von Dôgens authentischem Text des Fukan zazengi ,Teil 6&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Außerdem kann der aufrichtige, (auf das) Wesentliche (fokussierte) und sich verändernde Augenblick überhaupt niemals durch gedankliches Überlegen oder intellektuelles Unterscheiden verstanden werden. (Dieser Augenblick) gleicht dem Fingerzeig von Meister &lt;em&gt;Gutei&lt;/em&gt;, dem Niederholen des Flaggenmastes von Meister &lt;em&gt;Ananda&lt;/em&gt;, der Benutzung einer Nadel durch Meister &lt;em&gt;Nâgârjuna&lt;/em&gt;, um &lt;em&gt;Kanadewa&lt;/em&gt; zu lehren, dem Schlagen des Blockes, der von Meister &lt;em&gt;Manjusri&lt;/em&gt; benutzt wurde, oder den Zuständen tiefer Erfahrung, die durch einen Wedel, eine Faust, durch einen Stab oder einen Schrei gekennzeichnet sind. Wie wäre es möglich, dass sie durch magische Fähigkeiten oder durch die Trennung von Praxis und Erfahrung (der Verwirklichung) verstanden werden? Diese Meister sind wohl die würdevolle Form aus Stimmen und Farben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre es denn möglich, dass sie sich von den Merkmalen, die jenseits des Wissens und Sehens sind, unterscheiden? Wir sollten daher niemals darüber diskutieren, ob wir von höherer Klugheit oder geringerer Dummheit sind. Wir sollten niemals einen klugen Menschen gegenüber einem einfältigen Menschen vorziehen. Wenn wir unsere Anstrengungen mit ganzem Herzen unternehmen, sollte dies nur dem Streben nach der Wahrheit dienen. Praxis und Erfahrung beschmutzen sich beim Zazen niemals gegenseitig und das Verhalten, um voranzukommen, ist dann im Gleichgewicht und ist beständig. Innen bei uns selbst und außen in der äußeren Welt oder im westlichen (Indien) und in östlichen Ländern haben wir die Merkmale des Buddhismus in gleicher Weise bewahrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir manifestieren nur das Verhalten nach der tiefgründigen überlieferten Tradition, nämlich genau im Zazen zu sitzen, und sind durch den bewegungslosen Zustand gesammelt. Praktiziert nur dieses (gleiche) Zazen, obgleich es tausende oder zehntausende Unterschiede (bei den Menschen) geben mag, und strengt euch an, nach der Wahrheit zu streben. Wie wäre es möglich, dass wir unseren eigenen Platz zum Sitzen dadurch vergessen, dass wir in andere staubige Länder gehen und von dort zurückkehren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir einen Fehler bei dem &lt;em&gt;kleinsten Schritt&lt;/em&gt; gemacht haben, müssen wir stolpern oder müssen genau im Augenblick (nicht korrigierbare) Fehler begehen. Wir sind zum Glück schon in der hervorragenden Situation, einen &lt;em&gt;menschlichen Körper&lt;/em&gt; zu haben. Wie wäre es daher möglich, dass wir die Zeit nutzen, ohne überhaupt etwas Nützliches zu tun?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glücklicherweise haben wir den menschlichen Körper und Geist bewahrt, welche die sehr wichtige Basis für das Streben nach der buddhistischen Wahrheit sind. Wie wäre es daher für irgendjemanden überhaupt möglich, die seichteste flüchtige Freude zu genießen, die dem plötzlichen Aufleuchten (und Verlöschen) des Feuersteins gleicht?&lt;br /&gt;Außerdem ist die körperliche Substanz genauso vergänglich wie ein Tautropfen auf dem Blatt einer Pflanze. Die Umstände des menschlichen Lebens scheinen dem Aufblitzen eines Lichtstrahls zu ähneln. Er verliert sich plötzlich und ist sofort verschwunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte daher jene edleren Menschen bitten, die praktizieren und nach der Wahrheit streben, sich nicht davor zu fürchten, dem wirklichen Drachen tatsächlich zu begegnen, obgleich sie sich an die verschiedensten Bilder und Nachahmungen vom Drachen gewöhnt haben! Strengt euch bitte in der Praxis des Zazen an, die unmittelbar die Wahrheit aufzeigt. Verehrt Menschen, die das (falsche) Lernen beim Zazen überschritten haben und nicht irgendeine (vordergründige) Absicht verfolgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Werdet vollkommen eins mit der Wahrheit der Buddhas und empfangt authentisch den Zustand des Gleichgewichts der Vorfahren im Dharma. Wenn ihr das Unfassbare (Zazen) praktiziert, ist es ausgeschlossen, dass ihr nicht selbst dieses Unfassbare werdet. Das großartige Schatzhaus der Juwelen wird auf natürliche Weise geöffnet werden und ihr habt die vollkommene Freiheit erreicht, die Juwelen zu erlangen und sie ohne irgendeine Behinderung zu verwenden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ende des Originaltextes&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-7507693169775010770?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/7507693169775010770/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=7507693169775010770' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7507693169775010770'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7507693169775010770'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2010/01/ubersetzung-von-dogens-authentischem_28.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-4010067838114829767</id><published>2010-01-18T12:45:00.001+01:00</published><updated>2010-01-18T12:47:38.876+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Übersetzung von Dôgens authentischem Text des Fukan zazengi ,Teil 5&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Im Allgemeinen ist ein ruhiger Raum vorzuziehen, wenn wir Zazen praktizieren. Wir sollten mäßig essen und trinken. Die vielfältigen Gegebenheiten (des Alltags) sollten wir vollständig weglassen, alle Arten von Aufgaben beenden, nicht an Gut oder Schlecht denken und uns keine Sorgen über Richtig und Falsch machen. Die Unruhe des Geistes, des Willens und des Bewusstseins hört (dann) auf. Die Überlegungen durch Bilder, Gedanken und Intuition sollten enden – und habt niemals das Ziel, ein Buddha zu werden! Ein solcher Zustand der Zazen-Praxis ist nicht dasselbe, als würden wir uns in unserem täglichen Leben hinsetzen und hinlegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dem Ort, wo wir im Zazen sitzen, breiten wir normalerweise eine dicke Matte aus und benutzen ein rundes Kissen. Entweder verwenden wir die Haltung des vollen Lotossitzes oder des halben Lotossitzes. Beim vollen Lotossitz legen wir zuerst den rechten Fuß auf den linken Oberschenkel und dann legen wir den linken Fuß auf den rechten Oberschenkel. Beim halben Lotossitz drücken wir mit dem linken Fuß auf den rechten Oberschenkel. Wir legen die Kleidung, die wir tragen, auf (die Füße und Oberschenkel) und achten darauf, dass sie geordnet und sauber ist. Dann legt die rechte Hand auf den linken Fuß und die linke Hand auf die rechte Hand, sodass sich die Spitzen der Daumen gegenseitig berühren.&lt;br /&gt;Dann bleibt in dieser Haltung und kontrolliert das Sitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neigt euch nicht nach links und beugt euch nicht nach rechts. Sitzt nicht gekrümmt nach vorn und lehnt euch nicht nach hinten. Es ist notwendig, dass die Ohren und Schultern parallel (zueinander) sind. Die Nase und der Bauchnabel sollten (in einer Linie) gehalten werden. Legt die Zunge an den oberen Gaumen und haltet die Lippen und Zähne geschlossen. Die Augen sollten immer offen gehalten werden. Atmet sanft durch die Nase und nachdem ihr die Sitzhaltung kontrolliert habt, atmet einmal tief ein und lasst den Oberkörper nach rechts und links pendeln. Dann sitzt still ohne Bewegung, ähnlich wie ein Berg, und ‚denkt’ den Zustand ohne Denken. Wie können wir den Zustand ohne Denken denken? Es unterscheidet sich vom (üblichen) Denken. Dies ist kurz gefasst genau die Methode des Zazen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Zazen genannt wird, kann niemals das sogenannte Lernen (mit einem Ziel) während des Zazen sein, sondern es ist genau der Zugang des Friedens und der Freude zum Dharma. Es ist genau die Verschmelzung von Praxis und Erfahrung (des Erwachens), um die Wirklichkeit vollständig zu realisieren. Das Gesetz des Universums ist bereits verwirklicht worden und es gibt keine Möglichkeit, dass Netze und Käfige (der Verstrickung), die ihn einfangen können, Zugang zum Praktizierenden finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir diese Bedeutung bereits erfasst haben, sind wir wohl in derselben Lage wie ein Drache, der Wasser bekommen hat, oder ein Tiger, der aufrecht vor einem Berg steht und sich selbst mit dem Berg schützt. Wir sollten die Tatsachen kennen, dass die wahren Gesetze des Universums sich sofort offenbaren und sowohl der Zustand des Trübsinns als auch der Lustbarkeit sofort zu Boden fällt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir uns vom Sitzen erheben, bewegen wir den Körper langsam und allmählich, dann sollten wir friedlich und glücklich aufstehen. Niemals sollte es hastig oder gewaltsam sein, wenn wir aufstehen. Wir haben seit den alten Zeiten gelernt, dass wir auf der Kraft des Gleichgewichts aufbauen, die durch Zazen erlangt wurde. (Dies) überschreitet gewöhnliche Menschen und übersteigt Heilige; (wie berichtet wird) kommt aus dieser Kraft das (friedliche) Sterben während des Zazen oder dass man sein Leben im Stehen verliert (wie auch berichtet wird).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-4010067838114829767?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/4010067838114829767/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=4010067838114829767' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/4010067838114829767'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/4010067838114829767'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2010/01/ubersetzung-von-dogens-authentischem.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-4210688935008630731</id><published>2010-01-13T23:01:00.001+01:00</published><updated>2010-01-13T23:03:53.484+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Fukan zazengi, Teil 4,&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;Übersetzung von Dôgens authentischem Text&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Folgenden wird die neue, wörtliche Übersetzung in der Fassung des Rufu-Bon wiedergegeben:&lt;br /&gt;„Allgemein gilt, wenn wir nach der Wahrheit streben, dass die grundlegende Wahrheit das (ganze) Universum durchdringt, und daher scheint es (fälschlich) ganz unnötig zu sein, dass wir auf der Praxis und der Erfahrung (des Zazen) aufbauen. Weiterhin sind die Methoden, um die grundlegenden Wesensmerkmale (der Wahrheit) zu erreichen, (doch) auf natürliche Weise vorhanden. Warum ist es daher notwendig, dass wir uns bis zur Erschöpfung anstrengen (um die Wahrheit zu erlangen)?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In unserem Fall haben wir als Buddhisten bereits die gewöhnlichen (Schein-)Werte der menschlichen Gesellschaften vollständig wie Abfall und Staub verlassen. Warum ist es denn für irgendjemanden (überhaupt) erforderlich, an die Notwendigkeit der Methoden zu glauben, um jene (gewöhnlichen) weltlichen Werte wegzubürsten und wegzuwischen?&lt;br /&gt;Allgemein gesagt haben wir die richtigen Umstände (als Buddhisten) gar nicht verlassen. Warum ist es (dann) notwendig, dass wir überhaupt auch nur ein wenig der äußersten Fußspitzen (des Zazen) benutzen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es jedoch nur die &lt;em&gt;kleinste Lücke&lt;/em&gt; (bei der Praxis und Wahrheit) gibt, dann wird diese Lücke größer und größer, so als ob sie der ungeheure Abstand zwischen Himmel und Erde wäre. Wenn sich nur der kleinste Unterschied zwischen richtig und falsch einschleicht, müssten wir unseren Geist vollständig in auswegloser Verwirrung verlieren.&lt;br /&gt;Auch wenn wir außerordentlich stolz auf unser &lt;em&gt;scharfsinniges intellektuelles Verständnis&lt;/em&gt; sind und (mental) zu umfassenden intuitiven Entscheidungen fähig wären, scheint es ganz unmöglich zu sein, dass wir unsere Fähigkeit des Denkens durch den (dualistischen) Verstandes (einfach) weglassen (können), damit wir so den kraftvollen Zustand des realen Handelns im Bereich der Wirklichkeit erlangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies gilt auch (im mentalen Bereich), wenn wir eine scharfsinnige, intuitive Erleuchtung in einem vollständig unabhängigen Bereich erlangen, wenn wir die höchste Wahrheit erlangen, wenn wir den menschlichen Verstand klären und wir elegant durch alle Lebenssituationen wandern. Es gilt auch, wenn wir ein starkes Vertrauen haben, dass unser intellektuelles Vermögen Zugang zur wirklichen Welt gefunden hat und wenn wir einen starken und scharfsinnigen Geist haben, der den Himmel durchsticht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiterhin gilt, dass wir den klaren Fußspuren des Genies (&lt;em&gt;Gautama Buddha&lt;/em&gt;) von &lt;em&gt;Jetavana Anathapindikarama&lt;/em&gt; folgen können, der große Anstrengungen unternahm und sechs Jahre lang Zazen praktizierte. Wir können auch heute die Lehre des berühmten Meisters (&lt;em&gt;Bodhidharma&lt;/em&gt;) im &lt;em&gt;Shorin-Tempel&lt;/em&gt; hören, der neun Jahre lang mit dem Gesicht zur Wand Zazen praktizierte. Auch die großen alten Meister haben ähnliche hervorragende Beispiele gegeben. Wie kann es dann angehen, dass wir während des Tages Zeit verstreichen lassen, ohne Zazen zu praktizieren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher sollten wir sofort die (nutzlosen) intellektuellen Anstrengungen beenden, indem wir Worte analysieren und Reden verfolgen. Wir sollten anfangen zu lernen, einen Schritt zurückzutreten und uns selbst zu beleuchten. (Dann wird das eingeengte Bewusstsein von) Körper und Geist auf natürliche Weise sofort von uns abfallen und unser ursprüngliches Gesicht und unsere ursprünglichen Augen werden sich sofort offenbaren. Wenn wir eine solche Situation sofort erlangen wollen, sollten wir dies unmittelbar tun, ohne im Geringsten zu zögern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-4210688935008630731?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/4210688935008630731/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=4210688935008630731' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/4210688935008630731'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/4210688935008630731'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2010/01/fukan-zazengi-teil-4-ubersetzung-von.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-642250690274457548</id><published>2010-01-02T12:14:00.002+01:00</published><updated>2010-01-02T12:18:26.571+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Fukan zazengi, Teil 3&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir müssen in aller Klarheit sagen, dass beim Zazen das Ziel, die praktische Methode und das eigentliche Handeln beim Sitzen vollkommen zu einer Einheit verschmolzen und damit identisch sind. Es ist sehr wichtig, dass wir Zazen einfach und ohne Verspannung als die erste Erleuchtung praktizieren, und wir müssen uns überhaupt nicht darum sorgen, wann die zweite Erleuchtung kommen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Erleuchtung ist, Zazen im gegenwärtigen Augenblick zu praktizieren, indem wir Körper und Geist fallen lassen. Die zweite Erleuchtung ist das vollständige Verständnis der buddhistischen Lehre auf der Grundlage des ehrlichen täglichen Lebens als Mensch, der den Buddhismus praktiziert. Dabei ist der wesentliche Kern die Zazen-Praxis selbst, wie sie hier beschrieben wird und die wir in dieser Klarheit Meister Dôgen verdanken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Meister Dôgens Heimkehr&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Dôgen kehrte im Jahr 1227, mit 27 Jahren, nach Japan zurück. Nach seiner Rückkehr fragte ihn jemand: „Was hast du aus China mitgebracht?“ Er antwortete darauf: „Nichts“, und fügte dann hinzu: „Wenn ich dazu irgendetwas sagen muss, mag es der bewegliche und sanfte Geist sein (den ich mitgebracht habe).“ Wir können seine Worte heute so verstehen, dass sich unser Körper und Geist, so wie sie sind, beim Zazen im Zustand des Gleichgewichts befinden und es uns so erscheint, als ob wir sie fallen gelassen haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-642250690274457548?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/642250690274457548/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=642250690274457548' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/642250690274457548'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/642250690274457548'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2010/01/fukan-zazengi-teil-3-wir-mussen-in.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-219594033247178163</id><published>2009-12-25T14:08:00.001+01:00</published><updated>2009-12-25T14:17:02.845+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Fukan zazengi, Teil 2&lt;br /&gt;Meister Myozen und Meister Dôgen in China,&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Leider erkrankte Meister &lt;em&gt;Myozen&lt;/em&gt; schon nach etwa zwei Jahren des gemeinsamen Aufenthaltes in China schwer und starb im Kloster &lt;em&gt;Tendozan Keitoku-ji&lt;/em&gt; am 27. März 1225.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meister Dôgen setzte seine Reise zu verschiedenen chinesischen buddhistischen Tempeln danach allein fort. Er hoffte, einen wahren buddhistischen Meister zu finden, um das zu erlangen, was er so sehr anstrebte. Am 1. Mai 1225 begegnete Meister Dôgen dann Meister &lt;em&gt;Tendô Nyojô&lt;/em&gt;, der inzwischen der Meister des Klosters &lt;em&gt;Tendozan Keitoku-ji&lt;/em&gt; geworden war. Er erkannte in ihm schlagartig seinen wahren Meister und studierte und praktizierte Buddhismus unter &lt;em&gt;Tendô Nyojôs&lt;/em&gt; Leitung bis zu seiner Rückkehr nach Japan im Jahr 1227.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tatsache, dass Meister Dôgen mit Meister &lt;em&gt;Tendô Nyojô&lt;/em&gt; zusammentraf, ist von größtem Wert für den Buddhismus. Bevor Dôgen nämlich Tendô Nyojô begegnet war, praktizierte er Zazen mit der Vorstellung, dass man zielgerichtet und mit großer Anstrengung die Erleuchtung erringen müsste. Dies unterscheidet sich jedoch grundsätzlich von der wahren Praxis des Zazen. Dass Meister Dôgen überhaupt nach China ging, ist seiner großen Aufrichtigkeit und Sorgfalt sich selbst gegenüber zu verdanken, und dass er bis dahin die sogenannte Erleuchtung tatsächlich nicht erlangen konnte.&lt;br /&gt;Die buddhistischen Lehren &lt;em&gt;Tendô Nyojôs&lt;/em&gt; unterschieden sich vollständig von dem, was Dôgen bis dahin kennengelernt, aber auch, was er in China erwartet hatte. Wie er in Kapitel 30, „Das Bewahren der reinen Praxis“ &lt;em&gt;(Gyôji)&lt;/em&gt;, im Shôbôgenzô beschreibt, sagte Meister &lt;em&gt;Tendô Nyojô&lt;/em&gt; mit großer Bestimmtheit:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;„Zazen zu praktizieren bedeutet nur, Körper und Geist fallen zu lassen. Es ist nicht notwendig, dass wir Räucherwerk anzünden, Buddhas Namen rezitieren, unsere Sünden bekennen oder überhaupt Sûtras lesen. Aber wenn wir nur sitzen, ist alles schon von Anfang an erreicht worden.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Diese Worte bedeuten, dass die Zazen-Praxis das vegetative Nervensystem ins Gleichgewicht bringt und dass wir das einengende Bewusstsein von Körper und Geist verlieren. Wenn wir nur Zazen praktizieren, verwirklicht sich schon von Anfang an einfach und direkt die Freiheit vom eingeengten Bewusstsein des Körpers und Geistes. Diese Erkenntnis ist einer der wichtigsten Kernpunkte der buddhistischen Lehre überhaupt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wahre Zazen dient also niemals nur als Werkzeug und Methode, um das große Ziel der Erleuchtung zu erlangen. Die Zazen-Praxis ist gerade nicht nur ein Instrument oder Hilfsmittel, das sich von dem angestrebten Ergebnis der Praxis, nämlich der Erleuchtung, trennen lässt, sondern Zazen ist die erste Erleuchtung selbst. Die willensmäßige Konzentration auf das Ziel der Erleuchtung ist also völlig sinnlos und zerstört gerade die wahre Zazen-Praxis. Zazen ist nur das Handeln des Sitzens im gegenwärtigen Augenblick selbst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-219594033247178163?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/219594033247178163/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=219594033247178163' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/219594033247178163'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/219594033247178163'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2009/12/fukan-zazengi-teil-2-meister-myozen-und.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-6699128121811553162</id><published>2009-12-19T12:58:00.001+01:00</published><updated>2009-12-19T13:01:40.576+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Allgemeine Richtlinien zur Zazen-Praxis von Meister Dôgen (Fukan zazengi), Teil 1&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;Meister Dôgen wurde im Jahr 1212 buddhistischer Mönch und trat in das Kloster &lt;em&gt;Enryaku-ji &lt;/em&gt;in Kyoto ein, wo er etwa drei Jahre lang lebte. Ihm wurde jedoch mit der Zeit klar, dass die buddhistische Lehre in &lt;em&gt;Enryaku-ji&lt;/em&gt; damals zu sehr auf intellektuelle Überlegungen konzentriert war, weshalb er zu Meister &lt;em&gt;Eisai&lt;/em&gt; ins Kloster &lt;em&gt;Kennin-ji&lt;/em&gt; ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Meister Dôgen im japanischen Kloster &lt;em&gt;Kennin-ji &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Weil dieses Kloster zur Übertragungslinie des Rinzai gehört, können wir annehmen, dass Meister Dôgen von seinem Meister ein Kôan erhielt, dessen Bedeutung er während der Zazen-Praxis immer wieder durchdachte, um auf diese Weise zur Erleuchtung zu gelangen. Dieses Vorgehen unterscheidet sich jedoch von der Praxis des wahren Zazen, die er später sehr genau kennenlernte und herausarbeitete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meister Dôgen besaß einen scharfen Verstand und ein genaues Beobachtungsvermögen, sodass es bei ihm zu keinen Täuschungen und Illusionen darüber kam, ob er die sogenannte Erleuchtung wirklich erlangt hatte oder nicht. Daher erkannte er zu seinem Bedauern ganz klar, dass er trotz größter Anstrengung nicht so etwas Ähnliches wie die Erleuchtung erfahren hatte. Wir können sicher vermuten, dass ihn diese Erkenntnis stark beunruhigte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahrscheinlich hatte Meister Dôgen daraufhin erhebliche Zweifel, ob die Form des Zazen, die damals in Japan praktiziert wurde, überhaupt geeignet für die Erleuchtung sei. Infolgedessen ist bei ihm wohl der Wunsch aufgetaucht, nach China zu gehen, um dort die wahre buddhistische Übungspraxis des Zazen zu erlernen. &lt;em&gt;Butsuju Myozen&lt;/em&gt;, der Nachfolger von &lt;em&gt;Eisai&lt;/em&gt; als Meister des Klosters &lt;em&gt;Kennin-ji&lt;/em&gt;, hatte offensichtlich genau dieselben Gedanken wie Meister Dôgen. &lt;em&gt;Butsuju Myozen&lt;/em&gt; hegte ebenfalls die große Hoffnung, durch eine Reise nach China das Wesen des wahren chinesischen Buddhismus und vor allem des Zazen direkt zu erfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher entschieden sich Meister &lt;em&gt;Myozen&lt;/em&gt; und Meister Dôgen, gemeinsam nach China zu reisen, um dort die Erleuchtung zu erlangen, die in Japan offensichtlich nicht möglich war.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-6699128121811553162?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/6699128121811553162/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=6699128121811553162' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/6699128121811553162'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/6699128121811553162'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2009/12/allgemeine-richtlinien-zur-zazen-praxis.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-884523164060195004</id><published>2009-10-19T20:45:00.002+02:00</published><updated>2009-10-19T20:50:40.571+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Der Mensch Gautama Buddha , Teil 4&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Gautama Buddhas Erleuchtung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Gautama Buddha hatte am eigenen Leibe erfahren, dass ein asketisches Leben völlig sinnlos ist, um Erleuchtung zu erlangen, und darüber hinaus sogar schwere körperliche und geistige Zerstörungen anrichtet. Daher verließ er den Wald des asketischen Lebens in aller Entschiedenheit. Die dort übenden Asketen waren sicher, dass Gautama Buddha den Wald des asketischen Lebens verließ, weil es ihm letztlich an Ausdauer, Disziplin und Willen mangelte und daher verlachten sie ihn und überhäuften ihn mit Verachtung und Vorwürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir können jedoch davon ausgehen, dass Gautama Buddha die starke und reine Absicht im Sinn hatte, die Wahrheit zu suchen und es gab sicher bei ihm nur den festen Willen, diese Wahrheit zu erlangen. Daher hatte Gautama Buddha die Askese abgebrochen, ohne überhaupt weiter von der Kritik der anderen Asketen Notiz zu nehmen. Das Asketentum hatte sich als Sackgasse erwiesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Gautama Buddha sich dann völlig entkräftet am Ufer des kleinen Flusses &lt;em&gt;Nairanjana&lt;/em&gt; vorwärts schleppte, bemerkte ein kleines Mädchen mit Namen &lt;em&gt;Sujata&lt;/em&gt; den siechen und bemitleidenswerten Zustand von Gautama Buddha und bot ihm Haferschleim zum Essen an, den sie bei sich trug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Buddha den Haferschleim gegessen hatte, fühlte er sich schon etwas kräftiger, und sein Körper und Geist erholten sich langsam. Er begann nun auf einem anderen Weg nach der Wahrheit zu streben, indem er bei der alten in Indien weit verbreiteten Yoga-Praxis anknüpfte. Gautama Buddha benutzte dabei eine Yogahaltung, die als die beste und wirkungsvollste angesehen wird. Diese Sitzpraxis ist dieselbe, die bis in die heutige Zeit beim Zazen verwendet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem er eine solche Praxis mehrere Jahre fortgesetzt hatte, saß er an einem Wintermorgen im Zazen und bemerkte mit einem Mal, dass er nicht mehr im Bereich der Gedanken und Wahrnehmung weilte, sondern dass er nur im Bereich der Wirklichkeit lebte. Diese Wirklichkeit war die Wahrheit, die er so lange gesucht hatte!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem wichtigen Sutra heißt es, dass &lt;em&gt;"Berge, Flüsse, Gras und Bäume vollkommen die Wahrheit geworden sind"&lt;/em&gt; und im Shobogenzo von Meister Dogen heißt es in derselben Weise:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Berge, Flüsse und die Erde sind zur Wahrheit geworden".&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher können wir verstehen, dass Gautama Buddha plötzlich die vollkommen eindeutige und klare Erfahrung machte, dass diese Welt genau die Wirklichkeit ist und dass diese Welt genau die Wahrheit selbst ist. Was wir in unserem Gehirn erzeugen, wird niemals die volle Wahrheit werden und was wir durch unsere Sinneswahrnehmungen aufnehmen, kann ebenfalls niemals die ganze, umfassende Wahrheit oder Wirklichkeit sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was wir genau im gegenwärtigen Augenblick tun, ist die Wahrheit und ist genau die Wirklichkeit. Daraus wird schlagartig klar, dass die beiden großartigen westlichen Philosophien des &lt;em&gt;Idealismus&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Materialismus &lt;/em&gt;niemals die volle Wahrheit sein können. Sie sind nur eine Art von Vorstellung oder Illusionen im Vergleich zum Handeln im gegenwärtigen Augenblick, durch das wir direkt in die Wirklichkeit und die Wahrheit kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Handeln, das wir im gegenwärtigen Augenblick vollziehen, ist die wirkliche Existenz des Universums und daraus ergibt sich zwingend die Einheit des menschlichen Handelns mit dem realen Universum als die Wirklichkeit selbst. Dies ist eine einfache Tatsache im gegenwärtigen Augenblick und dies ist genau die Erleuchtung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-884523164060195004?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/884523164060195004/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=884523164060195004' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/884523164060195004'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/884523164060195004'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2009/10/der-mensch-gautama-buddha-teil-4.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-5856394167432402767</id><published>2009-10-11T20:57:00.003+02:00</published><updated>2009-10-11T21:22:53.750+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;Der Mensch Gautama Buddha, Teil 3&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Abschied vom Leben in seiner Familie und vom Königspalast&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem Gautama Buddha lange Zeit hin und her überlegt hatte, entschied er sich endgültig, seine Familie zurückzulassen und ein religiöser Mönch zu werden. Haus und Familie zu verlassen bedeutet, dass ein Mann oder eine Frau Mönch oder Nonne wird, um ganz der spirituellen Wahrheit zu folgen. Ich nehme an, dass Gautama Buddha sich viele Gedanken und Sorgen darüber gemacht hatte, ob es moralisch zu vertreten sei, die Familie zu verlassen und nicht mehr für sie zu sorgen und sie nicht mehr unterstützen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es erschien ihm unmöglich, dem Streben nach der Wahrheit nicht zu folgen, denn dies war seit langer Zeit sein großes Ziel: Er wollte den Menschen in der Welt helfen und sie retten, indem er selbst die wirkliche Wahrheit der Welt gefunden hatte und mit ihnen teilen konnte. Als er 29 Jahre alt war, sagte er seinem Diener mit dem Namen &lt;em&gt;Channa&lt;/em&gt;, dass dieser sein weißes Pferd in den Garten des Palastes bringen solle. Dann verließ Gautama Buddha den Palast unbemerkt, er hatte seine Familie vorher nicht über seine Pläne eingeweiht, um Tatsachen zu schaffen, die unumkehrbar waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Diener &lt;em&gt;Channa&lt;/em&gt; folgte Gautama Buddha zu einem Hain mit dem Namen &lt;em&gt;Anupiya&lt;/em&gt; und dort gab Gautama Buddha &lt;em&gt;Channa&lt;/em&gt; den Befehl, zu seinen Eltern und seiner Familie zurückzukehren. Der Diener nahm die wertvollen Kleider Gautama Buddhas auf dessen Bitte mit sich, weil dieser sie nicht mehr tragen wollte. Er wollte eine einfache Hausloser werden, der keinen Besitz und nichts Kostbares sein eigen nannte. So machte sich Gautama Buddha auf, nach der Wahrheit zu forschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die beiden Denker und Lehrer von Gautama Buddha&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Anfang seiner Suche nach der Wahrheit ging Gautama Buddha zu einem Denker mit Namen &lt;em&gt;Alara Kalama&lt;/em&gt;, der nahe der Stadt &lt;em&gt;Vaisali&lt;/em&gt; mit seinen ca. 300 Schülern lebte. Er war vermutlich kein Brahmane und ein Denker mit einer neuen Lehre. Er behauptete von sich, dass er "&lt;em&gt;den Zustand nichts zu haben&lt;/em&gt;" erlangt hatte. Was ist damit gemeint, „&lt;em&gt;nichts zu haben“&lt;/em&gt;?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir Menschen haben im allgemeinen immer ein Verlangen nach bestimmten Dingen, aber &lt;em&gt;Alara Kalama&lt;/em&gt; vertrat mit Nachdruck und sicher überzeugend den hohen moralischen Wert, nicht irgendeine Sache oder überhaupt materielle Dinge haben zu wollen und nicht an ihnen zu hängen. Im Allgemeinen haben die Menschen starkes Begehren etwas zu besitzen und eine solche Schwäche ist manchmal wirklich sehr gefährlich und macht die Menschen blind. In diesem Sinne lehrt uns &lt;em&gt;Alara Kalama&lt;/em&gt;, nicht gierig zu sein und sich von materiellen Dingen nicht abhängig zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gautama Buddha widmete sich dieser Lehre mit ganzer Hingabe und verstand schon bald, dass der Ansatz von &lt;em&gt;Alara Kalama&lt;/em&gt; doch sehr intellektuell und nicht sehr praktisch für unser Leben war. Er empfand diese Lehre daher als einseitig. So entschloss er sich, fort zu gehen und einen anderen Denker und Philosophen aufsuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser zweite Denker, den Buddha anschließend besuchte, war &lt;em&gt;Udraka Ramaputra.&lt;/em&gt; Es wird berichtet, dass er nicht weit entfernt von dem Ort des &lt;em&gt;Alara Kalama&lt;/em&gt; lebte, aber die Überlieferung ist in diesem Fall nicht ganz gesichert, weil auch andere Orte infrage kommen. Der Name &lt;em&gt;Udraka Ramaputra&lt;/em&gt; bedeutet “&lt;em&gt;das Kind von Rama&lt;/em&gt;“ und es wird überliefert, dass dort insgesamt ca. 700 Schüler mit diesem Lehrer zusammenlebten. Er selbst war von seiner Lehre tief überzeugt und besaß für viele Schüler eine große Anziehungskraft. Seine Lehre kann wie folgt bezeichnet werden: "&lt;em&gt;Der Zustand des Nicht-Denkens/des nicht Nicht-Denkens".&lt;/em&gt; Dies hört sich kompliziert an und könnte Folgendes bedeuten: "&lt;em&gt;Der Zustand, in dem man Denken und Sinneswahrnehmung überschreitet&lt;/em&gt;".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir können annehmen, dass diese beiden ersten Lehrer und Denker im Bereich des abstrakten Denkens verharrten, obgleich sie zumindest teilweise durchaus realistische Philosophien vertraten. Gautama Buddha fand es jedoch schwierig, ihre philosophischen Sichtweisen als Realismus anzunehmen, der auch für unser praktisches Leben geeignet ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gautama Buddhas Suche nach der Wahrheit als Asket.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obgleich Gautama Buddha von &lt;em&gt;Alara Kalama&lt;/em&gt; die Lehre "&lt;em&gt;des Zustandes, nichts zu haben&lt;/em&gt;" erhalten hatte, die eine Gelassenheit oder gar Gleichgültigkeit gegenüber jedem Eigentum beinhaltet und von &lt;em&gt;Udraka Ramaputra&lt;/em&gt; gelernt hatte, "&lt;em&gt;den Zustand des Nicht-Denkens/des nicht Nicht-Denkens zu überschreiten&lt;/em&gt;", waren diese Philosophien der beiden Denker doch sehr intellektuell und nicht sehr praktisch und wenig auf die Realität zugeschnitten. Weil Gautama Buddha jedoch sehr praktisch veranlagt war, konnte er durch die Lehren dieser beiden weisen Männer nicht befriedigt werden, da sie für das Leben in seiner ganzen Komplexität wenig geeignet waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher änderte Gautama Buddha radikal seine Richtung bei seiner Suche und ging einen Weg, der genau das Gegenteil von Theorie ist. Er wollte jetzt ein asketisches Leben erproben, das im alten Indien durchaus populär war, und wollte Asket werden. Gautama Buddha wollte also die großen Fragen und Probleme des Lebens klären, indem er die physischen Bedingungen seines Körpers bis an die äußersten Grenze ausdehnen wollte und suchte geradezu einen Zustand, der so schmerzhaft wie möglich war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hoffte durch das Überschreiten aller körperlichen Schmerzgrenzen und durch extreme Entbehrungen zur Wahrheit und zum Erwachen vorzustoßen. Als Asket war daher seine Lebenseinstellung und Praxis durch äußerste Willensanstrengungen geprägt und über alle Maßen ernsthaft und extrem. Er reduzierte seine Nahrung und den Schlaf so weit, dass er einige Male ohnmächtig wurde. Das Gerücht "&lt;em&gt;Gautama stirbt&lt;/em&gt;" durch seine extreme Askese ging denn auch mehrmals durch den Wald der Asketen. Er hatte durchaus hohes Ansehen wegen seiner durch eisernen Willen geprägten Lebensführung erworben. Aber kam Gautama Buddha dadurch zum Erwachen? Nein! Er fand dabei nur die einfache Tatsache, dass sein Geist gleichzeitig mit dem Körper dahinschwand und geradezu verdorrte!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je mehr und je härter er seinen physischen Körper quälte und folterte, desto labiler wurde sein Geist. Mit anderen Worten wurde sein Leben mit jedem Tag immer instabiler, je länger er seine extreme Askese fortsetzte. Diese Erkenntnis traf ihn völlig unerwartet, aber es war eine außerordentlich wichtige Erfahrung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil er ein sehr praktischer Mensch war, wurde ihm immer klarer, dass ein asketisches Leben überhaupt nicht sinnvoll ist, um eine authentische eigene Form und die geistige Freiheit des Lebens zu eelangen. Wenn er diese äußerst wichtige Erfahrung nicht gemacht hätte, wäre es höchst unwahrscheinlich, dass der Buddhismus überhaupt erkannt hätte, dass ein asketisches Leben für die Suche nach der Wahrheit keinen Wert hat. Das Asketentum ist sogar auf dem Weg zur Wahrheit und zum Erwachen schädlich, denn Körper und Geist sind eine Einheit und wenn wir dem Körper schweren Schaden zufügen, leidet auch und nicht zuletzt der Geist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-5856394167432402767?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/5856394167432402767/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=5856394167432402767' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/5856394167432402767'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/5856394167432402767'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2009/10/der-mensch-gautama-buddha-teil-3.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-7089967162315933794</id><published>2009-09-30T01:34:00.003+02:00</published><updated>2009-09-30T01:57:34.452+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;Der Mensch Gautama Buddha, Teil 2&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vater von Gautama Buddha war als König außerordentlich besorgt, dass sein Sohn sich zu sehr für religiöse Fragen und Probleme des Lebens interessieren würde und vielleicht sogar Mönch werden wollte, wie der Weise es gesagt hatte. Daher gab er ihm die schönen und bequemen Schlösser zu einem äußerst angenehmen Leben und sorgte dafür, dass schöne junge Frauen Gautama Buddha dienten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gautama Buddha war ein gesunder kräftiger junger Mann, so dass wir sicher annehmen können, dass er sein schönes Leben in der wunderbaren und bequemen Umgebung nach Herzenslust genossen hat. Es wird berichtet, dass Gautama Buddha in verschiedenen Sportarten, nicht zuletzt in den Kriegskünsten, begabt und erfolgreich war und in diesen Sportdisziplinen viele Wettbewerbe gewann. Es wird berichtet, dass er die außergewöhnlich schöne junge Frau &lt;em&gt;Yasodara&lt;/em&gt; als Ehefrau gewinnen konnte, unter Anderem weil er bedeutende Wettbewerbe überlegen und souverän gewann. Nachdem er geheiratet hatte, wurde dem jungen Paar ein Sohn geboren. Es erscheint mir völlig ausgeschlossen, dass er in dieser Zeit nicht glücklich war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber allmählich nahmen dann ständig nicht zu erklärende Unglücksgefühle und drückende Niedergeschlagenheit zu, während man doch vermuten konnte, dass er in seinem Leben ausgesprochen glücklich sein würde. Dies lag darin, dass er einen starken inneren Drang hatte, die Wahrheit über die Welt und das Leiden zu finden. Dieser Drang wurde dann immer stärker und stärker und ließ sich nicht mehr unterdrücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Der Wille zur Wahrheit&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Durch die Fürsorge seines Vaters schien Gautama Buddha zumindest äußerlich glücklich zu sein, aber in Wirklichkeit war er nicht im Gleichgewicht und litt unter stark schwankenden Gefühlen. Seit seiner Jugend wollte er mit großem Ernst wissen, ob eine tiefe unbestreitbare Wahrheit in der Welt existierte oder nicht und er dachte, dass er diese Wahrheit selbst in aller Klarheit unbedingt erlangen wollte, wenn es sie wirklich in der Welt gab. Aber wie sollte er vorgehen? Obgleich er verheiratet war und einen Sohn hatte, litt er an dem bohrenden Zweifel, ob es für ihn nicht besser wäre, ein Mönch zu werden und sich ganz den spirituellen Studien zu widmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gautama Buddha hatte in jener Zeit als Königssohn nicht die Freiheit, einfach in die nahe gelegene Stadt zu gehen, weil dies gegen die Anordnung seines Vaters verstieß, der er Folge leisten musste. Aber eines Tages versuchte er einfach den Königspalast zu verlassen. Zunächst wollte er durch das Osttor hinaus zu gelangen, aber schon bald traf er einen Menschen, der sehr alt, gebrechlich und elend war. Dieser Anblick erschütterte ihn außerordentlich und er kehrte wieder um.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann wollte durch das Südtor hinausgehen, traf aber wieder einen Menschen, der von starker Krankheit gezeichnet war, so dass er wieder umkehrte und danach durch das Westtor hinausgehen wollte. Dort traf er aber eine Prozession, die zu einer Begräbniszeremonie gehörte und einen Toten bei sich trug. Deshalb kehrte er wieder erschüttert um.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei seinem letzten Versuch verließ er den Palast durch das Nordtor und dort erblickte er zu seiner großen Überraschung einen Mönch, der heiter, gelassen und mit großer innerer Ruhe voranschritt. Als Gautama Buddha diesen Mönch genauer ansah, war er tief von dessen großer Ausstrahlung beeindruckt und dies verstärkte die große Anziehungskraft, die das Leben eines Mönches schon früher auf ihn ausgeübt hatte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-7089967162315933794?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/7089967162315933794/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=7089967162315933794' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7089967162315933794'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7089967162315933794'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2009/09/schones-leben-in-den-palasten-und-fruhe.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-3025967463894271499</id><published>2009-09-25T02:18:00.002+02:00</published><updated>2009-09-25T02:22:15.100+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;Der Mensch Gautama Buddha , Teil 1&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Den Werdergang von Gautama Buddha möchte ich kurz nach meinem Verständnis beschreiben. Manche werden vielleicht meinen, dass dies überhaupt nicht erforderlich sei, da sein Leben hinlänglich bekannt sei. Dem kann ich nur bedingt zustimmen, da es auch sehr viele märchenhafte Darstellungen gibt, die auf der Suche nach der Wahrheit eher hinderlich sind, selbst wenn sie uns poetisch erscheinen. Daher habe ich mich entschlossen, mein in vielen Jahren gewachsenes Verständnis des Lebens und der Lehre von Gautama Buddha an den Anfang zu stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Beschreibung seines Lebens und seiner Suche nach Wahrheit und Erwachen habe ich im Wesentlichen die Darstellungen zu "Gautama Buddha" in: „Die ausgewählten Werke des &lt;em&gt;Hajime Nakamura&lt;/em&gt;“ von &lt;em&gt;Shunjusha&lt;/em&gt; zugezogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geburt und JugendDie Lehre des Buddhismus wurde von Gautama Buddha im alten Indien zwischen dem 6. und 5. Jahrhundert vor Christus entwickelt. Er war der älteste Sohn von &lt;em&gt;Suddhodana&lt;/em&gt;, der König eines kleinen Königreichs in Nordindien mit der Bezeichnung &lt;em&gt;Kapilavastu&lt;/em&gt; war, und daher lag es nahe, dass er Nachfolger seines Vaters und König werden sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz nach der Geburt von Gautama Buddha zog sein Vater einen bekannten Weisen hinzu und zeigte ihm seinen Sohn, um zu wissen was aus werden würde. Der Weise sagte, nachdem er den Neugeborenen sorgfältig betrachtet hatte:&lt;br /&gt;&lt;em&gt; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Wenn dein Sohn eine weltliche Aufgabe übernehmen wird, wird er ein großer König werden, der ganz Indien beherrschen wird. Wenn er aber ein Mönch wird, wird er ein großer Weiser und Denker, der alle Menschen der Welt retten wird". &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vater von Gautama Buddha hatte den festen Willen, dass sein Sohn König von ganz Indien werden sollte und nicht ein Denker und Weiser, selbst wenn er alle Menschen in der Welt retten würde. Der König schenkte seinem Sohn daher mehrere Schlösser, damit Gautama Buddha sich das Leben in den vier Jahreszeiten so angenehm und komfortabel wie möglich gestalten konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er scheute keine Mühe, damit sein Sohn ein sorgloses weltliches Leben führen konnte, denn er sollte kein großer Weiser werden, selbst wenn er Fähigkeit haben würde, alle Menschen der Welt vom Leid zu befreien. Gautama Buddha jedoch war ein außerordentlich kluger Junge, der schon in seiner Kindheit überaus feinfühlig und sensibel war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines Tages beobachtete er zum Beispiel einen Bauern, der sein Feld pflügte und er sah, wie dieser einen Regenwurm beim Pflügen des Bodens in zwei Teile zerschnitt. Genau in diesem Augenblick flog ein Vogel von oben herab auf das Feld, packte die eine Hälfte des Regenwurms mit dem Schnabel und flog wieder fort, um ihn zu fressen. Der kleine Gautama Buddha war von diesem Ereignis tief betroffen und erschüttert. Ihm wurde schlagartig klar, dass dieser Vogel wie überhaupt alle Lebewesen andere Lebewesen töten und fressen müssen, um selbst zu überleben. Er erkannte voller Bestürzung, dass dies in der Welt immer und ohne Ausnahme gilt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-3025967463894271499?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/3025967463894271499/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=3025967463894271499' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/3025967463894271499'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/3025967463894271499'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2009/09/der-mensch-gautama-buddha-teil-1-den.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-7027913178463939131</id><published>2009-09-07T15:21:00.001+02:00</published><updated>2009-09-07T15:23:29.290+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;Zazen sollte jeden Tag praktiziert werden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zazen ist die Praxis, die unser vegetatives (autonomes) Nervensystem ausbalanciert. Wenn wir daher Zazen nur an wenigen Tagen praktizieren und dann für mehrere Tage aussetzen, hat das vegetative Nervensystem auch nur für wenige Tage den balancierten Zustand und fällt für die anderen Tage in den unbalancierten Zustand zurück. Wir können auf diese Weise zwar einige angenehme Lebenssituationen haben, aber auf der anderen Seite müssen wir dann für die folgenden Tage einige unangenehme Situationen in Kauf nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir daher die gute Übung der Zazen-Praxis machen wollen, sollten wir dies hoffentlich an jedem Tag tun, und nicht zum Beispiel für drei Monaten aufzuhören.&lt;br /&gt;Nachdem wir dann unsere Gewohnheit der Zazen-Praxis nach drei Monaten wieder fortgesetzt haben, stellen wir plötzlich fest, dass wir wieder den Zustand des Gleichgewichts aufrechterhalten können und dass sich unser angenehmes Leben fortsetzt. Danach ist es uns dann normalerweise gar nicht mehr möglich, mit dieser Übung aufzuhören.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-7027913178463939131?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/7027913178463939131/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=7027913178463939131' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7027913178463939131'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7027913178463939131'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2009/09/zazen-sollte-jeden-tag-praktiziert.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-240366927636195589</id><published>2009-06-16T16:49:00.006+02:00</published><updated>2009-06-16T18:00:49.333+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Realität, Materialismus, Erleuchtung und das vegetative Nervensystem&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Nachdem ich die englische Übersetzung des &lt;em&gt;MMK (Gesang des Mittleren Weges von Meister Nagarjuna)&lt;/em&gt; beendet habe, möchte ich eine kurze Erläuterung zur Realität, zum Materialismus und zum vegetativen (autonomen) Nervensystem im Zusammenhang mit der Erleuchtung geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im 19. Jahrhundert hatten fast überhaupt keine Menschen Kenntnis von dem wichtigen &lt;em&gt;vegetativen Nervensystem&lt;/em&gt; (VNS). Erst im 20. Jahrhundert haben wir die die Existenz und Funktionen des vegetativen Nervensystem / VNS in unserem Körper und Geist entdeckt. Wegen dieses wichtigen wissenschaftlichen Fortschrittes wurde eine sehr fundamentale Veränderung und Präzisierung der buddhistischen Philosophie ermöglicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor das vegetative Nervensystem erforscht worden war, war es für die Menschen unmöglich, den Unterschied zwischen Materie und Realität zu erkennen. Aber nachdem das VNS erforscht wurde, war es zum ersten Mal möglich, den gravierenden Unterschied zwischen Materie und Realität zu begreifen. Dieser Unterschied lässt sich wie folgt beschreiben:&lt;br /&gt;Das vegetative Nervensystem (VNS) gliedert sich in zwei Teilsysteme, nämlich in das &lt;em&gt;sympathische &lt;/em&gt;Nervensystem (SNS) und das &lt;em&gt;parasymphatische&lt;/em&gt; Nervensystem (PNS). Wenn das sympathische System (SNS) stärker ist, neigen wir zu spiritueller Denk- und Verhaltensweise. Wenn dagegen das parasympathische System (PNS) stärker ist, neigen wir zu physischem und körperlichem Verhalten. Wenn wir in unserem täglichen Leben übermäßig spirituell sind, können wir niemals ein natürliches menschliches Wesen sein, sondern wir fühlen uns wie die Götter. Und wenn wir übermäßig körperlich und physisch orientiert sind, können wir ebenfalls niemals menschliche Wesen sein, sondern wir sind wie Tiere. Daher hat uns &lt;em&gt;Gautama Buddha&lt;/em&gt; empfohlen, dass wir in jedem Augenblick wahre menschliche Wesen sind. Mit anderen Worten empfahl uns Gautama Buddha, in unserem täglichen Leben weder wie Götter noch wie Tiere zu sein. Wann sind wir aber wahre Menschen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor die Wichtigkeit des &lt;em&gt;Gleichgewichtes &lt;/em&gt;des vegetativen Nervensystems (VNS) erkannt wurde, war es für die Menschen unmöglich, den Unterschied der drei ganz verschiedenen Zustände und Lebenssituationen zu begreifen, nämlich des stärkere SNS, des stärkere PNS und des Gleichheitgewichts oder der Balance dieser beiden Teilsysteme. Vorher war es für die Menschen tatsächlich unmöglich, die Existenz des Gleichgewichts-Zustandes zwischen SNS und PNS überhaupt zu erkennen. Mit anderen Worten haben die Menschen zu jener Zeit den Zustand im Gleichgewicht des vegetativen Nervensystems (VNS) überhaupt nicht begreifen können und es war daher unmöglich für sie, die wahre Bedeutung der Erleuchtung zu erkennen. Dies ist nämlich genau die &lt;em&gt;Gleichheit&lt;/em&gt; zwischen SNS und PNS oder der Zustand des Gleichgewichtes im &lt;em&gt;gesamten vegetativen Nervensystem&lt;/em&gt; der Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher können wir sagen, dass wir die wahre Bedeutung, die &lt;em&gt;Erleuchtung&lt;/em&gt; zu erlangen, zum ersten Mal im 20. Jahrhundert wirklich erkannt haben. Mit anderen Worten haben wir die Erleuchtung erst im 20. Jahrhundert richtig verstanden. Wir können sagen, dass der Buddhismus damit die &lt;em&gt;Charakteristika&lt;/em&gt; einer Religion aufgegeben hat und in eine &lt;em&gt;Lebensphilosophie der Wirklichkeit&lt;/em&gt; hineingewachsen ist, die mit wissenschaftlichen Experimenten ganz klar bestätigt werden kann. Wir können den Buddhismus so erklären, dass er genau die höchste Philosophie in der menschlichen Gesellschaft ist und können dies so ausdrücken, dass Buddhismus die höchste Lebensphilosophie in der Geschichte des Universums ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir Diskussionen über den Buddhismus führen, ist es notwendig für uns, den Unterschied dessen zu bedenken, was im 20. Jahrhundert und vorher bekannt war und was in dem jetzt angebrochenen 21. Jahrhundert erkannt und verlässlich erforscht wurde. Vor dem 20. Jahrhundert hat der Buddhismus nur die zwei Arten von Philosophie beinhaltet, nämlich den I&lt;em&gt;dealismus&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Materialismus.&lt;/em&gt; Erst seit dem 20. Jahrhundert hat der Buddhismus sowohl die Bedeutung des stärkeren sympathischen Nervensystem bzw. des stärkeren parasympathische Nervensystems erkannt, als auch den so wichtigen Gleichgewichtszustand des gesamten vegetativen (autonomen) Nervensystems. Der Buddhismus hat also die beiden unterschiedlichen unbalancierten Zustände und darüber hinaus vor allem das &lt;em&gt;Gleichgewicht&lt;/em&gt; entdeckt, bei dem keines der beiden Teilsysteme stärker ist. Dies wird &lt;em&gt;Erleuchtung&lt;/em&gt; genannt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einer solchen Situation hat die Menschheit mit anderen Worten die Wirklichkeit und Realität zum ersten Mal philosophisch erforscht und praktisch erkannt. Wir Menschen haben damit (genau) die Wirklichkeit entdeckt und gefunden, die auf dem Gleichgewicht des vegetativen Nervensystems beruht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-240366927636195589?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/240366927636195589/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=240366927636195589' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/240366927636195589'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/240366927636195589'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2009/06/realitat-materialismus-erleuchtung-und.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-7647619355778883756</id><published>2009-02-16T23:56:00.001+01:00</published><updated>2009-02-16T23:58:14.706+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Ein Gesang der fundamentalen Wahrheit des Mittleren Weges (Teil 2)&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;em&gt;Zusammenfassung der Verse 5-9:&lt;br /&gt;Beim Handeln sind wir direkt in der Wirklichkeit angekommen, während Denken und Wahrnehmung nur etwas Ähnliches wie die Wirklichkeit sind, Nagarjuna nennt dies „Imitation“ der Wirklichkeit. Die wahren Lehren sind immer identisch mit der Wirklichkeit und nicht mit deren Imitation durch Denken und Wahrnehmung. Sie stehen für sich selbst, so wie sie sind, und die Wirklichkeit offenbart sich in ihrer ganzen Vielfalt vor uns.&lt;br /&gt;Tatsachen und Ziele müssen immer identisch sein und dürfen nicht voneinander abweichen. Die Wirklichkeit ist von Vernunft durchdrungen, sonst können wir sie nicht als natürlich ansehen, auch wenn dies manchmal den Anschein hat. Es macht keinen Sinn, sich eine andere künstliche Welt auszudenken und diese auf die wirkliche Welt „draufzusatteln“.&lt;br /&gt;Es ist ganz wesentlich, dass wir im Gleichgewicht sind, sonst gerät auch die Welt durcheinander&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Text des MMK:&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;4. Unser wahres Handeln existiert niemals nur als eine Imitation der Wahrheit (sondern ist die Wirklichkeit selbst) und die Imitation der Wahrheit ist nicht genau unser Handeln.&lt;br /&gt;Es ist (daher) vollständig unmöglich, dass verschiedene wahre Lehren getrennt sind von unserem wirklichen Handeln.&lt;br /&gt;Es ist klar dass etwas, das identisch mit einer wirklichen Handlung sein mag, wirklich (direkt) vor uns existiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Diese Welt, die überaus klar ist, offenbart sich genau vor uns.&lt;br /&gt;Die einzelnen Dinge und Phänomene zeigen sich genau als verschiedenartige wahre Lehren.&lt;br /&gt;Wenn diese Dinge und Phänomene sich nicht offenbaren, indem sie sich in einem bestimmten Umfang (vor uns) verbergen,&lt;br /&gt;mögen die wahren Lehren, die sich nicht offenbaren, überhaupt nicht tatsächlich in der wirklichen Welt vorhanden sein&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. Niemals können überhaupt die Tatsachen existieren, dass die wahren Lehren durch ein von sich selbst abweichendes Ziel beherrscht oder gebunden sind. Dies gilt für (beide) Fälle, dass (die Tatsachen) abstrakt oder konkret sind.&lt;br /&gt;Es ist für irgendeine abstrakte wahre Lehre unmöglich, überhaupt zu einer anderen Lehre zu gehören.&lt;br /&gt;Und es ist für eine konkrete Sache, die einer wahren Lehre folgt, auch völlig unmöglich überhaupt etwas (künstliches) Neues zu erzeugen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. Wenn das Universum, das eine Kombination des Stabilen und des Instabilen sowie des Konkreten und des Abstrakten ist, noch nicht vor uns (wirklich) erschienen ist,&lt;br /&gt;sind auch die Dinge und Phänomene ohne Vernunft, die sich vor uns zufällig offenbart haben.&lt;br /&gt;Dies gilt, weil auch Situationen, die so angesehen werden, als ob sie natürlich seien, nicht immer vernünftig sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8. Die Welt, die sich direkt vor uns offenbart, ist die wirkliche Welt.&lt;br /&gt;Genau das Wirkliche Universum zeigt sich tatsächlich vor uns.&lt;br /&gt;Warum ist es dann für uns notwendig, eine andere Welt zusätzlich auf das Universum draufzusatteln, das sich wirklich vor uns offenbart hat?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9. In dem Fall, wenn sich die wirkliche Situation des Universums noch nicht selbst gesteuert hat, weil sich unser vegetatives Nervensystem noch nicht reguliert (also beides nicht im Gleichgewicht ist), mag die Situation unseres täglichen Lebens eine Art schwerer Behinderung sein. (Das tägliche Leben) kann willentlich überhaupt nicht von uns gestoppt werden. Es ist jedoch für die wahren Lehren, die nicht mit der Selbststeuerung verbunden sind, vollständig unmöglich, überhaupt auf der Erde zu existieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-7647619355778883756?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/7647619355778883756/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=7647619355778883756' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7647619355778883756'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7647619355778883756'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2009/02/ein-gesang-der-fundamentalen-wahrheit_16.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-1729130532746228254</id><published>2009-02-02T18:37:00.004+01:00</published><updated>2009-02-02T18:50:17.577+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Ein Gesang der fundamentalen Wahrheit des Mittleren Weges (Teil 1)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kapitel 1. Untersuchung der höchsten Wahrheit (14 Verse)&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;em&gt;Zusammenfassung:&lt;br /&gt;Meister Nagarjuna beschreibt im ersten Kapitel seines großartigen Werkes MMK die vier Pfeiler und Grundlagen der buddhistischen Lehre und nennt sie die „höchste Wahrheit“. Dies ist die Wirklichkeit selbst. Wir können uns ihr durch Denken und Ideen allein zwar annähern aber sie damit niemals vollständig erfassen. Denn sie geht über das Denken hinaus. Ähnliches gilt für die Wahrnehmung durch unsere Sinne, z. B. mit den Augen, Ohren usw., denn die Wirklichkeit ist mehr als die materielle Wahrnehmung. Auch wenn wir Denken und Wahrnehmung kombinieren, reicht dies für das Erfassen der Wirklichkeit nicht aus. Die Wahrheit und Wirklichkeit ist aber niemals unvernünftig und unlogisch! Wenn wir die Täuschungen und Illusionen überwunden haben, offenbaren sich alle Dinge und Phänomene genau so wie sie wirklich sind. Dann wird nichts weggelassen oder fälschlich selektiert und nichts hinzu gesetzt. Beides ist im Übrigen typisch für das Denken und die Wahrnehmung, die von ungesteuerten Interessen also von Gier, Hass oder Verblendung beherrscht sind. Im gegenwärtigen Augenblick des Handelns ist die höchste Wahrheit.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Damit ergibt sich eine verblüffende Übereinstimmung mit dem Shobogenzo von Meister Dogen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Nagarjuna sagt dann, dass es eine fünfte Komponente der fundamentalen Wahrheit nicht gibt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Die höchste Wahrheit ist etwas anderes als subjektive Ideen, die im menschlichen Gehirn erzeugt wurden.&lt;br /&gt;Die höchste Wahrheit ist niemals Sinnesreizung (Wahrnehmung), die uns aus der externen Welt erreicht hat.&lt;br /&gt;Die höchste Wahrheit ist auch keine Kombination von den beiden (denn sie geht darüber hinaus).&lt;br /&gt;Aber die höchste Wahrheit ist niemals etwas Unvernünftiges oder Unlogisches.&lt;br /&gt;Verschiedenartige und vielfältige Dinge und Phänomene offenbaren sich nur genau so wie sie sind.&lt;br /&gt;Was „Existenz“ genannt wird, gibt es niemals wirklich irgendwo (, denn dies ist nur ein Begriff) und gibt es (auch) nicht in irgend Etwas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Die höchste Wahrheit sind:&lt;br /&gt;(1) Vernunft, die das Universum durchdringt.&lt;br /&gt;(2) Die externe Welt, die sich vor uns ausbreitet.&lt;br /&gt;(3) Der gegenwärtige Augenblick, in dem unser Handeln getan wird.&lt;br /&gt;(4) Die Wirklichkeit, die wohl der Lenker aller Dinge und Phänomene ist.&lt;br /&gt;Ein Fünftes (der höchsten Wahrheit) gibt es überhaupt niemals und nirgendwo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Gedanken, die im menschlichen Gehirn erzeugt werden, existieren (als Wirklichkeit) überhaupt niemals irgendwo.&lt;br /&gt;Daher können wir verschiedenartige wahre Lehren intuitiv erkennen (jenseits vom Denken).&lt;br /&gt;Es ist für uns unmöglich das zu erfassen, was wir tatsächlich denken,&lt;br /&gt;und es ist auch für uns unmöglich klar zu erkennen, ob das, was wir wahrgenommen haben, existiert oder nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-1729130532746228254?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/1729130532746228254/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=1729130532746228254' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/1729130532746228254'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/1729130532746228254'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2009/02/ein-gesang-der-fundamentalen-wahrheit.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-8848320319372347634</id><published>2009-01-11T08:33:00.001+01:00</published><updated>2009-01-11T08:35:59.432+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Gesang des Mittleren Weges (MMK) von Meister Nagarjuna, Übersetzung ins Englische und Deutsche.&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kürzlich habe ich die japanische Übersetzung von Mulamadhyamakakarika (MMK, Gesang des mittleren Weges) fertig gestellt und möchte nun die Texte auch ins Englische übersetzen. Die deutsche Übersetzung wird dann Schritt für Schritt im deutschen Internet-Blog folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich an mein hohes Alter von nunmehr 89 Jahren denke, erscheint es mir richtig und sinnvoll, die Texte direkt in diesem Blog der Dogen Sangha International für alle zu veröffentlichen. Daher möchte ich das MMK von heute an in diesem Blog allgemein zugänglich machen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-8848320319372347634?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/8848320319372347634/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=8848320319372347634' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/8848320319372347634'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/8848320319372347634'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2009/01/gesang-des-mittleren-weges-mmk-von.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-5976917196707028525</id><published>2008-12-24T16:33:00.005+01:00</published><updated>2008-12-24T16:40:53.892+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_Y5AFHplV3AI/SVJXUYsEbUI/AAAAAAAAAF0/W-ARJdJLdiw/s1600-h/Bild+Nishijima.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5283381320595303746" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 299px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_Y5AFHplV3AI/SVJXUYsEbUI/AAAAAAAAAF0/W-ARJdJLdiw/s400/Bild+Nishijima.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Gesang zum Lob der buddhistischen Wahrheit&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;1. Streben nach der Wahrheit.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;Wenn wir in der heutigen Zeit über die Wahrheit sprechen,&lt;br /&gt;Frage ich mich, ob es wohl viele Menschen gibt, die über uns lachen.&lt;br /&gt;Es erscheint ihnen sicher sehr eigenartig,&lt;br /&gt;Dass es tatsächlich einige Menschen auf der Erde gibt,&lt;br /&gt;Die an die Existenz der Wahrheit auf dieser Welt glauben.&lt;br /&gt;Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es genau so ist.&lt;br /&gt;Wenn wir nicht nach der Wahrheit auf der Erde streben,&lt;br /&gt;Und es sie nicht gäbe, wollte ich hier nicht länger leben.&lt;br /&gt;Es wäre völlig uninteressant und es wäre auch völlig unnütz,&lt;br /&gt;Auf dieser Welt zu leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2. Tiefer Instinkt des Menschen zum Streben nach der Wahrheit.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir haben großes Glück, dass wir als Menschen geboren wurden.&lt;br /&gt;Daher denke ich, dass wir Menschen ein großes Interesse haben,&lt;br /&gt;Nach der Wahrheit zu suchen.&lt;br /&gt;Deswegen möchte ich mich selbst ermutigen,&lt;br /&gt;Nach der Wahrheit zu streben.&lt;br /&gt;Die ist in der Tat das wohl spannenste und enthusiastischste Leben für uns.&lt;br /&gt;Ganz klar gibt es ökonomische Probleme in unserem täglichen Leben,&lt;br /&gt;Aber Meister Dogen sagt, wenn wir engagiert arbeiten,&lt;br /&gt;Kommen die Belohnungen für unsere Arbeiten ganz von selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3. Klärung der buddhistischen Philosophie&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;Glücklicherweise habe ich das monatliche Retreat von Meister Kodo Sawaki&lt;br /&gt;In Daichu-ji in der Tochigi Präfektur im Oktober 1940 besucht,&lt;br /&gt;Und hörte seinen Vortrag zu Fukan-zazen-gi zum ersten Mal.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Zu jener Zeit sagte Kodo Sawaki laut und deutlich:&lt;br /&gt;"Der rechte (politische) Flügel hat Unrecht und&lt;br /&gt;Der linke (politische) Flügel hat Unrecht!"&lt;br /&gt;Als ich diese in jener Zeit sehr seltene klare Aussage hörte&lt;br /&gt;dachte ich, dass seine Aussage sicher wahr ist. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dann habe ich angefangen, Buddhismus und insbesondere das Denken von Meister Dogen zu studieren.&lt;br /&gt;Und dann begann ich, an jedem Tag Zazen zu praktizieren und Meister Dogens Arbeiten zu lesen.&lt;br /&gt;Ich fing an, selbst Vorträge zum Buddhismus in Japan und in anderen Ländern zu halten&lt;br /&gt;Und habe viele buddhistische Bücher geschrieben, in Japanisch, in Englisch usw. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Nachdem ich Meister Dogens buddhistische Gedanken vollständig verstanden hatte,&lt;br /&gt;Und dazu waren vierzig Jahre nötig, habe ich Meister Nagarjunas&lt;br /&gt;mulamadhyamaka in Sanskrit studiert (MMK, Gesang des Mittleren Weges).&lt;br /&gt;Und als ich dies insgesamt fünfzehn Jahre studiert hatte, erkannte ich die Höchste Bedeutung vom MMK am 13. Oktober 2008.&lt;br /&gt;Ich erkannte dann, dass die höchste Wahrheit klar im Universum&lt;br /&gt;und auf dieser Erde existiert&lt;br /&gt;Und dass sie von allen Menschen genau erfasst werden sollte. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die höchste Wahrheit im Universum muss genau die Lehre von Gautama Buddha sein.&lt;br /&gt;Sie enthält die Theorie der vier Lebensphilosophien&lt;br /&gt;Des Gesetzes von Ursache und Wirkung,&lt;br /&gt;Die Philosophie des Handelns im gegenwärtigen Augenblick&lt;br /&gt;Und der Wirklichkeit des ganzen Universums.(Tokio am 21. Oktober 2008)&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-5976917196707028525?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/5976917196707028525/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=5976917196707028525' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/5976917196707028525'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/5976917196707028525'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/12/gesang-zum-lob-der-buddhistischen.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_Y5AFHplV3AI/SVJXUYsEbUI/AAAAAAAAAF0/W-ARJdJLdiw/s72-c/Bild+Nishijima.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-2457393143483616367</id><published>2008-11-17T16:45:00.009+01:00</published><updated>2008-11-25T18:22:24.701+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Das Buch: Begegnung mit dem wahren Drachen&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich freue mich, dass jetzt die deutsche Übersetzung des Buches "To Meet the Real Dragon" fertig ist. Das Buch kann ab sofort in jedem Buchladen bestellt werden. Die Einträge im Internet für die Online-Bestellung, z. B. Libri.de und Amazon.de, sollen am 24. November d. J. verfügbar sein.&lt;br /&gt;Die ISBN-Nummer lautet: 978-3-941380-00-4&lt;br /&gt;Bestellung: z. B.  &lt;a href="http://www.libri.de/shop/action/quickSearch;jsessionid=0AE9832219DD419239FE602E8AB0B046.www12?searchString=Begegnung+mit+dem+wahren+Drachen"&gt;Libri&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_b?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&amp;amp;url=search-alias%3Dstripbooks&amp;amp;field-keywords=Begegnung+mit+dem+wahren+Drachen&amp;amp;x=13&amp;amp;y=16"&gt;Amazon&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5269657991187442242" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 319px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_Y5AFHplV3AI/SSGWBeyGqkI/AAAAAAAAAD8/Ca7NvLxiGJ0/s400/endg%C3%BClitie+Version,+vorn.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5269655516833067362" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 274px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_Y5AFHplV3AI/SSGTxdGDMWI/AAAAAAAAAD0/EafJAwj8Eyo/s400/eng%C3%BCltige+Version,+hinten.jpg" border="0" /&gt; &lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-2457393143483616367?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/2457393143483616367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=2457393143483616367' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/2457393143483616367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/2457393143483616367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/11/das-buch-begegnung-mit-dem-wahren.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_Y5AFHplV3AI/SSGWBeyGqkI/AAAAAAAAAD8/Ca7NvLxiGJ0/s72-c/endg%C3%BClitie+Version,+vorn.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-8965883431947132869</id><published>2008-11-13T18:56:00.000+01:00</published><updated>2008-11-13T18:57:35.352+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Wiedereröffnung des englischen Blogs&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Weil ich das große Werk von Meister Nagarjuna: „&lt;em&gt;Gesang des Mittleren Weges“&lt;/em&gt; (Mulamadhyamakakarika, MMK) ins Japanische übersetzt habe, hatte ich den englischen Blog für etwa ein halbes Jahr ruhen lassen. Da ich nunmehr die Übersetzung beendet habe, möchte ich mit der Veröffentlichung im Blog fortfahren. Die wichtigsten Inhalte des MMK sind besonders kompakte, und wie ich hoffe, verständliche Erklärungen der buddhistischen Lehre in der kurzen Form von Versen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-8965883431947132869?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/8965883431947132869/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=8965883431947132869' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/8965883431947132869'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/8965883431947132869'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/11/wiedererffnung-des-englischen-blogs.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-5643753174082387549</id><published>2008-11-03T21:23:00.002+01:00</published><updated>2008-11-11T10:40:11.389+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Handeln im Augenblick: Der Kern der buddhistischen Lehre (Teil 2)&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;Aus dem Buch: "Begegnung mit dem wahren Drachen", erscheint Ende November 2008 im DONA-Verlag)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fragen und Antworten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Warum erfahren wir die Zeit nicht in der Weise, wie sie nach Ihrer Aussage in Wirklichkeit ist?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, in Ihrer Frage steckt selbst ein Problem. Das Problem, was eigentlich wirklich „Erfahrung“ ist. Wir haben die Neigung, das Denken, die Bewertung und Interpretation der Erfahrung mit der wirklichen unmittelbaren Erfahrung zu verwechseln. Unsere normale Sichtweise der Zeit ist eine solche Interpretation und damit eine verstandesmäßige Erklärung und Bewertung. Wir können die Vergangenheit nicht wirklich erfahren und wir können die Zukunft genauso wenig erfahren. Wir können beide zwar denken, aber dies ist eine Tätigkeit des Verstandes und nicht die wirkliche Erfahrung. Im Gegensatz dazu können wir den gegenwärtigen Augenblick nicht wirklich denken, aber wirklich erfahren. Wir können einen Augenblick nicht isolieren und im üblichen Sinne beobachten und untersuchen. Wir können ihn nur leben und direkt erfahren. Wenn wir wirklich voll und ganz im Augenblick leben, gibt es in dieser Wirklichkeit gar keine „Zeit“, denn die Zeit gibt es nur in unserem Denken. Der Augenblick existiert in der Wirklichkeit. Den Augenblick können wir also als Wirklichkeit erfahren, während wir die Vergangenheit und Zukunft nur denken können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich finde es hilfreich, die Beziehung zwischen unserer üblichen Vorstellung der Zeit und Gautama Buddhas Lehre dadurch zu verstehen, dass wir uns an die Definition einer Linie in der Geometrie erinnern. Entsprechend dieser Definition ist die Linie eine Reihe von Punkten. Jeder Punkt ist zwar getrennt und unabhängig, aber die Verbindung der Punkte, einer neben dem anderen, ergibt die Linie. Die Punkte selbst sind keine Linie, aber wenn man sie aus einer gewissen Entfernung anschaut, erscheinen sie als eine zusammenhängende Linie. Im selben Sinne ist der gegenwärtige Augenblick ein Punkt und wenn wir viele Augenblicke mit dem Verstand betrachten, ergibt sich der Eindruck einer Linie: die lange und scheinbar fortlaufende Linie unserer üblichen Vorstellung der Zeit von der Vergangenheit in die Zukunft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir uns die Zeit vorstellen, ist dies in der Tat ein Vorgang des Denkens. Wenn wir die Zeit aber direkt leben und erfahren, dann handeln wir und denken nicht. Leider neigen wir oft dazu, mehr Zeit unseres Lebens für Gedanken und Ideen als für das einfache und direkte Handeln zu verwenden. Wir sind zu sehr mit Gedanken beschäftigt und sind zu sehr mit dem Verstand aktiv, als dass wir sehen, was sich wirklich abspielt. Es gibt dabei keine ruhigen Bereiche in unserem Leben. Alle Lücken füllen wir mit unserem mentalen „Geplapper“. Ich denke, dies ist der Grund dafür, dass die übliche verstandesmäßige Interpretation der Zeit so real erscheint. Wir haben unsere Fähigkeit verloren, zwischen der gedachten und der wirklichen Welt zu unterscheiden. Wir müssen diese Fähigkeit unbedingt wieder erlernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir benötigen Raum in unserem Leben, damit wir die Bedeutung direkter Erfahrung zurückgewinnen können. Wir müssen zur wirklichen Welt zurückkehren, zur Welt des Augenblicks: Hier und jetzt, das ist die Wirklichkeit.&lt;br /&gt;Es ist immer noch schwierig für mich zu verstehen, dass die Zeit aus getrennten Augenblicken besteht. Wir bewegen uns und handeln, unsere Handlungen erscheinen fließend und zusammenhängend. Die buddhistische Lehre steht meines Erachtens im Gegensatz zu diesen einfacher Beobachtung des Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir einen Film, ein Video oder eine DVD ansehen, bewegen sich die Figuren sehr natürlich und fließend auf der Leinwand oder auf dem Bildschirm. Es erscheint uns niemals so, als sähen wir wirklich eine Folge von einzelnen Bildern, aber genau so ist es. Ein Film ist ein langer Streifen, der in viele einzelne Bilder unterteilt ist. Jedes Bild ist für sich ein vollständiges und eigenständiges Bild und hat keine direkte Verbindung zu dem vorherigen oder dem nachfolgenden Bild. Wenn aber der Film durch den Projektor läuft, verschwinden die Lücken zwischen den Bildern und wir sehen die Szenen, in denen die Bewegungen natürlich und fließend aussehen. Dies liegt daran, dass unsere Augen dann die einzelnen Bilder nicht mehr getrennt sehen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher steht die buddhistische Lehre der Zeit nicht wirklich im Widerspruch zu unseren Sinneseindrücken von der Welt. Wir müssen uns daran erinnern, dass die Augenblicke unseres Lebens sehr kurz und schnell vorüber sind. Wenn sie aufleuchten und vergehen, geht unser Leben sanft und fließend voran, Augenblick nach Augenblick nach Augenblick.&lt;br /&gt;Im Verhältnis zur Schnelligkeit, mit der die Augenblicke kommen und gehen, scheinen wir Menschen verhältnismäßig träge und langsame Lebewesen zu sein. Es ist schwierig einzusehen, wie wir innerhalb eines einzigen Augenblicks frei handeln können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, dass die Wissenschaftler, die das Gehirn und das Nervensystem studieren, Ihre Beschreibung genauer erörtern könnten. Es ist wohl sicher, dass die Nervenimpulse durch den Körper mit einer gewissen endlichen Geschwindigkeit übertragen werden. In jedem Fall sollten wir erkennen, dass das, was wir normalerweise als einen zusammenhängenden Ablauf wahrnehmen, eine komplizierte Serie vieler einzelner Aktionen ist. Jede dieser einzelnen Aktionen ereignet sich in einem bestimmten Augenblick der Zeit und in vielen Fällen gibt es dabei die Möglichkeit der Entscheidung und der Wahl: Eine Entscheidung, etwas zu tun oder etwas nicht zu tun, wird im Augenblick gefällt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Entscheidungen gelangen normalerweise nicht ins Bewusstsein. Sie sind unbewusst, spontan und direkt. So wie die spontanen Entscheidungen z. B. eines Baseballspielers, der seine Bewegung wegen der Kürze der Zeit kaum bewusst überprüfen und steuern kann. Ähnliches gilt für die intuitive Entscheidung eines Fotografen, in einem bestimmten Moment einen Schnappschuss zu machen. Wir fällen unzählige derartige Entscheidungen an jedem Tag und diese einfachen und direkten Entscheidungen sind maßgeblich für den Ablauf unseres Lebens.&lt;br /&gt;Selbstverständlich folgt eine Handlung normalerweise einer anderen Handlung, wenn wir uns nach den gewohnten Mustern verhalten. In diesem Sinne sind wir an die Vergangenheit gebunden und dies entspricht der ablaufenden Folge von Ursache und Wirkung. Aus diesem Grund erscheint es oft so, als ob wir keine Wahlmöglichkeit hätten, keine Kontrolle über unser Leben, aber wir haben in der Tat diese Möglichkeit zu wählen. Jeder Augenblick unserer Existenz gibt uns die Möglichkeit, unseren Weg zu wählen. Wir können unser Ziel und unsere Bestimmung im Augenblick der Gegenwart ansteuern. Das ist unsere Freiheit und die sollten wir nutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich vergleiche manchmal unsere Freiheit im Handeln des Augenblicks mit einer Perle, die auf der Schneide einer Rasierklinge balanciert wird. Es ist vielleicht ein seltsames Bild, aber stellen Sie sich bitte die Schneide einer Rasierklinge vor. Nun legen Sie eine Perle auf die Schneide und halten Sie diese mit Ihren Fingern im Gleichgewicht. Wie wird die Perle fallen, wenn Sie Ihre Finger wegnehmen? Wir können das nicht vorhersagen, nicht wahr? Das Ergebnis kann durch den kleinsten Lufthauch oder einen anderen Einfluss bestimmt werden, z. B. durch die leiseste Berührung mit dem Finger. Ich glaube, dass das Leben der Menschen im gegenwärtigen Augenblick dieser Perle auf der Rasierklinge gleicht. Alles ist sehr veränderlich. Die Zielrichtung kann in jedem Augenblick durch eine kleine Willensanstrengung geändert werden. Dies ist die Kraft der Entscheidung und der Freiheit im gegenwärtigen Augenblick. In solchen Augenblicken sind wir wirklich frei: frei zu wählen, frei zu handeln, frei unseren eigenen Weg in einer komplizierten Welt zu finden. Diese Freiheit, im Augenblick zu entscheiden, müssen wir unbedingt nutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nach der buddhistischen Lehre ist die Gegenwart die einzig wirkliche Zeit, nicht wahr? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, ja, ja.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Daher ist die Zukunft nur eine Idee und eine Illusion?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und die Vergangenheit ist genauso nur eine Erinnerung?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, auf eine bestimmte Art und Weise ist das richtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dann ist das Gesetz von Ursache und Wirkung also ebenfalls nicht wirklich, oder? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut, dies können wir vielleicht so ausdrücken, aber wir sollten uns darüber im Klaren sein, was wir mit „nicht“ wirklich meinen. Aus buddhistischer Sicht ist Ursache und Wirkung nicht etwas, das tatsächlich physikalisch existiert wie Materie oder Energie. Wir verstehen es eher als eine Theorie oder Erklärung. Wir schätzen diese Theorie als ein sehr nützliches Instrument, um vieles in unserem Leben besser zu verstehen und wir akzeptieren die Theorien von Wissenschaftlern und anderen, die ihre Erkenntnisse auf der Grundlage von Ursache und Wirkung aufbauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber gleichzeitig sollten wir uns daran erinnern, dass Ursache und Wirkung an sich eine Theorie ist. Wir können niemals die Existenz von Ursache und Wirkung in unserem wirklichen Leben direkt bestätigen und verifizieren, weil unser wirkliches Leben aus Augenblicken der Gegenwart besteht. Im gegenwärtigen Augenblick haben wir keine Zeit, auf Ursache und Wirkung zu achten, keine Zeit für die genaue Analyse. Unser wirkliches Leben ist Handeln, wir handeln hier und jetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher bringt uns Ihre Frage zu dem Problem zurück, das wir bereits vorher behandelt haben: die verschiedenen möglichen Sichtweisen der Welt. Wenn wir das Leben als Idealist betrachten, ist das Universum etwas Ewiges und Unbegrenztes. Dann wäre der Geist die Grundlage der Wirklichkeit und diese Wirklichkeit des Geistes kann mit dem Gesetz von Ursache und Wirkung übereinstimmen oder nicht. Wir könnten dann zu jeder Zeit und immer frei sein: im Augenblick, in der Zukunft und sogar in der Vergangenheit. Materialisten analysieren auf der anderen Seite alle Tatsachen objektiv und vielleicht wissenschaftlich. Für sie ist alles endlich und an Ursache und Wirkung gebunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sehen die Wissenschaft und das rationale Denken als ihre Bundesgenossen, als ihre wichtigste Quelle für die Bestätigung ihres Glaubens und ihrer Weltanschauung und sie lehnen es oft ab, unwissenschaftliche Fragen wie die nach moralischen Wahlmöglichkeiten oder menschlicher Freiheit überhaupt zu behandeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Buddhisten sind die Sichtweisen der Idealisten und der Materialisten jeweils für sich genommen beide falsch oder besser gesagt unvollständig und einseitig. Buddhisten werden nicht von dem unlösbaren Rätsel der Ewigkeit verführt, noch werden sie durch die harten und negativen Tatsachen auf dieser Erde entmutigt. Die Fragen und Ideen, die die Aufmerksamkeit ihrer idealistischen und materialistischen Zeitgenossen in Anspruch nehmen, lenken sie nicht von ihrem wirklichen Lebensinhalt ab. Dieser Inhalt ist das wirkliche Leben, wie es im gegenwärtigen Augenblick erscheint. Im gegenwärtigen Augenblick können sie handeln, können sie etwas tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier und jetzt etwas zu tun, ist in der Tat das Einzige, was wirklich möglich ist, aber das ist sehr viel. Das ist unser Leben. Das ist unsere Wirklichkeit. Daher handeln wir. Wir wählen und entscheiden, etwas zu tun oder etwas nicht zu tun und indem wir solche Entscheidungen fällen, finden wir die wirkliche Freiheit und Freude in unserem Leben.&lt;a name="_Toc119155255"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a name="_Toc119154581"&gt; Buddhisten hören natürlich nicht auf, sich Gedanken zu machen und Vorstellungen zu haben. Sie machen ihre Pläne für die Zukunft und erinnern sich an die Vergangenheit wie andere auch. Aber im Unterschied zu ihren idealistischen und materialistischen Zeitgenossen sind sie nicht gefangen durch diese Sichtweisen, die jene voneinander trennen. &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sehen den Idealismus und Materialismus als wichtige Werkzeuge an, mit denen man bestimmte Seiten des Lebens und Universums interpretieren kann, aber sie lehnen es ab, sich in deren dogmatischen und widersprüchlichen Sichtweisen zu verfangen. Sie haben eine freiere Sicht, die die Dinge aus einer Perspektive des Gleichgewichts sieht und erkennen das wirklich Wichtige in jeder Lebenssituation. Daher lehnen Buddhisten Ursache und Wirkung nicht ab, haben aber auch nicht die fatalistische Sicht, das alles im Leben schon festlegt und unausweichlich sei. Sie versuchen einfach, ihr Bestes zu tun, Augenblick für Augenblick und wissen, dass sie beides sind: frei und gebunden und dadurch können sie erfüllt handeln und leben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-5643753174082387549?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/5643753174082387549/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=5643753174082387549' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/5643753174082387549'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/5643753174082387549'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/11/handeln-im-augenblick-der-kern-der.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-3072022026705162588</id><published>2008-10-24T10:45:00.005+02:00</published><updated>2008-11-11T10:41:02.572+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Handeln im Augenblick: Der Kern der buddhistischen Lehre (Teil 1)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;(Aus dem Buch: "&lt;em&gt;Begegnung mit dem wahren Drachen&lt;/em&gt;", erscheint Ende November 2008 im DONA-Verlag)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Erörterung im vorherigen Kapitel hat die sehr wichtige Frage des Handelns und der menschlichen Freiheit berührt. Gautama Buddha lehrte uns, die Gelöbnisse einzuhalten. Er lehrte uns, richtig zu handeln und nichts Falsches zu tun. Eine solche Lehre scheint die Freiheit des Menschen zum Handeln vorauszusetzen, denn wenn wir in der Lage sind, Richtiges zu tun, müssen wir frei sein und uns dafür entscheiden können. Aber Gautama Buddha lehrte uns auch das Gesetz von Ursache und Wirkung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er lehrte uns zu sehen, wie die Dinge der Welt tatsächlich zustande kommen und wie sie zusammenhängen. Nichts entsteht ohne Ursache und losgelöst von anderen Zusammenhängen. Alle Dinge sind verbunden und voneinander abhängig. Unser Leben und das Universum selbst werden durch ungeheuer viele Ketten von Ursachen und Wirkungen erzeugt. Wenn solche Ketten entstehen, sich ausweiten und sich überschneiden, entsteht ein miteinander verbundenes Netzwerk von verursachenden Zusammenhängen, ein Netz, in das das Universum selbst eingebunden ist. Wie kann es aber in einem solch vernetzten Universum die Freiheit geben, sich zu entscheiden und das Richtige zu tun?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist philosophisch gesehen ein großes Problem. Wir haben das tiefe Gefühl, dass wir frei sein müssen, aber wenn wir uns die Ereignisse unseres Lebens und die Welt um uns herum anschauen, werden wir daran zweifeln müssen. Kann es sein, dass diese Freiheit eine Illusion ist? In der westlichen Welt ist das Problem der menschlichen Freiheit in der Tat das Zentrum philosophischer Fragen, Kontroversen und Erörterungen. Seit fast dreitausend Jahren ringen die großen Philosophen mit dem Konflikt zwischen freiem Willen und Determinismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Religiöse Führer und idealistische Denker bestehen normalerweise darauf, dass wir im Wesentlichen frei sind. Sie sehen uns als Meister unseres eigenen Schicksals. Wie wir wählen und wie wir entscheiden, sei das bestimmende Element unseres Lebens. Wir können also zwischen gut und schlecht, richtig und falsch, zwischen spirituellem Erwachen oder materieller Verödung entscheiden. Der Körper mag Gegenstand bestimmter physikalischer Gesetze sein, aber der Geist sei frei in Ewigkeit. So muss es sein, auf jeden Fall glauben sie daran.&lt;br /&gt;Materialistische Philosophen sagen genau das Gegenteil, nämlich, dass die Idee der menschlichen Freiheit Wunschdenken und Illusion sei. Wir sind demnach nicht wirklich frei. Unser Handeln, unser Leben und sogar unsere Gedanken werden bestimmt durch unsere Gene, durch unsere Familie, durch unsere Erziehung und unsere Gesellschaft usw. Der Verlauf der menschlichen Geschichte ist ihnen zufolge nur die Entfaltung des Gesetzes von Ursache und Wirkung, Freiheit nur eine schöne Illusion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Philosophen dieser beiden Denkrichtungen haben jeweils beeindruckende und großartige Theorien zur Unterstützung ihrer Sichtweise entwickelt. Sie drängen uns, Partei zu ergreifen, damit wir die „&lt;em&gt;Wahrheit&lt;/em&gt;“ sehen können. Aber viele von uns ziehen es vor, sich dabei nicht festzulegen, weil wir das Gefühl haben, dass eine derartige Wahl zwischen den Extremen zu dogmatisch und zu weit reichend ist. Wenn wir die Lehre der idealistischen Philosophen annehmen, müssen wir wohl die Erklärungen der Naturwissenschaft und die Verlässlichkeit unserer eigenen Sinneswahrnehmungen bezweifeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir aber auf der Seite der materialistischen Philosophie stehen und glauben, dass das Gesetz von Ursache und Wirkung immer gilt, müssen wir wohl die menschliche Freiheit und die Möglichkeit von moralisch richtigem Handeln verneinen. Es ist tatsächlich eine schwierige Wahl. Wir würden gern einen Kompromiss finden, einen Ausweg aus dem Dilemma, aber es gibt in der Tat zunächst keinen Ausweg. Wir müssen dieser Tatsache ins Auge sehen. Es ist eine Tatsache, dass wir nicht wirklich an die Freiheit und an das Gesetz von Ursache und Wirkung gleichzeitig glauben können, weil sie widersprüchlich und unvereinbar sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche Philosophen haben sich mit einer Wahrheit beschäftigt, die jenseits der unvereinbaren Wahlmöglichkeiten und des widersprüchlichen Glaubens an Freiheit oder Verursachung liegt. Indem sie die logische Schlussfolgerung der Dialektik benutzen, haben sie versucht, dieses dialektische Prinzip des Wechselspiels zwischen widersprüchlichen Meinungen aus dem Bereich des Denkens auf den Bereich der Entwicklung der gesamten Welt zu übertragen. Sie haben mit unterschiedlichem Erfolg versucht, eine Alternative zu den dogmatischen Standpunkten der dualistischen Denkweise des Idealismus und Materialismus zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Indem sie alternative Sichtweisen und Denkansätze verwendet haben, hofften sie, aus dem Bereich der unvereinbaren Gegensätze zu einer beweglicheren und weniger fixierten Konzeption der Wirklichkeit zu kommen: Eine monistische Konzeption, in der die getrennte Welt von Subjekt und Objekt in einer Sicht der Gesamtheit zusammengebracht wird, eine Sicht der Vollkommenheit und der Einheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider ist eine solche Sichtweise nur eine Vision, eine Art Bild. Dialektisches Denken ist nur das: eine Form des Denkens. Es ist auf den Bereich des Verstandes und des Denkens beschränkt. Im Bereich des Verstandes ist es aber ganz unmöglich, der dualistischen Welt wirklich zu entkommen. Obgleich die Dialektik eine ausgezeichnete Methode der Logik ist, waren die Philosophen, die sie benutzten, kaum in der Lage, die der Methode innewohnenden Grenzen zu überschreiten und die damit verbundenen Fehler zu vermeiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der große Philosoph Hegel benutzte die Dialektik, um mehr als tausend Jahre des idealistischen westlichen Denkens zusammenzufassen. Er entwickelte ein Modell der Menschheit und des Universums, das den Geist als die grundlegende Wirklichkeit aller Dinge sah und nannte ihn Weltengeist. Auf der anderen Seite stützten sich Philosophen wie Marx auf die dialektische Logik, aber lehnten die Idee des Geistes als Grundlage des Universums ab. Sie argumentierten, dass alle Dinge allein durch Materie und Energie verursacht werden und sich in ihrer jetzigen Form durch das unaufhebbare Wirken des Gesetzes der Verursachung entwickelt haben.&lt;br /&gt;Auf diese Weise wurde die kontroverse Diskussion fortgesetzt und die Argumente wurden immer feiner und komplizierter, aber der grundsätzliche Konflikt blieb leider bestehen. Kein Philosoph hatte eine dialektische Methode gefunden, um die Trennung von Geist und Körper zu überwinden. Es gibt bei uns immer noch große Verwirrung über diese grundsätzlichen Fragen des Lebens. Der Lösung der fundamentalen philosophischen Probleme wie des Gegensatzes von Freiheit und Determinismus sind wir immer noch nicht näher gekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die großen Philosophen nicht in der Lage waren, dieses Problem zu lösen, stellt sich die Frage, ob wir hoffen dürfen, selbst weiter zu kommen und die Wahrheit zu finden. In der Tat glaube ich, dass die Wahrheit uns allen durch die Lehren von Gautama Buddha zugänglich ist. Er lebte in einer einfacheren Zeit. Das philosophische Denken war noch nicht so weit entwickelt und verfeinert, aber die Probleme, mit denen sich die Menschen konfrontiert sahen, waren nicht grundsätzlich verschieden von denen, die wir heute lösen müssen. Er war ein ehrlicher Mensch, der versuchte, die Konflikte, die sein Herz und seinen Geist spalteten, zu lösen. Er war sich des Problems der Freiheit voll bewusst. Er suchte viele Jahre lang nach der vollständigen Freiheit, die damals von verschiedenen religiösen Denkern propagiert wurde, aber sie entzog sich ihm immer wieder. Er konnte z. B. nicht den Wirkungen vergangener Handlungen entkommen und er konnte nicht die Folgen der realen Tatsachen in seinem Leben ignorieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher war das zentrale Problem der westlichen philosophischen Geschichte auch das zentrale Problem im Leben Gautama Buddhas. War der Geist, der die Menschen fragen und nach Erfüllung suchen lässt, die höchste Kraft im Universum oder waren die Menschen für immer durch die materiellen Gesetze von Ursache und Wirkung festgelegt? Gautama Buddha kämpfte lange Zeit mit diesem Problem. Seine Bemühungen, diesen inneren Lebenskonflikt zu lösen, führten ihn weg von der rein philosophischen Erörterung zu einer Phase materialistischen Experimentierens und reinen Genießens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich fand er zu einem Leben des einfachen Handelns, einem Leben der Arbeit und einem Leben des schlichten Tuns. In einem solchen Leben entdeckte er die Lösung des Problems, das uns in der modernen Welt noch immer plagt. Die Lösung des Problems der Freiheit entwickelte sich bei Gautama Buddha direkt aus seiner eigenen Erfahrung. Seine Lehre war daher einfach, direkt und doch auch sehr fundiert. Wenn wir verstehen, wie Gautama Buddha den Konflikt zwischen Freiheit einerseits und Bestimmung durch Ursache/Wirkung andererseits gelöst hat, werden wir den Kern der buddhistischen Lehre selbst verstehen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sieht nun seine Lösung aus? Wie ich schon gesagt habe, war Buddha ein ehrlicher, aufrichtiger Mensch. Er war sehr aufmerksam für das, was er in seinem Leben tun und was er lassen sollte. Er dachte viel über moralische Fragen nach und entdeckte, dass die Zeit dabei ein wichtiger Faktor war. Wenn er über Handlungen in der Vergangenheit nachdachte, erkannte er, dass manches Handeln falsch war. Er bedauerte die Fehler, die er begangen hatte, aber erkannte auch, dass dieses Bedauern die Lage nicht wirklich veränderte. Er konnte nämlich jene frühere Handlung nicht mehr rückgängig machen. Er konnte niemals in die Vergangenheit zurückkehren, um die früheren Fehler zu vermeiden. Dies war für ihn sehr bedrückend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Gautama Buddha seine Aufmerksamkeit auf die Zukunft lenkte, wurde er sich eines anderen Gefühls bewusst. Die Möglichkeit, in der Zukunft richtig zu handeln, schien realistisch. Doch begann er, solchen hoffnungsvollen Gefühlen zu misstrauen und fand heraus, dass sie meistens auf Träumen und Illusionen beruhten. Er hatte viele Hoffnungen und Pläne, aber er erkannte, dass solche Träume in der Zukunft kaum vollständig verwirklicht werden könnten, denn die Zukunft war selbst nur eine Idee, ein Gedanke. Sie war etwas, das nur in seinem Geist vorhanden war und keine Wirklichkeit und Substanz besaß. Man kann niemals wirklich in der Zukunft leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich erkannte Gautama Buddha, dass bei der Zeit nur der gegenwärtige Augenblick zählt und wirklich ist. Er konnte darüber nachdenken, was sich in seinem Leben, das sich von der Vergangenheit bis in die Zukunft erstreckte, ereignet hatte oder ereignen würde, aber er konnte nur im gegenwärtigen Augenblick wirklich leben und handeln. Dies war nicht nur für ihn selbst richtig, sondern für alle Menschen. In der Tat kann alles im Universum nur im gegenwärtigen Augenblick existieren. Daher untersuchte Buddha den gegenwärtigen Augenblick. Er studierte die wirkliche Zeit, die Zeit der wirklichen Existenz. Er studierte das wirkliche Leben, wie es Augenblick für Augenblick Wirklichkeit war. Ihm wurde klar, dass das Denken und Fühlen ihn meist von der Wirklichkeit im gegenwärtigen Augenblick wegführte. In der Tat konnte es nur mitten im Augenblick des Handelns geschehen, dass Vergangenheit und Zukunft wegfielen und die Klarheit des Seins da war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Zustand der Klarheit konnte er die Zeit und den Augenblick erfahren oder, um es anders auszudrücken, die Existenz, wie sie wirklich ist. Was er erfuhr, war das Jetzt, Jetzt, Jetzt. Jeder Moment war einzigartig und vollständig und, wenn man so will, vollkommen. Jeder Augenblick stand für sich in unabhängiger Größe und Würde, klar von der Vergangenheit getrennt und klar von der Zukunft abgegrenzt. Aber ein Augenblick konnte niemals vollständig mit dem Verstand erfasst werden, denn er war zu kurz und zu flüchtig. Er war nur ein Aufblinken, ein augenblicklicher Blitz von etwas. Dieses augenblickliche Aufblitzen war in der Tat alles, es war sein Leben und es war die Wirklichkeit. Es war das Universum selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf diese Weise entdeckte Buddha, dass das Universum, in dem wir leben, nur im Augenblick wirklich ist und direkt erfahren werden kann. Diese Entdeckung gab ihm eine neue Sichtweise und ein neues Denken über das Leben und die philosophischen Probleme, die ihn in der Vergangenheit so sehr beunruhigt hatten. Er entwickelte eine Lehre, die wir die Philosophie des augenblicklichen Universums nennen können. Entsprechend dieser Lehre ist die Zeit wie ein Lichtblitz. Wenn das Licht aufblitzt, erscheinen wir und gleichzeitig erscheint das Universum. Wenn das Licht verlöscht, verschwinden wir und das Universum auch. Unser Leben ist eine lange Kette solcher Blitze von Augenblicken: ein fortwährendes Erscheinen und Verschwinden des Lebens, des Universums und unserer selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine solche Lehre unterscheidet sich radikal von unserer herkömmlichen Vorstellung von Zeit. Wir stellen uns Zeit normalerweise als eine klare Linie vor, die von der weit entfernten Vergangenheit in die Zukunft führt. Aber ein solches Verständnis ist nur ein Konstrukt des Verstandes, eine Interpretation, die auf dem Gedächtnis und auf Zukunftsvorstellungen beruht. Eine solche verstandesmäßige Interpretation legt den Schwerpunkt auf die Vergangenheit und die Zukunft, aber vernachlässigt meist den Augenblick der Gegenwart, weil dieser Augenblick hier und jetzt jenseits unserer Reflektion ist und weil er mit dem Geist und dem Verstand nicht erfasst werden kann. Der Verstand arbeitet mit dem, was er kann, er wandert von der Vergangenheit in die Zukunft und zieht unsere Aufmerksamkeit immer wieder von der gegenwärtigen Zeit ab, obgleich diese die Wirklichkeit ist. In der Tat leben wir die meiste Zeit unseres Lebens in der geistigen Welt unserer Träume und Erinnerungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Indem wir geistig einmal in der Vergangenheit und ein anderes Mal in der Zukunft verweilen, werden wir hin- und hergezogen in einer Welt von ständig sich ändernden Sichtweisen, Erinnerungen und Standpunkten, in einer Welt der Verwirrungen und der Widersprüche. Philosophische Zweifel sind ein unausweichlicher Teil dieser Art zu leben. Wir suchen nach der Wahrheit in den Mustern vergangener Zusammenhänge von Ursache und Wirkung oder träumen von Freiheit und Glück in zukünftigen Tagen. Wir fragen uns, was eigentlich wirklich ist: die Welt unserer Erinnerungen oder die Welt unserer Träume, die Welt der unveränderlichen Tatsachen oder die Welt der unbegrenzten Möglichkeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gautama Buddha lebte viele Jahre lang in dieser verwirrten Welt von Unklarheiten. Er hatte seine eigenen Träume und Erinnerungen, seine eigenen schmerzhaften Zweifel und philosophischen Fragen. Sein Leben war auf ähnlichen Ideen und Annahmen aufgebaut wie das unsrige und er unternahm gewaltige Anstrengungen, um die Konflikte zu lösen, die durch solche Ideen in seinem Leben entstanden waren. Von einem bestimmten Zeitpunkt an begann er jedoch, sich zu entspannen und auf einfache Weise zu leben. Er entdeckte die Erfüllung, Zazen zu praktizieren und durch diese Übungspraxis erreichte er ein natürliches Gleichgewicht und eine wunderbare Balance in Klarheit und Frieden. In diesem Zustand des natürlichen Gleichgewichts hatte er die Erfahrung von Zeit, wie sie wirklich ist. Er nahm die wirkliche Natur der Zeit wahr und verstand sie und durch dieses Verständnis überwand er seine früheren Vorstellungen und Theorien über sein Leben und das Universum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er erkannte, dass es in Wirklichkeit keinen tatsächlichen Widerspruch zwischen der Freiheit und dem Gesetz von Ursache und Wirkung gibt. Im Augenblick, in der Gegenwart, war er frei: Frei, um seinen Weg zu wählen, frei, zu handeln oder auch nicht zu handeln. Aber der Augenblick selbst entstand nicht durch irgendwelche Magie. Er konnte nur als Ergebnis einer langen Kette von Augenblicken erscheinen, die in ihrer Existenz aufleuchteten, einer nach dem anderen, in der Vergangenheit. So hatte die Vergangenheit die Möglichkeiten geschaffen, die in der gegenwärtigen Situation enthalten sind und der Augenblick hier und jetzt trägt das Gewicht der Vergangenheit und ist von ihr geprägt. Als Gautama Buddha über die Beziehung zwischen dem gegenwärtigen Augenblick und der Vergangenheit nachdachte, konnte er stets das Gesetz von Ursache und Wirkung finden, aber im wirklichen Leben hier und jetzt war er im Augenblick frei. Er hatte also die Macht, entsprechend seiner eigenen intuitiven Entscheidungen zu leben. Sein Leben war auf diese Weise zwar an die Vergangenheit gebunden, aber zur gleichen Zeit frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies war die Lösung, die Gautama Buddhas für den Widerspruch zwischen Freiheit und Vorausbestimmung durch Ursache und Wirkung fand. Im gegenwärtigen Augenblick sind wir beides, frei und gebunden. Es erscheint wie ein seltsamer Widerspruch, wie ein Paradox, aber es ist die Wirklichkeit unseres Lebens. Jeder von uns macht solche Erfahrungen in seinem Leben.&lt;br /&gt;Das buddhistische Konzept der Zeit und des Universums, das nur im gegenwärtigen Augenblick existiert, ist Teil der umfassenderen Lehre des Buddhismus über das Handeln. Gautama Buddha erklärte, dass das Leben im Wesentlichen aus Handlungen im Hier und Jetzt besteht. Das Leben und das Handeln sind daher durch zwei Größen bestimmt: durch Zeit und Raum. „Hier“ ist die Bestimmung des Ortes. „Jetzt“ ist die Bestimmung der Zeit. Unser wirkliches Leben kann nicht außerhalb des konkreten Ortes und der konkreten Zeit existieren. Mit anderen Worten ist die Situation hier und jetzt unser wirkliches Leben. Von diesen beiden bestimmenden Größen ist die Zeit schwieriger zu verstehen als der Ort und aus diesem Grund ist die Lehre eines Universums, das fortwährend im Augenblick entsteht, so wichtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meister Dogen sah diese Theorie als die Grundlage des Buddhismus überhaupt an. In seinen Schriften verdeutlicht er diese Lehre aus ungewöhnlichen Perspektiven und Sichtweisen und beleuchtet so alle wesentlichen Probleme. Es erscheint oft, als ob er eine subjektive und objektive Interpretation der Wirklichkeit zurückweist, um einem transzendenten Realismus Platz zu machen. Ein solcher Realismus sieht alle Dinge so, wie sie im Augenblick hier und jetzt sind. Manchmal ist diese Theorie nur impliziert, aber oft spricht Meister Dogen auch direkt von der Augenblicklichkeit des Lebens und des Universums. Eine solche Textstelle wird in dem Kapitel des Shobogenzo mit dem Titel „&lt;em&gt;Die Erweckung des Bodhi-Geistes&lt;/em&gt;“ wiedergegeben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;„Im Allgemeinen beruhen die Erweckung des Geistes und die Verwirklichung der Wahrheit auf dem augenblicklichen Entstehen und Vergehen aller Dinge. Wenn (alle Dinge) nicht augenblicklich entstehen und wieder vergehen würden, könnte das Unrecht, das im vorherigen Augenblick begangen wurde, nicht fort gehen. Wenn das Unrecht, das im vorherigen Augenblick begangen wurde, noch nicht fort gegangen wäre, könnte das Rechte im Augenblick nicht verwirklicht werden. Nur der Tathagata kennt in aller Klarheit die Dauer dieses Augenblicks. (Es heißt,) dass der Geist ein gesprochenes Wort zu einer Zeit erzeugen kann und dass die Sprache ein geschriebenes Wort zu einer Zeit ausdrücken kann. Diese Lehre ist ebenfalls nur vom Tathagata, sie ist jenseits der Fähigkeit anderer Heiliger. Etwa in der Zeit, in der ein Mann einmal mit dem Finger schnippen kann, gibt es fünfundsechzig ksanas (Augenblicke), (in denen jede) der fünf Komponenten des Menschen (skandas) entsteht und vergeht, aber kein gewöhnlicher Mensch hat dies jemals wahrgenommen oder kennt es. Auch normale Menschen kannten die Länge einer Zeitspanne von einhundertzwanzig ksanas (Augenblicken). Im Laufe eines Tages und einer Nacht gibt es 6 500 990 980 ksanas (Augenblicke). (In jedem von ihnen) entstehen und vergehen die fünf Komponenten des Menschen (skandas), aber normale Menschen nehmen dies nicht wahr und wissen dies nicht. Weil sie es nicht wahrnehmen oder wissen, erwecken sie nicht den Bodhi-Geist. Wer den Buddha-Dharma nicht kennt und nicht an den Buddha-Dharma glaubt, glaubt auch nicht an das Prinzip des augenblicklichen Entstehens und Vergehens aller Dinge und Phänomene. Wer die Schatzkammer des wahren Dharma-Auges des Tathagata und den wunderbaren Geist des Nirvana geklärt hat, glaubt unausweichlich an die Wahrheit des augenblicklichen Entstehens und Vergehens aller Dinge und Phänomene. Wenn wir der Lehre des Tathagata jetzt begegnen, fühlen wir, als ob wir dies klar verstanden haben, aber wir sind uns nur der (langen) Perioden des tatksana (von einhundertzwanzig Augenblicken) oder längerer Perioden bewusst und wir glauben nur, dass das Prinzip wahr sei. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Unser Unvermögen, alle die Dharmas des Weltgeehrten zu klären und unser Unvermögen, alle die Dharmas zu kennen, die der Weltgeehrte gelehrt hat, ist dasselbe wie unser Unvermögen, die Länge eines ksanas (Augenblick) zu kennen: Die Schüler sollen niemals aus Nachlässigkeit stolz werden. Wir sind nicht nur unwissend über das extrem Kleine, wir sind auch unwissend über das extrem Große. Auch gewöhnliche Wesen sehen die dreitausendfache Welt, wenn wir auf der Kraft der Wahrheit des Tathagata aufbauen. Zusammengefasst kann gesagt werden: Wenn wir von der lebenden Existenz in die mittlere Existenz gehen und von der mittleren in die nächste lebende Existenz, bewegen sich alle Dinge in einer fortlaufenden Kette, ksana (Augenblick) nach ksana (Augenblick). So geht der Kreislauf von Leben und Tod voran, ohne einen einzigen Augenblick anzuhalten, unabhängig von unseren Absichten und Wünschen und gelenkt vom dem vorherigen Handeln im Leben.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Mit dem Körper-Geist, der auf diese Weise durch den Kreislauf von Leben und Tod gefegt wird, sollten wir sogleich den Bodhi-Geist erwecken. Der Bodhi-Geist ist der Wille, andere zu befreien, bevor wir selbst die Befreiung erlangen. Auch wenn wir auf dem Weg sind, den Bodhi-Geist zu erwecken, (aber) unseren Körper-Geist nur ungern hergeben, wird er geboren, wird alt, krank und stirbt; am Ende ist es nicht unser eigener Besitz.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Worte von Meister Dogen erscheinen ziemlich hart und kompromisslos, aber in Wirklichkeit ist seine Botschaft sehr mitfühlend. Er zeigt uns unsere wirkliche Lebenssituation. Er drängt uns, aufzuwachen und die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Es ist natürlich nicht einfach, die gewöhnliche Art unseres Denkens beiseite zu schieben und es ist nicht einfach, die übliche Vorstellung von Zeit zu überwinden; aber die Wahrheit besitzt eine große Kraft. Wenn wir die Kraft der Lehren Gautama Buddhas benutzen, können wir die Art und Weise, wie wir die Welt sehen, verändern und wir können auch damit beginnen, unser Leben wirklich zum Besseren zu wenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir leben im Augenblick der Gegenwart. Dies ist wirklich eine sehr einfache Lehre. Es ist zunächst aber gar nicht so leicht einzusehen, warum eine solche einfache Lehre unser Leben verändern sollte. Wenn wir diese Aussage jedoch genauer untersuchen, werden wir es schwierig finden, viele bisherige Annahmen und Vorstellungen über unser Leben aufrecht zu erhalten. Der jetzige Augenblick ist unser Leben, ist unsere Wirklichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vergangenheit und die Zukunft gibt es nur in unserem Gehirn, sie sind Erinnerungen oder Hoffnungen, Fantasien und Ängste, aber keine Wirklichkeit. Der gegenwärtige Augenblick ist alles. Im gegenwärtigen Augenblick können wir leben und können wir handeln. Wenn wir handeln, gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Körper und Geist. Wenn wir handeln, sind das handelnde Subjekt, das Objekt und die externe Welt eine Einheit. Dies sind die wesentlichen Inhalte der Lehre Gautama Buddhas. Wenn wir diese Eckpunkte der Lehre in unserem Leben ebenfalls zu erkennen beginnen, müssen wir natürlich unsere bisherige Sichtweise ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verstand und Körper, Geist und Materie, freier Wille und Determinismus – sie sind alles Dualitäten, die allein unserem Denken entspringen. Im gegenwärtigen Augenblick kann es solche Dualitäten nicht geben. Es gibt nur diesen Ort, diese Zeit, diese Handlung, dieses Leben, diese Existenz und dieses Universum: jetzt, jetzt, jetzt.Wenn wir diese Lehre praktisch anwenden, können wir meines Erachtens die Konflikte unserer großen Kulturen viel besser lösen. Wenn wir diese Lehre benutzen, können wir die Einheit von Körper und Geist, Verstand und Materie finden. Wenn wir diese Lehre benutzen, können wir einen neuen Weg finden, um die Widersprüche zwischen Idealismus und Materialismus zu überwinden und beide zusammenzuführen. Wenn wir diese Lehre zu einem selbstverständlichen Teil unseres täglichen Lebens machen, können wir kraftvoll und zugleich friedlich in der Erkenntnis leben, dass unser Leben sowohl frei als auch festgelegt ist. Wir können ein neues Leben beginnen, ein neues Leben in einem neuen Universum.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-3072022026705162588?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/3072022026705162588/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=3072022026705162588' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/3072022026705162588'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/3072022026705162588'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/10/handeln-im-augenblick-der-kern-der.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-3268173698567463169</id><published>2008-08-30T23:01:00.003+02:00</published><updated>2008-08-30T23:17:16.992+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Der mittlere Weg und der Wille zur Wahrheit (Teil 2)&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Fragen und Antworten&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;(Aus dem Buch: Begegnung mit dem wahren Drachen, erscheint demnächst)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Es ist schwer für mich, den Sinn des mittleren Weges als Ziel zu verstehen. Können Sie erklären, wie der mittlere Weg als Leitlinie für das praktische Handeln funktionieren kann?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den alten buddhistischen Schriften werden meist Gleichnisse und Metaphern verwendet, um die Lehren leichter verständlich zu machen. Vielleicht wäre ein solches Vorgehen auch sinnvoll, um den mittleren Weg verständlich zu machen. Wir können das Leben mit einer Straße oder Autobahn vergleichen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Straße führt zu einem Zielort, aber vom Standort unseres Ausgangspunktes ist dieser Zielort normalerweise nicht zu sehen. Die Landschaft rechts und links von der Straße ist jedoch sichtbar und dies ist oft sehr spannend und auch verführerisch. Es gibt wunderbare Ausblicke auf Berge, Wälder und Flüsse, die unsere Aufmerksamkeit von der Straße ablenken. Außerdem gibt es am Straßenrand faszinierende Werbung für alle möglichen wunderbaren Dinge. Einige preisen ihre Produkte als das Höchste für die Lebensqualität und Lebensfreude an. Andere bieten sofortigen Ruhm und Erfolg und andere versprechen uns den Weg zur allwissenden Erleuchtung und zur spirituellen Glückseligkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne dass wir uns dessen bewusst sind, lenken wir das Steuerrad des Autos nach der verführerischen Werbung entweder nach rechts oder nach links. Aber die Straße des Lebens ist seitlich der wirklichen Straße nicht befahrbar! Am Straßenrand sind nur Schlaglöcher und gefährliche Abgründe. Wenn wir das Auto in den Graben fahren, wird es vermutlich viel Zeit in Anspruch nehmen, um wieder zurück auf die befestigte Straße zu gelangen und weiterzufahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist also das Ziel des Lebens, einfach auf der Straße zu bleiben, sonst geht es nicht voran. Wir sollten uns nicht allzu sehr um die endgültige Bestimmung und den zukünftigen Zielort sorgen. Das Problem ist unsere Sicherheit beim Fahren, hier und jetzt. Wenn wir das Gefühl haben, durch allzu fantastische Ideale oder materialistische Anreize nach rechts oder links weggezogen zu werden, sollten wir möglichst bald unseren Kurs korrigieren und wieder auf die Mitte der Straße zurückkehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist die Bedeutung des mittleren Weges als Ziel des Lebens. Der mittlere Weg ist nämlich kein fantastisches oder verführerisches Traumziel, sondern ein sehr praktischer Maßstab, um die Ausgewogenheit von Ideen und Handlungen richtig einzuschätzen und zu erreichen. Er ist ein Maßstab, der uns in Bewegung hält und uns in die richtige Richtung bringt. Mit einem solchen Maßstab können wir uns an unserer Fahrt durch das Leben erfreuen, ohne Angst vor illusionären Seitenspuren und gefährlichen Abgründen auf beiden Seiten. Wenn wir dem mittleren Weg folgen, können wir das Ziel des wahren Buddhismus schneller als auf jedem anderen Weg erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ist der Idealismus immer die erste Äußerung des Willens zur Wahrheit? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, ich denke nicht. Der Wille zur Wahrheit offenbart sich sehr einfach und direkt schon in der Kindheit. Wenn ein Kind ein seltsames Insekt findet, möchte es z. B. seinen Namen wissen. Wenn es in der Natur einer Schlange begegnet, möchte es sie mit einem Stock anstacheln. Es versucht also herauszufinden, was es damit eigentlich auf sich hat. Eine solche einfache Neugier ist bereits die klare Offenbarung des Willens zur Wahrheit. Wenn man dann älter wird, zieht uns derselbe Impuls zu Buchläden, zu interessanten Menschen oder vielleicht zu buddhistischen Seminaren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht alle Offenbarungen des Willens zur Wahrheit sind idealistisch. Im Verlauf des Lebens taucht der Wille zur Wahrheit oft in Form von idealistischen Fragen und Antworten auf, wenn wir anfangen, Philosophie oder Religion zu studieren und über das Leben nachdenken. Der Wille zur Wahrheit ist ein grundlegender Charakterzug des Menschen, unsere fundamentale Natur. Daher sollten wir den Willen zur Wahrheit im Laufe des Lebens nicht verlieren und nicht fortwerfen, sondern im Gegenteil bewahren und pflegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sie haben erklärt, dass der Wille zur Wahrheit ganz natürlich und grundsätzlich ist und dass viele unserer Bemühungen im Leben von dem Willen zur Wahrheit gelenkt werden. Warum ist es notwendig, ihn zu erwecken, zu pflegen und zu bewahren, wenn dies so ist?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Das rührt daher, dass sich der ursprüngliche Wille zur Wahrheit, der von allen Menschen geteilt wird, in der Tat auf verschiedenartige Ziele richtet. So gibt es den Willen zum Ruhm, den Willen zum Reichtum, den Willen zur Macht usw. Solche Begierden und ein solcher Ehrgeiz sind nicht notwendigerweise schlecht oder unnatürlich, aber sie haben die Tendenz, den Willen zur Wahrheit selbst zu verdunkeln oder gar zu verdrängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir werden dann gefangen genommen von unseren weltlichen Aktivitäten und Unternehmungen, so dass wir das wahre Ziel unseres Lebens nicht mehr klar sehen können. An einem bestimmten Punkt werden wir wahrscheinlich die Leere und Sinnlosigkeit unserer blinden Sucht nach Macht, Ruhm, Geld, oberflächlichem Genuss oder scheinbarer Sicherheit erkennen. Wir haben dann das Gefühl, dass alle unsere Anstrengungen im Leben falsch waren und zu nichts geführt haben. Es scheint dann so, als ob es nichts gäbe, für das es sich lohnt zu leben und nichts, auf das wir unser Leben aufbauen könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In solchen Zeiten der Verzweiflung mag sich der Wille zur Wahrheit wieder unüberhörbar melden. Dies ist damit gemeint, den Willen zur Wahrheit zu erwecken. Den Willen zur Wahrheit zu erwecken bedeutet, die Illusionen unserer Gedanken und unserer Begierden zu entdecken und freizulegen. Dabei entdecken wir die Tatsache, dass wir hier und jetzt nichts haben, auf das wir uns stützen und verlassen können – außer auf den Willen zur Wahrheit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-3268173698567463169?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/3268173698567463169/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=3268173698567463169' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/3268173698567463169'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/3268173698567463169'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/08/der-mittlere-weg-und-der-wille-zur_30.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-8008985862615917236</id><published>2008-08-23T15:12:00.004+02:00</published><updated>2008-08-23T15:18:46.580+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a name="_Toc132967933"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a name="_Toc119157099"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Der mittlere Weg und der Wille zur Wahrheit&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt; (Teil 1)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;Aus dem Buch: Begegnung mit dem wahren Drachen, erscheint demnächst&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mache mir manchmal über die Menschen Gedanken, die aus dem Westen nach Japan kommen, um hier Buddhismus zu studieren. Ich denke, viele von ihnen suchen auch das Wesen und das Herz des geheimnisvollen Asiens. Vielleicht ist ihr Alltag im Westen langweilig und uninteressant geworden. Sie können den Sinn ihres sozialen Lebens nicht finden und die religiösen Einrichtungen ihrer Herkunftsländer scheinen wesentlicher Teil dieser negativen sozialen Situation zu sein. Die Institutionen dort sind den Menschen vielleicht zu vertraut und erscheinen ihnen zu gewöhnlich, zu langweilig und bieten zu wenig Neues. Daher suchen sie nach etwas anderem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Zen-Buddhismus ist für sie so etwas Anderes und Exotisches. Er hat seltsame und paradoxe Geschichten, ungewohnte Ideen und Konzepte und eine fremdartige Übungspraxis. Alles erscheint geheimnisvoll und exotisch. Solche Geheimnisse ziehen manche Menschen gewaltig an, aber ich fürchte, es handelt sich dabei doch weitgehend um Illusionen. Es geht mir in meinen Ausführungen auch darum, solche Illusionen und fehlerhaften Konzepte zu berichtigen.&lt;br /&gt;Der wahre Buddhismus ist nicht exotisch und nicht seltsam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der wahre Buddhismus ist im Grunde sehr einfach, sehr praktisch und sehr realistisch. Wenn wir den &lt;em&gt;Buddha-Dharma&lt;/em&gt; wirklich verstehen, finden wir, dass andere Religionen dieser Welt demgegenüber zum Teil recht seltsam und geheimnisvoll sind. Sie sind auch mysteriös, weil sie oft auf einen ganz bestimmten Bereich des Geistes oder der Seele beschränkt sind, denn im Bereich des Geistes und der Fantasie ist wirklich alles möglich. Aber die reale Welt hat ihre konkreten und praktischen Grenzen wie Zeit und Raum. Die wirkliche Welt ist nicht fantastisch und fremdartig, sondern gradlinig und einfach: Die Wirklichkeit ist "normal".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wirklichkeit kann in diesem Sinne nicht in den Extremen des Denkens  und Fühlens gefunden werden, denn sie ist nur im Zustand des Gleichgewichts zwischen solchen Extremen vorhanden. Die Wirklichkeit herrscht in der Mitte oder im Zentrum, daher sprechen wir im Buddhismus auch vom mittleren Weg und davon, dass wir durch den &lt;em&gt;Buddha Dharma&lt;/em&gt; unsere Mitte finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der mittlere Weg ist ein sehr wichtiges Konzept im Buddhismus und wie die meisten buddhistischen Lehren, kann er auf verschiedenen Ebenen und aus vielen Sichtweisen heraus verstanden werden. Die meisten Buddhisten verstehen den mittleren Weg als Leitlinie, um ihr Leben richtig zu führen – ein Leben, das in der Mitte zwischen den Extremen eines allzu genusssüchtigen, weltlichen Lebens einerseits und einer übermäßig harten und entbehrungsreichen spirituellen Askese andererseits liegt. Ich glaube, dass dieses Verständnis sehr wichtig ist und ich bin der festen Meinung, dass es das ursprüngliche Konzept von &lt;em&gt;Gautama Buddha&lt;/em&gt; im damaligen Indien ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Lebzeiten des Buddha gab es viele verschiedene Ansichten, Haltungen, Denkrichtungen und Ideologien über das Leben. Eine Denkrichtung wurde von einer Gruppe naturalistischer Theoretiker angeführt, die auch als die sechs nicht-buddhistischen Priester bekannt waren. Ihre materialistische Einstellung unterstützte das Streben nach sinnlichen Freuden als dem wichtigsten Ziel des Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das andere Extrem bildeten &lt;em&gt;brahmanische&lt;/em&gt; Priester und andere idealistische Sucher. Sie drängten die Menschen dazu, von sinnlichen Freuden und Genüssen ganz Abstand zu nehmen und die Freiheit des Geistes durch Glauben und Gebet unabhängig vom Körper zu erreichen. Wir können daher im philosophischen Sinne den mittleren Weg als eine Haltung bezeichnen, die in der Mitte zwischen Materialismus und Idealismus liegt. Es ist eine Haltung, die extreme Standpunkte vermeidet und das Ziel eines gemäßigten, ausgeglichenen und harmonischen Lebens verfolgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der mittlere Weg ist eigentlich eine einfache und gradlinige Idee. Wenn wir die Welt und die Menschen um uns herum studieren, können wir ohne Schwierigkeiten das Durcheinander und das Leiden erkennen, die durch eine Lebensführung der sinnlichen Genüsse oder der unrealistischen Ideale entstehen. Wir haben oft das Gefühl, dass unser Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist, wenn wir unerreichbare Träume verfolgen oder flüchtigen sinnlichen Genüssen nachjagen und dabei letztlich nur Enttäuschungen und Frustrationen erleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist unmöglich, dass wir alles bekommen, was wir haben wollen. Oft können wir nicht einmal erkennen oder entscheiden, was wir wirklich wollen. Manchmal sind wir in Hochstimmung und optimistisch, zu anderen Zeiten sind wir niedergeschlagen, depressiv und mutlos, was unsere Zukunft betrifft. Einmal denken wir, dass wir großartige außergewöhnliche Menschen sind und ein anderes Mal leiden wir unter Gefühlen der eigenen Kleinheit und fehlenden Bedeutung. Im Auf und Ab eines solchen Lebens fangen wir an, uns nach einer gewissen Ordnung und Klarheit zu sehnen. Vielleicht sollten wir versuchen, Harmonie in unser Leben zu bringen. Vielleicht sollten wir also dem mittleren Weg folgen. Dies ist sicher eine ausgezeichnete Idee, aber leider ist sie nicht so leicht zu verwirklichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem mittleren Weg zu folgen ist nämlich nicht so einfach, wie es zunächst erscheint und wie man vielleicht glaubt. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt, den wir nicht leichtfertig übergehen sollten. Warum ist es nun so schwierig, dem mittleren Weg zu folgen? In einer Hinsicht ist das Problem jedoch sehr einfach. Der mittlere Weg ist ein geistiges Konzept, also ein Ideal, das wir uns zwar gut vorstellen können, es ist jedoch nicht die Wirklichkeit selbst, es ist nicht unser Leben. Ideale sind immer einfach zu denken und schwer zu verwirklichen. Sie sind eben Ideen und nicht die Wirklichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wundern uns vielleicht darüber, dass &lt;em&gt;Gautama Buddha&lt;/em&gt; uns lehrte, etwas anzustreben, das in der wirklichen Welt nicht zu erreichen ist. Warum sagte er uns nicht, dass wir unsere Träume und Ideale vergessen sollten, um nur in der unfassbaren Wirklichkeit und Wahrheit zu leben? Ich fürchte, dass seine Schüler ihn mit einem verständnislosen Ausdruck im Gesicht angestarrt hätten, wenn er sie dies gelehrt hätte. Wie kann man aber in einer mit dem Verstand nicht fassbaren Wirklichkeit leben? Wie kann man etwas suchen, das keinen Namen hat und nicht genau beschrieben werden kann? Am Anfang unseres Studiums des Buddhismus scheinen die Lehren des unfassbaren Dharma und der unfassbaren Wirklichkeit unklar und nicht besonders wichtig zu sein. Wir brauchen daher ein geistiges Bild, das einfacher zu verstehen ist, wir benötigen eine Idee, die direkter mit unserer täglichen Erfahrung verknüpft werden kann. Ich denke, dass &lt;em&gt;Gautama Buddha&lt;/em&gt; dies sehr genau wusste. Er wusste, dass die Menschen ein verständliches Ziel benötigen – eine Idee, die als Ziel oder Leitlinie für ihre Bemühungen im Leben dienen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der mittlere Weg ist ein solches Ziel. Es ist in der Tat ein gutes Ziel, dass wir ein ausgeglichenes, harmonisches Leben führen und extreme Sichtweisen und Handlungen vermeiden sollten. Dieses Ziel können wir mit unserem Geist leicht erfassen. Der mittlere Weg ist ein Ideal, aber er spiegelt die wirkliche Natur des Universums wider. Es ist ein Ideal, das realistisch ist und unser Leben nachhaltig verbessert. Unser Bemühen, ein Leben auf dem mittleren Weg zu führen, wird uns im Laufe der Zeit zu Harmonie mit der Welt, den Menschen und dem Universum führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach können wir das Ideal eigentlich vergessen und einfach in der wirklichen Welt leben und handeln. Wenn wir ein einfaches, realistisches Ziel haben, ist dies ein wichtiger Ausgangspunkt für viele menschliche Handlungen und Unternehmungen. Gautama Buddha berücksichtigte diese Tatsache, indem er den mittleren Weg lehrte. Wenn man die Notwendigkeit eines Zieles anerkennt, bedeutet dies, dass wir die Wichtigkeit von Idealismus und Idealen in unserem Leben anerkennen. Dies ist, denke ich, die tiefere Bedeutung der buddhistischen Lehre des mittleren Weges.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Meister Dogen hat den Wert des Idealismus anerkannt, aber auf eine andere Art und Weise. Im Shobogenzo drängt er uns oft, den Willen zur Wahrheit zu erwecken, zu pflegen und zu bewahren. „Wille zur Wahrheit“ ist meine Übersetzung des Sanskritwortes „Bodhicitta“. Es bezeichnet ein sehr altes Konzept im Buddhismus und in den Arbeiten von Meister Dogen nimmt es einen besonders wichtigen Platz ein. Er sagt mit Nachdruck, dass es von herausragender Bedeutung für das Studium des Buddhismus ist, den Willen zur Wahrheit zu besitzen und weiter zu entwickeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir mögen hervorragende Kenntnisse der buddhistischen Theorien und sogar der Übungspraxis haben, aber ohne den Willen zur Wahrheit ist ein solches Wissen weitgehend sinnlos. Auf der anderen Seite unterstreicht Dogen, dass Fehler und falschen Handlungen in unserem Leben eine wichtige Voraussetzung für den Lernprozess sind, durch den wir die Wahrheit erlangen und sogar die Ursache dafür sein können, dass wir sie erlangen, sofern wir den Willen zur Wahrheit in unserem Leben fest verankert haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich solche Sätze zuerst im &lt;em&gt;Shobogenzo &lt;/em&gt;las, verstand ich, dass der Glaube an den Willen zur Wahrheit bei Meister Dogen unerschütterlich war und keine Kompromisse zuließ, aber ich konnte nicht verstehen, warum dies so wichtig sein sollte. Ich wunderte mich darüber, dass er eine so hohe Meinung vom Willen zur Wahrheit hatte. Jetzt, im Licht meiner eigenen Erfahrung eines langen Lebens, kann ich den Grund für diesen kompromisslosen Glauben verstehen. Ich denke, wir können ihn in der Geschichte seines Lebens selbst finden. Er begann das Studium des Buddhismus als er noch sehr jung war. Damals hatte er keine klare Vorstellung von dem, was Buddhismus wirklich ist. Er hatte viele zum Teil einseitige Ideen und idealistische Fantasien, aber er konnte den Buddhismus letztlich überhaupt nicht verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er konnte weder die &lt;em&gt;Sutras &lt;/em&gt;noch die buddhistische Theorie und auch nicht die Lehren seiner Meister wirklich begreifen. Seine Gedanken über den Buddhismus waren meist den Absichten &lt;em&gt;Gautama Buddhas&lt;/em&gt; vollständig entgegengesetzt. Er hatte keinen Maßstab, um die Wahrheit von der Unwahrheit zu unterscheiden, kein realistisches Ziel, auf das er zuarbeiten konnte. Er hatte in seiner ganzen Verwirrung wirklich nichts als den Willen zur Wahrheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher wurde der Wille zur Wahrheit zum Maßstab seines Lebens. Seine fehlerhaften Ideen und Fantasien trieben ihn vorwärts. Als er den Realitäten des Lebens begegnete, musste er viel leiden und geriet in immer neue Verwirrungen, aber diese Leiden und diese Verwirrungen stärkten seine Entscheidung, nur die Wahrheit zu suchen. So erreichte Meister Dogen schließlich trotz der zahllosen Fehler, Missverständnisse und persönlichen Schwierigkeiten das Ziel, das er vorher nicht klar in seinem Geist gesehen hatte. Dies war für ihn eine äußerst wichtige Tatsache. Wenn er an die Erfahrungen seines Lebens dachte, fühlte er ohne jeden Zweifel, dass der einzige wahre Führer sein Wille zur Wahrheit gewesen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist der Grund, denke ich, warum Meister Dogen den Willen zur Wahrheit so hoch schätzte. Er glaubte, dass der Wille zur Wahrheit unser wahrer Verbündeter und unser wahrer Freund im Leben ist. Diesen Verbündeten sich zu erhalten, ist daher die wichtigste Pflicht im menschlichen Leben. Wir sollten keine Angst vor Leiden, Verwirrungen und großen Schwierigkeiten haben, aber wir sollten Angst davor haben, den Willen zur Wahrheit zu verlieren. Ohne den Willen zur Wahrheit können wir niemals die höchste Bestimmung des menschlichen Lebens erreichen.&lt;br /&gt;Daher ist der Wille zur Wahrheit für uns von grundlegender Bedeutung. Er ist die Kraft und Unruhe, die uns vorwärts treibt auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und die Quelle einer besseren Lebensweise und des Glücks. In diesem Sinne stehen daher alle unsere Bemühungen im Leben in einem direkten Zusammenhang mit dem Willen zur Wahrheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir Philosophie oder Religion studieren, haben wir anfangs meist eine bestimmte Motivation, die rein, spirituell und sehr idealistisch ist. Meister Dogen fühlte, dass eine solch idealistische Anstrengung, unser eigenes Leben verstehen zu wollen, der aufrichtige und natürliche Ausdruck des Willens zur Wahrheit ist. Daher lehnte er auch später den Idealismus nicht ab. Im Gegenteil, er sah ihn als Ausdruck des menschlichen Willens an, etwas wissen und verstehen zu wollen. Er fühlte, dass die idealistische Form des Willens zur Wahrheit eine wichtige Phase in der Entwicklung des einzelnen Menschen und der ganzen Menschheit darstellt.&lt;br /&gt;Ich glaube daher, dass Meister Dogen und Gautama Buddha sehr ähnliche Einstellungen zu Idealen und zum Idealismus hatten. Sie verstanden, dass die Menschen zuerst einmal Idealisten sein müssen. Wenn die Menschen dem Buddhismus begegnen, werden sie ihn zunächst immer auf der Grundlage idealistischer Gedanken studieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist eine notwendige Phase des menschlichen Verstehens, eine natürliche Stufe, durch das Leben die großen Probleme des Lebens selbst zu lernen. Daher sieht der Buddhismus den Idealismus als einen Anfangspunkt allen Denkens und Verstehens an, aber er ist nicht das endgültige Ergebnis oder die höchste Wahrheit, sondern er ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu dieser Wahrheit. Ohne unsere Träume, Ideen und Ideale können wir niemals unsere Reise zur Wahrheit beginnen, weil wir keine Vorstellung von der Richtung hätten und kein Ziel, auf das wir uns zu bewegen könnten. Die geistigen Bilder, Ziele und Ideen, welche die erste Stufe unseres Verstehens kennzeichnen, sind daher sehr wichtig für uns. Sie geben uns einen ersten Eindruck von einer komplexen Wirklichkeit, einer Wirklichkeit mit vielen verschiedenen Gesichtern. Idealistische Bilder der Wahrheit sind in der Tat ein bestimmtes Gesicht dieser Wirklichkeit – ein Gesicht der wirklichen Welt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-8008985862615917236?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/8008985862615917236/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=8008985862615917236' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/8008985862615917236'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/8008985862615917236'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/08/der-mittlere-weg-und-der-wille-zur.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-9037209036399108734</id><published>2008-08-02T19:59:00.003+02:00</published><updated>2008-08-02T20:11:47.613+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Wie trifft man einen wahren Meister? (Teil 2)&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Aus dem Buch: Begegnung mit dem wahren Drachen, erscheint demnächst&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fragen und Antworten &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;em&gt;Wie können wir einen wahren Meister des Buddhismus finden?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie müssen ihn suchen und ihm zuhören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Aber wenn wir einem buddhistischen Lehrer begegnen, wie können wir wissen, dass er ein wahrer Lehrer und ein wahrer Meister ist?&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Buddhistische Meister sind sehr verschieden und haben ausgeprägte Persönlichkeiten. Sie mögen dick oder dünn, langweilig oder gut aussehend, jovial oder ernsthaft sein. Daher gibt es leider keine bestimmten äußeren Merkmale oder einfache Richtlinien, um einen wahren Meister von einem geschickten Schwindler zu unterscheiden. Wenn wir einem guten Lehrer begegnen, sollten wir bei ihm eine gewisse Ernsthaftigkeit erkennen können. Wir sollten ein intuitives Gefühl haben, dass seine Lehren wahr sind. Wenn wir jemanden gefunden haben, von dem wir fühlen, dass er ein wahrer Lehrer ist, besteht der nächste Schritt darin, uns selbst für diesen Lehrer wirklich zu öffnen und das, was er sagt, ganz aufzunehmen. Manche seiner Aussagen mögen ziemlich fremd oder gar ungeheuerlich klingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Meister könnte zum Beispiel sagen, dass Buddha das Unkraut im Garten oder ein vom Baum fallendes Blatt ist. Wir müssen dann bereit sein, diese Aussagen ernst zu nehmen und uns auf sie einzulassen: Ja, vielleicht ist Buddha das Unkraut oder ein fallendes Blatt. Wenn wir dann die Lehren des Meisters mit einem offenen Geist betrachten, müssen wir seine Lehren für unser eigenes Leben überprüfen. Dies ist eine wichtige Phase des buddhistischen Studiums. Am Anfang unseres buddhistischen Lebens unterliegen wir normalerweise einem Prozess von Versuch und Irrtum. Wir müssen dann durch unsere eigenen Anstrengungen herausfinden, was wahr ist und ob wir dem Lehrer vertrauen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sensei, in Ihrem Vortrag haben Sie von Ihrer frühen Einführung in den Buddhismus gesprochen. Aber ich bin an Ihrem Leben als Ganzem interessiert. Ich habe einiges über Ihren Lebensweg auf der Rückseite Ihrer Bücher gelesen. Ich habe erfahren, dass Sie an der Universität von Tokyo studiert haben, dass Sie für die Regierung im Finanzministerium und später für eine Versicherungsfirma gearbeitet haben. Wir verbinden im Allgemeinen solche beruflichen Aktivitäten nicht mit dem Leben eines Mönches oder eines Priesters. Aber ich weiß, dass Sie später in Ihrem Leben in der Tat als Priester ordiniert wurden. Welche Unterschiede haben sich da in Ihrem Leben bemerkbar gemacht, nachdem Sie Priester geworden sind? Wie hat es Sie persönlich verändert und Ihr Verhalten gegenüber anderen Menschen beeinflusst?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz grundsätzlich gab es da keine großen Unterschiede. Mein Leben war im Grunde dasselbe, bevor ich Priester wurde. Bevor ich Priester wurde, lebte ich mein Leben als Buddhist. Nachdem ich Priester geworden war, setzte sich dieses Leben als buddhistisches Leben fort. Ich lebte mein buddhistisches Leben von Tag zu Tag, von Augenblick zu Augenblick – manchmal in meinem Büro, manchmal zu Hause und manchmal im Tempel. In jeder Situation gab es nur mein buddhistisches Leben. Durch eine bestimmte Zeremonie wird man Priester. Aber dies ändert nicht die grundsätzliche Lebensweise und diese ist das buddhistische Leben hier und jetzt. Das ändert sich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Hatten Sie in Ihrer Jugend das Gefühl, ein Mönch zu sein?&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Was meinen Sie mit „das Gefühl, ein Mönch zu sein“?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nun ja, manche Menschen scheinen besondere Fähigkeiten und ein besonderes Verhältnis zum Leben zu haben. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich glaube, ich hatte das Gefühl eines Mönches. Aber daneben hatte ich auch das Gefühl eines Laien. Ich hatte das Gefühl eines Menschen im Beruf, eines Vaters usw. Alles zur selben Zeit. Ich hatte das Gefühl, ein Mensch zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie kam es, dass Meister Kodo Sawaki einen so großen Eindruck auf Sie gemacht hat? Warum war er ein so guter Lehrer? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, es lag daran, dass seine Lehre so rein war. Wenn ein Mensch normalerweise irgendetwas Bestimmtes tut, hat er dabei meist eine besondere Motivation oder ein bestimmtes Interesse. Oft steht ein teils bewusstes und teils unbewusstes Verlangen dahinter, etwas im Gegenzug für den eigenen Aufwand zu bekommen. Aber bei Meister Kodo Sawaki konnte ich solche Motive nicht erkennen. Er lehrte einfach, weil es für ihn natürlich war, dies zu tun. Seine Lehre war rein und seine Theorie einfach und klar. Er lehrte, dass Zazen der Kern des Buddhismus ist – ja, dass Zazen identisch mit dem Buddhismus selbst ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich die Worte von Meister &lt;em&gt;Sawaki&lt;/em&gt; hörte, hatte ich zwar noch die Neigung, daran zu zweifeln und kritisch zu sein, aber ich konnte seine Worte nicht wirklich in Frage stellen. Als ich ihm begegnete, berührte mich tief etwas in seinem Verhalten und seinen Worten. Es war eine Art von intuitivem Gefühl. Ich fühlte, dass die Lehren von Meister &lt;em&gt;Kodo Sawaki&lt;/em&gt; wahr waren – dass er eine Verkörperung der Wahrheit selbst war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Hatten Sie nicht das Gefühl, dass Sie durch eine besondere Veranlagung so aufnahmebereit für Meister Sawaki waren? Sie müssen ein besonderer Schüler gewesen sein. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich nehme an, dass ich besonders unbedarft war. Wollten Sie das sagen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Unbedarft?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, unbedarft im wörtlichen Sinne. Menschen haben im Allgemeinen wenig Zeit für philosophische Fragen wie zum Beispiel über das Verhältnis von Körper und Geist oder die grundsätzlichen Wesensmerkmale der Religion usw. Aber derartige Fragen waren für mich von ganz großer Bedeutung. In gewissem Sinne war ich zu ernsthaft, zu gradlinig und mein Geist zu einfach. Aber ich denke, es waren gerade diese Eigenschaften, die mich für die Wahrheit empfänglich machten, als ich sie hörte. Ich glaube daher, dass es nicht wichtig ist, wie intelligent wir sind, sondern dass wir an die Existenz der Wahrheit glauben und sie ernsthaft suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Warum betonte Meister Kodo Sawaki die Bedeutung von Zazen so stark?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meister &lt;em&gt;Kodo Sawaki&lt;/em&gt; schätzte die Praxis des Zazen außerordentlich und erzählte uns häufig, wie es dazu gekommen war, dass er diese Bedeutung des Zazen erkannte. Er war noch ein Teenager, als er sich entschied Mönch zu werden. Er wollte in das große Kloster &lt;em&gt;Eihei-ji&lt;/em&gt; eintreten, das von Meister Dogen gegründet worden war. Aber zu jener Zeit war es nur jungen Männern aus wohlhabenden Familien möglich, in dem Tempel als Novize aufgenommen zu werden. Leider hatte der junge &lt;em&gt;Kodo&lt;/em&gt; seine Eltern früh verloren und war sehr arm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um überhaupt in den Tempel eintreten zu können, war er gezwungen, als Diener für die älteren Mönche zu arbeiten. So war sein Leben im Tempel sehr hart und wenig inspirierend. Seine Vorgesetzte war eine alte, strenge Frau, die ihre Untergebenen vom Morgen bis in den späten Abend mit Saubermachen und untergeordneten Pflichten für die Mönche in Atem hielt. Ihr dauerndes Schelten und Schimpfen klang ihm den ganzen Tag in den Ohren und er musste feststellen, dass er keine Zeit hatte, Zazen zu praktizieren oder an den anderen religiösen Aktivitäten des Tempels teilzunehmen.Einmal war ein besonderer Feiertag, an dem alle Mönche den Tempel verließen, um ihre Familien zu besuchen oder die Zeit mit Freunden zu verbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So fand sich der junge Diener &lt;em&gt;Kodo&lt;/em&gt; allein im Tempel wieder und entschied, dass es für ihn eine gute Gelegenheit war, Zazen zu praktizieren. Er ging in die große Halle und setzte sich ruhig in eine Ecke auf ein Kissen. Es war dunkel und friedlich. Nach einer gewissen Zeit kam die alte Reinmachefrau, seine Chefin, in den Raum und sang leise vor sich hin. Zunächst hatte sie die Anwesenheit des jungen &lt;em&gt;Sawaki&lt;/em&gt; gar nicht bemerkt. Aber als sich ihre Augen dann an die Dunkelheit des Raums gewöhnt hatten, sah sie ihn plötzlich in der Ecke sitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie fiel vor Überraschung auf die Knie und verbeugte sich wieder und wieder vor ihm. Da erkannte Meister &lt;em&gt;Sawaki,&lt;/em&gt; dass Zazen eine ganz besondere Kraft hat, eine wirklich mystische Qualität, die sogar einem armen jungen Diener Achtung und Würde verleiht. Diese Erfahrung hatte eine zentrale Bedeutung für das Leben von Meister &lt;em&gt;Sawaki&lt;/em&gt;. Zu jeder Gelegenheit praktizierte er nun Zazen. Je mehr er praktizierte, desto tiefer wurde sein Vertrauen in die Kraft des Zazen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine tägliche Praxis ermöglichte es ihm, sich eine fundierte Basis der buddhistischen Lehre zu erarbeiten und er wurde ein außerordentlich guter Meister. Als er zu lehren begann, war das wahre Verständnis des Buddhismus und des Zazen in Japan bereits im Niedergang begriffen. Viele Priester praktizierten Zazen, wenn überhaupt, nur als formale Pflicht, aber Meister &lt;em&gt;Kodo Sawaki&lt;/em&gt; erkannte die natürliche, wesentliche Bedeutung der Zazen-Praxis. Er lehrte uns die Freude an der Praxis. Er führte das Zazen in Japan wieder ein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-9037209036399108734?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/9037209036399108734/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=9037209036399108734' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/9037209036399108734'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/9037209036399108734'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/08/wie-trifft-man-einen-wahren-meister.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-7299114482646586963</id><published>2008-07-22T20:11:00.002+02:00</published><updated>2008-07-22T20:26:12.025+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Wie trifft man einen wahren Meister? (Teil 1)&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;Aus dem Buch: &lt;em&gt;Begegnung mit dem wahren Drachen&lt;/em&gt;, erscheint demnächst&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht kommen einige von Ihnen an dieser Stelle zum ersten Mal mit dem Buddhismus und Buddhas Lehre in Berührung. Vielleicht haben Sie aber auch schon Bücher über Zen-Buddhismus oder die buddhistische Lehre und Philosophie gelesen. Wenn ja, so sind Sie schon mit einigen Aspekten der buddhistischen Lehre vertraut. Aber nur die buddhistische Lehre zu studieren, bedeutet noch nicht, dem Buddhismus wirklich zu begegnen. Dem Buddhismus und Buddha zu begegnen, ist etwas viel Wirklicheres als die Worte eines Buches. Ein ganz wichtiger Aspekt dessen ist der persönliche Kontakt zu einem buddhistischen Lehrer oder Meister. Nur durch einen solchen Kontakt von Mensch zu Mensch, also durch eine wahre Begegnung, können wir anfangen, den Buddhismus zu entdecken. Ich glaube vor allem, dass die erste Begegnung mit einem Meister sehr wichtig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erinnere mich noch sehr deutlich daran, wie ich zum ersten Mal meinem eigenen Meister begegnete und ich möchte Ihnen gerne davon berichten. Ich habe bereits erwähnt, dass ich mich von Religion und Philosophie sehr angezogen fühlte, als ich jung war, doch dies in einer einfachen Art und Weise. In meiner frühen Schulzeit war ich sehr ernsthaft und naiv und glaubte blindlings an die Ideen, mit denen ich in Berührung kam. Meine Eltern glaubten nicht an eine bestimmte Religion, aber sie hatten eine achtungsvolle Haltung gegenüber dem Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich nehme an, dass sie mein etwas naives Vertrauen zu Ideen noch ermutigten. Aber all dieses änderte sich grundlegend in der Zeit, als ich in die Junior High School kam. Die natürlichen Veränderungen meines Körpers in jener Zeit schienen auch wesentliche Änderungen in meinem Denken zu bewirken. Ich wurde plötzlich sehr skeptisch gegenüber dem, was ich vorher geglaubt hatte. Dieser Glaube schien mir im Wesentlichen auf nichts anderem zu beruhen, als auf meinem eigenen, von Wünschen gesteuerten Denken und auf vielen falschen und ungenauen Vorstellungen über das Leben. Ich konnte auch keinen vernünftigen Grund finden, das eine zu tun und das andere zu lassen und so lebte ich eine zeitlang ein ziemlich freies Leben. Ich hatte jedoch wenig Freude an dieser Freiheit. Das Leben schien mir leer und machte mich depressiv. Ich wurde langsam fauler und bequemer und mir selbst gegenüber immer nachlässiger. Meine Gesundheit wurde schlechter und mein körperlicher Zustand labiler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich aus diesem unerfreulichen Zustand durch den Versuch befreit, das Examen für die Aufnahme zur High School zu bestehen. Dies war eine Herausforderung, die ich damals nötig hatte, um aus dem Zustand schlafender Energien zu erwachen. Ich widmete mich nun ganz meinen Studien und indem ich dies tat, wurde mein ganzes Leben ruhiger und geordneter. Dann schloss ich mich einem Sportverein an und begann große Strecken zu laufen. Als Ergebnis wurde meine Gesundheit besser, mein Geist klarer und konzentrierter und dies schien der Kräftigung der körperlichen Gesundheit und Energie zu entsprechen. Diese wirklich dramatische Verbesserung meines physischen und geistigen Wohlbefindens kam mir wie ein Wunder vor. War dies nur ein zufälliges Zusammentreffen? Nur eine Art Reifung? Und was war die wirkliche Beziehung zwischen meinem Geist und meinem Körper? Diese Fragen bewegten mich sehr und ließen mir keine Ruhe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Indem ich diese Fragen bedachte, führte mich meine alte Vorliebe für interessante Ideen dazu, andere Bereiche der damaligen Zeit kennen zu lernen. Zu jener Zeit wurde die japanische Politik von einer äußerst rechten Partei beherrscht. Ich fragte mich als Student, ob ich den wachsenden Militarismus unterstützen oder ihm widerstehen sollte. Wie konnte ein Mensch derartig schwierige Zusammenhänge klar und korrekt einschätzen? Als ich für diese Fragen eine Antwort suchte, fühlte ich mich unausweichlich zu den Veröffentlichungen großer Philosophen und religiöser Kommentatoren hingezogen. Ich las einige Bücher über Buddhismus, aber sie vermittelten mir den Eindruck, dass Buddhismus im Kern eine Lehre von Asketentum und Selbstverleugnung sei. Ein derartig pessimistischer Ansatz des Lebens war nicht das, was ich suchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann las ich ein Buch mit dem Titel „Eine Studie über die spirituelle Geschichte Japans“ von Tetsuro Watsuji. Es galt als Meisterwerk, das jeder Student lesen sollte. Von den darin beschriebenen religiösen Persönlichkeiten der japanischen Geschichte zog mich besonders Meister Dogen, ein buddhistischer Priester des 13. Jahrhunderts, an. Die Geschichte seiner langen und schließlich erfolgreichen Suche nach der Wahrheit war für mich sehr spannend und faszinierend. Ich wollte mehr über diesen interessanten Mann und seine Vorstellungen vom Leben kennen lernen. Auf der Suche nach seinen Veröffentlichungen fand ich sein Werk &lt;em&gt;Shobogenzo, „Die Schatzkammer des wahren Dharma-Auges“.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In jener Zeit hatte ich ein jugendliches Vertrauen in meine eigene Fähigkeit, alles zu verstehen, was ich lesen wollte. Aber zu meiner großen Überraschung und auch Enttäuschung konnte ich beim Shobogenzo so gut wie gar nichts verstehen. Trotzdem fühlte ich mich auf irgendeine Weise von dem Werk außerordentlich angezogen und es ließ mich nicht los. Bestimmte Sätze hatten eine ganz besondere Anziehungskraft für mich und ich fühlte intuitiv, dass sie Gedanken enthielten, die zutiefst ungewöhnlich waren, obgleich ich deren Bedeutung nicht klar erfassen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwa in jener Zeit fand ich eine Notiz in einer buddhistischen Zeitschrift über ein Retreat (&lt;em&gt;Sesshin)&lt;/em&gt; zum Studium und zur Praxis, das in einem Tempel nördlich von &lt;em&gt;Tokyo&lt;/em&gt; durchgeführt wurde. Die Vorträge wurden von Meister &lt;em&gt;Kodo Sawaki&lt;/em&gt; gehalten, einem Priester der buddhistischen &lt;em&gt;Soto&lt;/em&gt;-Schule, die eine bekannte Traditionslinie des japanischen Buddhismus ist und sich auf Meister Dogen als ihren Gründer beruft. Meister &lt;em&gt;Kodo Sawaki&lt;/em&gt; war in jener Zeit ein recht bekannter Meister in Japan. Er war vor allem für seine Art zu leben und zu lehren berühmt, da er zur alten Tradition der hauslosen Mönche (Mendikant) gehörte. Er hatte keinen eigenen Tempel, sondern wanderte in Japan umher und „lieh“ sich Tempel aus, die wenig benutzt wurden. Dort blieb er dann eine Weile, sammelte Schüler um sich und lehrte sie Buddhismus nach seinem Verständnis, um dann zu einem anderen Tempel weiterzuwandern und dort eine andere Gruppe von Studenten zu lehren. Er liebte es, sich selbst Kodo zu nennen: „&lt;em&gt;Kodo ohne Wohnhaus“. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Lebensstil des Umherwanderns führte Meister &lt;em&gt;Sawaki&lt;/em&gt; schließlich zu dem Tempel nördlich von &lt;em&gt;Tokyo &lt;/em&gt;und dies gab mir die Möglichkeit, erstmals ein &lt;em&gt;Sesshin&lt;/em&gt; zu erleben und die Worte eines lebenden buddhistischen Meisters zu hören. Ich erinnere mich an mein glückliches Gefühl und die großen Erwartungen, als ich mich mit meinem Reissäckchen und anderen Vorräten zum Tempel aufmachte. Ich hatte das Gefühl, ein Abenteuer zu beginnen: mit meiner zentralen Frage nach der Wahrheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war vom ersten Vortrag Meister &lt;em&gt;Sawakis&lt;/em&gt; tief beeindruckt. Das Thema seines Vortrags war Fukan Zazengi, „&lt;em&gt;Allgemeine Richtlinien für das Zazen&lt;/em&gt;“. Dies war Meister Dogens erste größere Veröffentlichung, in der er klare und praktische Anweisungen für das Zazen gab, der buddhistischen Praxis des Sitzens in Stille. Er erklärte darin auch sehr klar und überzeugend die wichtigen Punkte der buddhistischen Lehre.&lt;br /&gt;Meister &lt;em&gt;Sawaki&lt;/em&gt; sprach über die ersten Sätze des Textes, in dem es heißt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;„Wenn wir jetzt nach der Wahrheit fragen, [ist die Antwort, dass] sie ursprünglich überall gegenwärtig ist. Weshalb sollten wir dann auf die Übungspraxis und Erfahrung angewiesen sein? Das grundlegende Fahrzeug [zur Verwirklichung] existiert aus sich selbst heraus. Welchen Nutzen hätte da auch nur die geringste Übungspraxis?“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Meister Sawaki diese Worte erklärte, war ich von der vollkommen positiven und optimistischen Lebenseinstellung, die sie ausstrahlten, tief beeindruckt und erschüttert. Konnte es sein, dass mein anfänglicher Eindruck vom Buddhismus als einer pessimistischen Religion falsch war? Im Laufe des Vortrages hatte ich immer stärker das Gefühl, dass Meister &lt;em&gt;Sawaki &lt;/em&gt;aus seiner eigenen mehr als 60-jährigen Lebenserfahrung schöpfte und dass dies seinen Vortrag so spannend machte. Ich war tief bewegt. Ich fühlte, dass ich wirklich der einfachen großen Wahrheit lauschte – dass Meister &lt;em&gt;Kodo Sawaki&lt;/em&gt; in der Tat ein wirklicher Meister des Buddhismus war.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-7299114482646586963?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/7299114482646586963/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=7299114482646586963' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7299114482646586963'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7299114482646586963'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/07/wie-trifft-man-einen-wahren-meister.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-9110134540455431482</id><published>2008-06-28T21:32:00.004+02:00</published><updated>2008-06-28T21:57:15.536+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Begegnung mit dem wahren Drachen (Teil 2)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Aus dem gleichnamigen Buch, erscheint demnächst&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte Ihnen noch eine Geschichte erzählen. Man muss bei dieser Geschichte wissen, dass Drachen in Ostasien anders als im Westen sehr als sehr positive und großartige Fabeltiere gelten, die den Menschen viel Gutes tun und viel Kraft haben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gab einmal einen Mann, der war von Drachen begeistert. An den Wänden seines Hauses hatte er viele Bilder von Drachen und alle seine Borde und Regale standen voll mit Statuen und kleinen Figuren von Drachen. Sein ganzes Haus war in der Tat mit Bildern und Darstellungen von Drachen angefüllt. Eines Tages schaute ein wirklicher Drache in sein Fenster. Als er alle die Bilder der Drachen sah, erfüllte ihn das mit Freude, denn hier gab es ganz klar einen Mann, der Drachen liebte. Sicher würde er sich darüber freuen, wenn ihn ein wirklicher Drache in seinem Hause besuchte. Aber als der Mann aus dem Fenster schaute und den wirklichen Drachen sah, bekam er einen gewaltigen Schrecken und flüchtete Hals über Kopf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau dies meint Meister Dogen: Wir sollten nicht den Abbildungen der Wahrheit nachrennen. Wir sollten uns nicht von Theorien und verstandesmäßigen Erklärungen gefangen nehmen lassen. Wir sollten stattdessen lieber der Wahrheit direkt begegnen. Zazen zu praktizieren bedeutet, der Wahrheit der Buddhas direkt zu begegnen, und bedeutet, den wirklichen Drachen von Angesicht zu Angesicht zu sehen und zu erleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fragen und Antworten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;em&gt;Die Worte am Anfang des Fukan Zazengi scheinen mir sehr wichtig zu sein. Meister Dogen sagte, dass die Wahrheit überall vorhanden ist und dass die Mittel, sie zu erlangen, auch in jeder Situation da sind. Wie Sie erklärt haben, sprach er dann weiter über die Illusionen und dass unser dualistisches Denken dazu neigt, eine Trennung zwischen uns und der Welt zu erzeugen, und dass dies in der Folge zu Verwirrungen und Leiden führt. Dies mag richtig sein, aber es scheint mir, dass das zentrale Problem nicht die Verwirrung selbst ist, sondern die Folgen und Reaktionen darauf. Wenn die Wahrheit in jedem Augenblick existiert, muss sie auch in der Verwirrung enthalten sein. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Daher mag eine Situation, die als vollkommen verwirrend und nicht handhabbar erscheint, in Wirklichkeit im Gleichgewicht sein. Sie ist dann völlig in Ordnung so, wie sie ist. Es ist nämlich unsere dauernde Bemühung, Situationen zu verändern und zu manipulieren, die das Gleichgewicht tatsächlich stört. Daher ist es unsere Aufgabe, so wie ich die buddhistische Lehre verstehe, einfach die Dinge so zu lassen, wie sie sind. Wenn wir uns entspannen und zulassen, dass die Ereignisse ihren eigenen Lauf nehmen, würden sich viele Probleme von selbst erledigen. Nicht wahr? Es gibt wirklich keine Notwendigkeit, besondere Anstrengungen zu unternehmen, uns selbst zu verändern oder unsere Situationen zu steuern. Oder?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fürchte, dass solches Denken genau die Art von verstandesmäßiger Rationalisierung ist, über die Meister Dogen spricht. Zu denken, dass alles in Ordnung ist, das es keine Notwendigkeit gibt, irgendetwas zu tun oder zu ändern, dass es keine Notwendigkeit für Anstrengungen gibt, um einen Zustand des Gleichgewichts zu erreichen, ist genau die Art des fehlgeleiteten Denkens, gegen das wir uns schützen müssen.&lt;br /&gt;Bitte verzeihen Sie mir, wenn ich das so direkt sage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Welt verändert sich in jedem Augenblick, und wir sind Teil der sich wandelnden Welt. Wir können uns nicht in einem bequemen Sessel zurücklehnen und die aufrichtigen Anstrengungen der anderen Menschen beobachten, so als ob sie zu einem komischen Film oder einem Spiel gehörten. Wir müssen uns in die Bewegungen des Lebens hineinbegeben. Wir müssen dem sich ständig verändernden Universum folgen, von dem wir ein Teil sind. Indem wir ihm folgen, bewegen wir uns in jedem Augenblick mit dem Universum. Dies bedeutet, dass wir Schritt halten mit den dauernden Veränderungen und den Umständen unseres Lebens. Wenn wir Zazen praktizieren, tun wir genau das. Wir folgen dem Universum direkt hier und jetzt. Es ist unser bestmögliches Leben, wenn wir auf diese Weise ruhig und ehrlich von Augenblick zu Augenblick leben. Dies ist unser natürliches Leben. Es ist eine natürliche Anstrengung, ein solches Leben zu leben: Sie entsteht aus unserem natürlichen Zustand als Mensch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider haben wir die Neigung, diesen natürlichen Zustand zu vergessen und zu verlieren. Wir haben die Angewohnheit, zu viel zu denken und zu viel zu wollen. Wir denken und denken und denken immer mehr - und das oft im Kreis. Denken wird unser ganzes Leben, und wir können nichts außerhalb des Bereichs des Denkens sehen. In einem solchen Leben voller Illusionen betreten wir dann vielleicht in unserer Vorstellung ein erträumtes paradiesisches Reich Gottes. Im vorgestellten Reich Gottes zu wandern ist aber nicht unser natürlicher Zustand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist nicht unser ursprünglicher Zustand als menschliche Lebewesen. Vielleicht folgen wir aber auch der umgekehrten Richtung und werden übermäßig abhängig von unserem Körper, unseren Gefühlen, von Sex oder Geld, Macht oder Ruhm. Wenn man fortwährend nur im Bereich der Sinne und des Materialismus lebt, ist dies ein Leben, wie es Tiere haben. Es ist auch nicht das wirkliche Gleichgewicht menschlicher Wesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gautama Buddha lehrte uns, wirklich Mensch zu werden. Er riet uns eindringlich, zu unserem natürlichen Zustand, zu unserem ursprünglichen Zustand, zurückzukehren Wenn wir dies tun wollen, erfordert dies einige Anstrengungen. Wir müssen die Kette der Gedanken mit Sorgfalt durchtrennen. Wir müssen unsere Fixierungen auf den Geist oder auf den Körper durch aufrichtiges Handeln auflösen, hier und jetzt. Einige einfache und direkte Bemühungen sind also unbedingt notwendig, und wir sollten uns dieser Tatsache nicht verschließen. Wir sollten uns nicht durch Theorien verführen lassen, die uns Begründungen für Inaktivität und Trägheit liefern. Bemühung und Anstrengung ist sehr wichtig. Es ist das Leben selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Vielleicht ist es nötig, einige Anstrengungen in unserem Leben zu unternehmen. Aber ich frage mich immer noch, in welche Richtung solche Anstrengungen gehen sollen. Zazen zu praktizieren ist eine sehr persönliche Anstrengung, die sich auf uns selbst bezieht. Was ist mit jenen Anstrengungen, die sich nach außen richten? Sollten wir nicht versuchen, die Welt zum Besseren zu verändern, oder sollten wir die Welt und unsere eigene Situation nur sich selbst überlassen und nicht auf eine positive Entwicklung einwirken?&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ich fürchte, es gibt keine festen Regeln, um jeder Lebenssituation gerecht zu werden. Manchmal ist es sinnvoll und richtig zu versuchen, die Welt zum Guten zu verändern, und manchmal ist das nicht möglich. Wir sind immer in einem gewissen Maß an die Bedingungen und Umstände der jeweiligen Situation gebunden. Wir sollten daher unsere Fähigkeit auch nicht überschätzen, unsere Situation vollständig verändern zu können. Es gibt immer Zeiten, wo wir es versuchen müssen. Dann kann die Entscheidung, etwas zu tun, jedoch nicht durch rein verstandesmäßige Überlegungen allein gefällt werden, denn nur durch unsere intuitiven, ganzheitlichen und klaren Entscheidungen ist es möglich, in unterschiedlichen Situationen sinnvoll und wirkungsvoll zu handeln. Ein solcher intuitiver Sinn wird richtig sein, wenn unser Körper und unser Geist richtig sind. Wenn wir im Zustand des natürlichen Gleichgewichts sind, möchten wir vielleicht manchmal versuchen, die Welt zu verändern, und manchmal sollten wir es, um mit Ihren Worten zu sprechen, sein lassen. Beide Situationen sind für uns natürlich. Wir sollten nicht versuchen, unsere Antworten auf die realen Lebenssituationen zu starr festzulegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Meister Dogen sagte, dass das Geheimnis des Zazen etwas anderes ist als Denken. Was bedeutet dies? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Etwas anderes als Denken“ drückt das positive Handeln und Tun aus. Es bedeutet, etwas anderes zu tun, als nur zu denken. Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir damit, unseren Gedanken und Empfindungen nachzulaufen, ohne uns dessen bewusst zu sein. Wir haben kaum Zeit, uns dem eigentlichen Handeln zu widmen. Wenn wir Zazen praktizieren, müssen wir nicht denken und nicht fühlen. Wir handeln nur. Wir sitzen nur. „Nur sitzen“ ist etwas anderes als Denken. Das ist Zazen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Zu sagen, dass wir nicht denken oder fühlen müssen, erscheint mir doch sehr seltsam. Wenn ich Zazen praktiziere, merke ich, dass meine Gedanken und Gefühle fast genauso weiterlaufen wie vorher. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, das stimmt. Der Zustand in Zazen ist kein Zustand frei von allem Denken und allem Fühlen, sondern ein Zustand, in dem wir schrittweise aufhören, den Gedanken und Gefühlen aktiv oder willentlich nachzujagen. Wenn wir uns anfangs auf dem Kissen niedersetzen, laufen unsere üblichen Muster des Denkens und Fühlens eine Zeitlang weiter. Aber an einem bestimmten Punkt wird die Kette der Gedanken immer häufiger unterbrochen. Es entstehen Lücken beim Herumspringen der Gedanken und diese Lücken werden langsam größer und treten immer häufiger auf, bis wir schließlich einen Zustand der Ruhe, des Gleichgewichts und der Balance erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst dann sind wir nicht ganz ohne Gedanken und Gefühle, aber die Bilder, die erscheinen, sind sehr einfach und konkret und stören uns nicht weiter. Wir sehen vielleicht einen Punkt auf der Wand oder eine Fliege, die auf dem Boden krabbelt. Wir hören vielleicht die Vögel singen oder fühlen einen deutlichen Schmerz in unseren Beinen. Solche Wahrnehmungen sind nicht mit Denken, Konzepten und Gefühlen überfrachtet. Sie sind sehr direkt und einfach. Sie erscheinen ganz natürlich und verschwinden auch wieder, ohne eine Spur zu hinterlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir diesen Zustand genießen, stören wir nicht den natürlichen Fluss der Bilder und Wahrnehmungen. Wir machen dann keine Anstrengungen, die Bilder, die erscheinen, festzuhalten, zu bekämpfen oder zu manipulieren. Wir vermindern und beenden das gewöhnliche Verhalten, dass wir unseren Gedanken und Empfindungen aktiv oder willentlich nachjagen, und widmen uns ganz dem einfachen Sitzen in Ruhe. Dies meine ich, wenn ich sage, dass wir im Zazen nicht zu denken oder zu fühlen brauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sollten wir uns also nicht durch unsere Gedanken stören und beunruhigen lassen?&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ja, das ist richtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Aber wenn wir uns unserer Gedanken bewusst werden, erscheinen sie sehr bedeutend und oft neurotisch. Wir haben den Eindruck, dass wir die Gedanken nicht steuern und kontrollieren können. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt keinen Grund, die Gedanken zu kontrollieren. Wenn wir unsere Gedanken kontrollieren wollen, ist dies auch wieder eine andere Art von Denken. Im Zazen sollten wir Denken und Nicht-Denken einfach hinter uns lassen. Wir sollten nur aufrichtig in unserem Sitzen sein. Das ist das Geheimnis des Zazen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Aber wie können wir das tun? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Indem wir darauf achten, dass unser Rücken gerade und senkrecht aufgerichtet ist. Dies erscheint Ihnen vielleicht zu einfach, aber es ist der Kern unserer Bemühungen im Zazen. Wir benötigen keine ausgefeilten Methoden, um unseren Geist auf etwas zu konzentrieren oder den Körper im Gleichgewicht zu halten. Die richtige Haltung einzunehmen und ehrlich aufrecht zu sitzen bedeutet, direkt in den Zustand des Gleichgewichts zu gelangen. Wenn Sie also merken, dass Sie denken, sollten Sie sich an Ihre Sitzhaltung erinnern. Ist Ihr Rücken aufgerichtet? Sind Sie etwas zur rechten oder linken Seite geneigt? Aufrichtig zu sitzen ist nur eine Frage von wiederholten einfachen Anpassungen. Aufrichtig sitzen ist „nur sitzen“. Das ist alles. Es gibt keine sensationellen verborgenen oder mystischen Bedeutungen. Es ist genauso einfach, wie es sich anhört: „nur sitzen“. Und dies bedeutet einfach, mit dem ganzen Körper und Geist zu sitzen. Aber das hat eine große positive Wirkung auf unser Leben, ganz von allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wie lange sollten wir Zazen praktizieren? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich empfehle normalerweise 45 Minuten am Morgen und wenn möglich, 30 oder 45 Minuten abends. Aber zuerst mag dies viel zu lang sein. Sitzen Sie daher so lange, wie Sie können. Vielleicht sind dies am Anfang nur fünf oder zehn Minuten. Aber wenn Sie jeden Tag praktizieren, werden die Sitzperioden von allein länger, auch weil Sie sich immer wohler dabei fühlen. So kann man zum Beispiel heute fünf Minuten und morgen zehn Minuten sitzen usw., wie es Ihnen möglich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Was ist, wenn es während der fünf oder zehn Minuten nur Geschwätz und Durcheinander im Kopf gibt?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Wir müssen nicht zwischen Zazen unterscheiden, das voll von Geschwätz ist, und Zazen, das ruhig und gelassen ist. Die ersten fünf Minuten mit fortwährendem Geschwätz sind genauso wichtig wie die letzten Minuten der ruhigen Gelassenheit. Manchmal ist Zazen ruhig, manchmal ist Zazen unruhig. Beide Situationen sind grundsätzlich dasselbe. Wir brauchen daher keine Sorge zu haben, eine bestimmte Ebene oder einen bestimmten Zustand der Gelassenheit zu erreichen. Dies wird sich mit der Zeit ganz von selbst einstellen. Das Ziel der Praxis ist nur zu praktizieren. Es ist gut am Anfang und gut am Ende. Zazen ist Zazen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich möchte gern jeden Tag Zazen sitzen, aber ich habe einen anstrengenden Beruf und eine Familie, so dass ich normalerweise von morgens bis in die Nacht hinein tätig bin. Es erscheint mir nicht möglich zu sein, regelmäßig zu praktizieren. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeit für die Praxis von Zazen zu finden ist meist eine Frage der Organisation und Veränderung der Prioritäten im Leben. Allerdings haben wir alle unsere speziellen Probleme und unsere besonderen Anforderungen. Wir müssen daher Lösungen finden, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Ich denke, dass wir normalerweise einen Weg finden können zu praktizieren, selbst wenn wir sehr beschäftigt sind, wenn wir nur den ehrlichen Wunsch haben, dies zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wenn wir zu beschäftigt sind, jeden Tag zu praktizieren, gibt es vielleicht andere Übungen, die wir stattdessen im täglichen Leben tun können, die dieselbe Wirkung wie Zazen haben. Sollten wir zum Beispiel versuchen, mit geradem Rücken zu sitzen, wenn wir arbeiten? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die richtige Haltung ist bei all unseren Aktivitäten sehr wichtig. Wenn Sie erschöpft sind und sich abgespannt fühlen, strecken Sie Ihren Rücken und richten Sie ihn gerade auf. Meist hat dies schon eine gute Wirkung auf Ihre geistige und körperliche Situation. Wir sollten jedoch nicht auf einer solchen Haltung beharren, wenn sie unsere Aktivitäten und unsere Arbeit stört oder unmöglich macht. Wenn Sie zum Beispiel zu sehr mit Ihrem Rücken beschäftigt sind, während Sie Gemüse für die Mahlzeit zubereiten, schneiden Sie sich vielleicht in den Finger, weil Sie nicht aufpassen. Alles, was Sie tun, tun Sie es mit ganzem Herzen. Dies ist eine gute Praxis, eine Art von Zazen. Aber dies zu lernen ist natürlich recht schwierig. Deswegen müssen wir Zazen praktizieren. Es gibt wirklich keinen Ersatz für Zazen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Aber wenn es wirklich zu schwierig ist .. . &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Situation ist sehr einfach, wirklich. Wenn sie schwierig ist, solltest du praktizieren. Wenn das unmöglich ist, geht es halt nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich finde es schwierig, die Beziehung zwischen Zazen und dem täglichen Leben zu verstehen. Wenn wir praktizieren müssen, um in ein natürliches Gleichgewicht zu gelangen, scheint es mir, als ob wir ununterbrochen praktizieren müssten, um dies aufrecht zu erhalten. Verschwindet der Zustand des Zazen nicht sofort, wenn wir die Praxis beenden? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, es setzt sich eine Zeit lang fort und verändert unser alltägliches Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Warum? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil der Zustand in Zazen keine künstlicher ist, den wir auf dem Kissen erst herstellen müssten. Es ist, wie ich schon häufiger sagte, unser natürlicher Zustand, unser ursprünglicher Zustand. Wenn wir daher in Zazen in unser ursprüngliches Gleichgewicht zurückkehren, wird dies danach eine Zeit lang weiter anhalten, auch wenn die Praxis selbst schon vorbei ist. Dieses Gleichgewicht bleibt mit uns verbunden und folgt uns auf natürliche Weise. Meister Dogen verglich dies mit dem Läuten einer Glocke: Wenn wir die Glocke läuten, setzt sich der Klang noch eine ganze Weile fort. Die Schwingungen der Übungspraxis tragen uns durch die danach folgende Zeit, und wir können daher fortlaufend im natürlichen Gleichgewicht leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Mein Problem ist, dass ich manchmal sehr schläfrig werde, während ich Zazen praktiziere. Was soll ich tun? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du solltest aufwachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Vielleicht ist mein Problem ähnlich, aber ich fühle mich nicht schläfrig in Zazen, sondern ich fühle mich nur unwohl. Ich finde es wirklich sehr langweilig, 45 Minuten still zu sitzen und auf die Wand zu starren. Es ist sehr schwer für mich, mit dieser Langeweile fertig zu werden. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Problem der Langeweile ist sehr interessant. Diese moderne Welt, in der wir leben, schätzt Abwechslung außerordentlich hoch. Die Menschen suchen immer nach Intensität, Dramen, Interessantem und Neuem. Wir suchen nach Abwechslung und Spannung im Bereich des Denkens und der körperlichen Freuden und wir werden unruhig in Situationen, die keine speziellen Anreize bieten, es fehlt dann der gedankliche oder sinnliche Kick. Dies ist unsere moderne Orientierung, unser Verhalten oder unsere Sichtweise. Wenn wir daher unsere ersten Erfahrungen im Zazen machen, ist es natürlich, dass wir das vielleicht langweilig finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht können wir uns eine Zeit lang selbst unterhalten mit unseren Gedanken, Bildern oder mentalen Fantasien, danach beschäftigt uns wahrscheinlich das Problem unserer Schmerzen in den Beinen und in unserem Rücken. Aber früher oder später werden wir der Langeweile begegnen. Ich glaube, diese Begegnung mit der Langeweile ist sehr wichtig, denn in gewissem Sinne ist das Leben selbst ja langweilig. Aber die Langeweile verschwindet nach einer Zeit und macht einer inneren Ruhe und Gelassenheit Platz, und was vorher langweilig war, wird dann immer lebendiger und spannender.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gautama Buddha lehrte uns, dass das Leben Handeln ist. Es ist vor allem nur handeln, handeln, handeln, eine Handlung nach der anderen. Die Handlungen bestehen darin, morgens aufzustehen, sich zu waschen und das Frühstück zu essen. Das Leben ist Essen, Schlafen und das Waschen unserer Kleidung. Solche Handlungen haben keinen Unterhaltungswert. Sie sind sehr einfach, wiederholen sich immer und erscheinen vielleicht monoton. Und es scheint ermüdend zu sein, immer dieselben Dinge zu tun, Tag für Tag, Jahr für Jahr, aber, ob ermüdend oder nicht, solche Aktivitäten sind die Grundlage des Lebens. Das ist das buddhistische Verständnis, die buddhistische Sichtweise und Orientierung. Buddha-Dharma sagt, dass das Leben Essen, Schlafen und das Waschen der Kleidung ist. Essen, Schlafen und das Waschen der Kleidung sind die Essenz des Lebens in der wirklichen Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir daher die wirkliche Welt kennen lernen wollen, müssen wir sie so sehen, wie sie ist. Wir müssen lernen, die einfachen und scheinbar ermüdenden Handlungen zu schätzen, die die wirkliche Grundlage des Lebens, unserer Kultur und unserer Zivilisation sind. Eine solche Sichtweise ist das Gegenteil zu der üblichen Sichtweise der heutigen Zeit. Um diese Sichtweise zu erlangen, müssen wir eine radikale Änderung, um nicht zu sagen eine Revolution in unserem Körper und Geist vollziehen. Eine solche Revolution kann vor allem durch die Praxis des Zazen erreicht werden. Zazen kann uns den Wert der scheinbar langweiligen Aktivitäten lehren. Zazen kann uns lehren, die einfachen Handlungen, die die Grundlage des Lebens sind, zu schätzen und Freude daran zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir Zazen praktizieren, können wir sowohl die Langeweile als auch die aufgeregte Spannung hinter uns lassen. Zunächst hängen wir vermutlich an unseren bisherigen Denkmustern. Wir suchen wahrscheinlich spannende Dinge, selbst beim einfachen Tun des Sitzens, aber nach einer gewissen Zeit werden wir diese sogenannten aufregenden Dinge und die Langeweile vergessen. Dann werden wir entdecken, dass Zazen überhaupt nicht langweilig ist, sondern das Leben selbst. Bei dieser einfachen Entdeckung können wir die wahre Bedeutung des Lebens finden. Wir können erkennen, was zu tun ist und was nicht zu tun ist, und zwar ganz klar. Wir können das tun, was getan werden muss, und das vermeiden, was nicht getan werden sollte. Wir können ein neues Leben beginnen, ein Leben des buddhistischen Handelns. Dann werden wir viel mehr Freude im Leben haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Sie daher Zazen langweilig finden, ist es möglich, dass Sie das Herz des Buddhismus selbst berühren und dies ist ein gutes Zeichen. Laufen Sie nicht davon weg. Begegnen Sie ihm direkt. Werden Sie ein Freund der Langeweile und haben Sie Freude an der Langeweile. Wenn Sie den Wert der Langeweile entdecken können, werden Sie den Wert des Zazen finden. Dann wird sich Ihr ganzes Leben ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wird die Revolution, von der Sie sprechen, uns notwendigerweise bewusst, wenn sie stattgefunden hat? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir müssen diese Revolution nicht unbedingt bewusst erkennen. Zazen zu praktizieren ist diese Revolution selbst. Zazen zu praktizieren bedeutet, auf Zazen zu vertrauen. Zazen zu praktizieren ist das sichtbare Zeichen, dass diese Revolution bereits stattgefunden hat. Aber es ist nicht der eine große Wurf. Wir müssen fortfahren, Zazen jeden Tag zu praktizieren. Indem wir dies jeden Tag tun, halten wir die Revolution und die gute Entwicklung in unserem Körper und Geist in Gang. Es ist dann klar, dass wir in einer neuen Welt leben, dies ist Welt des buddhistischen Handelns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sie sagten, dass Zazen zu praktizieren bedeutet, dass man auf Zazen vertraut. Ist es notwendig, an den Buddhismus zu glauben, um Zazen zu praktizieren? Können wir einfach Zazen praktizieren, ohne dass wir irgendetwas mit Glauben zu tun haben? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir denken normalerweise, dass der Glaube eine Sache des Geistes ist und eine Sache des Denkens. Aber ich meine, dass Glauben und Vertrauen mehr als eine Angelegenheit des Denkens ist. Es ist etwas, das wir tun. Es ist aufs engste mit unserem Handeln verbunden. Daher bedeutet das Praktizieren von Zazen bereits, dass wir auf Zazen vertrauen. Wenn Sie Zazen praktizieren wollen, sind Sie bereits Buddhist. Wenn Sie nicht Zazen praktizieren wollen, sind Sie noch kein Buddhist. Unser Handeln und unser Verhalten lehren uns, an was wir wirklich glauben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-9110134540455431482?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/9110134540455431482/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=9110134540455431482' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/9110134540455431482'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/9110134540455431482'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/06/begegnung-mit-dem-wahren-drachen-teil-2.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-800234528016215857</id><published>2008-06-25T15:07:00.004+02:00</published><updated>2008-06-28T21:58:39.374+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Begegnung mit dem wahren Drachen&lt;/span&gt; &lt;span style="font-size:130%;"&gt;(Teil 1) &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Aus dem gleichnamigen Buch, erscheint demnächst&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;Unter seinen vielen Werken von Meister Dogen ist vielleicht im &lt;em&gt;Fukan Zazengi&lt;/em&gt; die genaueste Erklärung der buddhistischen Praxis enthalten. Es war sein erstes Werk, nachdem er von China nach Japan zurückgekehrt war, und es enthält den Kern seines praktischen als auch theoretischen Verständnisses des Zazen. Während seiner Lehrtätigkeit in Japan überarbeitete Meister Dogen &lt;em&gt;Fukan Zazengi&lt;/em&gt; viele Male und schließlich verfasste er die populäre Ausgabe, die heute bekannt ist. In der folgenden Übersetzung werden Sie hoffentlich die wahre Bedeutung des Zazen und den wahren Geist der Lehren von Meister Dogen finden. Ich hoffe, dass diese Worte Sie motivieren werden, den wahren Geist in Ihrem eigenen Leben zu finden.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;FUKAN ZAZENGI – RUFUBON&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Allgemeine Richtlinien für Zazen, populäre Ausgabe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wenn wir jetzt nach der Wahrheit fragen, [ist die Antwort, dass] sie grundsätzlich überall gegenwärtig ist. Weshalb sollten wir dann auf die Übungspraxis und die Erfahrung angewiesen sein? Das grundlegende Fahrzeug [zur Verwirklichung] existiert aus sich selbst heraus. Warum sollten wir daher große Anstrengungen darauf verwenden? Die ganze Wirklichkeit geht weit über den Staub und Schmutz [der Welt] hinaus. Wer könnte an ein Mittel glauben, sie zu reinigen? Grundsätzlich sind wir nie von unserem Ziel entfernt. Welchen Nutzen hätte da auch nur die geringste Übungspraxis?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;Und doch, wenn es nur die kleinste [Vorstellung einer] Trennung gibt, ist [die Wahrheit] so weit entfernt wie der Himmel von der Erde. Wenn nur die geringste Gegensätzlichkeit aufkommt, verliert sich der Geist in der Verwirrung. Jemand mag stolz auf sein Verständnis sein, er mag Großes verwirklicht, die Wahrheit erlangt und den Geist geklärt haben, aber selbst wenn er mit seinem Willen bis an den Himmel stößt, hat er den kraftvollen Weg [der Befreiung], der über den Körper hinausgeht, nahezu verloren, solange es ihm noch gefällt sich im Bereich des Denkens und der Begriffe zu bewegen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im ersten Absatz bestätigt Meister Dogen die grundsätzlich positive und optimistische Einstellung der buddhistischen Lehre zum Menschen und zur Welt. Die Wahrheit ist überall, alle Dinge und alle Menschen sind Teil dieser vollkommenen Welt, des vollkommenen Universums, des vollkommenen Dharma. Daher leben wir immer im Zustand der Vollkommenheit.&lt;br /&gt;Aber Meister Dogen warnt uns: Es gibt einen Unterschied zwischen der Welt der buddhistischen Lehre und der wirklichen Welt, wie wir sie tatsächlich erfahren. In unserem täglichen Leben begegnen wir vielen verwirrenden und widersprüchlichen Situationen, und es ist dann schwierig, mit Vertrauen und Klarheit zu handeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir zögern vielleicht, handeln zu schnell oder zu langsam. Wir geraten dann aus dem Takt des Gesetzes des Universums und alle unsere Anstrengungen scheinen nur die Abtrennung von der harmonischen und ausgewogenen Welt der Wahrheit zu verstärken und unüberwindlicher zu machen. In einer solchen Situation ist die dualistische Wahrnehmung des Verstandes nur von geringem Wert. In der Tat führt unsere Tendenz als Menschen, zu unterteilen, zu kategorisieren und in allen Situationen zwischen gut und schlecht zu unterscheiden, dazu, dass wir immer mehr in Verwirrung geraten und unfähig sind, zu handeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Menschen sind sich dieser Tatsache nicht bewusst. Sie können den Unterschied zwischen Theorie und Wirklichkeit nicht erkennen, zwischen Denken und Handeln. Diese Verwirrung führt sie vielleicht zu großen Illusionen und Hirngespinsten, z. B. dem Glauben, dass sie Erleuchtung erlangt haben. Weil sie nicht zwischen Theorie und wirklicher Welt unterscheiden, denken sie, dass Erleuchtung eine Sache des Wissens und Verstehens ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie verstehen vielleicht die buddhistische Lehre oder sie glauben, dass sie sie verstanden haben. Aber tatsächlich sind sie ganz im Bereich des Denkens und der Fantasie eingesperrt: Nur ihr Kopf sucht nach der Wahrheit, nicht aber der ganze Mensch. Solche Menschen wissen nichts über das Reich der großen Wahrheit, die den ganzen Körper und Geist umfasst. Sie wissen nichts von der großartigen Welt des Handelns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dies trifft selbst auf den großen Weisen vom Jeta-Hain zu. Noch [heute] können wir die Spuren der sechs Jahre erkennen, in denen er aufrecht [in Zazen] saß. Und wir hören noch die Geschichte [von Bodhidharma], der neun Jahre vor der Wand saß und im Shôrin-Kloster das Siegel des [Buddha-]Geistes weitergab. Wie könnten wir Menschen heute in unseren Anstrengungen nachlassen, wenn sogar die alten Meister so gehandelt haben? Deshalb solltet ihr aufhören, nach Erklärungen zu suchen, die Schriften zu studieren und Wörtern nachzulaufen. Lernt vielmehr, einen Schritt zurückzutreten, lenkt das Licht [eures Selbst nach Innen] und lasst es sich [dort] widerspiegeln. Dann werden Körper und Geist von selbst abfallen, und euer ursprüngliches Gesicht wird sich direkt offenbaren. Wenn ihr dies erlangen wollt, praktiziert es sofort.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Gautama Buddha und Meister &lt;em&gt;Bodhidharma &lt;/em&gt;praktizierten Zazen und daher sollten wir ihrem Beispiel folgen. Wir müssen aufhören, zu versuchen, die Wahrheit allein durch Denken, verstandesmäßige Anstrengungen und Grübeln zu erreichen, denn das ist nicht möglich. Wir müssen in der Tat in die entgegengesetzte Richtung gehen. Meister Dogen glaubte, dass uns unsere Anstrengungen im Leben in zwei Richtungen führen können. Normalerweise erkennen wir nur eine Richtung als die für uns positive Alternative.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir möchten Fortschritte machen, vorwärts gehen, mehr bekommen und mehr wissen, immer weiter und immer weiter. Aber Meister Dogen ging davon aus, dass wir die Richtung unseres Lebens ändern müssen, um die umfassende Wahrheit zu finden. Wir müssen zuerst einen Schritt zurücktreten. Wenn wir Zazen praktizieren, gehen wir zurück zu einem einfachen und ursprünglichen Zustand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Zazen hören wir auf, irgendetwas bekommen zu wollen, an irgendetwas festzuhalten oder irgendetwas haben zu wollen. In Zazen können wir alles loslassen, und wenn wir alles losgelassen haben, sitzen wir einfach. Dann erscheint unser ursprüngliches Gesicht. Wir zeigen uns uns selbst. Wir sind in unserem eigenen spiegelnden Licht gebadet. Dies ist eine Erfahrung, die nicht mit Worten beschrieben werden kann. Der Zustand des Zazen ist letztlich unfassbar. Um diesen unfassbaren Zustand zu erreichen, müssen wir es einfach tun. Wie können wir es tun? Meister Dogen gibt hierzu sehr genaue Anweisungen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Für die Übungspraxis des [Za-]Zen ist ein ruhiger Raum geeignet. Esst und trinkt nicht zu viel. Gebt alle Bindungen auf und ruht euch von den Pflichten des Alltags aus. Denkt nicht an Gut und Böse oder an Falsch und Richtig. Hört auf, über die Dinge nachzudenken, und lasst alle Begriffe und Vorstellungen los. Versucht nicht, Buddha zu werden! Wie könntet ihr [Zazen] mit dem [gewöhnlichen] Sitzen oder Liegen vergleichen?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;In der Regel breitet man eine feste Matte aus, wo man sitzen will, und legt auf die Matte ein rundes Sitzkissen. Man kann entweder den vollen oder den halben Lotossitz einnehmen. Im vollen Lotossitz legt man zuerst den rechten Fuß auf den linken Oberschenkel und dann den linken Fuß auf den rechten Oberschenkel. Im halben Lotossitz legt man nur den linken Fuß auf den rechten Oberschenkel.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Kleider und Gürtel sollen locker und doch wohl geordnet sein. Danach legt man den rechten Handrücken auf den linken Fuß und dann die linke Hand in die rechte Handfläche. Die beiden Daumenspitzen berühren sich. Haltet dann den Körper aufrecht und sitzt gerade so, dass ihr weder nach rechts noch nach links und weder nach vorn noch nach hinten geneigt seid. Es ist wichtig, dass Ohr und Schulter sowie Nase und Nabel eine gerade senkrechte Linie bilden. Die Zunge sollte den oberen Gaumen berühren. Sowohl die Lippen als auch die Zähne liegen an- und aufeinander. Die Augen solltet ihr immer ein wenig offen halten. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Atmet leise durch die Nase ein und aus. Wenn sich der Körper in der richtigen Position befindet, atmet einmal tief aus und pendelt zu Anfang nach links und rechts. Wenn ihr dann still und unbeweglich sitzt, »denkt aus dem Grund des Nicht-Denkens«. »Wie kann man aus dem Grund des Nicht-Denkens denken? Es ist nicht [wie das gewöhnliche] Denken.« Dies ist die wesentliche Kunst des Zazen. In Zazen zu sitzen bedeutet nicht, Zen-Konzentration zu erlernen. Es ist einzig das Dharma-Tor des Friedens und der Freude. Es ist die Praxis und Erfahrung, in der das Erwachen vollkommen verwirklicht wird.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Zazen sollten wir nicht denken und sollten wir nicht fühlen. Wir sitzen einfach. Wir sitzen mit Ehrlichkeit, mit dem ganzen Körper und Geist. Sitzen ist kein Denken und kein Nicht-Denken. Es ist etwas, das Denken und Fühlen überschreitet und überflüssig macht. Dieses Etwas ist das Handeln in Zazen. Es ist etwas anderes als Denken. Dies ist das Geheimnis des Zazen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die kosmische Ordnung verwirklicht sich [beim Zazen] unmittelbar, ohne das geringste Hindernis und ohne die geringste Einschränkung. Wenn ihr dies wirklich erfasst, werdet ihr wie die Drachen in ihrem Gewässer und wie die Tiger auf ihrem Berg sein. Ihr müsst vor allem wissen, dass Unklarheit und Zerstreuung sofort verschwinden, wenn sich die wahre Wirklichkeit auf natürliche Weise vor euch offenbart. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Asien sind Drachen und Tiger Symbole der Kraft und der Würde. Aber sie können ihre Kraft nur in ihrer natürlichen Umgebung entfalten. Drachen erhalten ihre Kraft aus dem Wasser. Ein Tiger, der im Schatten des Berges steht, ist stolz und unbesiegbar. Wenn wir Zazen praktizieren, erhalten wir die Kraft und Würde unseres natürlichen Zustandes. Wir werden stark und wir sind bereit, zu handeln oder nicht zu handeln, wie es die Lage erfordert. In einem solchen Zustand verschwinden die unausgewogenen Bedingungen von Körper und Geist, die dazu führen, dass wir entweder zu passiv oder zu aggressiv und verwirrt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wenn ihr euch nach dem Sitzen erhebt, bewegt den Körper langsam und steht ruhig auf. Seid ohne Hast. Seit längst vergangenen Zeiten haben sich die Alten der Kraft dieser Praxis anvertraut. Sie gingen weit über »Gewöhnliches« und »Heiliges« hinaus und starben, während sie saßen oder standen. Außerdem könnt ihr nicht mit dem Denken und Unterscheiden erfassen, wie sich das Erwachen in einem Augenblick durch das stumme Hochhalten eines Fingers, durch [das Fallen] eines Mastes, einer Nadel oder [durch das Lehren des Dharmas] mit Hilfe eines Holzblockes ereignet. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dasselbe gilt für die Erfahrung des Einklangs [mit Buddha] durch das Hochhalten eines Hossu, einer Faust, eines Stocks oder [durch das Ausstoßen] eines Schreis. Wie könntet ihr dies durch die Praxis und Erfahrung wunderbarer Kräfte verstehen? Das würdevolle Verhalten [der Meister] mag jenseits von Klang und Form sein. Wie könnte es nicht ganz andere Maßstäbe geben, die vor dem [unterscheidenden] Wissen und der Wahrnehmung existieren? Deshalb solltet ihr nicht sagen, dass Wissen hervorragend und Dummheit minderwertig sei, und nicht zwischen intelligenten und beschränkten Menschen unterscheiden. Vielmehr solltet ihr eure Anstrengungen einzig [auf Zazen] richten, denn dies ist wirklich das Bemühen um die Wahrheit. Diese Praxis und Erfahrung ist auf natürliche Weise rein, und euer Tun wird ausgeglichen und stetig sein.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die buddhistischen Meister haben durch die Praxis des Zazen jene Kräfte wieder erlangt, die eigentlich die ursprüngliche Natur aller menschlichen Lebewesen sind. Davon ist die Überwindung des Unklaren und Relativen die wichtigste Kraft, also die Rückkehr zu einem Handeln, das jenseits der dualistischen Wahrnehmungen und Erklärungen der Wirklichkeit ist. Dies ist Buddha-Handeln, die Einheit mit der wirklichen Welt. Als die großen Meister der Vergangenheit dies erreicht hatten, wurden alle ihre Handlungen der einfache direkte Ausdruck der Wahrheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oft haben sie die Wahrheit in eigenartiger Weise zum Ausdruck gebracht. Meister Gutei streckte z. B. immer einen Finger hoch, wenn er gebeten wurde, das Unerklärbare zu erklären. Der Bodhisattva Manjusri schlug mit einem kleinen Holzhammer auf einen Holzblock und rief: „&lt;em&gt;Dies ist die Wahrheit&lt;/em&gt;." Andere Meister benutzten einen &lt;em&gt;Hossu&lt;/em&gt; (einen Stab mit einem Pferdebusch für Zeremonien), sie benutzten ihre Faust oder stießen plötzlich einen Schrei aus, um die Wahrheit, die hier und jetzt existiert, auszudrücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Umstände, unter denen dieses Handeln geschah und die Fähigkeiten die Meister, eins mit den Umständen zu werden und sie doch zu überschreiten, wird für uns immer ein Geheimnis bleiben, bis wir denselben Zustand erlangt haben. Um dies zu tun, müssen wir nur Zazen praktizieren. Wenn wir ehrlich und aufrichtig in Zazen sitzen, können wir die Wahrheit sofort verwirklichen. Aufrichtig im Augenblick zu handeln ist die Überwindung der Dualität. Daher sind Praxis und Erfahrung oder Praxis und Erleuchtung eine Einheit. Es kann keine Trennung von Praxis und Erfahrung geben, wenn wir mit ganzem Herzen im Gegenwärtigen Augenblick handeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Im Allgemeinen haben [die Vorfahren im Dharma] dieser Welt und anderer Sphären, sowohl in Indien als auch in China, gleichermaßen die Buddha-Haltung bewahrt und legten ihren Schwerpunkt einzig auf diese Tradition unserer Schule. Sie haben allein das Sitzen praktiziert und wurden von der Stille angezogen. Deshalb solltet ihr ausschließlich Zazen üben und euch um die Wahrheit bemühen, selbst wenn es [in dieser Welt] unendlich viele Unterscheidungen und Verschiedenheiten gibt. Weshalb solltet ihr euren Sitz im eigenen Haus ablehnen, um ziellos in den staubigen Gegenden fremder Länder umherzuirren? Wenn ihr einen einzigen falschen Schritt tut, geht der jetzige Augenblick an euch vorbei.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Worte „&lt;em&gt;ziellos in den staubigen Gegenden fremder Länder umherzuirren&lt;/em&gt;“ beziehen sich auf eine berühmte Geschichte im &lt;em&gt;Lotus-Sutra&lt;/em&gt;. Sie handelt von dem Sohn eines reichen Mannes, der außerhalb seines Vaterlandes völlig verarmt umherzog und seine wahre Identität und seine großen Möglichkeiten und Chancen gar nicht kannte. Eines Tages wollte es der Zufall, dass er in sein Heimatland zurückkam. Als der reiche Mann den Jungen sah, wusste er sofort, dass dies sein lange vermisster Sohn war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber er wagte es nicht, sich dem Jungen direkt zu nähern, weil er fürchtete, dass dieser erschrecken und dann wieder aus dem Land fliehen würde. Daher stellte er seinen Sohn als einen normalen einfachen Arbeiter ein und unterstütze und förderte ihn schrittweise mit immer schwierigeren Aufgaben, bis er schließlich sein Stellvertreter wurde. Jetzt hatte der Sohn seinen normalen Zustand erreicht. Er hatte seinen natürlichen Geisteszustand wiedererlangt und daher erzählte der reiche Mann ihm, dass er sein Sohn sei, weil er nicht mehr befürchten musste, ihn wieder zu verlieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sinn dieser Geschichte liegt darin, dass alle Menschen die Buddhanatur haben, aber sie sind sich dieser Tatsache meist nicht bewusst. Sie wandern in weit entfernten Ländern der Illusionen herum, so dass sie ihr eigenes Land nicht wieder erkennen, obgleich sie in jedem Augenblick mitten darin leben. Wenn wir Zazen praktizieren, können wir direkt in unser Heimatland zurückkehren. Wir erkennen diese Tatsache vielleicht nicht sofort, aber wenn wir mit unseren Anstrengungen für längere Zeit fortfahren, werden wir eines Tages sicher erkennen, dass wir bereits zu Hause sind. Wir werden entdecken, dass wir in der Tat die Buddhanatur haben, dass die Buddhanatur hier und jetzt an diesem Ort der Übungspraxis existiert, wo immer dieser auch sein mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Habt ihr nicht euren menschlichen Körper als das wesentliche [Werkzeug] empfangen? Verschwendet nicht eure Zeit! Bewahrt und behütet den Kern der Buddha-Wahrheit. Wer wollte da flüchtige Freuden genießen, die wie Funken vom Feuerstein springen? Nicht nur das, euer Körper wie ein Tautropfen auf einem Grashalm ist. Das Leben gleicht einem aufblitzenden Lichtstrahl. Plötzlich ist es verschwunden und verloren in einem Augenblick. Deshalb bitte ich euch, edle Gefährten, die ihr [die Wahrheit] durch die Erfahrung erforscht: Erschreckt nicht vor dem wahren Drachen, weil ihr euch an seine Abbilder gewöhnt habt. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Richtet eure Anstrengungen auf den Weg, der direkt zugänglich und unkompliziert ist. Verehrt die Menschen, die aufgehört haben, (nur) zu studieren und die nichts mehr suchen (, weil sie alles haben). Lebt im Einklang mit der Wahrheit der Buddhas und werdet wahrhaftige Nachfolger des Samâdhi der großen Meister. Wenn ihr dies lange genug praktiziert, werdet ihr es sicherlich selbst (erlangen). Dann wird sich die Schatzkammer des Dharma auf natürliche Weise öffnen, und ihr werdet [seine Schätze]empfangen und benutzen können, so wie es euch gefällt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Hier endet das &lt;em&gt;Fukan Zazengi&lt;/em&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-800234528016215857?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/800234528016215857/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=800234528016215857' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/800234528016215857'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/800234528016215857'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/06/dem-wahren-drachen-begegnen-teil-1-aus.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-8884320553455826105</id><published>2008-06-10T10:15:00.003+02:00</published><updated>2008-06-10T10:24:45.167+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Nichts Falsches tun und die buddhistischen Gelöbnisse (Teil 2)&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fragen und Antworten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Bei mir gibt es immer noch Unklarheiten über die Beziehung zwischen den Gelöbnissen und dem wirklichen Leben. Wenn wir uns nicht im gegenwärtigen Augenblick auf die Gelöbnisse stützen, wie können wir dann überhaupt hoffen, die Gelöbnisse einzuhalten?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fürchte, wir können das nicht. Die Gelöbnisse vollständig einzuhalten ist eine hoffnungslose Angelegenheit. Je strenger wir das versuchen, desto schwieriger wird es. Gautama Buddha, Meister Dogen und die großen alten Meister haben alle den Versuch aufgegeben, die Gelöbnisse absolut und vollständig einzuhalten. Dies klingt wirklich seltsam, aber es ist wahr. Sie fanden nämlich, dass sie die Gelöbnisse nicht durch ihre bewussten Bemühungen befolgen konnten und sie gingen das Problem daher aus einer ganz anderen Richtung an: Sie fanden, dass ihr Leben einfach und klar wurde, wenn sie jeden Tag Zazen praktizierten. Sie fanden in der Tat, dass es dann sogar unmöglich ist, die Gelöbnisse nicht zu befolgen. Sie haben die Gelöbnisse gewissermaßen indirekt durch die Übungspraxis des Zazen eingehalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In unserem Leben müssen wir Augenblick für Augenblick Entscheidungen treffen. Sie sind also unmittelbar und daher abhängig von dem Zustand unseres Körpers und Geistes im Gegenwärtigen Augenblick und von der Umgebung. Wenn unser Körper und Geist im Gleichgewicht und in der richtigen Haltung sind, spiegeln unsere Handlungen dies wider. Wenn wir selbst „richtig“ und im Gleichgewicht sind, sind unsere Handlungen ebenfalls richtig. Daher ist der einzige Weg, die Gelöbnisse einzuhalten, unseren Körper und Geist durch die Übungspraxis des Zazen zu verändern. Wenn wir Zazen praktizieren, kommt unsere ursprüngliche Natur zum Vorschein – unsere Buddhanatur. Wir sind dann in jedem Augenblick in Harmonie mit dem Universum. In einem solchen Zustand ist es für uns dann unmöglich, die Gelöbnisse zu brechen. Wenn wir Zazen praktizieren, werden wir zu einem Menschen, der die Gelöbnisse überhaupt nicht missachten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sie haben erwähnt, dass die moralische Ordnung in den meisten Religionen auf dem Wort Gottes beruht. Was ist die Grundlage der buddhistischen Moral?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Grundlage der buddhistischen Moral ist die Wirklichkeit selbst. Dies ist die Ordnung des Universums und es sind die Tatsachen des Lebens, mit denen wir in jedem Augenblick zu tun haben. Für einen Buddhisten ist es das Wichtigste, diese Tatsachen sehr klar und genau zu sehen. Es geht darum, die reale Situation so zu erkennen, wie sie wirklich ist. Die buddhistische Moral ist dort, in dieser Situation selbst enthalten. Mit anderen Worten hat die buddhistische Moral keine andere Grundlage als die buddhistische Moral selbst. Um das zu verstehen, müssen wir erkennen, dass Moral kein theoretisches oder intellektuelles Problem ist. Moral ist vor allem ein praktisches Problem des Handelns, ein wirkliches Problem. Es ist das Problem, was wir hier und jetzt tun, und die Antwort ist in dieser Situation selbst enthalten. Dies ist eine Tatsache und Tatsachen sind die Grundlage der buddhistischen Moral.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;In einem früheren Vortrag sagten Sie, dass es das Eingangstor zum buddhistischen Leben ist, wenn man die Gelöbnisse empfängt. Was bedeutet es, die Gelöbnisse zu empfangen?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gelöbnisse zu empfangen bedeutet: die formale Bestätigung unseres Willens, den buddhistischen Lehren zu folgen und unsere klare Entscheidung, Buddhist zu werden. Wir „empfangen“ dabei diese Gelöbnisse von unserem Meister in einer besonderen Zeremonie, um diese Entscheidung sichtbar zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Könnten Sie die Zeremonie beschreiben?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, es ist eine einfache Zeremonie. Zu Anfang sagen diejenigen, die die Gelöbnisse empfangen, dass die Natur des Lebens sich dauernd verändert und dass sie die großen Gelöbnisse des Gautama Buddhas empfangen wollen. Dann spricht der Meister jedes Gelöbnis laut vor und fragt den Schüler, ob er es einhalten kann. Der Meister fragt dieselbe Frage dreimal und der Schüler muss jedesmal antworten: „Ja, ich kann.“ Wenn die Gelöbnisse so übertragen worden sind, sitzt der Schüler als Empfänger dieser Gelöbnisse auf dem Platz des Meisters und der Meister lobt ihn, dass er die Gelöbnisse empfangen hat, und sagt, dass jene, die die Gelöbnisse empfangen haben, unmittelbar den Zustand von Gautama Buddha erlangen. Sie stehen dann auf derselben Ebene wie Buddha. Sie sind dann Söhne und Töchter von Gautama Buddha. So werden die Empfänger der Gelöbnisse Buddhisten und Schüler des Meisters.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist also eine einfache Zeremonie, aber ich glaube, dass sie sehr wichtig ist. Unser Leben erhält seine Form durch unsere Handlungen. Wenn wir entscheiden, den buddhistischen Lehren zu folgen, sollten wir diese Entscheidung formal bekräftigen, und die Zeremonie erfüllt genau diesen Zweck. Sie lässt unsere Entscheidung Wirklichkeit werden und gibt eine bestimmte Kraft und Energie, die uns sonst fehlen würde. Aufrichtige Buddhisten im Geist zu sein, ist gut, aber es ist natürlich nötig, dass wir diese Aufrichtigkeit in unserem Verhalten und Handeln verwirklichen und nicht nur im Geist. Buddhismus ist nicht nur eine Theorie, sondern etwas Wirkliches, etwas Aktives. Wenn wir daher den Buddha-Dharma studieren wollen, müssen wir etwas tun, denn Theorie allein reicht nicht. Zazen zu praktizieren ist genau dieses Tun. Die Gelöbnisse zu empfangen, ist ebenfalls ein solches Tun. Durch diese Handlungen können wir die buddhistische Wahrheit erkennen und verwirklichen. Durch solches Handeln können wir wirkliche Buddhisten werden. Wenn wir die Gelöbnisse empfangen, können wir ein Leben des klaren Handelns, ein buddhistisches Leben, beginnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich verstehe, dass der Buddhismus eine praktische Einstellung zur Moral und zu den Gelöbnissen hat, aber wenn wir unsere Fähigkeit, die Gelöbnisse einzuhalten, bezweifeln, was sollen wir dann tun? Sollen wir den Buddhismus dann so lange beiseite lassen, bis wir mehr Vertrauen zu uns selbst haben?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir den aufrichtigen Willen und die Motivation haben, die Gelöbnisse einzuhalten, ist es überflüssig, die Frage nach unserer Fähigkeit zu stellen, ob wir dies tun können. Die Gelöbnisse immer im Bewusstsein zu haben ist sehr wichtig, aber sie manchmal nicht einzuhalten, ist keine ewige Sünde. Es ist nur die Folge bestimmter konkreter Situationen in unserem Leben. In unserem langen Leben werden wir vielen solchen Situationen begegnen. Als Buddhisten erkennen wir diese Tatsache ruhig an und gleichzeitig bestätigen wir unsere Absicht, die Gelöbnisse während unseres gesamten Lebens einzuhalten. Dies ist unser Weg. Wir empfangen die Gelöbnisse und bestätigen sie und kennen ihren Wert und ihren Sinn in unserem Leben. Wir schätzen die Gelöbnisse, aber wir haben deswegen keine Ängste. Dies ist die Lehre von Meister Dogen, dies ist unser Weg.  Die Gelöbnisse sind kein Selbstzweck, sondern sie sollen uns beim Handeln und Entscheiden in unserem Leben helfen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-8884320553455826105?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/8884320553455826105/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=8884320553455826105' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/8884320553455826105'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/8884320553455826105'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/06/nichts-falsches-tun-und-die_10.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-1304267184956052948</id><published>2008-06-06T22:25:00.003+02:00</published><updated>2008-06-06T22:40:44.492+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Nichts Falsches tun und die buddhistischen Gelöbnisse (Teil 1)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, wie wir in unserem Leben handeln, ist ein zentrales Problem der Philosophie, Religion und des Lebens selbst. Viele Religionen betrachten Moral als die unbedingte Pflicht, die moralischen Gesetze Gottes einzuhalten. Dann ist Moral eine spirituelle Frage, ein Problem des Bewusstseins und des guten Denkens gegenüber dem schlechten Denken. Der Buddhismus hat ein anderes Verständnis von Moral. Moral ist aus der Sicht eines Buddhisten nicht eine Frage des richtigen Denkens, sondern vor allem des richtigen Handelns. Ob etwas richtig oder falsch ist, wird nicht im Geist entschieden, sondern in der wirklichen Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die buddhistische Haltung gegenüber moralischen Problemen ist daher nicht spirituell oder idealistisch. Sie ist sehr praktisch und bodenständig. Eine solche Einstellung mag manche Menschen verwirren, die glauben, dass die Frage der Moral im Geist gelöst werden muss, aber im Geist hat die Moral keine Wirklichkeit und keine Substanz. Nur in der wirklichen Welt des Handelns kann Moral wirklich sein. Wir mögen zahllose gute und pietätvolle Gedanken hegen, aber wenn unser Handeln nicht richtig ist, ist solches Denken völlig nutzlos. Diese buddhistische Haltung mag ziemlich hart erscheinen, aber ich denke, wir benötigen sie, wenn wir lernen wollen, richtig zu leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meister Dogen drückte die buddhistische Haltung in Bezug auf die Moral auf viele verschiedene Weisen aus. Ein Kapitel des Shobogenzo heißt „&lt;em&gt;Erzeugt kein Unrecht&lt;/em&gt;“. Es fängt mit den Worten an:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;„Ein alter Buddha lehrt: Vielfältiges Unrecht nicht zu erzeugen, die vielen Arten des richtigen Handelns achtungsvoll zu tun, macht das Herz auf natürliche Weise rein, dies lehren alle Buddhas.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Der Schwerpunkt bei diesem Satz ist das Tun und vor allem, kein Unrecht zu tun. Erzeuge daher kein Unrecht, tue Recht. Später in demselben Kapitel gibt es eine Geschichte von einem Mann mit Namen &lt;em&gt;Rakuten Haku&lt;/em&gt;. Er war ein berühmter Dichter, der den Buddhismus unter Meister &lt;em&gt;Choka Dorin&lt;/em&gt; studierte. Eines Tages fragte er den Meister:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„&lt;em&gt;Was ist der große Sinn des Buddha-Dharma?“&lt;/em&gt; Meister &lt;em&gt;Dorin&lt;/em&gt; antwortete:&lt;br /&gt;„&lt;em&gt;Kein Unrecht zu erzeugen und das Rechte zu tun&lt;/em&gt;.“&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Rakuten Haku sagte&lt;/em&gt;, erstaunt über die einfache Antwort:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„&lt;em&gt;Wenn das so ist, kann selbst ein dreijähriges Kind diese Worte sagen.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meister &lt;em&gt;Dorin &lt;/em&gt;antwortete:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;„Selbst wenn ein dreijähriges Kind diese Wahrheit sagen kann, kann ein erfahrener Mann von achtzig Jahren sie nicht vollständig verwirklichen.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier findet man wieder die Betonung auf dem Handeln gegenüber dem Denken und Reden. Aus buddhistischer Sicht ist das Denken darüber, was richtig und falsch ist, etwas vollständig anderes als das richtige oder falsche praktische Handeln. Denken ist nur eine Übung für das Gehirn. Richtig und falsch zu praktizieren ist das Leben selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Haltung ist sehr interessant, wenn wir die buddhistischen Gelöbnisse anschauen. Die Gelöbnisse sind Regeln für das richtige Verhalten und sagen uns, was wir tun sollen und was wir nicht tun sollen. Was halten wir von den Gelöbnissen, wenn Denken und Tun so unterschiedlich sind? Können verstandesmäßige Maßstäbe unser Handeln steuern? Dies ist eine wichtige Frage. Um die buddhistische Antwort zu verstehen, sollten wir zuerst wissen, was die Gelöbnisse sind. Wir sollten sie konkret untersuchen und ihre Praxistauglichkeit für unser tägliches Leben bedenken. Dann werden wir in der Lage sein, das Verhältnis von buddhistischer Moral und den Gelöbnissen zu verstehen, und gleichzeitig finden wir die wahre Bedeutung der Gelöbnisse in unserem Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um die Gelöbnisse zu verstehen, sollten wir uns ihren Ursprung in Indien vergegenwärtigen. Die buddhistische Gemeinde oder &lt;em&gt;Sangha&lt;/em&gt; wuchs und entwickelte sich damals recht schnell. Die einfachen Regeln und Richtlinien, die von &lt;em&gt;Gautama&lt;/em&gt; Buddha angeregt worden waren, mussten erweitert und ergänzt werden, um den wachsenden, verschiedenartigen und z. T. schwierigen Situationen und Problemen der Mitglieder der Gemeinschaft gerecht zu werden. Als es immer mehr Regeln gab, wurde es jedoch zunehmend schwieriger, frei und direkt zu handeln. Jeder Bereich des gemeinschaftlichen Lebens wurde dann durch solche Gesetze geregelt, zum Schluss gab es 250 Regeln für Mönche und 350 für Nonnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese komplizierte Ausgangslage war teilweise Ursache für das Entstehen des &lt;em&gt;Mahayana&lt;/em&gt;-Buddhismus. Viele Priester und Laien fühlten, dass die übertriebene Beachtung der vielen Regeln und Gelöbnisse den ursprünglichen Geist von &lt;em&gt;Gautama&lt;/em&gt; Buddhas Lehren erstickt hatte, und sie wandten sich daher 400 Jahre nach seinem Tod von dem Orden der Älteren ab und gründeten einen neuen Orden. In diesem Orden wurde das Ideal des &lt;em&gt;Bodhisattva&lt;/em&gt; sehr wichtig. Ein Bodhisattva ist ein Mensch, der die Wahrheit des Buddhismus intuitiv und klar erkennt und sich deren Verwirklichung in seinem täglichen Leben widmet und vor allem den anderen hilft. In einem solchen Leben müssen die Regeln für das Verhalten relativ breit angelegt und flexibel gefasst sein, damit sie praktikabel sind und im Alltag in den verschiedensten Situationen angemessen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher wurde die große Anzahl der Regeln und Vorschriften in 16 grundsätzlichen Gelöbnissen zusammengefasst, sie sind auch als die &lt;em&gt;Bodhisattva&lt;/em&gt;-Gelöbnisse bekannt. Dass man diese Gelöbnisse empfängt, ist der Einstieg in das buddhistische Leben und Handeln in der wirklichen Welt.&lt;br /&gt;Die sechzehn Gelöbnisse sind in drei Gruppen eingeteilt: die drei sogenannten Zufluchten, die drei allgemeinen Gelöbnisse und die zehn Grundgelöbnisse. Die drei Zufluchten beziehen sich auf Buddha, &lt;em&gt;Dharma&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Sangha&lt;/em&gt;; Buddha bezieht sich vor allem auf den Menschen Gautama Buddha.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Buddhisten fühlen wir eine große Hingabe zu dem Mann, der die Freiheit, Wirklichkeit und Wahrheit vor ca. 2.500 Jahren erlangte, der diese Wahrheit als Religion entwickelte und der den Menschen die Methode lehrte, dieselbe Freiheit und Wahrheit in ihrem eigenen Leben zu finden. Die Wahrheit wurde seit &lt;em&gt;Gautama&lt;/em&gt; Buddhas Zeit von vielen Menschen verwirklicht. Sie wurden alle Buddha. Sie alle fanden die Wahrheit durch ihr eigenes Bestreben und Handeln. Sie gaben die buddhistischen Lehren durch die Jahrhunderte weiter bis in die heutige Zeit. Wir sind ihnen sehr dankbar. Wenn wir uns selbst Buddha hingeben, geben wir uns allen Buddhas der Vergangenheit, der Gegenwart und jenen, die in Zukunft kommen werden, hin, den Buddhas der drei Zeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hingabe dem &lt;em&gt;Dharma&lt;/em&gt; gegenüber ist Hingabe an das Universum selbst, und das Universum hat seine Ordnung, seine Schönheit und seine Regeln. Als Buddhisten versuchen wir die Ordnung des Universums selbst zu verwirklichen. Wir verpflichten uns dieser Ordnung und wir widmen uns diesen Regeln des Universums. Das ist die Hingabe zum &lt;em&gt;Dharma&lt;/em&gt;, und die Hingabe zum Dharma ist die Grundlage des Buddhismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hingabe zum &lt;em&gt;Sangha&lt;/em&gt; bezieht sich auf die Mönche, Nonnen und Laien des buddhistischen Ordens. Gautama Buddha lehrte uns, unsere Partner im buddhistischen Leben zu ehren. Er lehrte uns Hingabe gegenüber der Gemeinschaft, der Gesellschaft und jenen, die die Wahrheit suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite Gruppe sind die drei allgemeinen Gelöbnisse. Das erste ist die Beachtung der Gesetze der Gesellschaft. Jede Gemeinschaft hat ihre Regeln und Gesetze. Wenn wir den Gesetzen unserer Gesellschaft nicht folgen, wird unser Leben wahrscheinlich durcheinander geraten. Daher sollten wir als Buddhisten die Gesetze der Gesellschaft grundsätzlich achten und befolgen.&lt;br /&gt;Das zweite allgemeine Gelöbnis wird die Achtung des &lt;em&gt;Dharma&lt;/em&gt; genannt. &lt;em&gt;Dharma&lt;/em&gt; ist das Gesetz des Universums. Wenn man die Gesetze des Universums beachtet, bedeutet dies angemessenes Handeln in allen Situationen. Es bedeutet, ganz einfach gesagt, das Richtige zu tun und das Falsche nicht zu tun. Daher kann die Einhaltung des &lt;em&gt;Dharma&lt;/em&gt; auch moralisches Handeln genannt werden. Es gibt viele soziale Regeln, aber wir müssen den Regeln der Moral folgen, welche die soziale Situation überschreiten. Wir müssen einer Moral folgen, die auf dem Gesetz des Universums selbst beruht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das dritte Gelöbnis dieser Gruppe besagt, dass wir für die Rettung aller Lebewesen leben und arbeiten. Der Buddhismus lehrt uns, dass wir Teil des Universums sind, und wir sind daher nicht isoliert, sondern Teil eines großen, gewaltigen lebenden Systems, das sich in allen Teilen des Universums und in allen Wesen widerspiegelt. Dies bedeutet, dass alle Lebewesen im Universum gemeinsame Eigenschaften haben und Teil einer essenziellen Natur sind, die nicht benannt oder definiert werden kann. Wenn wir daher unsere wahre Natur als menschliche Lebewesen verwirklichen wollen, ist es für uns natürlich, für das zu sorgen, was wir mit allen Wesen gemeinsam haben. Es ist also natürlich für uns, für die Rettung aller Lebewesen tätig zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die drei Zufluchten und die allgemeinen Gelöbnisse sind sehr weit und umfassend angelegt, aber vielleicht etwas zu abstrakt. Daher gibt es zehn weitere Grundgelöbnisse. Sie sind enger und verdichtet und haben einen sehr konkreten Inhalt. Es sind die zehn folgenden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;1. Zerstöre kein Leben:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Wir alle sind lebendig. Das Leben durchdringt das ganze Universum und dies ist in einem bestimmten Sinne das Leben selbst. Leben zu zerstören bedeutet also einen Teil des Universums zu zerstören, einen Teil von uns selbst. Wir sollten nicht das zerstören, das ein Teil von uns ist und von dem wir ein Teil sind. Wir sollten kein Leben zerstören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;2. Stehle nicht:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Wir haben unseren eigenen Platz in der Welt, unsere eigene Stellung und unser Eigentum. Wir sollten nicht das nehmen, was jemand anderem und nicht uns gehört, wir sollten nicht stehlen. Wir sollten nur das nehmen, was uns gegeben ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;3. Begehre nicht maßlos:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Wir alle haben Wünsche und Begierden. Wünsche und Begierden sind ein wichtiger Teil unseres Lebens, aber übertriebene und maßlose Begierden sind die Quelle des Unglücks. Sie zerstören unsere Ausgeglichenheit und machen uns im Leben abhängig und unglücklich. Wir sollten daher das Wesen der Wünsche und Begierden erkennen, und wir sollten nicht zulassen, dass sie unser Leben beherrschen. Wir sollten nicht maßlos begehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;4. Lüge nicht:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Wir leben im Universum, und das Universum ist die Wahrheit selbst. Wahrheit und Ehrlichkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Wenn wir nicht ehrlich sind, können wir niemals unsere wahre Situation im Universum finden. Wenn wir daher die Wahrheit finden wollen, müssen wir ehrlich sein. Wir dürfen nicht lügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;5. Verdiene deinen Lebensunterhalt nicht durch den Verkauf von Alkohol:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Alkohol hat die Tendenz, das Gleichgewicht von Körper und Geist zu zerstören. Alkohol an andere zu verkaufen mag die Ursache dafür sein, dass sie ihr Ziel und Gleichgewicht im Leben verlieren. Wir sollten unseren Lebensunterhalt daher nicht mit dem Verkauf von Alkohol, Drogen oder Dingen, die anderen in dieser Welt schaden, verdienen.&lt;br /&gt;Ich habe übrigens einige Zweifel wegen der Korrektheit dieses Gelöbnisses. Ich habe den Eindruck, dass die ursprüngliche Fassung so lautet, dass man keinen Alkohol trinken soll. Als der Buddhismus von Indien in die Länder China und Japan gelangte, wurde dieses Gelöbnis wohl geändert, um den dortigen Bedingungen gerecht zu werden. In den nördlichen Ländern wird Alkohol als wichtige Hilfe angesehen, um in den kalten Wintermonaten zu überleben. Daher glaube ich persönlich, dass es wichtig ist, zu vermeiden, Alkohol überhaupt oder zumindest im Übermaß zu trinken. Aber wir sollten das Gelöbnis trotzdem in der Form beachten, in der es an uns übermittelt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;6. Rede nicht über die Fehler anderer:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Als Buddhist versuchen wir unser Bestes zu tun, ein buddhistisches Leben zu führen. Dabei machen wir aber oft Fehler. Es mag eigenartig klingen, aber unsere Fehler resultieren häufig direkt aus unseren Anstrengungen, unser Bestes zu geben. Dies ist eine einfache Tatsache des Lebens. Wenn wir also Fehler bei anderen sehen, sollten wir sie nicht sofort kritisieren, denn ihre Fehler könnten einfach ein Ergebnis ihrer Anstrengungen in ihrem Leben sein. Wir sollten grundsätzlich nicht über die Fehler anderer reden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;7. Lobe dich nicht selbst und erniedrige nicht andere:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Die moderne Psychologie sagt uns, dass die meisten von uns eine Art von Überlegenheits- oder Minderwertigkeitskomplex haben. Daraus ergibt sich die Tendenz, uns selbst oder andere zu loben und zu erhöhen oder zu kritisieren und zu erniedrigen. Wir sind aber alle menschliche Wesen. Wenn wir diese einfache Tatsache erkennen, ist es unmöglich, andere für ihre Fehler herabzusetzen und zu erniedrigen. Indem wir uns selbst loben, verschwenden wir unnütz Zeit und Energie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;8. Sei nicht geizig, wenn du die buddhistischen Lehren oder andere Dinge weitergibst, sondern gib den anderen reichlich:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Wir haben die Tendenz, mehr haben zu wollen, als wir bereits besitzen. Wir wollen mehr Lehren, wir wollen mehr Dinge. Aber wenn wir unsere Lage klar sehen, erkennen wir, dass wir Teil des großen wunderbaren Universums sind. Wir haben bereits alles, was wir benötigen. In einer solchen Situation ist es natürlich, anderen zu geben. Wir sollen daher die Lehren und unseren Reichtum mit anderen teilen. Wir sollten freigebig sein und ohne Selbstsucht geben und uns daran erinnern, dass dies ein natürliches Handeln aus unserer wirklichen Situation heraus ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;9. Werde nicht wütend:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Viele von uns neigen dazu, auch bei geringen Anlässen aufbrausend zu sein und wütend zu werden. Obgleich dies ein normaler Teil unseres Charakters zu sein scheint, ist Wut kein natürlicher Zustand. Es ist keine natürliche Form unseres Lebens. Im Buddhismus versuchen wir, unsere Ausgeglichenheit und Mitte zu finden und zu halten. Starke negative Gefühle haben zur Folge, dass dieses Gleichgewicht zerstört wird. Sie bringen die natürliche Balance von Körper und Geist durcheinander. Wir sollten diese Tatsache nicht vergessen. Wir sollten nicht wütend werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;10. Missbrauche nicht die drei höchsten Werte Buddha, Dharma und Sangha:&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Sie sind die Grundlagen des buddhistischen Lebens. Wir müssen sie ehren, schätzen und uns ihnen hingeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gelöbnisse auf diese Weise aufzulisten ist ziemlich trocken und langweilig. Sie sind philosophisch nicht besonders aufregend oder brillant, denn sie sind sehr einfach und direkt. Ich denke, dass sich in ihnen die grundsätzliche Natur der buddhistischen Religion widerspiegelt. Buddhismus ist eine sehr praktische Religion. Sie konzentriert sich darauf, dass wir den richtigen Weg finden zu leben. Aber leider ist dies keine einfache Aufgabe, denn wir neigen dazu, Fehler zu machen, und leiden dann an den Folgen. Die Gelöbnisse wurden entwickelt, um solche Fehler vermeiden zu helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie haben Ähnlichkeit mit einem Schutzzaun, der eine große, wundervolle Wiese umschließt. Sie sind sozusagen der Zaun für die Kühe auf der Weide und so lange wir innerhalb dieses Schutzzauns bleiben, ist unser Leben sicher und ruhig und wir können uns frei bewegen. Aber sobald wir einen Schritt außerhalb des Zauns machen, finden wir uns auf schwankendem, gefährlichem Grund wieder. Wir sind dann in eine gefährliche Lage geraten und sollten zur Weide zurückkehren. Daher können wir sagen, dass die Gelöbnisse eine wesentliche Hilfe für ein zufriedenes und glückliches Leben sind und keine lebensfeindlichen Verbote.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt jedoch dabei noch ein Problem. Wir müssen uns fragen, ob die Gelöbnisse ihren Zweck wirklich erfüllen? Können die Gelöbnisse wirklich unser Handeln in der Welt steuern? Sind sie wirklich brauchbar? Die Antwort scheint nicht in den Gelöbnissen selbst zu liegen, sondern in unserer Einstellung zu ihnen. Wenn die Gelöbnisse zweckmäßig sind, muss unsere Haltung ihnen gegenüber das auch sein. Dies bedeutet, dass wir es nicht als Hauptziel unseres Lebens ansehen sollten, die Gelöbnisse einzuhalten. Vielleicht klingt es ein wenig seltsam, aber das es ist die buddhistische Auffassung. Meister Dogen sagt, dass wir die Gelöbnisse einhalten und rein bleiben sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber gleichzeitig ist es falsch, wenn wir dies als die wichtigste Praxis und als alleiniges Ziel ansehen. Wir sollten nicht glauben, dass wir dadurch die Freiheit und Wahrheit erlangen werden. Die Gelöbnisse einzuhalten und rein zu bleiben ist der konkrete Weg, der von den Mönchen befolgt wird, und die übliche Lebensweise der Schüler Buddhas, und wir sollten dies daher in Zufriedenheit so praktizieren. Sie sind eine gute Sache, aber sie dürfen nicht als das alleinige Fundament des Buddha-Dharma angesehen werden. Die Gelöbnisse dürfen also nicht zum Selbstzweck werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht erscheint diese Einstellung zu pragmatisch und kompromissbereit. Viele Religionen sind hierbei wesentlich strenger, denn bei ihnen gilt es oft als Sünde, die Gebote zu übertreten, und eine Sünde gilt gleichzeitig als ein Verbrechen gegen Gott. Daher ist es ihnen zufolge von ganz zentraler Bedeutung, die Gebote ganz genau einzuhalten. Demgegenüber scheint die buddhistische Einstellung vielleicht zu weich und zu flexibel zu sein. Pragmatisch zu sein mag unser Leben angenehmer gestalten, aber ist es wirklich die Aufgabe einer Religion, pragmatisch zu sein? Der Buddhismus besteht darauf, dass eine solche wirklichkeitsnahe Haltung für unser Leben absolut notwendig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Leben ist von großer Vielfalt und Komplexität, und wenn wir die Gelöbnisse zu starr anwenden, verlieren wir möglicherweise die Freiheit, kraftvoll und richtig zu handeln, und darauf kommt es an. Wir leben hier und jetzt und daher benötigen wir Regeln, die hier und jetzt anwendbar sind. Wir müssen unsere Gelöbnisse in jedem Augenblick anwenden. Die Wirklichkeit ist aber sehr veränderlich und vielfältig, so dass auch unsere Regeln veränderlich und flexibel sein sollten. Wahre Regeln müssen in der wirklichen Welt sinnvoll funktionieren. Die Gelöbnisse müssen daher im Einzelnen variabel anwendbar sein, aber gleichzeitig im Grundsatz feststehen und klar sein. Dies ist genau die Natur der buddhistischen Gelöbnisse. Sie helfen uns, korrekt zu leben. Sie geben uns einen Rahmen, der genaue und klare Grenzen hat, und wir sind trotzdem frei, Augenblick für Augenblick in den verschiedenen Situationen des Lebens korrekt zu handeln.&lt;br /&gt;Ein chinesischer Priester sagte einmal: „&lt;em&gt;Keine Regel ist unsere Regel&lt;/em&gt;.“ Dieser Satz drückt das buddhistische Verständnis genau aus. Die Gelöbnisse sind für uns wertvoll. Sie können uns vor und nach dem Handeln helfen, aber im Augenblick der Gegenwart, dann, wenn wir wirklich handeln, können wir uns nicht auf eine Regel stützen. Wir müssen unsere Entscheidung unmittelbar treffen, je nach der Situation. Im Gegenwärtigen Augenblick ist ohne Gelöbnis zu sein, unser Gelöbnis: „&lt;em&gt;Keine Regel ist unsere Regel.“ &lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-1304267184956052948?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/1304267184956052948/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=1304267184956052948' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/1304267184956052948'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/1304267184956052948'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/06/nichts-falsches-tun-und-die.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-92789607993289861</id><published>2008-04-10T13:24:00.004+02:00</published><updated>2008-04-10T13:36:48.815+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;11. Sein-Zeit (Uji), Teil 2&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;(38)&lt;br /&gt;11.&lt;em&gt; „Kurz gesagt verwirklicht sich die Sein-Zeit, ohne dass die Begrenzungen und Behinderungen beendet sind. Die Könige und Scharen des Himmels, die zur Rechten und Linken erscheinen, sind die Sein-Zeit, in der wir uns jetzt einsetzen und gebrauchen. An anderen Orten werden die Wesen der Sein-Zeit des Landes und des Wassers (auch) durch unsere eigenen Anstrengungen verwirklicht. Die vielen Arten von Wesen und die vielen individuellen Wesen, die als Sein-Zeit in der Dunkelheit und Helligkeit (leben), sind alle Verwirklichungen unserer eigenen Anstrengung und die Augenblicks bezogene Fortsetzung unserer Anstrengung.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Allgemein ausgedrückt wird die Sein-Zeit immer jeweils im Augenblick verwirklicht. Dies geschieht, obgleich die verschiedenen Hindernisse weiterhin bestehen, die dünnen Netze für kleine Vögel oder geflochtenen Körben gleichen, mit denen man Fische fängt. Auch himmlische Könige und himmlische Scharen, die sich jetzt manchmal zu unserer rechten Seite und manchmal zu unserer linken Seite offenbaren, sind genau Sein-Zeit. Für sie haben wir unsere Anstrengung gemacht, damit sie erscheinen. Außerdem sind alle verschiedenen Sein-Zeiten des Landes und des Meeres, die sich von den Obigen unterscheiden, auch solche, die wir alle vollständig erzeugt haben. Sie beruhen auf unserer eigenen enormen Anstrengung im gegenwärtigen Augenblick. In der dunklen und in der hellen Welt sind die vielfältigen Tiere und verschiedenen Menschen durch unsere großen Anstrengungen verwirklicht worden. Sie sind durch die eigene Fortsetzung unserer Anstrengungen je im Augenblick offenbar geworden. Wir sollten erkennen und erfahren, dass ohne unsere eigenen enormen Anstrengungen niemals auch nur eine Wirklichkeit oder ein einziges Ding überhaupt realisiert werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wir sollten in der Praxis lernen, dass ohne die Fortdauer unserer Anstrengungen in der Gegenwart je im Augenblick weder ein einziger Dharma noch ein einziges Ding verwirklicht werden oder sich von einem Augenblick zum nächsten fortsetzen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12. &lt;em&gt;Der Verlauf des Frühlings in der Gegenwart geht zum Beispiel unausweichlich Augenblick für Augenblick durch den Frühling selbst. Es trifft aber nicht zu, dass (die Vorstellung) eines Augenblicks bezogenen Verlaufes der Zeit der (wirkliche) Frühling ist. Weil der Frühling nämlich der Verlauf je im Augenblick der Zeit ist, hat die fortschreitende Zeit schon die Wirklichkeit im Hier und Jetzt der Frühlingszeit (und damit den konkreten Frühling) verwirklicht. Wir sollten (dieses) im Einzelnen untersuchen, indem wir zu (dieser Frage) zurückkehren und sie immer wieder verlassen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Der Verlauf je im Augenblick ist zum Beispiel wie der Frühling. Der Frühling hat überaus vielfältige reale Situationen und Gegebenheiten und diese werden alle der augenblickliche (wirkliche) Verlauf genannt. Wir sollten untersuchen, dass wir die Bezeichnung „augenblicklicher Verlauf“ des Frühlings verwenden, obgleich es nichts anderes als den Frühling selbst gibt. Der augenblickliche Verlauf des Frühlings geht zum Beispiel unausweichlich durch den Frühling selbst. Obgleich der augenblickliche Verlauf nicht immer dieser Frühling ist (, denn er kann auch etwas anderes sein), ist es (genau) jetzt real der Verlauf des Frühlings je im Augenblick. Daher wird der Verlauf im Augenblick genau zur Zeit des Frühlings verwirklicht. (Der Augenblick der Sein-Zeit und der Frühling sind identisch). Auf diese Weise sollten wir die Situationen im Einzelnen immer wieder wirklich erfahren.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Der Verlauf je im Augenblick ist nicht nur auf den Frühling beschränkt, sondern er durchdringt alles (im Universum). Wir sollten daher denken, dass der augenblickliche Verlauf sich in jedem Augenblick überall (in der Welt) ereignet.&lt;br /&gt;[40]&lt;br /&gt;13&lt;em&gt;.“ So gefragt, sagte Zenmeister Daijaku (Meister Baso Do-itsu):&lt;br /&gt;´Manchmal bringe ich ihn dazu, eine Augenbraue hochzuziehen oder mit einem Auge zu zwinkern und manchmal bringe ich ihn nicht dazu, eine Augenbraue hochzuziehen oder mit einem Auge zu zwinkern. Manchmal ist es richtig, ihn dazu zu bringen, eine Augenbraue hochzuziehen und mit einem Auge zu zwinkern und manchmal ist es nicht richtig, ihn dazu zu bringen, eine Augenbraue hochzuziehen und mit einem Auge zu zwinkern´“.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Meister Daijaku sagte, als er gefragt wurde:&lt;br /&gt;„Zu einer Sein-Zeit bringe ich ihn (mich selbst) dazu, eine Augenbraue hochzuziehen und mit einem Auge zu zwinkern. Zu einer Sein-Zeit bringe ich ihn (mich selbst) nicht dazu, eine Augenbraue hochzuziehen und mit einem Auge zu zwinkern.&lt;br /&gt;Zu einer Sein-Zeit ist es richtig, ihn (mich selbst) dazu zu bringen, eine Augenbraue hochzuziehen und mit einem Auge zu zwinkern.&lt;br /&gt;Zu einer Sein-Zeit ist es nicht richtig, ihn (mich selbst) dazu zu bringen, eine Augenbraue hochzuziehen und mit einem Auge zu zwinkern.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Unser Handeln wird immer zu der Sein-Zeit durchgeführt und daher ist unser Verhalten zur Sein-Zeit (je nach Situation) nicht immer dasselbe. In einer solchen Situation vollzieht sich genau das Handeln zur Sein-Zeit. Wir können daher sagen, dass dies genau die Lebensphilosophie des Handelns ist.&lt;br /&gt;[42]&lt;br /&gt;14. &lt;em&gt;„Was Meister Baso Do-itsu sagt, ist nicht dasselbe (was) andere (sagen können). (Seine) Augenbrauen und Augen mögen Berge und Meere sein, weil die Berge und Meere (seine) Augenbrauen und Augen sind. Wenn er sich selbst dazu bringt, (eine Augenbraue) hochzuziehen, mag er die Berge ansehen. Und indem er sich dazu bringt, (mit den Augen) zu zwinkern, mag er über  den Meeren stehen. Er lernte und wurde damit vertraut, recht zu sein und er wurde durch die Lehre geleitet. Wenn man sich selbst davon abhält (zu handeln, indem man etwas geschehen lässt), ist das nicht identisch damit, Unrecht zu haben. Wenn man sich selbst dazu zu bringt, (aktiv zu handeln), ist das aber auch nicht identisch damit, Recht zu haben. Alle diese (Situationen) sind Sein-Zeit.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Was Meister Baso Do-itsu sagt, ist nicht dasselbe, was andere sagen (, weil es ganz ausgezeichnet ist). Das subjektive Gleichnis der Augenbrauen und der Augen mag dasselbe sein wie das objektive Gleichnis von Bergen und Meeren, weil das objektive Gleichnis der Berge und Meere dasselbe sein mag wie das subjektive Gleichnis von Augenbrauen und Augen. (Das Subjektive ist dem Objektiven gleich). Wenn er daher sagt, dass er die Augenbrauen hochzieht, mag dies bedeuten, Berge zu sehen und wenn er mit den Augen zwinkert, mag dies bedeuten, das Meer zu bewundern. Das Wort "recht" ist ihm selbst sehr vertraut. Und er wird auch sehr viel durch Bitten, die von außen an ihn herangetragen werden, aufgefordert (z. B. zu handeln). Nicht richtig zu sein ist nicht identisch damit, keine Anweisung von außen zu erhalten. Keine Anweisung von außen zu erhalten, ist aber nicht immer falsch. Als Schlussfolgerung kann man sagen, dass alle diese Situationen unausweichlich Sein-Zeit sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Das Universum kann nur augenblicklich erscheinen, wenn wir auf unseren augenblicklichen Anstrengungen aufbauen, die in der Sein-Zeit unternommen werden. Daher ist es notwendig für uns zu denken, dass auch das ganze Universum und auch ein einziges Ding durch unser Handeln im gegenwärtigen Augenblick verwirklicht werden muss. Ohne eine solche Anstrengung gibt es keine Chance für uns, überhaupt etwas wirklich im gegenwärtigen Augenblick zu erzeugen, das auf der Sein-Zeit beruht.&lt;br /&gt;[44]&lt;br /&gt;15.&lt;em&gt; „Zu einer Gelegenheit lehrte (Zenmeister Kisho) die Versammlung:&lt;br /&gt;Manchmal ist der Wille anwesend, aber die Worte sind nicht anwesend.&lt;br /&gt;Manchmal sind die Worte anwesend, aber der Wille ist nicht anwesend.&lt;br /&gt;Manchmal sind sowohl der Wille als auch die Worte anwesend.&lt;br /&gt;Manchmal sind sowohl der Wille als auch die Worte nicht anwesend.„&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Bei einer Gelegenheit lehrte (Meister Kisho) für die Zuhörer:&lt;br /&gt;Zu einer Sein-Zeit ist eine Absicht angekommen (also anwesend), aber die Formulierung ist noch nicht angekommen (also nicht anwesend).&lt;br /&gt;Zu einer Sein-Zeit ist die Formulierung angekommen (anwesend), aber die Absicht ist noch nicht angekommen (nicht anwesend).&lt;br /&gt;Zu einer Sein-Zeit sind sowohl die Absicht als auch die Formulierungen schon angekommen.&lt;br /&gt;Zu einer Sein-Zeit sind sowohl die Absicht als auch die Formulierungen noch nicht angekommen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Jede Sein-Zeit erscheint plötzlich je im Augenblick. Daher ist es für uns normalerweise sehr schwierig, sich die realen Situationen der Sein-Zeit vorzustellen, bevor sie sich ereignen. Und es ist es daher fast unmöglich für uns, dass wir vorher Klarheit über die Situationen gewinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;16. &lt;em&gt;„Der Wille und die Worte sind beide Sein-Zeit. Anwesenheit und Abwesenheit sind beide Sein-Zeit. Der Augenblick der Anwesenheit ist noch nicht beendet, aber der Augenblick der Abwesenheit ist gekommen. (Das ist das Kommen und Gehen des Alltags). Der Wille ist der Esel und die Worte sind das Pferd. Die Pferde sind zu Worten gemacht und die Esel sind zum Willen gemacht. Die Anwesenheit ist nicht damit verbunden, dass etwas gekommen ist (also als Prozess gedacht wäre) und die Abwesenheit ist nicht damit verbunden, dass etwas nicht gekommen ist (, also kein Prozess,). Sein-Zeit ist wie dies.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Absicht und die Formulierung sind beide Sein-Zeit. Schon angekommen zu sein oder noch nicht angekommen zu sein sind beide Sein-Zeit. Die Situationen werden normalerweise so beschrieben, dass der Zeitpunkt der Ankunft noch nicht gekommen ist, aber dass die Zeit des Nicht-Ankommens schon da ist.&lt;br /&gt;Die Absicht kann durch einen Esel und die Formulierung kann durch ein Pferd symbolisiert werden. Ein Pferd wird daher als Symbol für die Worte und ein Esel als Symbol für die Absicht verwendet. Angekommen zu sein ist etwas anderes als gerade zu kommen. Noch nicht angekommen zu sein ist etwas anderes, als nicht zu kommen. So beschaffen sind die wirklichen Situationen der Sein-Zeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Absicht ist eine Art von Erwartung und die Formulierungen sind konkrete Beschreibungen mit Worten. Aber ist es möglich für uns, sowohl die Absicht als auch die Formulierungen als Sein-Zeit zu bezeichnen. Wir können die Absicht als Esel und die Formulierung als Pferd symbolisieren, weil Absicht und Formulierung immer (in der Zeit) kommen und gehen (wie Esel und Pferd). Daher können wir denken, dass sowohl die Absicht als auch die Formulierung die Sein-Zeit im gegenwärtigen Augenblick sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17.&lt;em&gt; „Die Anwesenheit ist (nur) durch die Anwesenheit selbst bestimmt und begrenzt und ist nicht durch die Abwesenheit bestimmt. Die Abwesenheit ist nur durch die Abwesenheit selbst bestimmt und begrenzt und ist nicht durch die Anwesenheit bestimmt.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Schon angekommen zu sein wird auf natürliche Weise dadurch bestimmt und gesteuert, dass man schon angekommen ist. Aber es ist nicht dadurch gesteuert, dass man noch nicht angekommen ist. Nicht angekommen zu sein ist auf natürliche Weise dadurch bestimmt und gesteuert, dass man noch nicht angekommen ist. Aber es ist nicht dadurch gesteuert, dass man schon angekommen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;In der wirklichen Welt wird alles durch sich selbst bestimmt und gesteuert. Daher können wir denken, dass alles durch sich selbst zur Sein-Zeit begrenzt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18.&lt;em&gt; „Der Wille behindert den Willen und trifft den Willen. Die Worte hindern die Worte und treffen die Worte. Die Begrenzung hindert die Begrenzung und trifft die Begrenzung. Die Begrenzung begrenzt die Begrenzung. Dies ist Zeit.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Absicht steuert die Absicht selbst und die Absicht beobachtet die Absicht von außen. Die Worte steuern die Worte selbst und sie beobachten die Worte selbst von außen. Die Begrenzung steuert die Begrenzung selbst und die Begrenzung beobachtet die Begrenzung selbst von außen. Wir können daher sagen, dass die Begrenzung sich selbst steuert und dass die Begrenzung sich selbst im gegenwärtigen Augenblick bestimmt und steuert. Und wir können solche Situationen als Zeit bezeichnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wir können daher sagen, dass alles (wirklich) sich selbst steuert und dass solche Situationen Zeit genannt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19. „&lt;em&gt;Die Begrenzung wird von den objektiven Dharmas benutzt. Aber eine Begrenzung, welche die objektiven Dharmas eingrenzt, ist niemals aufgetreten.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Eine Begrenzung wird häufig von vielen Arten von Dingen und Phänomenen benutzt. Eine solche Begrenzung wird normalerweise in ihren eigenen Grenzen benutzt. Es gibt keine Begrenzung, die überhaupt andere Dinge und Phänomene eingrenzt.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Alle Dinge und Phänomene haben ihre eigene Selbststeuerung. Und es gibt nichts und auch keine Phänomene, die überhaupt die Funktion ausüben, dass sie andere Dinge und Phänomene begrenzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;20. &lt;em&gt;„Ich begegne einem Menschen und ein Mensch begegnet einem Menschen. Ich begegne mir selbst und die Offenbarung begegnet der Offenbarung. Ohne Zeit könnten diese (Tatsachen) nicht so sein (wie sie sind).“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wenn ich einem anderen begegne, kann ich sagen, dass ich einem Menschen begegne. Menschen begegnen also Menschen. Ich begegne (mir) als einem Menschen und eine Offenbarung begegnet einer Offenbarung. Aber alle diese Begegnungen können überhaupt nicht wirklich existieren, wenn es keine Zeit gäbe.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wenn es keine Zeit gäbe, ist es für irgendeine nur mögliche Sache vollständig unmöglich, überhaupt zum gegenwärtigen Augenblick zu existieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21. &lt;em&gt;„Weiterhin ist der Wille die Zeit des verwirklichten Universums. Die Worte sind die Zeit des aller Wichtigsten, das ist der höchste Zustand. Anwesenheit ist Zeit, welche die wesentliche Substanz offen legt und Abwesenheit ist die Zeit, an diesem zu haften und es (wieder) zu verlassen. Wir sollten (klare) Unterscheidungen treffen und die Sein-Zeit wie dies in die Tat umsetzen.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Gleichzeitig ist die Absicht Zeit, wenn das Universum verwirklicht wird. Das Wort ist die Zeit, und dies ist das höchste Wirken der Absicht. Ankunft ist Zeit, wenn die Dinge ihren (materiellen) Körper überschritten haben. Nicht-Ankunft ist Zeit, wenn das Verhalten an diesem haftet und (dann nicht mehr haftet und es wieder) verlässt. Wir sollten dies so erkennen und bestätigen. Und wir sollten zur Sein-Zeit handeln.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Absicht, Worte, Ankunft und Nicht-Ankunft sollten so verstanden und bestätigt werden. Und wir sollten wie jene im gegenwärtigen Augenblick handeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;22.&lt;em&gt; „Ich (Dogen) würde es wie folgt sagen:&lt;br /&gt;Die halbe Anwesenheit von Willen und Worten ist Sein-Zeit.&lt;br /&gt;Die halbe Abwesenheit von Willen und Worten ist Sein-Zeit.&lt;br /&gt;Es sollte Untersuchung in der Erfahrung wie dieses geben.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wir können sagen, dass es Sein-Zeit ist, wenn Absicht und Worte halb angekommen sind (mit „halb“ bezeichnet Dogen etwas Wirkliches im Gegensatz zur Vorstellung). Es ist auch Sein-Zeit, wenn Absicht und Worte noch nicht angekommen sind. Wir sollten dies auf diese Weise erfahren und erforschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Es mag die Situation geben, dass sowohl die Absicht als auch die Worte halb und halb angekommen sind. Und es mag so sein, dass weder die Absicht noch die Worte halb angekommen sind. Aber diese verschiedenen Arten von Situationen sind auch Sein-Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;23.&lt;em&gt; „Es ist halbe (wirkliche) Sein-Zeit, wenn man sich dazu bringt, die Augenbraue hochzuziehen oder mit dem Auge zu zwinkern.&lt;br /&gt;Es ist verwirrte Sein-Zeit, wenn man sich selbst dazu bringt, eine Augenbraue hochzuziehen oder mit dem Auge zu zwinkern.&lt;br /&gt;Es ist halbe (wirkliche) Sein-Zeit, wenn man sich nicht dazu bringt, eine Augenbraue hochzuziehen und mit dem Auge zu zwinkern.&lt;br /&gt;Es ist verwirrte Sein-Zeit, wenn man sich nicht dazu bringt, eine Augenbraue hochzuziehen und mit dem Auge zu zwinkern.&lt;br /&gt;Wenn wir wie dies das Kommen erfahren und das Gehen erfahren, und wenn wir auf diese Weise die Anwesenheit erfahren und die Abwesenheit erfahren, dann ist diese Zeit die Sein-Zeit.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Es ist halbe (also im Sinne von Dogen wirkliche) Sein-Zeit, wenn man sich dazu bringt, eine Augenbraue hochzuziehen oder mit einem Auge zu zwinkern.&lt;br /&gt;Es ist falsche (nicht gedachte) Sein-Zeit, wenn man sich dazu bringt, eine Augenbraue hochzuziehen oder mit einem Auge zu zwinkern.&lt;br /&gt;Es ist (auch) halbe (wirkliche) Sein-Zeit sich nicht dazu zu bringen, eine Augenbraue hochzuziehen oder mit einem Auge zu zwinkern.&lt;br /&gt;Es ist falsche (nicht gedachte) Sein-Zeit sich nicht dazu zu bringen, eine Augenbraue hochzuziehen oder mit einem Auge zu zwinkern.&lt;br /&gt;Wenn wir das Kommen und Gehen erfahren und wenn wir die Anwesenheit und Abwesenheit wie dies erfahren, dann ist diese Zeit auch genau Sein-Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;In wirklichen Situationen gibt es nicht Alles oder Nichts, und Richtig oder Falsch (also keine Extreme). In tatsächlichen Situationen gibt es auch Fälle mit verschiedenen Anteilen oder Prozentsätzen des Volumens (Inhalt) oder der Zahlen (Mengen).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-92789607993289861?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/92789607993289861/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=92789607993289861' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/92789607993289861'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/92789607993289861'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/04/11_10.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-8656386734203779070</id><published>2008-04-08T15:34:00.003+02:00</published><updated>2008-04-09T10:40:45.511+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;11. Sein-Zeit (Uji), Teil 1&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;[29]&lt;br /&gt;1.&lt;em&gt; „Ein ewiger Buddha sagt: Manchmal auf dem höchsten Gipfel (des Berges) stehen. Manchmal auf dem Grund des tiefsten Ozeans gehen. Manchmal drei Köpfe und acht Arme. Manchmal der sechzehn Fuß oder acht Fuß (große goldene Körper).Manchmal ein Stab oder ein Fliegenwedel. Manchmal ein Außenpfeiler oder eine Steinlaterne. Manchmal der dritte Sohn des Chang oder der vierte Sohn des Lee. Manchmal die Erde und der Raum.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Ein ewiger Buddha sagt:&lt;br /&gt;Zur Sein-Zeit, auf dem Gipfel eines sehr hohen Berges stehen. Zur Sein-Zeit, auf dem sehr tiefen Grund des Ozeans gehen. Zur Sein-Zeit, sehr böse wie Ragaraja sein.Zur Sein-Zeit, sechzehn Fuß oder sechs Fuß sein wie Gautama Buddha. Zur Sein-Zeit, einen Stab oder einen Fliegenwedel für eine buddhistische Zeremonie haben. Zur Sein-Zeit, wie ein Außenpfeiler oder eine Steinlaterne im Tempel sein. Zur Sein-Zeit, der dritte Sohn des Chang oder der vierte Sohn des Lee sein. Zur Sein-Zeit, die ganze Erde oder der Raum sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Nach der buddhistischen Lehre existiert alles wirklich genau im gegenwärtigen Augenblick, daher beschreibt das obige buddhistische Gedicht genau die wirklichen Situationen unseres menschlichen Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2.&lt;em&gt; „In diesem Wort "manchmal" ist Zeit genau das Sein und das Sein ist Zeit. Der sechzehn Fuß goldene Körper ist selbst Zeit. Weil er Zeit ist, hat er den strahlenden Glanz der Zeit. Wir sollten sie als die zwölf Stunden des Tages lernen. Die drei Köpfe und acht Arme sind selbst Zeit. Weil sie Zeit sind, sind sie genau dasselbe wie die zwölf Stunden des Tages. Wir können niemals messen, wie lang und weit entfernt oder wie kurz und eilig zwölf Stunden sind, gleichzeitig nennen wir sie "zwölf Stunden". Das Verlassen und Kommen der Richtungen und Spuren (der Zeit) sind klar und daher zweifeln die Menschen nicht daran. Sie zweifeln nicht daran, aber das bedeutet nicht, dass sie die Zeit (wirklich) kennen. Die Zweifel, welche die Lebewesen von Natur aus an jeder Sache und jeder Tatsache haben, die wir nicht kennen, sind nicht in sich stimmig. Daher ist unsere vergangene Geschichte des Zweifels nicht immer genau dasselbe wie unser jetziger Zweifel. Wir können jedoch für die Gegenwart sagen, dass Zweifel nichts anderes als Zeit ist.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Bedeutung von "Sein-Zeit" beinhaltet, dass Zeit genau dasselbe ist wie das Sein. Und das Sein ist in jedem Fall genau dasselbe wie die Zeit. Der goldene Körper von Gautama Buddha, der sechzehn Fuß hoch ist, ist genau der gegenwärtige Augenblick. Weil er der gegenwärtige Augenblick ist, hat er das großartige Leuchten wie die Zeit. Wir sollten untersuchen, dass die Zeit genau als Zeit verstanden werden sollte, und dies ist dasselbe wie die vierundzwanzig Stunden des Tages. Der Zustand, wütend wie Ragaraja zu werden, ist genau Zeit und weil er Zeit ist, mag er genau dasselbe sein wie die vierundzwanzig Stunden, die wir jetzt benutzen. Insoweit ist es für uns unmöglich, die Länge, den Abstand, die Kürze und die Dringlichkeit zu berechnen, aber aus Bequemlichkeit nennen wir sie die vierundzwanzig Stunden. Weil die Richtung oder die Spuren der Zeit tatsächlich sehr klar zu sein scheinen, haben die Menschen normalerweise keine Zweifel an der Zeit. Aber obgleich sie daran keinen Zweifel haben, ist es nicht wahr, dass sie wirklich eine solche Sache klar erkennen. Selbstverständlich ist es nicht so eindeutig klar, wenn die Menschen an verschiedenen Dingen und Phänomenen unmissverständlich zweifeln, ob sie wirklich entschiedene Zweifel haben oder nicht. Daher ist es nicht immer offensichtlich, ob der heutige Zweifel der selbe ist wie der frühere Zweifel. Es kann jedoch auf jeden Fall gesagt werden, dass der Zweifel unausweichlich genau die Zeit ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Kurz gesagt ist es nicht immer klar, ob wir die selben Zweifel haben oder nicht. Aber es ist vollständig klar, dass eine einfache Tatsache, die Zweifel genannt wird, auf jeden Fall selbst Zeit ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3.“&lt;em&gt;Wir bringen uns selbst in Ordnung und sehen (den sich ergebenden Zustand) als das ganze Universum. Jeder Einzelne und jedes Objekt in diesem ganzen Universum sollte als einzelner Augenblick der Zeit angesehen werden. Objekte hindern nicht Objekte, und in derselben Weise behindern die Augenblicke der Zeit nicht die Augenblicke der Zeit. Aus diesem Grund gibt es Entschlüsse, die im selben Augenblick der Zeit gefasst werden und es gibt Augenblicke der Zeit, in denen dieselben Entschlüsse gefasst werden. Praxis und Verwirklichung der Wahrheit sind genauso wie dies.„&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wir bringen uns selbst in Ordnung und wir sehen (das Ergebnis) als das ganze Universum. Jeder Mensch und jedes Ding in diesem ganzen Universum sollte als einzelner Augenblick der Zeit angesehen werden. Ein Ding behindert nicht ein Ding und in der selben Weise behindert ein Augenblick der Zeit nicht einen (anderen) Augenblick der Zeit. Aus diesem Grund gibt es zur selben Zeit die Erweckung des Geistes zur Wahrheit, und es ereignet sich der selbe Geist zur gleichen Zeit. Die Praxis und Verwirklichung der Wahrheit sind auch genau so wie dies.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Ich ordne mich als das Universum, und jeder Mensch und jedes Ding sind genau dasselbe wie jede einzelne Zeit. Jedes Ding behindert nicht jedes andere Ding und jede Zeit behindert nicht jede andere Zeit. Daher kann sich zum selben Augenblick das Erwecken des Willens zur Wahrheit ereignen und derselbe Wille zur Wahrheit kann sich zum selben Augenblick ereignen. Die Praxis und die Verwirklichung der Wahrheit sind auch (genau so und) in derselben Situation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4&lt;em&gt;. „Indem wir das Selbst in Ordnung bringen, sehen wir, was es ist. Die Wahrheit, dass das Selbst Zeit ist, ist wie dies.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Indem wir uns ordnen wie wir sind, schauen wir auf uns, wie wir sind. Daher ist es ganz klar, dass wir wie dieses (auch) Zeit sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Daher ist es sehr klar, dass wir selbst genau Zeit sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5.&lt;em&gt; „Wir sollten in der Praxis lernen, dass die Erde wegen dieser Wahrheit unzählige Phänomene und Hunderte von Dingen umfasst und jedes Phänomen und jedes Ding existiert auf der ganzen Erde.„&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wegen dieses Prinzips existieren verschiedenartige Phänomene und viele Dinge auf der Erde wie sie sind, und wir sollten durch Erfahrung lernen, dass jedes Ding und jedes Phänomen auf der Erde unabhängig von einander existiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Weil alle Dinge und Phänomene so wie dies existieren, so wie sie sind, sollten wir durch Erfahrung studieren, dass verschiedenartige Phänomene und viele Dinge auf der Erde existieren. Die Existenz von uns selbst bedeutet die Existenz unseres Handelns, und daher ist es ein ganz klares Prinzip, dass wir Zeit selbst genau sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. „&lt;em&gt;Solches Hin und Her ist ein erster Schritt (auf dem Weg) der Praxis. Wenn wir auf demFeldt des Unfassbaren ankommen, gibt es genau ein (konkretes) Ding und ein (konkretes) Phänomen, hier und jetzt.(Dies ist jenseits) des Verstehens oder Nicht-Verstehens der Phänomene und (jenseits) des Verstehens oder des Nicht-Verstehens der Dinge. Weil (wirkliche Existenz) nur dieser genaue Augenblick ist, sind alle Augenblicke der Sein-Zeit das Ganze der Zeit. Alle Existierenden Dinge und alle Existierenden Phänomene sind Zeit. Das Ganze der Existenz, das ganze Universum, existiert in einzelnen Augenblicken der Zeit.„&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Ein solches Kommen und Gehen ist der Anfangspunkt der Praxis. Jedoch im Falle des Ankommens beim höchsten Unfassbaren sind die Situationen genau eine Sache oder ein Phänomen. Dies ist das Verstehen oder jenseits des Verstehens. Oder es ist das Verstehen eines Dinges oder jenseits eines Dinges. Weil jede Zeit immer genau der gegenwärtige Augenblick ist, ist die Sein-Zeit vollkommen die ganze Zeit. Ein existierendes Ding und ein existierendes Phänomen sind beide Zeit. Mit anderen Worten existieren das Sein und das ganze Universum in der gegenwärtigen Zeit jedes einzelnen Augenblicks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;In der buddhistischen Lehre sind Existenz und Zeit immer zu einer Einheit verbunden. Wir können daher denken, dass die ganze Existenz und das ganze Universum genau zur Zeit jedes Augenblicks existieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7.&lt;em&gt; „Dies besagt, dass ich dort in jener Zeit war, als ich einen Berg bestieg oder einen Fluss überquerte. Dort muss in mir Zeit gewesen sein. Und ich existiere tatsächlich jetzt, (daher) konnte die Zeit sich nicht entfernt haben. Wenn die Zeit nicht die Form des Verlassens und Kommens hat, ist die Zeit des Ersteigens eines Berges das Gegenwärtige als Sein-Zeit.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Das besagt, dass ich wirklich in jenem Augenblick existierte, als ich den Berg erstieg und den Fluss überquerte. Und genau in jener Zeit mag ich zweifellos Zeit haben. Daher existierte ich genau zu jener Zeit und es ist unmöglich für die Zeit, mich zu verlassen. Wenn es wahr ist, dass Zeit nicht irgendeine Form des Verlassens oder Kommens hat, ist die Zeit des Ersteigens eines Berges genau der gegenwärtige Augenblick der Sein-Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Auch in der vergangenen Zeit, kann ich sagen, dass die Zeit des Ersteigens eines Berges genau ein gegenwärtiger Augenblick der Sein-Zeit gewesen ist, wenn ich zu einem wirklichen Augenblick einen Berg erstiegen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8. &lt;em&gt;„Um den wesentlichenKern zu erfassen und ihn auszudrücken: Alles, was im ganzen Universum existiert, ist als (fortlaufende) Folge an einander gereiht und gleichzeitig sind es einzelne Augenblicke der Zeit. Weil (Zeit) die Sein-Zeit ist, ist es meine Sein-Zeit.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Kurz gesagt, die ganze Existenz im ganzen Universum ist in einzelne Augenblicke unterteilt, auch wenn es erscheint, dass es zu einer Einheit verbunden ist. Und weil es Sein-Zeit ist, kann ich es meine Sein-Zeit nennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#990000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Obgleich das ganze Universum zu einer Einheit verbunden zu sein scheint, kann man sagen, dass das Universum tatsächlich immer in einzelne Augenblicke geteilt ist. Daher können wir jeden einzelnen getrennten Augenblick als Sein-Zeit bezeichnen und wir können es als meine Sein-Zeit bezeichnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9. „&lt;em&gt;Die Sichtweise des gewöhnlichen Menschen heute und die Ursachen und Bedingungen (dieser) Sichtweise sind etwas, das der gewöhnliche Mensch als seine Erfahrungen macht. Aber sie sind nicht die Wirklichkeit des gewöhnlichen Menschen. Es ist für die Gegenwart genau so, dass die Wirklichkeit einen gewöhnlichen Menschen nach ihren Ursachen und Bedingungen geformt und gemacht hat. Weil er diese Zeit und diese Existenz als etwas anderes als die Wirklichkeit selbst versteht, nimmt er an, dass "der sechzehn Fuß goldene Körper jenseits von mir (selbst) ist". Die Versuche (dem Problem) auszuweichen, indem (er denkt) "ich bin niemals der sechzehn Fuß goldene Körper" sind auch der Funke und das Aufblitzen der Sein-Zeit. Sie sind ihre flüchtigen Blicke und (Ahnung) durch einen Menschen, der (die Sein-Zeit) noch in der Erfahrung verwirklichen muss und ihr vertrauen muss.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Art und Weise, wie der gewöhnlich Mensch den gegenwärtigen Augenblick sieht und die Ursachen und Umstände dieser Sichtweise des gewöhnlichen Menschen sind genau seine (nur subjektiven) Erfahrungen. Aber sie sind nicht die Wirklichkeit des gewöhnlichen Menschen. In dieser Situation hat das Universum für eine Weile genau die Ursachen und Umstände (der subjektiven Erfahrungen) für den gewöhnlichen Menschen erzeugt. Der gewöhnliche Mensch versteht nämlich, dass diese wirkliche Zeit und diese wirkliche Existenz sich vom Universum unterscheiden und er denkt daher, dass Gautama Buddha, der einen goldenen Körper von sechzehn Fuß hat, sich von dem gewöhnlichen Menschen selbst unterscheidet. Aber der gewöhnliche Mensch, der denkt, dass er nicht Gautama Buddha selbst ist, und der davor fliehen möchte, Gautama Buddha zu sein, ist auch genau jeder gegenwärtige Augenblick der Sein-Zeit. Es ist genau die gegenwärtige Sichtweise durch den gewöhnlichen Menschen, der nicht die wirkliche Sichtweise in jedem einzelnen Augenblick realisiert hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Obgleich das Universum jeden Menschen genau so wie Gautama Buddha geschaffen hat, lehnt der gewöhnliche Mensch diese wirklichen Tatsachen ab. Daher akzeptiert der gewöhnliche Mensch nicht, dass er genau so wie Gautama Buddha selbst ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10. &lt;em&gt;„Weil Überflüssiges genau etwas Überflüssiges ist, ist auch ein Augenblick die halb-vollkommen-verwirklichte Sein-Zeit die vollkommene Verwirklichung der halben-Sein-Zeit. Auch jene Phasen, in denen wir scheinbar leichtsinnig herumirren, sind auch das Sein und die Existenz. Wenn wir (das Herumirren) ganz diesem Sein überlassen, nehmen (die Augenblicke) ihren Platz im Dharma ein, auch wenn (die Augenblicke) sich vorher und nachher als leichtsinniges Herumirren offenbaren. Im Zustand des kraftvollen Handeln ist es genau die Sein-Zeit, wenn wir unseren Platz im Dharma einnehmen.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Weil etwas Überflüssiges für immer als etwas Überflüssiges genommen werden muss, muss auch eine Sein-Zeit, die nicht nur halb verwirklicht worden ist, als halbe Sein-Zeit genommen werden, die bereits verwirklicht worden ist. In diesem Fall sind auch Formen und Situationen, die bereits scheinbar durchlaufen wurden, ohne Zweifel genau das Sein und die Existenz. Wenn wir darüber hinaus der wirklichen Situation der Sein-Zeit folgen, sind auch die davor und danach verwirklichten Tatsachen, die durch Fehler realisiert worden sind, auch der lebende Ort der Sein-Zeit. Die außerordentlich kraftvolle Aktivität im System des Universums ist immer die Sein-Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#cc0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die wirkliche Sein-Zeit sind immer Tatsachen im gegenwärtigen Augenblick und daher ist auch eine halb-realisierte Sein-Zeit genau die halb-realisierte Sein-Zeit. Auch die wirklichen Situationen, die Fehler zu sein scheinen, sind auch die wirkliche Sein-Zeit der Fehler. Alle kraftvollen wirklichen Aktivitäten, die im Universum existieren, sind genau die wirklichen Sein-Zeiten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-8656386734203779070?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/8656386734203779070/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=8656386734203779070' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/8656386734203779070'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/8656386734203779070'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/04/11.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-1511626965506279918</id><published>2008-02-26T10:31:00.000+01:00</published><updated>2008-02-26T10:32:29.818+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Frage:&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Sehr geehrter Nishijima Roshi,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;vielen Dank für die wunderbare Gelegenheit zur Kommunikation in diesem Blog.&lt;br /&gt;Ich lese gerade das zweite Kapitel im Shobogenzo (Makahannya haramitsu) und möchte Sie um Erläuterungen zum Gedicht der Windglocke von Tendo Nyojo bitten.&lt;br /&gt;Verstehe ich es richtig, dass der Wind der vier verschiedenen Himmels-Richtungen nicht direkt mit dem Läuten der Glocke zu tun hat? Bedeutet die Kommunikation, dass die Glocke sowieso läuten würde oder dass die Glocke von einem Wind, woher er auch immer weht, nicht beeinflusst wird?&lt;br /&gt;Nach Erwähnung der vier Arten der Versenkung werden vier verschiedene Zustände des Gleichgewichtes (shi mushiki jo) aufgeführt. Würden Sie diese bitte erklären?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielen Dank im Voraus und mit herzlichen Grüßen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Regina&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Antwort&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Liebe Zushi San,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;vielen Dank für Ihre Fragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich meine, dass es für uns besser sein mag, über die Bedeutung von Meister Tendo Nyojos Gedicht nachzudenken, wenn wir es vom nächsten Paragraphen trennen. Dort erklärt uns Gautama Buddha, dass Buddha die intuitive Fähigkeit darstellt und diese intuitive Fähigkeit genau Buddha ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Meister Tendo Nyojo beschreibt, dass die Situation der Windglocke auf die Wirklichkeit selbst hindeutet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und Gautama Buddha sagt ganz klar, dass die Intuition Buddha ist und Buddha wiederum genau diese Intuition.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit den besten Wünschen&lt;br /&gt;Gudo Wafu Nishijima&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-1511626965506279918?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/1511626965506279918/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=1511626965506279918' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/1511626965506279918'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/1511626965506279918'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/02/frage-sehr-geehrter-nishijima-roshi.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-9048179869867403750</id><published>2008-02-09T18:35:00.000+01:00</published><updated>2008-02-09T18:42:59.433+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;10. Erzeugt kein Unrecht! (&lt;em&gt;Shoaku makusa&lt;/em&gt;)&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Teil 2&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;10&lt;em&gt;.“ Wir lassen das Recht und Unrecht, und Ursachen und Wirkungen sich selbst praktizieren. Dies bedeutet aber nicht, dass wir die Ursachen und Wirkungen stören oder sie absichtlich erzeugen. Manchmal sind es die Ursachen und Wirkungen selbst, die uns praktizieren.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Manchmal können wir das Richtige und Falsche praktizieren lassen und manchmal können wir Ursache und Wirkung praktizieren lassen. Dies bedeutet nicht, dass wir Ursache und Wirkung bewegen oder sie erzeugen. Die Situation ist umgekehrt, dass nämlich Ursache und Wirkung uns manchmal dazu bringen zu praktizieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Sowohl Richtig und Falsch als auch Ursache und Wirkung sind die Zustände des Vegetativen Nervensystems (VNS) und beide sind einfache Tatsachen im gegenwärtigen Augenblick. Daher können beide niemals unterteilt werden in Richtig und Falsch oder Ursache und Wirkung einerseits und die Praxis andererseits. Alles ist immer wirkliches menschliches Handeln im gegenwärtigen Augenblick. Daher sollten wir denken, dass sich in der wirklichen Welt viele Arten von wirklichem Handeln ereignen, und es ist für uns notwendig zu denken, dass dies immer wirkliches Handeln ist. Dieses kann niemals mit Worten erklärt werden, und es in der Tat sehr vielfältige Handlungen in dieser Welt gibt.&lt;br /&gt;[11]&lt;br /&gt;11.&lt;em&gt; „Wenn ihr dies so (gründlich) erfahrt und erforscht, verwirklicht sich das Unrecht als etwas (das gar nicht entstehen kann, weil ihr) es nämlich nicht erzeugt. Dank dieser Verwirklichung könnt ihr bis zum Grund vordringen, was es bedeutet, kein Unrecht zu tun und ihr könnt es entschlossen im Sitzen (der Zazenpraxis) verwirklichen. Denn genau in dem Augenblick, in dem es sich am Anfang, in der Mitte und am Ende verwirklicht, dass kein Unrecht erzeugt wird, gibt es (auch) kein Unrecht, das durch Ursachen und Umstände entstehen kann, (weil) es nämlich nicht erzeugt worden ist. Es gibt (dann auch) kein Unrecht, das durch Ursachen oder Umstände verschwinden könnte, (weil) es gar nicht erzeugt worden ist.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wie wir im vorherigen Absatz erkannt haben, sind Ursache und Wirkung so beschaffen, dass sie nicht begangen werden, dass sie nicht erscheinen, nicht ewig, nicht verborgen und nicht verneint sind, aber vor allem dass sie vollständig frei sind. Wenn wir das Falsche untersuchen, offenbart es sich einfach als etwas, das nicht erzeugt wurde. Indem uns eine solche Wirklichkeit maßgeblich unterstützt, reift bei uns der klare Entschluss und wir können vollständig erkennen, dass Unrecht genau das ist, was wir nicht erzeugen. In dem Augenblick wird die Tatsache in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erkannt, dass Unrechtes bedeutet, es nicht zu erzeugen. Wir erkennen, dass das Unrechte nicht durch Ursache und Wirkung entsteht, sondern einfach, dass es überhaupt nicht begangen wird. Das Unrecht verschwindet nicht durch Ursache und Wirkung, sondern dadurch, dass es nicht erzeugt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Falsches und Unrechtes sind einfache Tatsachen im gegenwärtigen Augenblick und sie sind genau das, was man lassen kann. Der Zustand, dass das Unrecht nicht erzeugt wird, wird nur durch unsere klare Sichtweise und unser entschiedenes Sitzen (im Zazen) erkannt. Genau zu der Zeit wird die Tatsache erkannt, dass Unrecht nicht erzeugt wird und zwar in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Unrecht erscheint nämlich nicht durch Ursache und Wirkung, sondern im Gegenteil genau dadurch, dass es nicht (von jemandem) begangen wird. Das Unrecht verschwindet auch nicht durch Ursache und Wirkung, sondern im Gegenteil, weil es nicht begangen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12.&lt;em&gt; „Wenn das Unrecht im Gleichgewicht ist, sind alle Dharmas im Gleichgewicht. Jene Menschen die (scheinbar) erkennen, dass das Unrecht durch Ursache und Wirkung entsteht, aber nicht klar sehen, dass sie selbst und diese Ursachen und Wirkungen der (Wirklichkeit von) dem Nicht-Erzeugen sind, sind bedauernswerte Menschen.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wenn das Unrecht im Gleichgewicht ist, sind alle Dinge und Phänomene im Gleichgewicht. Aber jene Menschen die (scheinbar) erkennen, dass das Unrecht durch Ursache und Wirkung erzeugt wird, sind in der Tat bedauernswert. Sie sollten daher genau auf die wirklichen Ursachen und Umstände sehen und erkennen, dass die Menschen selbst das Unrecht erzeugen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Falsches und Unrechtes sind einfache Tatsachen im gegenwärtigen Augenblick und sie sind daher immer im Gleichgewicht. In ähnlicher Weise sind auch alle Dinge und Phänomene im gegenwärtigen Augenblick im Gleichgewicht. Wenn die Menschen also meinen, dass das Unrecht durch Ursache und Umstände erzeugt wird, sind sie sehr bedauernswert. Sie erkennen dann nicht, dass die Ursachen und Umstände nur etwas sind, welches das Unrecht nicht erzeugt, sondern dass solche Menschen selbst das Unrecht erzeugen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13&lt;em&gt;.“ Der Samen der Buddhaschaft entsteht aus Bedingungen, und da dies so ist, entstehen die Bedingungen aus den Samen der Buddhaschaft.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Samen der Buddhaschaft entstehen aus den Umständen und gleichzeitig entstehen die Umstände aus den Samen der Buddhaschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Samen der Buddhaschaft und die verschiedenen Umstände sind einfache Tatsachen direkt vor uns. Daher können wir sagen, dass die Samen der Buddhaschaft aus den Umständen entstehen und dass gleichzeitig die Umstände aus den Samen der Buddhaschaft entstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;14.&lt;em&gt; „Das Unrecht ist weder existent noch nicht existent, sondern es wird erzeugt. Das Unrecht ist weder materiell noch immateriell, sondern es wird erzeugt. Es geht nicht um (um die Worte), das Unrecht nicht zu erzeugen, sondern um die konkrete Wirklichkeit, das Unrecht nicht zu erzeugen.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Es ist nicht wahr, dass das Unrecht nicht existiert, sondern es ist nichts anderes, als es nicht zu erzeugen. Es ist auch nicht wahr, dass das Unrecht existiert, denn es ist nichts anderes, als es nicht zu erzeugen. Das Unrecht ist weder immateriell noch materiell, sondern es bedeutet, es nicht zu erzeugen. Das Unrecht ist nicht ein abstraktes Wort: "Nicht-Erzeugen", sondern es ist genau die wirkliche Tatsache von "Nicht-Erzeugen".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wir können das wirkliche Vorhanden-Sein des Unrechts im gegenwärtigen Augenblick nicht leugnen. Aber wenn wir nicht irgendwelche Art von Unrecht im gegenwärtigen Augenblick erzeugen, ist es vollständig unmöglich, dass das Unrecht wirklich existiert. Wir können daher sagen, dass das Unrecht keine dauerhafte Entität ist, sondern nur eine Tatsache im gegenwärtigen Augenblick ist. Wenn wir es tatsächlich tun, existiert es wirklich im gegenwärtigen Augenblick, aber wenn wir nicht irgendeine Art von Unrecht begehen, kann es überhaupt nicht realisiert werden. Falsches und Unrechtes sind also keine abstrakten Vorstellungen und auch keine materiellen Substanzen, denn sie erscheinen nicht wirklich dauerhaft und für immer, wenn wir sie nicht erzeugen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15. &lt;em&gt;„Das Selbst ist weder existent noch nicht existent, sondern es ist (die Wirklichkeit), kein Unrecht zu erzeugen. Wenn wir auf diese Weise erfahren und erforschen, (was es bedeutet) kein Unrecht zu erzeugen, ist dies das verwirklichte Universum und es ist die allumfassende Verwirklichung. Wir betrachten es unter dem Blickwinkel des Subjekts und unter dem Blickwinkel des Objekts. Wenn ihr den obigen Bereich (der Wirklichkeit) schon auf diese Weise erreicht habt, ist sogar das Bedauern (etwas) erzeugt zu haben, das wir besser nicht erzeugt hätten, nichts anderes als die Kraft, die uns aus dem Streben erwächst kein Unrecht zu erzeugen.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Das Selbst ist keine (dauerhafte) Existenz und es ist keine (dauerhafte) Nicht-Existenz, sondern es ist nur (das Unrecht) nicht zu begehen. Das wirkliche Erfahren und Erforschen wie dies, ist genau das Universum, das bereits verwirklicht und auch die Verwirklichung des Universums ist. Dieses sollte subjektiv bedacht werden und es sollte objektiv bedacht werden. Selbst wenn die Situation in Wirklichkeit vermeidbar ist, etwas Unrechtes zu begehen, habe ich vielleicht doch den Fehler begangen, das Unrechte zu tun. Aber ein solches Verhalten des Bedauerns kann eine beachtliche Kraft werden, (das Unrecht) nicht zu erzeugen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Das Selbst übersteigt Vorstellungen von Existenz und Nichtexistenz und es ist genau das Nicht Erzeugen des Unrechts im gegenwärtigen Augenblick. Wenn wir eine solche Situation erkennen, ist es genau das verwirklichte Universum und es ist das Universum, das verwirklicht worden ist. Wir sollten dieses Problem vom subjektiven und vom objektiven Standpunkt aus bedenken. Auch die Situation, dass wir es bedauern, tatsächlich das Unrecht begangen zu haben und selbst wenn es für uns möglich gewesen wäre, es zu stoppen, das Unrecht zu begehen, kann eine solche Art von Bedauern eine Kraft werden, um das Unrecht zu tatsächlich stoppen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;16. &lt;em&gt;„(Die Beziehung von) dem Unrechten und dem Nicht-Begehen ist sowohl dasselbe, als wenn ein Brunnen den Esel anschaut als auch, wenn ein Brunnen den Brunnen anschaut. Dasselbe gilt wenn ein Esel den Esel anschaut, ein Mensch einen Menschen anschaut und ein Berg einen Berg anschaut. Weil es die Lehre dieses Prinzips wechselseitiger Beziehungen gibt, sind das Falsche und das Unrechte, dasselbe wie das Nicht-Erzeugen und das Nicht-Begehen.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Unrecht und das Nicht-Begehen sind nicht zwei getrennte Faktoren und deren Beziehung zu einander, sondern es ist dasselbe, als ob ein Esel einen Brunnen anschaut und gleichzeitig der Brunnen den Esel anschaut (, denn beide sind nicht als Subjekt und Objekt getrennt). Es ist vielmehr genau eine ähnliche Situation, als wenn der Brunnen den Brunnen selbst anschaut, ein Esel einen Esel anschaut, ein Mensch einen Menschen anschaut und ein Berg einen Berg anschaut. Diese ist wie die Wirklichkeit selbst. Weil der Buddhismus auf einer ganz konkreten und spezifischen Grundlage lehrt gilt, dass das Unrechte genau dasselbe ist wie das Nicht-Begehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Buddhismus ist nicht nur eine theoretische Lehre, sondern ist genau die Verwirklichung der einfachen Tatsache im gegenwärtigen Augenblick. Daher ist er immer die einfache Situation, dass das Unrechte oder Falsche nicht begangen wird.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-9048179869867403750?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/9048179869867403750/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=9048179869867403750' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/9048179869867403750'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/9048179869867403750'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/02/10.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-7528464894688955891</id><published>2008-01-29T09:14:00.000+01:00</published><updated>2008-02-09T18:45:35.802+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;10.&lt;/span&gt; &lt;/strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Erzeugt kein Unrecht! (&lt;em&gt;Shoaku makusa&lt;/em&gt;)&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Teil 1&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;[3]&lt;br /&gt;1.“&lt;em&gt; Ein ewiger Buddha lehrt:vielfältiges Unrecht nicht zu erzeugen,die vielen Arten des Rechten achtungsvoll zu tun,macht das Herz (und den Geist) auf natürliche Weise rein,dies lehren alle Buddhas.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ein alter (großer Meister) und Buddha, der ewige Tugenden hat, sagt, dass wir nichts Unrechtes tun sollten, sondern das Richtige praktizieren. Wir können unsere Absichten auf ganz natürliche Weise reinigen. Solche Anweisungen sind die Lehre der alten Buddhas.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Idealisten kennen diese Lehren (der praktischen Moral) nicht und schätzen vor allem spirituelle Ideen. Auch Materialisten kennen sie nicht und leugnen die Existenz der Moral. Aber buddhistische Realisten schätzen das moralische Handeln im gegenwärtigen Augenblick sehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[5]&lt;br /&gt;2. "&lt;em&gt;Wir behandeln jetzt das vielfältige Unrecht. Es gibt Recht, Unrecht und Neutrales (weder Recht noch Unrecht). Das Wesen des Unrechts ist es, nur ein Augenblick zu sein. Das Wesen des Rechten und des Neutralen usw. ist ebenfalls nur ein Augenblick. Recht, Unrecht und Neutrales sind so, wie sie sind, ohne dass etwas hinzugefügt oder weggenommen wird. Sie haben auch eine reale Form und offenbaren ihr Wesen an diesem Ort hier in vielen konkreten Einzelerscheinungen (Dharmas)."&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Das Falsche oder Unrechte, das wir jetzt untersuchen, gehört in den Zusammenhang von Richtigem, Falschem und Neutralem. Die besondere Eigenschaft des Falschen ist genau das Nicht-Erscheinen (, wenn es nämlich nicht vorhanden ist). Dies bedeutet, dass es genau die wirkliche Existenz im gegenwärtigen Augenblick ist, und daher hat es nicht das Kennzeichen von Erscheinen und Vergehen (als Prozess). Die Merkmale des Richtigen und Neutralen usw. haben auch keine Verbindung zu dem Erscheinen oder Vergehen, weil das Richtige und Neutrale usw. die wirkliche Situation im gegenwärtigen Augenblick ist. Daher gibt es ebenfalls keine Verbindung zum Erscheinen oder Vergehen. Sie sind ohne Verschmutzung und daher sind sie die Wirklichkeit selbst. In diesen drei Situationen gibt es außerordentlich viele Arten von Dingen und Phänomenen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Richtiges, Falsches und Neutrales sind einfache Eigenschaften im gegenwärtigen Augenblick und insofern haben sie keine Verbindung zum Prozess des Erscheinens und Vergehens (, die Veränderungen im Ablauf einer gedachten linearen Zeit voraussetzen). Sie haben keine Beziehung zur Verschmutzung, und sie sind selbst genau die Wirklichkeit. Und bei diesen drei Situationen, also Richtigem, Falschem und Neutralem, gibt es überaus viele Dinge und Phänomene, die als Universum existieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3.&lt;em&gt; „Recht und Unrecht sind Zeit; Zeit ist nicht Recht oder Unrecht. Richtig und falsch ist der Dharma; der Dharma ist nicht richtig oder falsch. (Wenn) der Dharma im Gleichgewicht ist, ist das Falsche im Gleichgewicht. (Wenn) der Dharma im Gleichgewicht ist, ist das Richtige im Gleichgewicht.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Richtig und Falsch sind genau die Zeit im gegenwärtigen Augenblick, aber die Zeit selbst ist niemals richtig oder falsch. Richtig und Falsch sind Situationen im Universum, aber das Universum selbst hat nicht die Eigenschaft von Richtig und Falsch. Wenn das Universum im Gleichgewicht ist, ist das Falsche auch als Teil des Universums im Gleichgewicht und wenn das Universum im Gleichgewicht ist, ist auch das Richtige als Teil des Universums im Gleichgewicht.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Richtig und Falsch sind Beschreibungen von Teilbereichen im Universum, aber das Universum selbst ist niemals eine Art von Richtig oder Falsch. Wenn das Universum im Gleichgewicht existiert, existiert auch das Falsche im Gleichgewicht und wenn das Universum im Gleichgewicht existiert, existiert auch das Richtige im Gleichgewicht.&lt;br /&gt;[6]&lt;br /&gt;4. „&lt;em&gt;Wir hören von diesem höchsten Zustand des Bodhi manchmal, indem wir (guten) Lehrern folgen und manchmal den Sutras folgen. Zuerst hört man die Worte: "Erzeugt kein Unrecht." Wenn ihr nicht diese Worte hört, ist es nicht Buddhas wahrer Dharma, sondern es mag eher die Lehre von Dämonen sein. Denkt daran, dass es Buddhas wahrer Dharma ist, wenn die Lehre sich so anhört wie "erzeugt kein Unrecht."“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wir können die Chance haben, die höchste Wahrheit zu hören, indem wir manchmal guten Lehrern und manchmal den Sutra vertrauen. Zu Anfang heißt es: "&lt;em&gt;Erzeugt kein Unrecht&lt;/em&gt;." Wenn es nicht wie "&lt;em&gt;erzeugt kein Unrecht&lt;/em&gt;" lautet, kann dies niemals die wahre buddhistische Lehre sein, sondern es ist wohl eher die Lehre der Dämonen. Wir sollten daran denken, dass die Lehre, die lautet "&lt;em&gt;erzeugt kein Unrecht&lt;/em&gt;" genau die wahre umfassende Lehre (des Buddha) ist.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die buddhistische Lehre sollte immer zuerst heißen: "&lt;em&gt;Erzeugt kein Unrecht&lt;/em&gt;" und wenn sich daher einige Worte nicht so anhören, können diese niemals die wahre buddhistische Lehre sein, sondern sie sind die Worte von Dämonen. Wir sollten uns ganz klar daran erinnern, dass die Worte, die lauten "&lt;em&gt;begeht nichts Unrechtes&lt;/em&gt;" genau die wahren Worte von Gautama Buddha sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. „&lt;em&gt;Wenn ihr die Lehre hört, welche die höchste Wahrheit verkündet, dann lautet sie: "Erzeugt kein Unrecht" und diese Lehre wurde von den Menschen nicht absichtlich erschaffen und dann beibehalten. Was so lautet sind Worte, welche die höchste Wahrheit ausdrücken und da dies schon die Sprache der Wahrheit ist, spricht sie die Wahrheit.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Worte "erzeugt kein Unrecht" können in dieser Form niemals durch die Anstrengungen gewöhnlicher Menschen erzeugt werden. Aber wenn man die Wahrheit als Ausdruck der großen Wahrheit hört, dann lauten die Worte so wie diese. Die Worte, denen wir wie diese zuhören, sind genau Ausdruck der höchsten Wahrheit. Sie sind genau die Worte der Wahrheit und daher lehren sie schon die Wahrheit.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Lehren "&lt;em&gt;erzeugt kein Unrecht&lt;/em&gt;" und "&lt;em&gt;praktiziert die vielen Arten des Guten&lt;/em&gt;" sind niemals gewöhnliche menschliche Lehren, sondern sie sind insgesamt das Gesetz des Universums. Die Moral ist nicht menschliche Moral, sondern sie ist genau das Gesetz des Universums.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. &lt;em&gt;„Wenn es die Lehre des höchsten Zustandes des Bodhi wird und wenn wir dadurch verändert werden, dass wir es hören, dann hoffen wir, kein Unrecht zu erzeugen. Wir fahren fort, kein Unrecht zu erzeugen und das Unrecht wird dann weiterhin nicht begangen. In dieser Situation ist die Kraft der Praxis sofort verwirklicht. Diese Verwirklichung vollzieht sich im Bereich der ganzen Erde, der ganzen Welt, der ganzen Zeit und aller Dharmas und ihr Maßstab ist es, kein Unrecht zu erzeugen.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wenn die höchste Wahrheit gelehrt und wenn den Lehren aufmerksam zugehört wird, hoffen wir, selbst kein Unrecht zu begehen und wir erzeugen tatsächlich nichts Unrechtes. Wenn die verschiedenen Arten des Unrechtes nicht begangen wurden, dann ist die Kraft das Handeln beim Praktizieren sofort verwirklicht. Diese Verwirklichung vollzieht sich tatsächlich durch die Erde, die Welt, durch die Zeit, durch das Universum. Der Umfang der Verwirklichung (der Wahrheit) ist genau der Umfang, nichts Unrechtes zu erzeugen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Weil sich die buddhistischen Lehren offenbaren, können wir sie hören. Dann bitten wir, kein Unrecht zu erzeugen und wir fahren fort das Unrechte zu vermeiden. Wenn wir selbst die Situation erkennen, dass wir ganz stark hoffen, überhaupt keine Möglichkeit zu haben etwas Unrechtes zu erzeugen, dann wird die Kraft verwirklicht, das Falsche zu vermeiden. Die Kraft der Praxis wird dann sofort verwirklicht. Der Reichweite dieses Phänomens umfasst die ganze Erde, die ganze Welt, die ganze Zeit und das ganze Universum. Wir können sagen, dass der Umfang einer solchen Verwirklichung genauso groß ist, wie der Umfang, das Unrechte nicht zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7.&lt;em&gt; „Für Menschen, die in dieser Wahrheit leben, kann genau in diesem Augenblick überhaupt kein Unrecht erzeugt werden, selbst wenn sie an einem Ort leben und dort kommen und gehen, wo sie Unrecht erzeugen könnten. Dies gilt auch, wenn sie in Situationen sind, in denen sie eventuell Unrecht erzeugen könnten und auch, wenn sie mit Freunden verkehren, die offensichtlich Unrecht tun. Da die Kraft, das Unrecht zu vermeiden derart wirksam ist, kann sich das Unrecht nicht als Unrecht offenbaren und kann keine Eigenständigkeit entwickeln.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Von einem Menschen, der in der wirklichen Situation und in der wirklichen Zeit ist, können von ihm selbst keine unrechten Handlungen begangen werden. Dies gilt auch, wenn er an einem Ort oder beim Kommen und Gehen zu leben scheint, wo es für ihn scheinbar natürlich wäre, verschiedenartige Fehler zu machen. Dies gilt auch, wenn er mit Umständen konfrontiert ist, wo es ebenfalls für ihn eigentlich nahe liegend wäre, etwas Unrechtes zu begehen und wenn er mit Freunden zusammen ist, die Falsches tun. Dies ist so, weil die Fähigkeit, das Unrecht zu unterlassen, bereits verwirklicht wurde. Die verschiedenen Arten des Unrechtes können sich nämlich nicht selbst verwirklichen und sie haben auch nicht irgendwelche festen und dauerhaften Strukturen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Gute buddhistische Praktizierende haben niemals die leichtfertige Tendenz, Falsches zu tun. Daher können sie in jedem Fall aufhören, etwas Unrechtes zu tun, auch wenn es sehr gefährlich erscheint, dies zu erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8. „&lt;em&gt;Es gibt die buddhistische Wahrheit des aktiven Tuns und des Geschehenlassens. Genau in diesem Augenblick wird die Wahrheit erkannt, dass das Falsche einen Menschen nicht verletzt und die Wahrheit wird geklärt, dass ein Mensch das Unrecht gar nicht beseitigen kann.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Es gibt die buddhistische Wahrheit, dass eine positive Handlung genau im jetzigen Augenblick getan wird und dass eine Handlung ebenfalls genau im gegenwärtigen Augenblick beendet wird. Und genau im gegenwärtigen Augenblick ist bekannt, dass das Falsche (als abstrakte Vorstellung) niemals einen Menschen (wirklich) verletzt und das Prinzip wird geklärt, dass ein Mensch nicht das Unrechte (als abstrakte Vorstellung) vernichtet.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Im Buddhismus ist die einzige wirklich existierende Zeit genau der gegenwärtige Augenblick. Daher wird sowohl das aktive Handeln als auch das passive Geschehenlassen genau im gegenwärtigen Augenblick vollzogen. Eine solche Art des wirklichen Handelns im gegenwärtigen Augenblick, ob positiv oder negativ, ist die Einheit von Handeln und Mensch, der handelt, und es ist die Einheit des Geschehenlassens und eines Menschen, der nicht handelt. Daher verletzt das Unrecht niemals einen Menschen, der handelt und ein Mensch der handelt, bricht niemals zusammen.&lt;br /&gt;[10]&lt;br /&gt;9. „&lt;em&gt;Im täglichen Gehen, Stehen, Sitzen und Liegen müsst ihr gründlich diese Wahrheit bedenken: Wenn menschliche Wesen Buddhas und Vorfahren im Dharma werden, dann werden sie (erst) im Augenblick (ihrer Praxis) zu Buddhas und Vorfahren im Dharma, obgleich sie (die Fähigkeit) Buddha und Vorfahre im Dharma zu sein, schon immer uneingeschränkt hatten. Wenn ihr Buddha oder ein großer Meister werdet, bedeutet dies nicht, den Menschen in euch zu beseitigen, ihn zu beeinträchtigen oder ihn zu verlieren und dennoch habt ihr euch von eurem Ego befreit.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wenn gewöhnliche Menschen Buddha oder Meister im Dharma werden, werden sie nicht durch die Tatsache beunruhigt, dass auch gewöhnliche Menschen normalerweise das Gleichgewicht des vegetativen Nervensystems schon in ihrem täglichen Leben aufrechterhalten. Aber gleichzeitig ist es notwendig für uns, dass wir das Prinzip bedenken, dass gewöhnliche Menschen durch ihr tägliches Leben, beim Gehen, Stehen, Sitzen und Liegen Buddhas und große Meister werden können. Wenn gewöhnliche Menschen Buddhas und große Meister werden, zerstören, stehlen oder verlieren sie nicht ihre eigene Form als Menschen, sondern sie werden vollständig befreit vom Zustand als gewöhnlicher Mensch.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ff0000;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Ein buddhistischer Meister zu werden bedeutet, ein dauerhaftes Gleichgewicht des Vegetativen Nervensystems (VNS) zu erlangen. Daher ist es kein Problem, dass auch gewöhnliche Menschen in ihrem Leben hin und wieder ein solches Gleichgewicht erlangen. Aber wir sollten gleichzeitig die Lehre bedenken, dass wir dauerhaft die Möglichkeit des Gleichgewichtes des VNS haben, wenn wir den ganzen Tag achtsam sind, also gehen, stehen, sitzen oder liegen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-7528464894688955891?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/7528464894688955891/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=7528464894688955891' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7528464894688955891'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7528464894688955891'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/01/10.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-5524112227937466606</id><published>2008-01-15T14:55:00.000+01:00</published><updated>2008-01-29T09:55:53.615+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;9. Die Stimme des Tales und die Form&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; &lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;der Berge&lt;/span&gt; (&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Keisei-sanshiki&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;)&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;[209]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;1. &lt;em&gt;Wenn jeder von euch seine (einengende) Hülse entfernt, seid ihr nicht mehr durch frühere Ansichten und früheres Verstehen beschränkt und die Dinge und Zusammenhänge, die seit langen Zeitaltern unklar waren, offenbaren sich plötzlich vor euch. &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Grundprinzip: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Wenn wir die vollständige Freiheit durch das Gleichgewicht des Vegetativen Nervensystems (VNS) verwirklicht haben, können wir den Zustand der Wirklichkeit erfahren, der sich nicht seit vielen Jahren für uns verwirklicht hat, indem wir unsere früheren Sichtweisen und unser früheres Verständnis überschreiten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Wenn wir nicht das Gleichgewicht unseres vegetativen Nervensystems (VNS) verwirklichen, bei dem es eine Gleichheit zwischen dem sympathischen Nervensystem (SNS) und dem parasympathischen Nervensystem (PNS) gibt, ist es für uns vollständig unmöglich, einen Zustand zu erreichen, wo die Funktionen beider Systeme sich gegenseitig ausgleichen. Dann gibt es ein Gleichgewicht von Plus- und Minus-Aktivitäten,die zu Null werden. Wenn unser SNS stärker ist, müssen wir idealistisch sein und wenn umgekehrt unser PNS überwiegt, müssen wir materialistisch sein. Dann ist es für uns unmöglich, das vollständige Gleichgewicht zu erfahren, das der ursprüngliche und natürliche Zustand von Frieden und Freude ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;[210]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;2. &lt;em&gt;Wie bedauerlich, dass die Form der Berge und Flüsse (dem Laien Toba bis dahin) verborgen geblieben waren. Wir können uns aber freuen, dass es Augenblicke gibt, in denen sich die Ursachen und Umstände der (wirklichen) Stimmen und Formen in den Bergen und Wassern zeigen. Diese sich offenbarenden Zungen (Buddhas) erlahmen niemals. Wie könnte die Form des Körpers (einmal) existieren und (dann) verschwinden? &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Es ist sehr bedauerlich, dass die Berge und Flüsse manchmal ihre Stimme und Formen verbergen, aber es erfüllt uns gleichzeitig mit großer Freude, dass es eine Zeit, sowie Ursachen und Bedingungen gibt, in denen die Berge und Flüsse ihre Stimme und Form offenbaren. Die physischen Zungen der Flüsse scheinen niemals träge oder erschöpft zu sein. Wie ist es daher möglich für die physikalische Form der Berge, dass sie existieren oder verschwinden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Es ist in der Tat traurig, dass die Berge und Flüsse ihre wirkliche Form und Stimme nicht offenbaren können, weil unser eigenes vegetatives Nervensystem (und damit wir selbst) nicht im Gleichgewicht sind. Aber in der Wirklichkeit eines solchen Gleichgewichts offenbaren die Berge und Flüsse ihre (wahre) Form und ihre Stimme überaus reich und befriedigend. Selbstverständlich gibt es keine Trägheit oder Ermüdung bei den Bergen und Flüssen, und es gibt in ihrer physikalischen Form und Materie weder Existenz noch Verschwinden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;[215]&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;3.&lt;em&gt; (Der große Meister Kyogen Chikan) verfasste die folgenden Verse:&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;Mit einem einzigen Schlag verlor ich alles (alte) Wissen,&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;nicht länger muss ich (gewaltsam) Selbst-Disziplin üben.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;(Ich) offenbare das Verhalten des Weges der Alten.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;Niemals mehr in Trübsal verfallen.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;Nirgendwo die geringste Spur:&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;(Der Zustand) ist (wahres) und würdevolles Handeln jenseits von Klang und Form.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;Menschen überall, welche die Wahrheit verwirklicht haben,&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;preisen alle (diesen) höchsten Zustand.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;Er legte die Verse dem Meister Dai-i vor und dieser sagte: "Dieser Schüler ist vollendet."&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Schließlich verfasste der obige Meister die folgenden Verse:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Als ich den Klang des Aufpralls (auf den Bambus) hörte, habe ich mein Wissen sofort weggeworfen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Seitdem wurde es für mich nicht mehr erforderlich, mich selbst willensmäßig zu steuern.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Mein Verhalten kann das gleiche Tun und Handeln der alten Meister offenbaren&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;und fällt überhaupt nicht zurück in einen verzweifelten Zustand.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ich lasse niemals überhaupt an irgendeinem Ort eine (negative) Spur zurück.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Mein (wahres) und würdevolles Verhalten mag von vielen Menschen,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;die bei der Wahrheit angekommen sind, in vielen Gegenden&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;als das beste Tun und Handeln unter den Besten gelobt werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Als Meister &lt;em&gt;Kyogen Chikan&lt;/em&gt; die Verse dem großen Meister &lt;em&gt;Isan Reiyu&lt;/em&gt; (der auch &lt;em&gt;Dai-i&lt;/em&gt; genannt wurde) vorlegte, sagte dieser: "&lt;em&gt;Dieser Schüler ist bei dem Höchsten angekommen&lt;/em&gt;."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;4. &lt;em&gt;Es war Frühling und die Pfirsichbäume standen in voller Blüte. Als (Meister Reiun Shigon) sie erblickte, verwirklichte er plötzlich die Wahrheit. Er verfasste dieses Gedicht und legte es Meister Dai-i vor: Dreißig Jahre lang ein Wanderer auf der Suche nach einem Schwert. Wie viele Jahre fielen die Blätter und sprossen die Knospen?Mit einem Mal, als ich die Pfirsichblüten sah,bin ich direkt im Jetzt angekommen und habe keine Zweifel mehr.Der Meister Dai-i sagte: "Jemand, der durch die externen (Dinge) und Phänomene (in die Wahrheit) eingetreten ist, wird niemals zurückfallen oder zaudern."&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Es war Frühling und die Pfirsichbäume standen in voller Blüte. Als Meister &lt;em&gt;Reiun Shigon&lt;/em&gt; diese großartige Szene der Felder sah, wo die Pfirsichblüten voll erblüht waren, verwirklichte und erkannte er plötzlich die Wahrheit selbst. Daher machte er das folgende Gedicht und legte es dem großen Meister &lt;em&gt;Isan Reiyu&lt;/em&gt; (genannt &lt;em&gt;Dai-i&lt;/em&gt;) vor.Als Wanderer habe ich dreißig Jahre lang etwas Scharfes wie ein Schwert gesucht.Während dieser Zeit fielen viele Male die Blätter der Bäume herab, und die jungen Triebe wuchsen in vielen Jahren.Als ich genau die wunderbaren Pfirsichblüten tatsächlich gesehen habe,bin ich im gegenwärtigen Augenblick angekommen und habe alle Zweifel weggeworfen.Meister &lt;em&gt;Isan Reiyu&lt;/em&gt; (genannt &lt;em&gt;Dai-i)&lt;/em&gt; sagte darauf:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; &lt;em&gt;"Ein Mensch, der durch die externen (Dinge) und Phänomene in die Wahrheit eingetreten ist, wird niemals zurückfallen oder zaudern".&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Meister &lt;em&gt;Reiun Shigon&lt;/em&gt; hatte mehr als dreißig Jahre Zazen praktiziert, und eines Tages machte er einen Spaziergang in den Bergen zur Erholung. Als er am Fuße eines Berges Rast machte, sah er auf eine großartige Szenerie von Pfirsichblüten, die in den Feldern voll erblüht waren. Und dann wurde ihm klar, dass diese Welt wirklich existiert. Wir können daher annehmen, dass die Wirklichkeit sich manchmal durch&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;die externe Welt offenbart.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;[220]&lt;br /&gt;5. &lt;em&gt;Ein Mönch fragte Zen-Meister Chosa (Kei)shin: &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Wie können wir die Berge, Flüsse und die Erde dazu bringen, dass sie zu uns gehören?" &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Meister sagte: &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"Wie können wir uns selbst dazu bringen, dass wir zu den Bergen, Flüssen und der Erde gehören?"&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Eines Tages fragte ein Mönch Meister &lt;em&gt;Chosa Keishin&lt;/em&gt; wie es für den Mönch möglich sei, dass sich die Berge, Flüsse und die Erde mit ihm identifizieren. Aber Meister &lt;em&gt;Chosa Keishin&lt;/em&gt; lehrte den Mönch, dass er selbst mit den Bergen, Flüssen und der Erde identifiziert werden solle.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Meister Dogen fügte bei seinem Kommentar zu den Worten von Meister &lt;em&gt;Chosa&lt;/em&gt; hinzu, dass wir niemals in einer Trennung von Subjekt und Objekt denken sollten und auch nicht, dass die Natur das Objekt von uns selbst (als Subjekt) sei. Die obigen Worte hatte Meister &lt;em&gt;Chosa &lt;/em&gt;als Lehre und Antwort auf die Frage des Mönchs gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[221]&lt;br /&gt;6. &lt;em&gt;Eines Tages fragte Shisen, der ein Lehrer einer philosophischen Sekte war, den Meister: "Wie kommt es, dass die reine Essenz plötzlich die Berge, Flüsse und die Erde entstehen lässt?" Der Meister antwortete auf diese Frage: "Wie kommt es, dass die reine Essenz plötzlich die Berge, Flüsse und die Erde entstehen lässt?"&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Eines Tages befragte der Theorie-Lehrer &lt;em&gt;Shisen&lt;/em&gt; den Meister &lt;em&gt;Roya Ekaku&lt;/em&gt; nach der reinen Essenz. &lt;em&gt;Shisen&lt;/em&gt; gehörte einer philosophischen Sekte an, die den Buddhismus nur auf der Grundlage theoretischer Philosophie verstand. Der Meister klärte den Lehrer jedoch darüber auf, dass die reine Essenz genau dasselbe wie die Berge, Flüsse und die Erde sind, sodass es für uns nicht sinnvoll ist, die reine Essenz und die Natur in zwei Teile zu trennen. (Dies lehrte er, indem er genau die selbe Formulierung der Frage von &lt;em&gt;Shisen&lt;/em&gt; einfach wiederholte).&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Meister &lt;em&gt;Dogen&lt;/em&gt; gibt uns den Rat, die Wirklichkeit nicht in die reine Essenz und die Natur zu unterteilen, weil wir genau in der goldenen Wirklichkeit leben, wenn unser vegetatives Nervensystem im gegenwärtigen Augenblick im Gleichgewicht ist. (Dann gibt es eine solche Trennung nicht).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[222]&lt;br /&gt;7. &lt;em&gt;Denkt daran: Wenn es die Form der Berge und die Stimme des Tales nicht gäbe, hätte (Buddha) beim Hochhalten der Blume gar nichts gelehrt und (Meister Eka), der das Mark (des Dharma) erlangte, wäre nicht an seinem Platz stehen geblieben. Weil die Stimme des Tales und die Form der Berge diese Tugend besitzen, verwirklichen die Erde und alle Lebewesen gleichzeitig die Wahrheit. Es gibt viele Buddhas, die erwachen, wenn sie den hellen Morgenstern erblicken.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wir sollten uns daran erinnern, dass sich das Wichtigste (im Buddha-Dharma) nicht ereignen könnte, wenn es keine Form der Berge und nicht die Stimme der Flusstäler und der Natur geben würde. Es gäbe z. B. nicht Gautama Buddhas Lehrrede, als er einen Blumenstrauß hochhielt und die Natur damit bezeichnete und nicht das Verhalten von Meister &lt;em&gt;Taiso Eka&lt;/em&gt; (bei der Dharma-Übertragung), als er sich dreimal vor Meister &lt;em&gt;Bodhidharma&lt;/em&gt; verbeugte und (ohne Worte) auf seinen vorherigen Platz zurückging. Wir sollten daher denken, dass wir niemals dasselbe wie Gautama Buddha erfahren könnten und auch nicht sofort die Wahrheit verwirklichen könnten, wenn es nicht die Grundlage der Natur gäbe. Es wäre auch völlig unmöglich, dass irgendjemand die Wahrheit verwirklichen könnte, wenn er nicht wie Gautama Buddha den hellen Stern erblicken würde.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Kurz gesagt ist es völlig ausgeschlossen, dass sich irgendwelche religiösen Tatsachen überhaupt ereignen können, wenn es nicht die Natur (als Wirklichkeit) gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8. &lt;em&gt;Obgleich die Menschen ein Leben empfangen haben, haben sie kein Verlangen nach dem Dharma zu streben, allein um des Dharma willen. Wenn sie den wahren Dharma sehen, werden sie (leider) an dem echten Drachen zweifeln und wenn sie dem wahren Dharma begegnen, werden sie diesen ablehnen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Obgleich die Menschen ihr eigenes wertvolles menschliches Leben erhalten haben, haben sie oft nicht das Bestreben, das wahre Gesetz des Universums zu erlangen. Wenn sie daher dem Gesetz des Universums begegnet sind, haben sie Zweifel an der wirklichen Wahrheit. Auch wenn sie der Wahrheit selbst schon begegnet sind, sind sie manchmal wegen ihrer eigenen Ignoranz vor der Wahrheit geflohen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#33cc00;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Obgleich wir als menschliche Wesen geboren wurden, haben wir manchmal überhaupt kein Bestreben, die große Wahrheit zu erlangen, sodass wir meist daran scheitern, bei der Wahrheit tatsächlich anzukommen. Ein anderes Mal verpassen wir zwangsläufig unsere große Chance, die Wahrheit tatsächlich zu erlangen, weil unser Verhalten schlecht ist, und wir kein wirkliches Leben als Mensch führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9. &lt;em&gt;Wenn die Menschen aber einmal den Bodhi-Geist in sich erweckt haben, führen die Ursachen und Umstände ihres Lebens doch (automatisch) zu dem wahren Handeln und zu dem Bestreben nach der Wahrheit, auch wenn sie immer noch die sechs Zustände und die vier Arten der Geburten durchlaufen müssen. Diese werden insgesamt zu den Handlungen und Gelöbnissen des Bodhi-Zustandes.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Auch nachdem wir den Willen zur Wahrheit erweckt haben, mag es häufig vorkommen, dass wir unrechte Handlungen nicht vermeiden können, und zwar die sechs Arten der Hölle, nämlich der hungrigen Geister, der Tiere, der zornigen Dämonen, der Menschen und der Götter oder die vier Arten der Geburt, nämlich aus dem Mutterleib, aus Eiern, aus der Feuchtigkeit und Metamorphose. Auch wenn es unmöglich ist, diese verschiedenen Ursachen und Umstände zu vermeiden, werden sich diese in den Lebenszyklen insgesamt in solche Handlungen und Gelöbnisse umwandeln, die zur Wahrheit führen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Auch wenn wir damit bereits begonnen haben, überaus sorgfältig nach der Wahrheit zu streben, ist es für uns vollständig unmöglich, ganz zu vermeiden, dass wir uns falsch oder schlecht verhalten. Meister Dogen gibt uns jedoch den freundlichen Trost, dass unsere Fehler, die wir begangen haben, sogar die Ursachen und Bedingungen dafür werden, dass wir in unserem Leben bei der Wahrheit ankommen. Dies gilt wie gesagt auch für die Fehler, die wir begangen haben, nachdem wir den Willen zur Wahrheit bereits erweckt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10. &lt;em&gt;Seit der Zeit des Tathagata bis zum heutigen Tag haben viele Menschen anscheinend geglaubt, dass es das Wesentlich für das Studium des Weges sei, nach Ruhm und Profit zu streben. Wenn solche Menschen jedoch der Lehre eines wahren Meisters begegnen, sich verändern und nach dem wahren Dharma streben, werden sie auf natürliche Weise die Wahrheit verwirklichen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Seit der Zeit, als Gautama Buddha in dieser Welt weilte und bis zum heutigen Tag, gab es sehr viele Menschen, die anscheinend dachten, dass es für sie beim Streben nach der Wahrheit die wichtigste Aufgabe sei, erfolgreich Ruhm und Profit zu erlangen. Wenn sie jedoch glücklicherweise einem wahren Meister begegnet sind, und sie nach dem wahren Dharma streben, indem sie ihre ursprünglichen Absichten ändern, mögen sie die Wahrheit in einem natürlichen Prozess erlangen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Es gibt sehr viele buddhistische Praktizierende, die ihr buddhistisches Studium begonnen haben, um weltlichen Ruhm und ökonomischen Profit zu erlangen. Wenn sie jedoch sogar in solchem Fall der wahren Lehre eines hervorragenden Meisters begegnen, und wenn sie nach dem großen Gesetz des Universums streben, können sie auf natürliche Weise die Wahrheit erlangen, indem sie ihre ursprünglichen niedrigen Absichten ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11. &lt;em&gt;Außerdem solltet ihr eure Entschlossenheit am Anfang eures freudigen Strebens nach der Wahrheit niemals vergessen. Dass heißt, wenn ihr am Anfang den Willen (zur Wahrheit) erweckt habt, sucht ihr nicht den Buddha-Dharma aus Angst vor den anderen. Ihr strebt dann nicht nach Ruhm und Profit, die ihr (schon) hinter euch gelassen habt und ihr wollt einzig die Wahrheit erlangen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wir sollten niemals die Zeit vergessen, als wir uns entschieden hatten, zum ersten Mal aufrichtig nach der buddhistischen Wahrheit zu streben. Damals wollten wir überhaupt nicht nach der Wahrheit streben, um den Beifall anderer zu bekommen, sondern wir haben die ganze Gier nach Ruhm und Profit bereits vollständig weggeworfen. Unsere aufrichtige Hoffnung ist es, niemals (vordergründigen) Ruhm und Profit zu ergattern, sondern nur die große Wahrheit zu erlangen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wenn wir uns an die Zeit erinnern, als wir Mönch oder Nonne wurden, so haben wir damals überhaupt nicht daran gedacht, irgendeine Art von Ruhm oder Vorteil für uns selbst zu erlangen. Wenn wir daher später in unserem buddhistischen Leben gierig wurden Ruhm und Profit zu ergattern, sollten wir uns wieder an jene Zeit erinnern, als wir einen so aufrichtigen und reinen Geist hatten, nach der Wahrheit zu streben. Dann ist es für uns möglich, unseren Geist zu erneuern, nur die Wahrheit anzustreben, und wir können zu dem freudigen Zustand zurückfinden, als wir unseren ursprünglichen Willen zur Wahrheit erweckt hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[230]&lt;br /&gt;12. &lt;em&gt;Ein alter Buddha sagte: "Habt keinen vertraulichen Umgang mit Königen, Prinzen, Ministern, Herrschern, Brahmanen und weltlichen (wichtigen) Menschen. Wenn ihr den Buddhaweg erlernen wollt, dürft ihr diese wahre Form des Verhaltens nicht vergessen. (Nachdem) die Bodhisattvas begonnen haben (den Buddha-Weg) zu erlernen, wird sich ihre Tugend im Einklang mit ihrem Fortschritt vermehren."&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Gautama Buddha, der Buddha der Vergangenheit, sagte&lt;br /&gt;"&lt;em&gt;Habt nicht einen zu engen Kontakt zu Königen, Prinzen, Ministern, hohen Offizieren, Brahmanen oder (bedeutenden) Laien."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ein solches Verhalten sollte niemand vergessen, der ehrlich nach der buddhistischen Wahrheit strebt. Die Tugend der Bodhisattvas wird sich auch vermehren, wenn sie noch am Anfang ihres Weges sind, und diese Idee nicht vergessen. Die Tugend wird sich dann stärker als eigentlich möglich weiter vermehren, wenn sie der Lehre weiter folgen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Gautama Buddha lehrte uns, dass wir als buddhistische Mönche niemals zu sehr mit Königen, Prinzen, Ministern, hohen Offizieren, Brahmanen oder bedeutenden Laien vertraut sein sollten. Meister Dogen äußert ganz klar, dass diese Lehre für buddhistische Praktizierende am Anfang außerordentlich wichtig ist. Wenn sie dieser Lehre des Gautama Buddha aufrichtig folgen, wird der Fortschritt ihres buddhistischen Weges und Studiums viel schneller vor sich gehen als sonst üblich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[232]&lt;br /&gt;13. &lt;em&gt;Ferner gab es schon seit alten Zeiten den Gott Indra, der erschien, um die Entschlossenheit der Übenden auf die Probe zu stellen. Es gab aber auch die Todes-Dämonen, die umgekehrt ihre Praxis verhindern wollten. Dies geschah immer dann, wenn die Übenden sich nicht von dem Willen nach Ruhm und Gewinn befreit hatten. Wenn das große Mitgefühl und das große Erbarmen tief sind, und eure Gelübde, alle Lebewesen zu erlösen, gereift sind, treten solche Hindernisse nicht auf.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Weiterhin prüfte der Gott Indra verschiedentlich die Entschlossenheit der Übenden, aber die Dämonen versuchten im Gegensatz dazu, die Praxis zu verhindern. Dieses ereignete sich immer dann, wenn die Übenden den Willen nach Ruhm und Profit noch nicht aufgegeben hatten. Wenn aber der Geist der Übenden weder an Ruhm noch an Gewinn haftet, gibt es solche Hindernisse überhaupt nicht, weil der Geist des großen Erbarmens und großen Mitgefühls von Gautama Buddha so fest und tief gegründet ist.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Als ich in jungen Jahren der Lehre von Meister &lt;em&gt;Dogen&lt;/em&gt; begegnete, war ich überaus beeindruckt von ihrer Großartigkeit. Aber es gab ein einziges Problem bei seiner Lehre für mich, dass er es nämlich streng ablehnt, dass wir Ruhm und Gewinn erlangen wollen. Als ich damals seine Einstellung studierte, war ich sehr beunruhigt, weil ich sehr ehrgeizig war, für mich Ruhm und Gewinn zu erlangen. Daher war es für mich recht schwierig zu verstehen, warum Meister Dogen uns so sehr mahnt, das Streben nach Ruhm und Gewinn aufzugeben. Später habe ich jedoch immer klarer erkannt, dass das Erreichen einer hohen sozialen Position oder das Ansammeln von Reichtum nur dann nützlich ist, wenn man diese als Hilfsmittel für etwas anderes Wichtigeres in seinem menschlichen Leben benutzt. Aber es muss ausgeschlossen werden, dass Ruhm und Reichtum selbst das Ziel des Lebens sind. Es mag daher durchaus für uns wichtig sein, eine soziale Position oder Geld als Hilfsmittel für etwas anderes zu erwerben. Wenn wir aber in unserem Leben nach Ruhm oder Gewinn als eigenständiges Ziel und als Selbstzweck streben, werden wir am Ende unseres Lebens zwangsläufig sehr deprimiert und enttäuscht sein. Auch wenn wir das Ziel von Ruhm und Gewinn erreicht haben, ist es sehr traurig, dass wir niemals das größere Ziel der Wahrheit in unserem Leben erreicht haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[233]&lt;br /&gt;14. &lt;em&gt;Im Allgemeinen kann das idealistische und romantische Denken eines Anfängers die Buddha-Wahrheit nicht erfassen. Er stellt zwar Vermutungen über sie an, die aber ihr Ziel verfehlen. Selbst wenn ihr die Wahrheit zu Beginn nicht ergründen könnt, dürft ihr deshalb das vollkommene Erwachen nicht in Frage stellen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Allgemein gesagt kann das gefühlsbetonte und romantische Denken eines Anfängers die Wahrheit Buddhas zunächst nicht ausloten. Daher ist es normalerweise für Anfänger unmöglich, den höchsten Inhalt der buddhistischen Wahrheit zu ermessen. Tatsächlich kann der Anfänger aber schließlich bei den wahren buddhistischen Erkenntnissen ankommen und dies ist meist eine wirkliche Tatsache.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Für Anfänger ist es daher notwendig anzunehmen, dass sich ihre Vorstellungen und Überlegungen zur höchsten buddhistischen Lehre zunächst vom wahren Buddhismus unterscheiden. Aber es ist für sie sehr sinnvoll, sich deswegen keine Sorgen zu machen, weil sie schließlich bei dem wahren Buddhismus ankommen, nachdem sie sich angestrengt haben, diesen zu erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15. &lt;em&gt;Die innere Tiefe des vollkommenen Zustandes geht noch weit über das vordergründige Bewusstsein des Anfängers hinaus. Zuerst solltet ihr den Weg der alten Heiligen durch eigenes praktisches Handeln gehen. Zu dieser Zeit müsst ihr Berge ersteigen und Ozeane überqueren, um die Lehre aufzusuchen und die Wahrheit zu erforschen. Wenn ihr wirklich einen Meister und Lehrer sucht und ihn herbeisehnt, steigt er vom Himmel herab oder kommt aus der Erde hervor.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Der tiefgründige Zustand der erfahrenen buddhistischen Praktizierenden unterscheidet sich grundsätzlich von dem noch oberflächlichen Wissen der Anfänger. Die Anfänger sollten daher sich anstrengen, um in die Fußspuren der früheren erfahrenen Buddhisten zu treten. In einer solchen Situation suchen wir einen Meister, um nach der Wahrheit zu streben, manchmal müssen wir dazu steile Berge hinaufsteigen und sogar Leitern benutzen oder wir müssen auf dem Ozean unseren Weg suchen. Wenn wir jedoch einen hervorragenden Meister aufrichtig suchen und mit ganzem Herzen hoffen, einem ausgezeichneten Lehrer zu begegnen, dann werden sie „vom Himmel fallen oder von der Erde aufsteigen“.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die wunderbaren Traumbilder von der Erleuchtung bei Anfängern sind im Buddhismus vollständig verschieden von der höchsten Verwirklichung des wahren Buddhismus im Zustand des Vollkommenen. Die Anfänger im Buddhismus sollten daher ihre eigenen fantasievollen Träume über Bord werfen, und es mag für sie sicher der beste Weg sein, in die Fußspuren der früheren hervorragenden Meister einzutreten. Mit einer solchen Haltung streben wir nach der großen buddhistischen Wahrheit, auch wenn es viele Probleme und schwierige Situationen geben mag, aber wir können schließlich bei der höchsten Wahrheit ankommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[236]&lt;br /&gt;16. &lt;em&gt;Ferner solltet ihr aufrichtig vor dem Buddha bekennen, wenn der Geist oder das Fleisch träge werden und ihr zweifelt. Wenn ihr dies tut, wird die Kraft und Tugend des Bekennens vor dem Buddha euch erlösen und euch reinigen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wenn unser Körper und Geist träge werden und Zweifel aufkommen, sollten wir unsere Trägheit und unser Misstrauen mit ganzem Herzen vor Gautama Buddha selbst offen legen. Dann wird uns die Tugend und Kraft des Eingeständnisses unserer Trägheit und unseres Misstrauens vor Gautama Buddha retten und uns reinigen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;In unserem täglichen Leben neigen wir manchmal dazu, das Vertrauen in den Buddhismus zu verlieren. Aber in einer solchen Situation sollten wir dies vor dem Bild von Gautama Buddha offen zugeben und gerade ein solches Verhalten schützt uns tatsächlich vor Trägheit und Misstrauen. Es ist wirklich überraschend, dass auch Meister Dogen dieses als Tatsache zugegeben hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17. &lt;em&gt;Lasst mich teilhaben an ihrem Mitgefühl. In der Vergangenheit waren die Buddhas und Vorfahren im Dharma (so wie) wir. In der Zukunft mögen auch wir buddhistische Meister werden.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Gib mir bitte deine Güte und dein Mitgefühl! Auch Gautama Buddha war genauso wie wir, bevor er die Wahrheit verwirklich hatte und auch wir sind genau so Schüler beim Streben nach der Wahrheit. Daher ist es nicht nur eine Art von Traum für uns, in Zukunft ein Buddha zu werden.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#009900;"&gt;Kommentar:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Nicht nur Gautama Buddha, sondern alle Buddhas waren gewöhnliche Menschen, bevor sie dann Buddha wurden. Wir müssen uns daher keine Sorgen darüber machen, ob wir Buddha werden können oder nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-5524112227937466606?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/5524112227937466606/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=5524112227937466606' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/5524112227937466606'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/5524112227937466606'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2008/01/9.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-8406897299751511389</id><published>2007-12-19T22:03:00.000+01:00</published><updated>2007-12-19T22:05:08.917+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Wenn die Beine und Füße einschlafen&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Hello,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich habe eine ganz einfache Frage: Wenn ich Zazen praktiziere schlafen mir die Beine und Füße ein. Sie werden vollkommen taub. Ich bin beunruhigt, ob das gut oder schlecht ist.&lt;br /&gt;Ich kann mein Blut mit Gewalt in die Beine pressen und manchmal verhindert das die Taubheit, aber diese gewaltsame Anstrengung scheint eben so schlecht zu sein, als wenn die Beine einschlafen. Ich sitze jetzt normaler Weise 30 Minuten, aber mich irritiert das Ganze und ich beende dann die Meditation. Ich möchte länger sitzen. Was soll ich tun?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielen Dank&lt;br /&gt;Matthew.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lieber Matthew San,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;recht herzlichen Dank für Ihre Frage. Meine Antwort lautet wie folgt:&lt;br /&gt;Wenn wir zu Anfang mit der Zazen-Praxis beginnen, bekommt fast jeder gefühllose und taube Beine und Füße.&lt;br /&gt;In diesem Fall ist es besser, die gekreuzten Beine von rechts nach links zu wechseln, also umzusetzen, wenn dies notwendig ist.&lt;br /&gt;Durch die Praxis des Zazen werden sich unsere Beine und Füße daran gewöhnen. Dann werden sich diese Probleme Tag für Tag verringern und schließlich auflösen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gudo Wafu Nishijima&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-8406897299751511389?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/8406897299751511389/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=8406897299751511389' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/8406897299751511389'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/8406897299751511389'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2007/12/wenn-die-beine-und-fe-einschlafen-hello.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-1095035493868339045</id><published>2007-12-06T13:36:00.000+01:00</published><updated>2007-12-06T13:42:35.891+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;8. Sich niederwerfen und das Mark erlangen (&lt;em&gt;Raihai-tokuzui&lt;/em&gt;).&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;[169]&lt;br /&gt;1. &lt;em&gt;Wenn ihr das höchste vollkommene Erwachen (anuttara-samyak-sambodhi) übt, ist es das Schwierigste, einen Lehrer zu finden, der euch auf dem Weg führt. Obwohl dieser Lehrer jenseits der Gestalt eines Mannes oder einer Frau ist, muss er sich selbst meistern und steuern und auch ein Mensch sein, der das Unfassbare ist. Ein solcher Mensch gehört nicht zur Vergangenheit oder Gegenwart, sondern er ist ein guter Lehrer, der den Geist eines wilden Fuchses hat.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn ihr Zazen praktiziert, um die höchste Wahrheit zu erlangen, mag es das aller Wichtigste sein, einen ausgezeichneten Lehrer zu finden, der den wahren Buddhismus lehrt. Es ist unwichtig, ob es ein Mann oder eine Frau ist. Der Meister muss stabil und im Gleichgewicht und ein wahrer Mensch sein, den man schwer mit Worten beschreiben kann. Er oder sie sollte nicht durch Umstände aus der Vergangenheit eingegrenzt sein, aber ein sehr angenehmer Leiter für die buddhistischen Schüler und eine Art von scharfem und wunderbaren Witz haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir Buddhismus studieren wollen, ist es das aller Wichtigste, einen wirklich hervorragenden buddhistischen Meister zu finden. Dies kann niemals dadurch festgelegt werden, dass es ein Mann oder eine Frau ist. Es sollte sich unbedingt um einen Menschen handeln, der immer im Gleichgewicht des vegetativen Nervensystems lebt und es muss ein starker und stabiler Mensch sein. Gleichzeitig sollte die Meisterin oder der Meister ein wirklich wahrer humanistischer Mensch sein, und es mag wohl schwierig sein, eine solche Persönlichkeit einfach einzustufen oder einzuschätzen. Wichtig ist auch, dass Einflüsse aus der Vergangenheit keine große Rolle spielen und nicht zu Einschränkungen führen. Sie oder er sollten die Schülerinnen und Schüler gründlich und mit Einfühlungsvermögen leiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; [170]&lt;br /&gt;2. &lt;em&gt;Auf diese Weise sollten wir lernen, (achtsam wie) auf Zehenspitzen zu gehen und das Feuer auf unserem Kopf zu löschen. Wenn wir uns so verhalten, werden wir nicht durch beleidigende Dämonen verletzt. Der Vorfahre im Dharma, der sich den Arm abtrennte und das Mark erlangte, ist niemals ein anderer (als wir) und der Meister, der frei von Körper- und –Geist wird, ist schon so wie wir selbst. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Daher sollten wir Gautama Buddhas ehrlichen Anstrengungen folgen, der auf Zehenspitzen (also achtsam und vorsichtig) in seinem täglichen Leben ging, und wir sollten so aufrichtig und offen sein, als wenn wir in einer sehr gefährlichen Lage sind, als ob unser eigenes Haar brennt. Wenn wir uns so ehrlich verhalten, mag es für uns unmöglich sein, dass wir in eine üble Situation kommen und von beleidigenden Dämonen verletzt werden. Der Vorfahre Meister &lt;em&gt;Taiso Eka&lt;/em&gt;, der seinen Arm abtrennte, um seine Aufrichtigkeit und Entschlossenheit zu zeigen, dass er nach der Wahrheit strebt, ist niemals ein anderer als ich oder Meister Dogen, diese haben ihre Sorge und ihre Fixierung auf Körper und Geist über Bord geworfen, weil sie im Gleichgewichts des vegetativen Nervensystems waren, und sie haben sich daher niemals von uns unterschieden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Indem wir nach der Wahrheit streben, und zwar so ausdauernd und sorgsam wie Gautama Buddha, Meister Taiso Eka und Meister Dogen usw., können wir genauso ein Mensch werden wie diese Meister.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3.&lt;em&gt; Da dies so ist, sollten wir hoffen, dass auch die Bäume und Steine uns lehren mögen und wir sollten hoffen, dass auch Felder und Dörfer zu uns reden und uns lehren sollten. Wir sollten die außen stehenden Pfeiler (des Tempels) fragen und wir sollten auch die Zäune und Mauern untersuchen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; In diesem Zusammenhang sollten wir erwarten, dass uns auch die Bäume und Steine die Wahrheit von Gautama Buddha lehren und auch Felder und Dörfer uns seine Lehren vortragen mögen. Wir sollten die Pfeiler, die außen an den Tempeln stehen, befragen und wir sollten die buddhistische Wahrheit auch in Zäunen und Mauern suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die wirkliche Welt oder das Universum ist selbst genau die Wahrheit und daher lehren die Bäume und Steine immer die Wahrheit des Universums und auch die Felder und Dörfer tragen uns immer die wirkliche Situation der Welt vor. Wir sollten die Pfeiler, die außerhalb stehen, fragen, was das Universum ist und wir sollten den Zäunen und Mauern zuhören, was die Welt wirklich ist.&lt;br /&gt;[176]&lt;br /&gt;4. &lt;em&gt;Vor langer Zeit erweckte in der Tang-Dynastie der große Meister Shinsai Joshu den Geist und machte sich als Wanderer auf den Weg. In einer (bekannten) Geschichte sagt er: "Ich werden jeden fragen, der mehr weiß als ich, also auch ein Kind von sieben Jahren und ich werde jeden lehren, der weniger weiß als ich, also auch einen Menschen von hundert Jahren."&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Meister Joshi Jushin, der in der Tangdynastie großer Meister Shinsai von Joshu genannt wurde, sagte, als er den Willen erweckte nach der Wahrheit zu streben: "Auch wenn ein Mensch, der bei der Wahrheit angekommen ist, nur sieben Jahre alt ist, möchte ich ihn oder sie bitten, mich ohne Zögern die buddhistische Wahrheit zu lehren, wenn er oder sie beim Studium des Buddhismus fähiger ist als ich. Ich würde auch jemanden die buddhistische Wahrheit lehren, wenn er oder sie hundert Jahre alt ist, wenn er oder sie beim Studium des Buddhismus noch nicht so weit ist wie ich."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hat keine Bedeutung, ob ein Mensch alt ist oder nicht, wenn er tatsächlich die Wahrheit erlangt hat. Daher hatte Meister Joshu entschieden, dass er bei einem Menschen, der bei der Wahrheit angekommen war, unbedingt den Buddhismus erlernen würde, auch wenn dieser erst sieben Jahre alt war und er so unter einem sehr jungen Menschen lernen würde. Meister Joshu wollte auch einem Menschen, der bereits einhundert Jahre alt war, ohne Zögern den Buddhismus lehren, wenn er oder sie die buddhistische Wahrheit nicht erlangt hatte. Wir können daher sagen, dass es nicht von großem Wert ist, ob wir jung oder alt sind, dass es aber von größter Wichtigkeit in unserem menschlichen Leben ist, ob wir die buddhistische Wahrheit erlangt haben oder nicht.&lt;br /&gt;[178]&lt;br /&gt;5. &lt;em&gt;Die Niederwerfung vom Zen-Meister Shikan und das Streben nach dem Dharma unter der Nonne Matsuzan Ryonen sind ausgezeichnete Beispiele für einen entschlossenen Geist und die Reinheit, die von den Schülern späterer Zeiten nachgeahmt werden sollten. Wir können sagen, dass er alle Hindernisse aufgebrochen hat, große und kleine.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Obgleich Meister &lt;em&gt;Kankei Shikan&lt;/em&gt; ein erwachsener Mönch war, wurde er Schüler der Nonne &lt;em&gt;Matsuzan Ryonen&lt;/em&gt;. Dies verdeutlicht, dass diese Nonne ganz ausgezeichnet im Studium des Buddhismus war und dass der Wille zur Wahrheit bei Meister &lt;em&gt;Kankei Shikan&lt;/em&gt; außerordentlich stark war. Wir können daher sagen, dass die Beispiele von Meister &lt;em&gt;Kankei&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Shikan&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Matsuzan Ryonen&lt;/em&gt; hervorragend sind wegen ihrer Einheit und Klarheit und wir sollten dies außerordentlich hoch schätzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist überhaupt nicht von Bedeutung, ob wir Mann oder Frau und ob wir alt oder jung sind. Aber es ist für die Menschen eine außerordentlich wichtige Tatsache, ob sie bei der höchsten Wahrheit angekommen sind oder nicht.&lt;br /&gt;[180]&lt;br /&gt;6. &lt;em&gt;Daher sollte auch heute ein bestimmter Mönch gefragt werden, der den Dharma erlangt hat, wenn die Stelle eines Meisters oder eines Meister-Assistenten frei ist, ob er diese Aufgabe übernimmt. Es gilt auch, wenn ein Mönch alt an Jahren und Erfahrung ist, folgendes: Welche Bedeutung hat dies alles, wenn er den Dharma wirklich erlangt hat? Der Leiter der Mönche muss immer auf seinen klaren Augen aufbauen (können).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Auch heute sollte eine Nonne, die den Dharma erlangt hat, gefragt werden, ob sie die Stelle eines Meisters oder eines Meister-Assistenten, die frei ist, übernehmen will. Selbst wenn ein Mönch im fortgeschrittenen Alter ist und entsprechende Erfahrungen hat, ist es nicht angemessen für ihn, dass er als möglicher Nachfolger eine wertvolle Position im Tempel einnimmt, wenn er den Dharma nicht erlangt hat. Es ist für einen Leiter eines Tempels immer notwendig, dass er in dem klaren Zustand (von Körper und Geist) angekommen ist und die Wahrheit erlangt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der sozialen Gesellschaft gibt es die übliche Neigung, dass Männer höher als Frauen eingeschätzt werden, aber in der buddhistischen Gesellschaft sollten sich Männer und Frauen an ihrer Gleichberechtigung im täglichen Leben erfreuen. Bei dieser Frage kann eine Frau manchmal die Stellung eines Tempel-Meisters übernehmen. Umgekehrt ist es in einer solchen Situation für einen Mann nicht immer angemessen, Meister des Tempels zu werden, selbst wenn er schon lange Mönch ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. &lt;em&gt;In Bezug auf das Erlangen der Wahrheit gilt, dass Männer und Frauen die Wahrheit erlangen, und wir sollten jeden einzelnen Menschen ganz hoch schätzen, der den Dharma erlangt hat. Diskutiert nicht über Männer und Frauen. Dies ist die (höchste und) feinste Dharma-Ebene des Buddhismus.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Das Erlangen der Wahrheit steht sowohl Männern als auch Frauen offen und daher sollten wir den bestimmten Menschen schätzen, der das Gesetz des Universums erlangt hat, ganz gleich, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Wir sollten überhaupt niemals darüber diskutieren, ob es ein Mann oder eine Frau ist. Uns sollte klar sein, dass dieses Grundprinzip genau das höchste Kennzeichen des Buddhismus ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der menschlichen Gesellschaft schätzen wir historisch gesehen Männer sehr viel mehr als Frauen. Aber eine solche Ungleichheit von Männer und Frauen hat ihre Ursache eher in den früher ökonomisch knappen Bedingungen der menschlichen Gesellschaft, und daher sollte diese (unsinnige) Situation schrittweise verbessert werden. Sie sollte sich auch an die jetzigen ökonomischen Bedingungen anpassen, die besser werden. In den buddhistischen Gruppen sollten wir sehr viel Sorgfalt darauf verwenden, um uns bei unseren Bemühungen an das jeweils Bessere anzupassen.&lt;br /&gt;[187]&lt;br /&gt;8. &lt;em&gt;Wenn (ein Mensch) den Dharma praktiziert und von dem Buddha-Dharma redet, führt auch ein Mädchen von nur sieben Jahren als Lehrerin die vier Gruppen (Mönche, Nonnen, Männer und Frauen als Laien), sie ist die wohlwollende Mutter aller Lebewesen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn ein Mensch das Gesetz des Universums praktiziert und von Gautama Buddhas Lehren redet, ist auch ein Mädchen von sieben Jahren eine leitende Lehrerin für die vier Gruppen, nämlich Mönche, Nonnen sowie Männer und Frauen als Laien und sie ist die wohlwollende Mutter aller Lebewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob es sich um einen alten oder jungen Menschen oder einen Mann oder eine Frau handelt, hat für uns keine Bedeutung, wenn er ein guter Lehrer von Gautamas Buddh-Dharma ist. Das Wichtigste ist ein guter buddhistischer Lehrer zu sein, der den Zuhörern die Lehre Gautama Buddhas sehr gut vortragen kann.&lt;br /&gt;[188]&lt;br /&gt;9. &lt;em&gt;Ein anderes Beispiel: Seit den alten Zeiten sind Frauen in Japan und China (große) Kaiserinnen gewesen. Das ganze Land ist im Besitz einer solchen Kaiserin und alle Menschen werden ihre Bürgerinnen und Bürger. Die Wertschätzung bezieht sich dabei nicht auf ihre Person, sondern gilt der Stellung (und Aufgabe). In gleicher Weise wurde eine Nonne nicht als bestimmte Person geschätzt, sondern sie wurde nur dafür geachtet, dass sie die Wahrheit und den Dharma erlangt hatte.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Grundprinzip: In einem anderen Beispiel sind Frauen seit den alten Zeiten in Japan und China Kaiserinnen gewesen, und in diesem Fall gehörte das ganze Land der Kaiserin. Alle Menschen sind ihre Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Aber so etwas hat sich nicht als Wertschätzung für die individuelle Person ereignet, sondern ist die Achtung und Wertschätzung für ihre Stellung. In gleicher Weise wird im Falle einer Nonne nicht die individuelle Person geschätzt, sondern sie wird deshalb so außerordentlich anerkannt, weil sie die Wahrheit erlangt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Achtung und Wertschätzung einer Nonne bezieht sich nicht auf sie als individuelle Person, sondern darauf, dass sie die Wahrheit erlangt hat. Wir sollten daher alle Nonnen hoch wegen der Erlangung der Wahrheit schätzen und nicht nur deswegen, weil sie überhaupt buddhistische Nonnen sind.&lt;br /&gt;[192]&lt;br /&gt;10. &lt;em&gt;Weiterhin schauen heute außerordentlich törichte Menschen häufig auf die Frauen, weil diese Objekte ihrer sexuellen Begierden sind, ohne dass sie ihre Vorurteile bisher korrigiert haben. Schüler Buddhas sollen nicht so handeln. Wenn alles, was Gegenstand der sexuellen Gier werden kann, abgelehnt und gehasst wird, müssten dann nicht auch alle Männer gehasst werden? In Bezug auf die Ursachen und Bedingungen beschmutzt zu werden, kann sowohl ein Mann als auch eine Frau das Objekt sein. Es könnte weiterhin weder ein Mann noch eine Frau ein solches Objekt sein, sondern es könnten auch Träume, Fantasien und Blumen im Raum das Objekt sein.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; In der heutigen Zeit schauen außerordentlich törichte Menschen auf die Frauen, ohne dass sie bisher ihre Vorurteile richtig gestellt haben, und sehen diese nur als Objekt sexueller Begierden an. Für uns als Schüler von Gautama Buddha gilt, dass wir niemals so töricht sein sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn alles verachtet wird, was Ursache und Bedingung dafür ist, beschmutzt zu werden, gilt folgendes: Sollten wir auch einen Mann hassen, weil die Möglichkeit besteht, dass er das Objekt sexueller Gier werden kann? Sowohl Männer als auch Frauen können in der Tat das Objekt sexueller Begierde werden. Darüber hinaus kann alles Mögliche das Objekt sexueller Gier werden, nicht nur Männer und Frauen, sondern auch Träume oder Truggebilde und sogar Blumen im Himmel. Diese alle können unter Umständen zum Gegenstand der sexuellen Gier werden.&lt;br /&gt;[194]&lt;br /&gt;11. Im &lt;em&gt;Allgemeinen sollten wir lernen ganz klar (die Wirklichkeit) zu verstehen, welchen Umständen wir auch immer begegnen. Wenn wir nur lernen Angst zu haben oder (vor den Umständen) zu fliehen, ist dies nur die Lehre und Praxis der Shravaka des kleinen Fahrzeugs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Allgemein gesprochen gilt, dass es notwendig für uns ist, die Verhaltensweisen zu vervollkommnen, um die Umstände des Lebens positiv zu klären, insbesondere, wenn wir die Möglichkeit nutzen, dass wir die (wichtigen) Zusammenhänge genau betrachten können. Wenn wir nur die gewöhnlichen Verhaltensweisen haben, aus Furcht vor den Umständen zu fliehen, haben wir nur Lebensweise der Lehren und das Verhalten von Buddhisten, die zu den Hinaya-Shravaka gehören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir auf bestimmte Umstände treffen, ist es für uns nicht angemessen, nur einfach zu fliehen, weil wir Angst haben, sondern es ist für uns sehr wichtig, die wahre Situation und deren Umstände zu untersuchen, ohne davonzulaufen. Bei den Hinaya-Buddhisten, die Shravakas genannt werden, ist es üblich, Angst zu haben und vor bestimmten Umständen zu fliehen. Aber wir als Mahayana-Buddhisten sollten auf solche Umstände positiv reagieren, um die wirkliche Situation des Universums unmittelbar kennen zu lernen.&lt;br /&gt;[198]&lt;br /&gt;12.&lt;em&gt; Welche Orden hat keine Nonnen, keine Frauen und hat nicht acht verschiedene Wesen? Wir sollten niemals hoffen, ein so genanntes Heiligtum zu besitzen, das in Bezug auf die Reinheit den buddhistischen Orden des Tathagatas Lebenszeit übertrifft, weil sie die Sphäre der himmlischen Dämonen ist. Es gibt keine Unterschiede in der Form des Dharma bei den (verschiedenen) buddhistischen Orden, nicht in dieser Welt oder in anderen Richtungen, nicht bei den tausend Buddhas der drei Zeiten. Wir sollten erkennen, dass (ein Orden) mit davon verschiedenen Merkmalen kein buddhistischer Orden ist.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Es gibt überhaupt keine (wirklich) buddhistische Organisation, die sich weigert, Nonnen zu haben und es gibt überhaupt keine buddhistische Organisation, die Frauen ablehnt. Gleichzeitig wird gesagt, dass ein buddhistischer Orden immer die acht Arten von wunderbaren Wesen hat. Daher ist es für uns völlig sinnlos, die Existenz von Frauen in buddhistischen Organisationen abzulehnen oder zu verleugnen. Wir sollten niemals die Existenz einer buddhistischen Organisation unterstellen, die höher ist als bei Gautama Buddha. Derartige Organisationen mögen nämlich solche von Dämonen sein. Die allgemeinen Regeln in buddhistischen Organisationen sind sicher im ganzen Universum vollständig gleich  und sie können daher keine Unterschiede in dieser oder in einer anderen Welt aufweisen. Sie sind vollständig gleich in tausenden von buddhistischen Orden in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir sollten in aller Klarheit daran denken, dass eine Organisation, die eine andere Ordnung als im Buddhismus hat, niemals überhaupt ein buddhistischer Orden sein kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus diesem Grund sollten wir niemals behaupten, dass irgendeine buddhistische Organisation die ewige Regel des Buddhismus durch eine Nonne oder durch eine Frau verletzt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-1095035493868339045?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/1095035493868339045/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=1095035493868339045' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/1095035493868339045'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/1095035493868339045'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2007/12/8.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-1112891814532295564</id><published>2007-11-19T14:37:00.000+01:00</published><updated>2007-11-19T14:41:11.294+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Buddhismus und Vertrauen&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Sehr geehrter Nishijima Roshi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fragen:&lt;br /&gt;1.) Ist das Vertrauen, das aus der direkten Praxis/Erfahrung des Zazen entsteht, das einzige zuverlässige und tragfähige Objekt im Buddhismus?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2.) Ist es eine irrationale Annahme, wenn man zu einer Erfahrung Zuflucht nimmt und Vertrauen auf sie setzt, die außerhalb unserer eigenen Erfahrung/Praxis liegt (z. B. wenn einige Buddhisten bestimmte Annahmen über die Erfahrungen von Lehrern wie Buddha selbst oder anderen Lehrern machen, die für sie nicht experimentell sind sondern auf dem Glauben beruhen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit besten Empfehlungen&lt;br /&gt;Harry.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nishijima Roshi:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr geehrter Harry San,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;meine Antwort lautet wie folgt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Der verlässliche Bereich des Vertrauens im Buddhismus ist der Zustand von Körper und Geist, der verwirklicht wird, wenn das Vegetative Nervensystem (VNS), das aus den beiden Teilsystemen des Sympathischen (SNS) und Parasympathischen (PNS) Nervensystems besteht, im Gleichgewicht ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Es ist keine irrationale Annahme, Zuflucht zu nehmen.&lt;br /&gt;Es ist keine irrationale Annnahme, Vertrauen in etwas zu legen.&lt;br /&gt;Es ist keine Erfahrung, die außerhalb unserer eigenen Erfahrung/Praxis ist.&lt;br /&gt;Aber:&lt;br /&gt;Es ist der Zustand, zu dem wir Zuflucht nehmen können.&lt;br /&gt;Es ist der Zustand, in den wir unser Vertrauen legen können.&lt;br /&gt;Es ist genau unsere eigene Praxis/Erfahrung.&lt;br /&gt;Es ist genau unser Sitzen.&lt;br /&gt;Es ist genau so, dass wir das Rückgrat senkrecht und gesteckt halten.&lt;br /&gt;Es ist genau unser Handeln.&lt;br /&gt;Es ist genau das Gleichgewicht unseres vegetativen Nervensystems.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr vielen Dank für Ihre Fragen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gudo Wafu Nishijima&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-1112891814532295564?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/1112891814532295564/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=1112891814532295564' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/1112891814532295564'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/1112891814532295564'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2007/11/buddhismus-und-vertrauen-sehr-geehrter.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-3445979148306229756</id><published>2007-11-14T22:29:00.000+01:00</published><updated>2007-11-14T22:34:25.400+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;7 . Waschen und Reinigen (&lt;em&gt;Senjo&lt;/em&gt;)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;[139]&lt;br /&gt;1.&lt;em&gt; Es gibt die Praxis und Erfahrung, welche die Buddhas und Vorfahren im Dharma behütet und bewahrt haben: Wir nennen sie Reinheit. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Es gibt buddhistisches Handeln, das die Einheit von Praxis und Erfahrung ist, die in der buddhistischen Überlieferung behütet und bewahrt wurde. Dies nennt man "nicht schmutzig“.&lt;br /&gt;Buddhismus ist niemals allein Theorie und auch nicht Wahrnehmung, sondern ist das Handeln selbst. Deswegen ist der Buddhismus genau eine einfache wirkliche Tatsache im gegenwärtigen Augenblick und er erfordert grundsätzlich "keinen Schmutz haben".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[140]&lt;br /&gt;2. &lt;em&gt;Der sechste Vorfahre im Dharma (Meister Daikan Eno) fragte Zen-Meister Dai-e (Meister Nangaku Ejo) des Klosters Kannon auf dem Berg Nangaku-zan: "Stützt du dich auf die Praxis und Erfahrung oder nicht"? Meister Dai-e antwortete: "Es gibt die Praxis und es gibt die Erfahrung, aber wenn sie nicht rein sind, kann man (die Wahrheit) nicht verwirklichen“.&lt;br /&gt;Der sechste Vorfahre im Dharma (Daikan Eno) sagte: "Gerade diese Reinheit ist es, welche die Buddhas immer bewahrt und beherzigt haben. Du bist auch so, ich bin so und die alten Meister in Indien waren eben so". &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Ein großer Meister fragt (im obigen Zitat) den anderen, ob er die Praxis und Erfahrung des Zazen als Grundlage hat oder nicht. Der gefragte Meister antwortete: "Selbstverständlich, ich kann niemals die Existenz der Zazen-Praxis leugnen und ich bin sicher, dass es überhaupt ´nichts Schmutziges´ gibt. Der sechste Vorfahre im Dharma (der andere Meister) fügte dann hinzu, dass viele Buddhas genau dieses Nicht-Schmutzige bewahrt und erstrebt haben. Das gilt auch für dich und für mich. Außerdem gilt dies auch für die alten Meister in Indien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sollten daher denken, dass es selbstverständlich sehr wichtig ist für uns, jeden Tag Zazen zu praktizieren, aber gleichzeitig sollte diese Praxis immer "nichts Schmutziges" sein. Wir sollten niemals Zazen praktizieren, um Ruhm oder Profit zu erlangen, sondern die Zazen-Praxis sollte immer dem Streben nach der Wahrheit dienen. Wir sollten immer Zazen praktizieren als etwas Nicht-Schmutziges.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. &lt;em&gt;Wir reinigen nicht nur Körper und Geist, sondern das ganze Land und wir reinigen auch unter den Bäumen (um dort zu praktizieren). Das ganze Land zu reinigen bewahren und erstreben die Buddhas, obwohl es niemals beschmutzt ist. Selbst wenn sie auf der höchsten Stufe eines Buddhas angelangt sind, fahren sie mit dem Reinigen fort und hören nie damit auf. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wir sollten nicht nur Körper und Geist, sondern auch unser Land und sogar (den Boden) unter den Bäumen säubern. Auch wenn unser Land nicht schmutzig wäre, ist das Säubern unsere allgemeine Aufgabe und das wahre Streben als buddhistische Praktizierende und Buddhas. Diese Anstrengungen zu säubern ist unsere menschliche Pflicht und wir sollten damit für immer fortfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Buddhismus glauben wir fest an die Einheit von Körper und Geist. Sowohl im Idealismus als auch im Materialismus können Körper und Geist als etwas voneinander Getrenntes gedacht werden. Aber im Buddhismus oder der Lebensphilosophie des Handelns ist eine solche Trennung nicht denkbar. Beim Handeln sind nämlich Körper und Geist untrennbar verbunden, sodass wir niemals das Handeln in zwei Bereiche aufspalten können. Im Bereich des Handelns sollten wir immer Körper und Geist als Einheit erfahren. Wenn wir unsere Hände waschen, waschen wir genau die Hände, aber gleichzeitig waschen wir unseren Geist, der etwas Schmutziges denkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[142]&lt;br /&gt;4. &lt;em&gt;Deshalb benutzt ihr das Wasser nicht allein, um euren Körper zu reinigen, sondern ihr handelt viel umfassender und nennt es 'Waschen und Reinigen', wenn ihr den Buddha-Dharma im Einklang mit dem Buddha-Dharma bewahrt und darauf vertraut.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Reinigen bedeutet nicht nur, den Körper mit Wasser zu waschen, sondern dass wir ein solches Verhalten im Einklang mit dem Gesetz des Universums bewahren, und dies offenbart sich im Verhalten genau so wie im Bewahren des Gesetzes des Universums. Wir verhalten uns so ganz normal in unserem täglichen Leben und dies wird Reinigung genannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Reinigen besteht nicht nur darin, dass wir unseren Körper mit Wasser waschen, sondern es bewirkt vor allem, dass wir das Gesetz des Universums in einer solchen Art und Weise bewahren. Auch dies nennen wir Reinigen. In diesem Kapitel stellt Meister Dogen eine Liste von Beispielen für das Reinigen und Säubern zusammen, z. B. wenn wir die Fingernägel und Fußnägel kürzen, wenn wir das Haar schneiden, wenn wir unseren Körper nach dem Stuhlgang reinigen usw.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. &lt;em&gt;Wir sollten daher dieses Verhalten am Ort der Wahrheit, wo wir (intensiv) nach der Wahrheit streben, ganz besonders bedenken (und beherzigen). &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Meister Dogen schätzt unser Verhalten auch auf der Toilette außerordentlich und daher beschreibt er ganz genau, wie sich chinesische Mönche in der Toilette verhalten, um dies auch in japanischen buddhistischen Tempeln einzuführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Buddhismus ist Teil der Lebensphilosophie des Handelns. Indem wir menschliches Handeln sehr schätzen, bedeutet dies auch, den Buddhismus selbst hoch zu achten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-3445979148306229756?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/3445979148306229756/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=3445979148306229756' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/3445979148306229756'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/3445979148306229756'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2007/11/7.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-80828023883963104</id><published>2007-11-10T18:08:00.000+01:00</published><updated>2007-11-10T18:14:38.200+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;6. Geist hier und jetzt ist Buddha (&lt;em&gt;Soku shin ze butsu&lt;/em&gt;) &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[125]&lt;br /&gt;1.&lt;em&gt; Was alle Buddhas und Vorfahren im Dharma immer bewahrt haben und worauf sie vertraut haben, ist genau "Geist hier und jetzt ist Buddha", ohne jede Ausnahme. Viele Schüler verstehen jedoch nicht, dass "Geist hier und jetzt ist Buddha" nicht in Indien existierte, sondern es wurde zuerst in China gehört. Deshalb wurde der Irrtum nicht als solcher erkannt. Und weil der Irrtum nicht erkannt wurde, sind viele Menschen in Anschauungen verfallen, die nicht buddhistisch sind.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Die Lehre "Geist hier und jetzt ist Buddha" wurde ohne jede Ausnahme von allen Buddhas und Vorfahren im Dharma vertreten. Viele Wissenschaftler behaupten jedoch, dass diese Theorie zuerst in China gelehrt wurde und nicht in Indien (,und daher sei es nicht authentisch). Obgleich die Ablehnung der Theorie, dass diese Lehre bereits in Indien bestanden hat, falsch ist, verfallen viele Wissenschaftler in diesen Fehler. Sie erkennen (zudem) ihren Fehler nicht, und geraten in die schlechte Situation der Nicht-Buddhisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Prinzip "Geist hier und jetzt ist Buddha" ist sowohl in Indien als auch in China ein ganz wesentlicher buddhistischer Grundsatz. Es ist wirklich undenkbar, dass sich der wahre Buddhismus in China und Indien unterscheidet, aber bestimmte buddhistische Wissenschaftler verstricken sich in dieser falschen Lehre und fallen damit in das Leiden der Nicht-Buddhisten zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. &lt;em&gt;Wenn beschränkte Menschen den Satz höre "Geist hier und jetzt ist Buddha“, glauben sie, dass der Verstand und die Sinneswahrnehmung gewöhnlicher Menschen genau (dieser) Buddha sind. Diese Menschen haben aber niemals den Bodhi-Geist erweckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Beschränkte und uneinsichtige Menschen meinen, dass sie bereits Buddha sind, allein wenn sie die Lehre hören "Geist hier und jetzt ist Buddha", obgleich der Wille zur Wahrheit (Bodhi-Geist) überhaupt noch nicht bei ihnen erweckt worden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Törichte Menschen denken, dass alle Menschen schon Buddha sind, und zwar auch diejenigen, bei denen im gegenwärtigen Augenblick das sympathische Nervensystem (SNS) oder das parasympathische Nervensystem (PNS) stärker ist (also kein Gleichgewicht besteht) und sie genau Buddha sein können. Aber eine solche Interpretation ist vollständig falsch. In den Philosophien, die nur auf dem Verstand beruhen, denkt man nur an idealistische oder materialistische Menschen, aber im buddhistischen Realismus geht es um die wahre Existenz der Menschen, die ihr Vegetatives Nervensystem (VNS) im Gleichgewicht haben. Diese können Buddhas genannt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. &lt;em&gt;Dies ist die Folge davon, dass man niemals einen wahren Lehrer hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip&lt;/span&gt;: Das (obige) grundsätzliche Missverständnis ist in China entstanden, weil es dort zu jener Zeit außerordentlich wenige wahre buddhistische Meister gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damals gab es in China sehr wenige wahre buddhistische Meister, sodass der wichtige Satz: "Geist hier und jetzt ist Buddha" überhaupt nicht verstanden wurde. Die Menschen haben deshalb zwangsläufig solche Fehler begangen.&lt;br /&gt;[129]&lt;br /&gt;4. &lt;em&gt;Der Mönch (aus dem Süden) sagte: "Die („guten“) Lehrer dort lehren ihre Schüler direkt (mit Worten), dass der Geist hier und jetzt Buddha ist". Buddha bedeutet danach das Bewusstsein selbst. " (Sie sagen:) "Jetzt besitzt ihr schon die Essenz des Sehens, Hörens, Bewusstseins und Wissens. Diese Essenz vermag die Augenbrauen hochzuziehen, mit den Augen zu zwinkern, zu kommen, zu gehen, sich zu bewegen und zu handeln. Sie durchdringt vollständig den Körper, sodass der Kopf weiß, wenn ihn etwas berührt und der Fuß weiß, wenn ihn etwas anrührt. Deshalb wird diese Essenz 'das wahre all umfassende Wissen' genannt. Unabhängig davon gibt es überhaupt keinen Buddha".&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Der Mönch (aus dem Süden) hatte (dem Meister &lt;em&gt;Daisho&lt;/em&gt;) geantwortet, dass die guten Lehrer in jenem Gebiet (des Südens) ihre Schüler lehren, dass "der Geist hier und jetzt Buddha ist". Sie sagen jedoch, dass Buddha (allein) das Bewusstsein selbst ist und dass dieses Bewusstsein alles steuert und den ganzen Körper durchdringt. Daher werde es die wahre, alles durchdringende Intelligenz genannt. Es gäbe keinen anderen Buddha als dies.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als der große nationale Meister &lt;em&gt;Daisho&lt;/em&gt; seinen Schüler fragte, welche buddhistischen Theorien in den Gebieten des südlichen China gelehrt wurden, antwortete der Mönch, dass es dort viele buddhistische Lehrer gäbe, die lehren, dass "der Geist hier und jetzt Buddha ist". Der Mönch erklärte dann aber, dass (schon) das menschliche Bewusstsein die Fähigkeit habe, vielfältige Dinge und Phänomene zu kennen, und daher interpretieren die dortigen Lehrer (fälschlich) , dass unser Bewusstsein genau Buddha sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. &lt;em&gt;Der Meister sagte darauf: "Wenn es so ist, unterscheiden sich diese Lehren im Süden nicht von Senika, der (auch) nicht-buddhistische Lehren vertrat". Dieser lehrte: 'In unserem Körper gibt es eine einzige spirituelle Essenz. Diese Essenz kann Schmerz und irritierende Reize erkennen. Der Geist verlässt den Körper, wenn dieser vergeht, genauso, wie ein Hausherr sein Haus verlässt, wenn es von den Flammen zerstört wird. Das Haus ist vergänglich und der Hausherr unvergänglich. Wenn ich solche Menschen näher betrachte (muss ich sagen), dass sie nicht zwischen falsch und richtig unterscheiden können. Wie könnten sie also überhaupt feststellen, was richtig ist?'&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Der nationale Meister Daisho sagte unmissverständlich, dass die vom Mönch zitierte Lehre der angeblichen buddhistischen Meister des Südens nichts anderes sei, als die eines idealistischen Denkers, der Brahmane war und &lt;em&gt;Senika&lt;/em&gt; genannt wurde. Er lehrte, dass es eine einzige spirituelle Essenz im Menschen gäbe und dass diese unsterblich sei. Nachdem der nationale Meister diese angeblichen buddhistischen Lehrer so geprüft hatte, kam er zu der klaren Erkenntnis, dass sie die wahre Bedeutung von "der Geist hier und jetzt ist Buddha" nicht im Mindesten verstanden hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im weniger entwickelten südlichen Bereich in China wurde damals die Aussage "der Geist hier und jetzt ist Buddha" missverstanden, und wurde so gedeutet, dass der schon verstandesmäßige Geist genau Buddha sei. Dies war falsch und ein schwerwiegendes Missverständnis. Daher kritisierte der nationale Meister Daisho eine solche Interpretation außerordentlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6.&lt;em&gt; Wenn allein das Sehen, Hören, Bewusstsein und Erkennen der Buddhanatur gleich wäre, hätte Vimalakirti nicht gesagt: „Der (Buddha-)Dharma überschreitet Sehen, Hören, Bewusstsein und Erkennen. Wenn wir Sehen, Hören, Bewusstsein und Erkennen benutzen, dann ist dies eben nur Sehen, Hören, Bewusstsein und Erkennen und dieses Verhalten kann niemals das Streben nach dem Dharma sein.“&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn das Sehen, Hören, Bewusstsein und Erkennen dasselbe wie die Buddhanatur wäre, könnte der große indische Meister &lt;em&gt;Vimalakirti&lt;/em&gt; nicht mit Recht sagen: "Das Gesetz des Universums und der Dharma überschreiten das Sehen, Hören, Bewusstsein und Erkennen und dies ist wie es ist. Dies kann also niemals dasselbe sein wie das Gesetz des Universums selbst."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehen, Hören, Bewusstsein und Erkennen sind menschliche mentale Fähigkeiten und daher können sie niemals das Gesetz des Universums sein, denn dieses ist viel größer und viel umfassender. Auf diese Weise sollten wir also die Worte "Der Geist hier und jetzt ist Buddha" verstehen und zwar: "Unser Bewusstsein im gegenwärtigen Augenblick kann niemals etwas anderes sein als das Gesetz des Universums." Daher sagte der indische buddhistische Laie &lt;em&gt;Vimalakirti,&lt;/em&gt; der ein ausgezeichnetes praktisches Verständnis der buddhistischen Lehre hatte, dass die mentalen Fähigkeiten, also Sehen, Hören, Bewusstsein und Erkennen niemals das Gesetz des Universums sein können. Wir sollten also den berühmten Satz "der Geist hier und jetzt ist Buddha" so interpretieren, dass das menschliche Bewusstsein im gegenwärtigen Augenblick genau Buddha in der wirklichen Welt (und der Praxis des Handelns) ist (und nicht im Denken allein).&lt;br /&gt;[131]&lt;br /&gt;7. &lt;em&gt;Der Landesmeister Daisho war ein hervorragender Schüler des ewigen Buddhas vom Berg Sokei (Meister Daikan Eno). Er war ein großer gütiger Lehrer des Himmels und der Menschenwelt. Ihr müsst den Sinn der tief schürfenden Lehre von Meister Daisho klar verstehen und sie als Maßstab für euer eigenes Lernen in der Praxis nehmen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Der Landesmeister &lt;em&gt;Daisho,&lt;/em&gt; der auch Meister &lt;em&gt;Nanyo Echu&lt;/em&gt; genannt wurde, war ein hervorragender Schüler des ewigen Buddhas und Meisters &lt;em&gt;Daikan Eno&lt;/em&gt;. Er war also ein (großer) buddhistischer Meister oben im Himmel und in der Menschenwelt. Wir sollten die tief schürfende und wichtige Lehre daher wirklich verstehen, durchdringen und ihm vertrauen, denn seine Lehre ist genau der große Maßstab, um den praktischen Buddhismus zu studieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Landesmeister &lt;em&gt;Daisho &lt;/em&gt;heißt auch Meister &lt;em&gt;Nanyo Echu&lt;/em&gt; und da er ein hervorragender Schüler des sechsten Vorfahren in Dharma Meister Daikan Eno, war, sollten wir seiner verlässlichen buddhistischen Lehre aufrichtig folgen. Wenn wir also den wahren Buddhismus studieren und erfahren wollen, sollten wir seine Lehre beherzigen, (dass der Buddhismus nicht ein spiritueller Glaube an einen unsterblichen Geist sei, sondern eine praktische Lehre im gegenwärtigen Augenblick und im Hier und Jetzt.)&lt;br /&gt;[134]&lt;br /&gt;8. &lt;em&gt;Die Verwirklichung in der Praxis wie diese ist genau "der Geist hier und jetzt des Buddha", die sich selbst benutzt und authentisch überträgt an "Geist hier und jetzt ist Buddha". Auf diese Weise wurde er authentisch bis zum heutigen Tag übertragen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Die Verwirklichung in der Praxis wie diese ist genau "Geist im gegenwärtigen Augenblick ist genau die Wirklichkeit des Menschen in den buddhistischen Gruppen“. Und diese menschliche Wahrheit wurde durch die Übertragung bewahrt, sie wurde zweifellos genau so authentisch übermittelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die buddhistische Lehre ist für uns nicht leicht zu verstehen und sie wurde daher über 2.500 Jahre authentisch weitergegeben. Durch diese Weitergabe von einem zum anderen wurden jeweils die vielfältigen möglichen Missverständnisse vermieden. Es ist daher unsere äußerst wichtige Pflicht, den wahren Buddhismus authentisch zu erhalten und für alle Zeiten die vielen möglichen Fehler zu vermeiden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-80828023883963104?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/80828023883963104/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=80828023883963104' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/80828023883963104'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/80828023883963104'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2007/11/6.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-82743552837111023</id><published>2007-11-06T16:03:00.000+01:00</published><updated>2007-11-06T16:12:42.293+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;5. Regeln für die Zazen-Halle der schweren Wolke (Ju-undo-shiki)&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[111]&lt;br /&gt;1. &lt;em&gt;Menschen, die den Willen zur Wahrheit haben und Ruhm sowie Profit fortwerfen, mögen eintreten. Wir sollten nicht zufällig jene zulassen, die unehrlich sind. Wenn wir jemanden fälschlich zugelassen haben, sollten wir ihn nach gründlicher Überlegung dazu bringen, fortzugehen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Menschen, die den starken Willen haben, nach der Wahrheit zu streben, können eintreten. Wir sollten niemals jemanden annehmen, der eifrig dahinter her ist, Ruhm oder Profit zu erlangen. Wenn solche Menschen, die nach Ruhm oder Profit gieren, fälschlich in den Dojo eingetreten sind, müssen wir einen solchen Menschen nach gründlicher Überlegung und Würdigung der gesamten Umstände ausschließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im buddhistischen Leben strengen wir uns an, die Wahrheit sorgfältig und ausdauernd zu untersuchen. Wenn jemand daher anfängt, den Buddhismus zu studieren, um Ruhm oder Profit zu erlangen, ist eine solche Anstrengung für ihn und jeden anderen völlig nutzlos, weil dies in der Tat nur eine bestimmte Art von Zeitverschwendung ist. Wenn daher jemand im Dojo nicht den Willen zur Wahrheit hat, so fordert Meister Dogen, dass wir ihn aus dem Dojo nach sorgfältiger Untersuchung ausschließen. In solchen Dojos wurde in Japan zuerst Zazen praktiziert. Derjenige, der den Willen zur Wahrheit nicht hat, sondern nach Ruhm und Profit giert, muss daher ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2.&lt;em&gt; Denkt daran, wenn der Wille zur Wahrheit im Verborgenen entstanden ist, muss sich die Gier nach Ruhm und Profit sofort auflösen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn jemand den Willen zur Wahrheit hat, löst sich die Gier nach Ruhm und Profit zwangsläufig sofort auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir leider den Tatsachen in der heutigen menschlichen Gesellschaft ins Auge sehen, in der wir jetzt genau leben, kann man erkennen, dass es in ihr eine Mischung des Strebens nach Ruhm und Profit gibt. Was Meister Dogen hier sagt, mag daher zunächst sehr seltsam und weltfremd klingen. Wenn wir jedoch die wirklichen Umstände der menschlichen Gesellschaft gründlich untersuchen, haben die Menschen, die im 21. Jahrhundert leben, vollständig den Glauben an die Existenz der Wahrheit verloren. Wenn wir weiterhin genau die Gründe untersuchen, warum wir Menschen den Glauben an das Dasein der Wahrheit verloren haben, erkennen wir, dass diese geschichtlichen Tatsachen aus Umständen erwachsen sind, die wir seit den alten Zeiten erlebt und erfahren haben. Im Zeitalter der alten griechisch-romanischen Kultur wurden die zwei verschiedenenartigen und kraftvollen Philosophien gefunden, nämlich der Idealismus und Materialismus. Diese beiden tief greifenden Philosophien sind beide aus intellektuellen Überlegungen entstanden und sie haben daher beide die typischen Merkmale einer intellektuellen Philosophie. Sie beruhen auf dem Denken und der materiellen und sinnlichen Wahrnehmung. Es ist daher unmöglich für die Menschen, eine dieser beiden Philosophien zu bevorzugen und die andere wegzulassen, die beide sind unvollständig, also einseitig. Wenn wir mit anderen Worten nur mit dem Verstand nach der Wahrheit suchen, ist es vollständig ausgeschlossen, dass wir überhaupt mit diesen beiden Philosophien eine einzige Wahrheit finden und ergreifen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kommen daher zu dem erstaunlichen Schluss, dass wir Menschen in einer Gesellschaft gelebt haben, wo es keine Wahrheit gibt! Durch die Existenz der zwei ganz verschiedenen Arten von sog. Wahrheit ergibt sich der Glaube, dass es eben nur diese beiden unterschiedlichen Wahrheiten gibt und daher glaubt niemand daran, dass man eine einzige Wahrheit finden kann. Diese Entwicklung hält nun seit vielen tausenden von Jahren an.&lt;br /&gt;Wenn wir Menschen daher nur eine einzige höchste Wahrheit ergreifen wollen, müssen wie diese beiden intellektuellen sog. Wahrheiten zumindest teilweise über Bord werfen und in eine gänzlich andere Art von Wahrheit eintreten, die nur als Einheit existieren kann. Vor diesem Hintergrund empfahl uns Gautama Buddha die nur verstandesmäßigen Bereiche zu verlassen und in den Bereich des Realismus einzutreten. Meister Dogen betonte, dass es notwendig ist, die Gier nach Ruhm wegzuwerfen, der ein Symbol des Idealismus ist und auch die Gier nach Profit aufzulösen, der ein Symbol des Materialismus ist, wenn wir in den großen Glück bringenden Bereich der Wirklichkeit eingehen wollen.&lt;br /&gt;Meister Dogen legt in großer Ehrlichkeit seine eigenen Erfahrungen offen, dass nämlich unsere Gier nach Ruhm und Profit vollständig und ganz schnell verschwinden wird, wenn wir das ehrliche Bestreben haben, die Wahrheit zu ergreifen.&lt;br /&gt;[112]&lt;br /&gt;3. &lt;em&gt;Da nun jeder von uns dem (Etwas) begegnet, dem sehr schwer zu begegnen ist und das praktiziert, was schwer zu praktizieren ist, dürfen wir auf keinen Fall unsere Aufrichtigkeit verlieren. Diese (Aufrichtigkeit) wird der Körper-und-Geist der buddhistischen Vorfahren im Dharma genannt und es wird zweifellos Buddha und wird zweifellos Vorfahre im Dharma. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wir haben tatsächlich dasjenige getroffen, was außerordentlich schwierig anzutreffen und überaus schwer zu praktizieren ist. Daher sollten wir niemals die Aufrichtigkeit vernachlässigen oder vergessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aufrichtigkeit wird Körper-und-Geist der buddhistischen Vorfahren im Dharma genannt. Ein Mensch, der tatsächlich diese Aufrichtigkeit beibehält, wird zweifellos Buddha und Nachfolger im Dharma werden.&lt;br /&gt;In dieser Bedeutung empfiehlt uns Meister Dogen dringend, die zwei Arten von Begierden, nämlich Ruhm und Profit, vollständig fortzuwerfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. &lt;em&gt;Jetzt ist genau die Zeit, um (zu praktizieren, als wenn) ein Feuer auf unser Haupt gelegt wird.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Jetzt ist genau der Augenblick, in dem wir Zazen praktizieren und alles vergessen sollten. Wenn wir uns so anstrengen, ist es das selbe, als wenn wir Feuer auf unser Haupt legen, das tatsächlich jetzt unser Haar anbrennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Buddhismus ist eine Lebensphilosophie des Handelns und wenn daher genau jetzt unser Haar anbrennt, ist es für uns nicht wichtig lange zu überlegen, ob und warum es notwendig für uns ist, das Feuer auslöschen oder erst laut zu schreien, ohne dabei das Notwendige zu tun Wir verhalten uns einzig und allein richtig, wenn wir das Feuer sofort und ohne Zögern selbst auslöschen.&lt;br /&gt;[114]&lt;br /&gt;5. &lt;em&gt;Wenn wir uns in der( Zazen-)Halle aufhalten, sollten wir keine Schriften und nicht einmal Zen-Texte lesen. In der Halle sollten wir die wahren Grundsätze (des Buddhismus) verwirklichen und nach dem Zustand der Wahrheit streben. Wenn wir vor einem hellen Fenster (zum Lesen) sitzen, können wir den (wahren) Geist durch die Lehren (der alten Meister) erleuchten.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn wir im Zendo sind, sollten wir nicht irgendwelche Bücher lesen, auch keine buddhistischen Texte. Im Zendo sollten wir die authentische Haltung des Zazen realisieren und dem Zustand der Wahrheit folgen. Wenn wir uns im Gebäude für das Studium der buddhistischen Lehre und Theorie aufhalten, sollten wir einen guten hellen Platz suchen, um die Bücher der Theorien der alten Meister zu studieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meister Dogen unterschied damit ganz deutlich einerseits das geistige und theoretische Streben und andererseits die Praxis. Er empfahl uns, dass wir in der Zazen-Halle nur praktizieren( und nicht theoretisch arbeiten).&lt;br /&gt;[115]&lt;br /&gt;6. &lt;em&gt;Wir sollten die anderen nicht wegen ihrer Fehler schlagen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wir sollten andere niemals schlagen, weil sie Fehler begangen haben.&lt;br /&gt;Wir sollten andere wegen ihrer Fehler nicht bestrafen und nicht schlagen. Es ist zwar notwendig für uns, dass wir andere lehren, damit sie ihre Fehler berichtigen können, aber wir sollten sie nicht verletzen oder böse treffen (auch nicht psychisch!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute gibt es in japanischen buddhistischen Tempeln viele Beispiele, in denen die alten Schüler die jüngeren Menschen schlagen. Aber ein solches Vorgehen ist grundsätzlich falsch, zumal in einem Zeitalter, wo der wahre Buddhismus so weit heruntergekommen ist wie gegenwärtig.&lt;br /&gt;[117]&lt;br /&gt;7. &lt;em&gt;In der Halle sollten wir das Gehen nicht als Zeremonie praktizieren&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; In der Zazen-Halle sollten wir nicht die Zeremonie des Gehens praktizieren, um die Sutra zu rezitieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den buddhistischen Tempeln müssen die Mönche manchmal in gewundenen Linien gehen, um die Sutra zu rezitieren. Aber Meister Dogen verwirft dies für die Zazen-Halle, weil er denkt, dass die Zazenhalle nur benutzt werden sollte, um wirklich Zazen zu praktizieren und damit die Mönche nachts dort schlafen.&lt;br /&gt;[118]&lt;br /&gt;&lt;em&gt;In der Zazen-Halle sollten wir nicht singen und keine Sutra lesen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; In der Zazenhalle sollten wir (wie erwähnt) keine Sutra rezitieren und auch keine buddhistischen Bücher lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Zazenhalle ist ein Gebäude, wo die buddhistischen Mönche nur Zazen praktizieren sollten. Nachts wird die Halle benutzt, damit die Mönche dort schlafen können. Daher hat Meister Dogen entschieden, dass die Zazenhalle niemals benutzt wird, um die Sutra zu rezitieren oder buddhistische Bücher zu lesen.&lt;br /&gt;[120]&lt;br /&gt;9. &lt;em&gt;Wenn die Menschen streiten, sollten beide in ihr Quartier zurückgeschickt werden, weil sie nicht nur ihre eigene Praxis für die Wahrheit wesentlich behindern, sondern auch andere erheblich belästigen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn buddhistische Mönche im Streit miteinander liegen, sollten diese beiden Mönche ohne Zweifel schnell in einen anderen Raum gebracht werden. Sie zerstören und stören nicht nur ihre eigene Zazen-Praxis, sondern belästigen und stören auch die anderen bei ihrem Zazen in der Halle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die Menschen miteinander streiten, verlieren sie in der Regel ihr eigenes Gleichgewicht des VNS. Wir können daher sagen, dass die Mönche, die sich streiten, ihre innere Balance verloren haben und sich wirklich schämen sollten. Es ist durchaus zulässig, dass die buddhistischen Mönche miteinander reden und auch kontrovers diskutieren, aber sie sollten überhaupt niemals und in keinem Fall in Streit geraten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-82743552837111023?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/82743552837111023/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=82743552837111023' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/82743552837111023'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/82743552837111023'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2007/11/regeln-fr-die-zazen-halle-der-schweren.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-6445291416406331824</id><published>2007-11-01T17:46:00.000+01:00</published><updated>2007-11-01T18:35:25.169+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;4. Eine leuchtende Perle (Ikka no myoju) &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;[97]&lt;br /&gt;1.&lt;em&gt; Er (Gensa) ist schon 30 Jahre alt (aber) er hat die Unsicherheit der dahintreibenden Welt erkannt und auch das Edle des Buddha-Weges erfasst.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; &lt;em&gt;Gensa Shibi&lt;/em&gt; war 30 Jahre alt geworden, da erkannte er, dass die weltliche Gesellschaft nicht verlässlich ist, und ihm wurde der ganz große und wertvolle Gehalt des Buddhismus bewusst.&lt;br /&gt;Obgleich &lt;em&gt;Gensa Shibi&lt;/em&gt; ein einfacher Fischer war, wurde ihm ganz klar, dass die weltliche Gesellschaft, die von dem Ruhm fantastischer Trugbilder und der Gier nach materialistischem Genuss getragen wird, außerordentlich unsicher und wenig verlässlich ist. Er erkannte in aller Klarheit, dass die buddhistische Wirklichkeit überaus zuverlässig und tragfähig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. &lt;em&gt;Gensa sagte:&lt;/em&gt; &lt;em&gt;"Letztlich kann ich überhaupt nicht von anderen getäuscht werden". (Sein Meister) Seppo liebte diese Worte außerordentlich und sagte: "Gibt es irgend jemanden, der diese Worte nicht (innerlich) besitzt, (aber) gibt es irgend jemanden, der diese Worte (so klar) sagen kann?“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; &lt;em&gt;Gensa&lt;/em&gt; sagte: "Im Ergebnis bin ich ein Mensch mit seltsamem steifen Nacken, der überhaupt niemals von den Worten anderer Menschen getäuscht werden kann". Meister Seppo lobte diese Worte außerordentlich und sagte, dass alle Menschen eine solche Klarheit und Kraft in sich haben sollten, aber es leider nur sehr wenige Menschen gibt, die dies so wie (&lt;em&gt;Gensa)&lt;/em&gt; in Worte fassen können.&lt;br /&gt;Wir alle sollten dem aufrechten Verhalten von Gensa folgen, aber in den weltlichen Gruppen und der weltlichen Gesellschaft ist ein Mensch wie Gensa außerordentlich selten und daher kann die gewöhnliche menschliche Gesellschaft überhaupt niemals bei der Wahrheit ankommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. &lt;em&gt;Meister Seppo fragte ihn weiter: "Du Asket (Shibi, Gensa), warum gehst du nicht fort und vertiefst (deine Erfahrung bei anderen Meistern)?" (Gensa) antwortete: "Bodhidharma kam nicht in das östliche Land (China), und der zweite Nachfolger im Dharma (in China) ging nicht zum westlichen Himmel (Indien)". Meister Seppo lobte auch dies außerordentlich. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Meister &lt;em&gt;Seppo &lt;/em&gt;fragte: "Bettelmönch &lt;em&gt;Shibi,&lt;/em&gt; warum besuchst du nicht viele Tempel, um den Buddhismus zu studieren"? Gensa sagte: "Meister &lt;em&gt;Bodhidharma&lt;/em&gt; ist nicht mit (egoistischer) Absicht nach China gekommen und der zweite Nachfolger im Dharma (in China) &lt;em&gt;Taiso Eka&lt;/em&gt; ging niemals in (egoistischer) Absicht nicht nach Indien (sondern blieb in China)". Meister Seppo pries diese Worte ganz besonders.&lt;br /&gt;Wir Menschen sollten unsere historische Ausgangslage und unsere geschichtlichen Bedingungen aufrichtig und klar untersuchen und sollten diese auf keinen Fall vernachlässigen (z. B. mit welchen Absicht gehandelt worden ist).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. &lt;em&gt;Das ganze Universum in den zehn Richtungen ist eine glänzende Perle. Welchen Nutzen hat das Verstehen? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Das ganze Universum in den zehn Richtungen ist genau eine glänzende strahlende Perle und selbst wenn wir große Anstrengungen unternehmen, um dies mit dem Verstand zu begreifen, ist das vollständig nutzlos, weil das Universum oder die Wirklichkeit etwas Reales ist, das niemals in letzter Konsequenz intellektuell verstanden werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ganze Universum ist etwas Wirkliches und obgleich so viele hervorragende Philosophen und Wissenschaftler seit vielen Jahren außerordentlich große Anstrengungen zu dessen Erforschung unternommen haben, hat dies (für die wesentlichen Probleme der Menschen) nicht viel gebracht. Es scheint jedoch so, dass Meister Gensa Shibi erheblich klüger war als diese vielen hervorragenden Philosophen und Wissenschaftler, indem er sagte: "Das ganze Universum in den zehn Richtungen ist eine glänzende Perle. "&lt;br /&gt;[101]&lt;br /&gt;6. &lt;em&gt;"´Die eine Perle´ geht direkt durch zehntausend Jahre: Die ewige Vergangenheit ist nicht zu Ende, aber die ewige Gegenwart ist angekommen.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Die eine Perle gibt es andauernd seit endlosen Zeitaltern, und obgleich die ewige Vergangenheit noch nicht geendet hat, ist die ewige Gegenwart hier schon angekommen.&lt;br /&gt;Obgleich das Universum sich seit der ewigen Vergangenheit fortsetzt, ist die ewige Gegenwart genau im Jetzt angekommen, obgleich die ewige Vergangenheit noch gar nicht zu einem Ende gekommen ist. Dies mag wohl die Wirklichkeit des gegenwärtigen Augenblicks sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. &lt;em&gt;Den Körper gibt es jetzt, und der Geist existiert ebenfalls jetzt. Auch deswegen ist (das ganze Universum) eine leuchtende Perle.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Obgleich ich jetzt meinen Körper habe und obgleich ich jetzt meinen Geist habe, ist das ganze Universum genau eine leuchtende Perle.&lt;br /&gt;Selbstverständlich habe ich jetzt meinen Körper und meinen Geist, aber gleichzeitig kann das ganze Universum niemals etwas anderes als die glänzende Perle sein.&lt;br /&gt;[105]&lt;br /&gt;8. &lt;em&gt;Das Gesicht der Sonne offenbart sich so als wäre es die Sonne und das Gesicht des Mondes offenbart sich so, als wäre es der Mond. Aus diesem Grund (sagte Meister Yakusan Igen): "Selbst wenn ich sage, dass der sechste Mond (-Monat) eine sehr schöne Zeit des Jahres ist, sollte ich nicht sagen, dass mein Familienname ´Heiß´ ist".&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Die Sonne offenbart sich so, als wäre sie die Sonne und der Mond offenbart sich so, als wäre er der Mond. Obgleich der Juni (im Mond-Kalender) in China der heißeste Monat des ganzen Jahres ist, sollte er (Meister Yakusan Igen) niemals sagen, dass es jetzt viel zu heiß ist, ohne dass er auch hinzufügt, dass der Juni eine Jahreszeit ist, die man aushalten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein buddhistischer Mönch sollte sich niemals wegen der schlechten Zustände der Natur beklagen. Dies gilt auch, wenn es tatsächlich so heiß ist wie im Juni des Mond-Kalenders. Er sollte grundsätzlich niemals klagen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-6445291416406331824?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/6445291416406331824/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=6445291416406331824' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/6445291416406331824'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/6445291416406331824'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2007/11/eine-leuchtende-perle-ikka-no-myoju-97.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-9044497723261166729</id><published>2007-10-29T20:43:00.000+01:00</published><updated>2007-11-01T18:33:14.294+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;3. Das verwirklichte Universum (Genjo-koan)&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;[83]&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1&lt;em&gt;.Wenn alle Dharmas (, die Wirklichkeit) als der Buddha-Dharma ( also die Buddha-Lehre gesehen werden), dann gibt es Täuschung und Verwirklichung, gibt es Praxis, gibt es Leben und Tod, gibt es Buddhas und gewöhnliche Wesen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn das ganze Universum auf der Grundlage des idealistischen Buddhismus gedacht wird, unterscheidet man immer zwischen der besten und schlechtesten Situation (der Buddha-Lehre).Die vier (buddhistischen) Lebensphilosophien stehen am Anfang dieses Kapitels "Das verwirklichte Universum" (&lt;em&gt;Genjo-koan&lt;/em&gt;). Darin werden diese vier Sichtweisen genau erläutert. Sie wurden von Gautama Buddha zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit durch seine erste Dharma-Rede (nach dem vollständigen Erwachen) erklärt. Leider ist die Bedeutung der Theorie (der vier Lebensphilosophien) sehr schwer zu verstehen, sodass sie seit tausenden von Jahren nicht richtig erfasst wurde.Obgleich Meister Dôgen die wahre Bedeutung der vier Lebensphilosophien bereits am Anfang des 13. Jahrhunderts in Japan verstanden hatte, war es für die normalen Menschen und Buddhisten der damaligen Zeit nicht möglich, diese wahre Lehre des Shobogenzo zu erkennen. Daher wurde auch die Bedeutung der vier Lebensphilosophien wegen ihrer großen Schwierigkeit nicht verstanden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Erst im 20. Jahrhundert wurde zum ersten Mal durch unsere Anstrengungen der wahre Gehalt des Shobogenzo mehr und mehr verständlich.Wenn wir die wahre Bedeutung des Shobogenzo erkennen wollen, müssen wir m. E. unbedingt die Hauptströmungen der westlichen Philosophie einbeziehen. Obgleich Meister &lt;em&gt;Dôgen&lt;/em&gt; diese westliche Philosophie natürlich überhaupt nicht kannte und nicht studieren konnte, analysierte er mit seinem scharfen Verstand die tiefgründigen Lehren, die bereits von den alten buddhistischen Philosophen und Denkern (in Indien) entwickelt worden waren (und die Gautama Buddha sehr genau kannte).Wenn wir nun die wahre Bedeutung der vier buddhistischen Lebensphilosophien heute, im 21. Jahrhundert begreifen wollen, verwenden wir daher am besten eine Methode, welche die westliche Philosophie zur Grundlage hat. Wir können m. E. annehmen, dass heute die euro-amerikanische Kultur in der Welt am weitesten entwickelt ist, sodass es der einfachste Weg ist, die wahre Bedeutung des Buddhismus auch auf der Grundlage der westlichen Philosophie zu untersuchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Lösung des Widerspruchs von Idealismus und Materialismus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir Menschen haben in unserer Kultur seit tausenden von Jahren und vor allem seit der antiken griechisch-romanischen Zeit zwei hervorragende philosophische Haupt-Linien entwickelt und gepflegt und zwar den Idealismus und Materialismus.Diese beiden sind ganz ausgezeichnete hoch entwickelte philosophische Gedankengebäude, und die humanistische Kultur in Europa hat deren Grundlagen seit tausenden von Jahren immer weiterentwickelt. Durch diese Entwicklung wurden die menschliche Kultur und Zivilisation außerordentlich befruchtet. Gleichzeitig haben jedoch diese beiden Philosophien des Idealismus und Materialismus in sich leider vollständig gegensätzliche und unvereinbare Ansätze, sodass die euro-amerikanische Kultur erheblich an dieser inneren Zerrissenheit gelitten hat. Es gab als Folge davon z. T. extreme und katastrophale Unsicherheiten und Gegensätze bei den Einschätzungen und Bewertungen kultureller und materieller Werte mit den bekannten furchtbaren Auswirkungen.In ganz ähnlichem Sinne hatte auch das alte Indien zu Buddhas Zeiten unter vergleichbaren, in sich widersprüchlichen Kernpunkten von Idealismus und Materialismus zu leiden. Etwa seit dem 12. und 13. Jahrhundert vor Christus gab es nämlich dort die sehr spirituelle Religion des Brahmamismus, und diese entwickelte dort in der Tat für viele Jahrhunderte eine große kulturelle Kraft. Einige Jahrhunderte vor Gautama Buddha verbreiteten sich jedoch in Indien verschiedene materialistische Philosophien, die von den sog. sechs nicht-buddhistischen Denkern vertreten wurden. Es ereignete sich dann ein tiefgehender weltanschaulicher Kampf zwischen der alten spirituellen Religion des Brahmamismus und dem neuen Materialismus der sechs nicht-buddhistischen Denker. Die geistige und religiöse Situation vor Gautama Buddha mit ihren gewaltigen Kämpfen der beiden gegensätzlichen Weltanschauungen hat in der Tat große Ähnlichkeit mit der jetzigen menschlichen Gesellschaft im 21. Jahrhundert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gautama Buddha wurde also in eine solche geschichtlich äußerst widersprüchliche Zeit hineingeboren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er über diese vollständig gegensätzlichen Weltanschauungen von Idealismus und Materialismus im alten Indien sehr besorgt war. Ich vermute, dass Gautama Buddha sich entschieden hat, sein ganzes Leben der Lösung dieses grundsätzlichen Problems zu widmen. Nach seinen gewaltigen Anstrengungen zu dessen Lösung hat er dann den hervorragenden und außerordentlich kraftvollen Lösungsweg gefunden, der auf den vier Lebensphilosophien beruht, die wir hier besprechen. Obgleich die geschichtliche Zeit des alten Indiens und des modernen 20. und 21. Jahrhunderts natürlich weit auseinander liegt, ist die in sich äußerst widersprüchliche Problemlage des Brahmanismus und der sechs nicht-buddhistischen Denker der modernen Auseinandersetzung des Idealismus und Materialismus in der heutigen Zeit verblüffend ähnlich. Der Inhalt des heutigen Kampfes ist nämlich ebenfalls die Auseinandersetzung von Idealismus und Materialismus. Es ist für mich daher von zentraler Bedeutung, eine Lösung dieses grundsätzlichen Widerspruchs zu finden. Obgleich sich die Kontroverse inzwischen zwischen Materialismus und Idealismus eigentlich schon totgelaufenen hatte, gab es bisher noch keine Lösung für diese Probleme. Deshalb schlage ich vor, die großartigen Methoden heranzuziehen, die Gautama Buddha schon im alten Indien dafür entwickelt hatte.Grundprinzip: Der konkrete Inhalt der vier Lebensphilosophien.Der konkrete Inhalt und die wirkliche Bedeutung der vier Lebensphilosophien lassen sich wie folgt gliedern: Idealismus, Materialismus, die Lebensphilosophie des Handelns und schließlich die umfassendeWirklichkeit selbst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die authentischen Begriffe des Sanskrit sind dafür: &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Duhkah-satya, Samudaya-satya, Nirodha-satya und Marga-satya.&lt;/em&gt;Ich möchte nun die Bedeutung dieser Sanskrit-Begriffe erläutern:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1) &lt;em&gt;Duhkah-satya: Duhkah&lt;/em&gt; bedeutet Leiden, sodass die wörtliche Übersetzung die Philosophie oder „Lehre des Leidens“ ist. Der Grund, warum die idealistische Philosophie auch die Lehre vom Leiden genannt wird, liegt darin, dass dabei immer ein extrem hoch stehendes Ideal verfolgt wird, das durch absolute Vollkommenheit und Perfektion gekennzeichnet ist. Der Idealismus ist im Kern also immer durch das Streben nach einer solchen Perfektion gekennzeichnet. Aber die wirkliche Welt, in der wir leben, ist niemals vollkommen und überhaupt nicht ideal, wie es der Idealismus fordert oder behauptet. Wenn wir daher alles in unserem Leben auf der Grundlage des Idealismus denken und entsprechend handeln, ist es unausweichlich, dass wir immer schmerzvoll unter den realen Lebensbedingungen leiden müssen, weil der Unterschied zwischen der Wirklichkeit dieser Welt und der idealistischen Vollkommenheit so außerordentlich groß und drückend ist. Idealisten leiden daher stets unter dem Gegensatz der vollkommenen Schönheit von Ideen und Idealen einerseits und der unvollkommenen Wirklichkeit andererseits.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2) &lt;em&gt;Samudaya-satya:&lt;/em&gt; Samudaya bedeutet wörtlich „Anhäufung“. Um welche Anhäufungen handelt es sich nun dabei und welche Probleme werden damit angesprochen? In diesem Zusammenhang müssen wir daran erinnern, dass es auch im alten Indien bereits die Vorstellung von unteilbaren Bausteinen oder Atomen gab, die mit dem Sanskritwort &lt;em&gt;Rajas&lt;/em&gt; beschrieben werden. Da es diese Vorstellungen von den Atomen gab, können wir den Begriff &lt;em&gt;Samudaya-satya&lt;/em&gt; so deuten, dass damit die vielfältige Welt als eine Ansammlung von Atomen gesehen wird. Diese Vielfalt wird also so interpretiert, dass es physikalisch kleine Bausteine gibt, aus denen die konkrete Welt um uns herum aufgebaut und zusammengesetzt ist.Daraus wird deutlich, dass dies eine sehr materialistische Sichtweise der Welt ist, welche die Ansammlung physikalischer Atome als Grundlage hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3) &lt;em&gt;Nirodha-satya&lt;/em&gt;: &lt;em&gt;Nirodha&lt;/em&gt; bedeutet Selbststeuerung oder Kontrolle und bezieht sich auf das menschliches Handeln. Daher interpretiere ich &lt;em&gt;Nirodha-satya&lt;/em&gt; als Lebensphilosophie des Handelns. In der euro-amerikanischen Kultur sind eigentlich nur Idealismus und Materialismus bekannt und verbreitet, und es ist sehr schwierig für uns, eine davon unabhängige Philosophie zu finden. Im alten Indien hat Gautama Buddha aber schon ganz klar erkannt, dass philosophische Überlegungen überhaupt nur innerhalb der intellektuellen Gedankenwelt möglich sind. Dann ist es fast vollständig ausgeschlossen, dass die Menschen die sehr rigiden gedanklichen Grenzen überwinden, in denen sich nur das Denken immer abspielen kann, und dass sie sich davon befreien.Nachdem Gautama Buddha die Praxis des Samadhi (Zazen) erfahren hatte, erlangte er die vollständige Freiheit, im gegenwärtigen Augenblick hier und jetzt zu handeln. Weil er an jedem Tag Zazen praktizierte, konnte er sein vegetatives Nervensystem dauernd im Gleichgewicht halten und auf diese Weise gelang es ihm, das enge Netz intellektueller Verstrickungen zu zerreißen, und im jedem Augenblick in Freiheit zu sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;4) &lt;em&gt;Marga-satya&lt;/em&gt;: Gautama Buddha wurde in seinem Handeln vollständig frei und folgte der Moral und daher erlangte er das vollkommene Glück in seinem täglichen Leben. Die Gier nach Ruhm und Profit waren wie Staub für ihn zerstoben, und es war für ihn das vollständige Glück, die Moral ohne jede Anstrengung in seinem täglichen Leben wie selbstverständlich einzuhalten. Ein solches Glück gab es nicht nur für ihn sondern für alle Menschen. Wenn man täglich Zazen praktiziert, kann er oder sie das Gleichgewicht des vegetativen Nervensystems (von Körper und Geist) aufrechterhalten, und durch dieses kraftvolle und zugleich ruhige Gleichgewicht ist es dann für ihn oder sie ganz unmöglich, irgendeine Art von Moral zu verletzen. Das tägliche Leben setzt sich dann immer mit der Praxis des Zazen fort, und die Menschen können damit in jedem Augenblick ein Leben voll Freude und Glück führen. Im Falle von Gautama Buddha war es daher möglich, dass er an jedem Tag eine Lehrrede für andere hielt, wenn diese ihm zuhören wollten. Damals war es sein eigenes großes Glück, dass er die Welt an jedem Tag ein bisschen besser machen konnte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. &lt;em&gt;Wenn die unendlich vielen Dharmas alle nicht von dem Selbst sind, gibt es keine Täuschung und keine Verwirklichung, keine Buddhas und keine gewöhnlichen Wesen, kein Leben und keinen Tod. &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn das ganze Universum vom materialistischen Gesichtspunkt aus gesehen wird, ist alles nur ein Unterschied der Menge physikalischer Energie.Dann gibt es keine Möglichkeit für uns, die Unterschiede zwischen Täuschung und Verwirklichung, zwischen Buddhas und gewöhnlichen Dingen, zwischen Leben und Tod usw. zu bestimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3&lt;em&gt;. Buddhas Wahrheit überschreitet von Anfang an Überfluss und Mangel und daher gibt es Leben und Tod, Täuschung und Verwirklichung, gewöhnliche Wesen und Buddhas (als Wirklichkeit).&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Die buddhistische Welt ist eine wirkliche Welt und daher existiert alles so wie es ist und überschreitet Überfluss und Mangel (, denn diese sind nur Bewertungen).&lt;br /&gt;Die buddhistische Welt ist die reale wirkliche Welt, und daher ist das Leben genau Leben, der Tod ist genau Tod, Täuschung ist genau Täuschung, Verwirklichung ist also genau Verwirklichung, gewöhnliche Menschen sind genau gewöhnliche Menschen und Buddhas sind genau Buddhas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4.&lt;em&gt; Und obgleich dies so ist, wie es ist, geschieht es nur, dass die Blumen fallen, während sie geliebt werden, und das Unkraut wuchert, während es gehasst wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Die Wirklichkeit umfasst jedoch alles und daher ist sie manchmal für uns wenig erfreulich.&lt;br /&gt;Daher fallen manchmal die Blumen herunter, obgleich wir hoffen, dass sie weiter blühen, weil wir sie lieben, und manchmal wuchert das Unkraut zu stark, obgleich wir es nicht benötigen (und es unsere Pflanzen und Blumen schädigt).&lt;br /&gt;[84]&lt;br /&gt;5. &lt;em&gt;Wenn wir uns selbst (ungeduldig) antreiben, die unendlich vielen Dharmas zu praktizieren und zu erfahren, ist dies Täuschung.&lt;br /&gt;Wenn die unendlich vielen Dharmas uns (jedoch) praktizieren und erfahren, ist dies der Zustand der Verwirklichung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Unsere Anstrengung (mit Gewalt) die Erleuchtung zu erlangen, ist Täuschung, aber wenn unser vegetatives Nervensystem (VNS) im Gleichgewicht ist, ist dies genau Erleuchtung.&lt;br /&gt;Viele Menschen glauben, dass wir große Anstrengung machen sollen, um direkt Erleuchtung zu erlangen, aber diese Vorstellung ist falsch. Wenn wir im Zazen sitzen und die richtige authentische Zazen-Haltung einnehmen, ist dieses Gleichgewicht des vegetativen Nervensystems genau die Erleuchtung selbst. Mit anderen Worten ist die Praxis in der authentischen Haltung genau die Erleuchtung selbst und daher können wir annehmen, dass es die Erleuchtung bedeutet, wenn wir richtig Zazen praktizieren. Dabei ist es besonders bedeutsam, die authentische Haltung des Zazen wirklich zu praktizieren (und Körper und Geist fallen zu lassen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6. &lt;em&gt;Jene, welche die Täuschung vollständig erkennen, sind Buddhas. Jene, die sich über die Verwirklichung stark irren, sind gewöhnliche Wesen. &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Jene Menschen, die erkannt haben, was Täuschung ist, können Buddhas genannt werden und jene, die mit Gewalt und (verbohrt) Erleuchtung außerhalb von Zazen erlangen (wollen), werden gewöhnliche Menschen genannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer jeden Tag Zazen praktiziert und denkt, dass er dann selbst genau Buddha ist, hat Recht, wenn er in der authentischen Haltung sitzt und sein vegetatives Nervensystem (VNS) im Gleichgewicht hält.&lt;br /&gt;Aber jene Menschen, die an die Existenz der (großartigen und romantischen) Erleuchtung außerhalb der Zazen-Praxis glauben, sind nicht mit der Tatsache vertraut, dass nur die Zazen-Praktizierenden genau Buddhas sind. Daher sind sie sich nicht über die wirkliche Situation der tatsächlichen Buddhas im Klaren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7. &lt;em&gt;Wenn Buddhas wirkliche Buddhas sind, ist es nicht notwendig, dass sie sich selbst (mit dem Verstand) als Buddhas erkennen. Trotzdem sind sie Buddhas im Zustand der Erfahrung und sie setzen es fort, den Zustand der Buddhas zu erfahren. &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn die Menschen selbst genau Buddhas sind, müssen sie nicht unbedingt mit dem Verstand erkennen, dass sie Buddhas sind, sondern es ist einfach (und vor allem) eine Tatsache, Buddha zu sein und Buddha zu erfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn die Menschen ihr VNS im Gleichgewicht halten, ist es für sie nicht notwendig, eine solche Tatsache zu behaupten, sondern es ist genau die Wirklichkeit im gegenwärtigen Augenblick. Dann halten die Menschen ihre Balance des VNS, und eine solche Situation wird sich immer fortsetzen(, wenn sie Zazen praktizieren)&lt;br /&gt;[85]&lt;br /&gt;8.&lt;em&gt; (Selbst) wenn wir den ganzen Körper-und-Geist benutzen, um Formen zu schauen und wenn wir den ganzen Körper-und-Geist benutzen, um Laute zu hören, ist dies nicht dasselbe wie die (klare) Reflexion eines Bildes im Spiegel oder des Mondes im Wasser, auch wenn wir dies direkt wahrnehmen. Wenn wir (durch die Wahrnehmung nämlich) die eine Seite erkennen, sind wir blind für die andere Seite.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Bei der materialistischen Sichtweise ist unsere Wahrnehmung nicht umfassend, sondern erkennt nur eins nach dem anderen (und niemals intuitiv das Ganze).&lt;br /&gt;Wenn wir Formen ansehen und Laute hören, ist unsere Fähigkeit der sinnlichen Wahrnehmung nicht sehr umfassend, selbst wenn wir mit dem ganzen Körper und Geist die Formen ansehen und die Laute hören. Sowohl Formen als auch Laute können nicht gleichzeitig und ganzheitlich wahrgenommen werden, sondern nur nacheinander.&lt;br /&gt;[86]&lt;br /&gt;9.&lt;em&gt; Buddhas Wahrheit zu erlernen heißt, uns selbst (wirklich) kennen zu lernen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Buddhismus zu erlernen bedeutet genau, uns selbst kennen zu lernen und das Gleichgewicht des VNS halten.&lt;br /&gt;Buddhismus zu erlernen bedeutet, genau Zazen zu praktizieren, um uns selbst im Gleichgewicht zu halten. Wir sind wirklich im Selbst, wenn wir das Gleichgewicht des VNS halten. Daher können wir sagen, dass wir uns selbst genau kennen lernen, wenn wir den Buddhismus erlernen und praktizieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10. &lt;em&gt;Uns selbst kennen zu lernen ist dasselbe, als wenn wir uns vergessen. Uns zu vergessen ist dasselbe, als wenn wir von den unendlich vielen Dharmas erfahren werden. &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Uns selbst kennen zu lernen ist dasselbe, wie uns im Gleichgewicht zu halten und wenn wir den Zustand der Balance haben, ist es für uns nicht notwendig, ein besonderes Bewusstsein von uns selbst zu haben. Wenn wir uns selbst vergessen haben, können wir das ganze Universum erfahren.&lt;br /&gt;Wenn wir uns selbst im Zustand des Gleichgewichts halten, sind wir wirklich wir selbst. Daher ist es nicht notwendig für uns, ein besonderes Bewusstsein davon zu haben. Dann können wir das ganze Universum erfahren, so wie es ist. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;11. &lt;em&gt;Von den unendlich vielen Dharmas erfahren zu werden, ist dasselbe, als wenn wir unseren eigenen Körper-und-Geist fallen lassen und auch dasselbe, als wenn wir den Körper-und-Geist der externen Welt wegfallen lassen. &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Das ganze Universum zu erfahren, ist dasselbe, als wenn wir unser denkendes Bewusstsein von unserem eigenen ganzen Körper-und-Geist fortwerfen und auch unser Bewusstsein von der ganzen Welt wegwerfen.&lt;br /&gt;Unseren eigenen Körper-und-Geist fallen zu lassen ist dasselbe, als wenn wir das denkende Bewusstsein unseres eigenen ganzen Körpers-und-Geistes und das Bewusstsein des ganzen Universums über Bord werfen und dies bedeutet genau und direkt in der Wirklichkeit zu leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[87]&lt;br /&gt;12.&lt;em&gt; Wenn die Menschen zuerst den Dharma suchen, sind sie weit entfernt von dem Zugang zum Dharma, (aber) sobald der Dharma an uns authentisch übermittelt wird, sind wir Menschen in (unserem) ursprünglichen natürlichen Element.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn wir die Wahrheit des Universums suchen, tun wir dies meist, indem wir das Universum als etwas von uns Getrenntes ansehen und es von außen betrachten. Wenn aber unser VNS im Gleichgewicht ist, können wir sofort direkt in der Wirklichkeit leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir nach der Wahrheit des Universums suchen, leben wir normalerweise außerhalb der Wirklichkeit des VNS, aber wenn wir die Balance durch die Praxis des Zazen erreicht haben, leben wir im Gleichgewicht der Wahrheit selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13. &lt;em&gt;Wenn wir mit dem Handeln wirklich vertraut sind und zu dem konkreten Ort (im Handeln) zurück finden, ist die Wahrheit offensichtlich, dass die vielen Dharmas nicht das Selbst sind. &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn wir sehr vertraut mit unserem eigenen Handeln selbst sind, wird der Grundsatz sehr klar, dass das ganze Universum etwas anderes als unser (gedachtes) Selbst ist.&lt;br /&gt;Wenn unser Handeln nicht so klar bei der Trennung (des gedachten permanenten Selbst) von dem Universum ist, mag es insgesamt eine ziemlich unklare Situation sein. Aber wenn wir erkennen, dass es keinen Unterschied zwischen unserem Handeln und dem Universum gibt, ergibt sich ganz klar, dass das ganze Universum und wir selbst (gedachtes permanentes Ich) von einander getrennt sind. Auch für den Fall, dass das (gedachten Selbst) und das Universum sehr ähnlich erscheinen, sollten wir gleichzeitig erkennen, dass unser gedachtes (Selbst) und das ganze Universum (tatsächlich) getrennt sind, während das Handeln und das Universum gemeinsam verwirklicht werden. &lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;14. &lt;em&gt;Ihr müsst nämlich verstehen, dass das Brennholz im Dharma seinen eigenen Platz als Brennholz einnimmt. Es hat (zwar) ein Vorher und ein Nachher, aber trotzdem existiert das Vorher unabhängig vom Nachher.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Das Feuerholz hat seinen eigenen Platz als Feuerholz im gegenwärtigen Augenblick, und obgleich es eine Vergangenheit und eine Zukunft hat, sind die Vergangenheit und die Zukunft vollständig getrennt vom gegenwärtigen Augenblick.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Lehre ist eng mit der Augenblicklichkeit aller Dinge und Phänomene verbunden. Im Buddhismus haben wir nämlich das grundlegende Prinzip der Augenblicklichkeit aller Dinge und Phänomene. (Im Buddhismus) denken wir normalerweise, dass wir immer genau im gegenwärtigen Augenblick leben und daher erscheinen alle Dinge und Phänomene ebenfalls genau im gegenwärtigen Augenblick und verschwinden auch im gegenwärtigen Augenblick. Mit anderen Worten erscheint und verschwindet die Welt, in der wir jetzt leben, genau im gegenwärtigen Jetzt. Wenn wir uns die wirklichen Zusammenhänge der Gegenwart genau anschauen wollen, können wir die Augenblicke wie einen Film benutzen. Der Film ist in viele kleine Bilder unterteilt. Daher ist jedes einzelne Bild von dem vorherigen und dem folgenden getrennt. Die buddhistische Lehre nimmt an, dass der gegenwärtige Augenblick, durch den wir in unserem täglichen Leben hindurch gehen, auch genau so aufgebaut ist.&lt;br /&gt;Im Buddha-Dharma wird gelehrt, dass der gegenwärtige Augenblick eine sehr kurze Zeitspanne ist, die eigentlich überhaupt keine zeitliche Dauer hat und außerdem nehmen wir an, dass er vom vergangenen und zukünftigen Augenblick getrennt ist. Daher sollten wir annehmen, dass diese Welt, in der wir jetzt leben, genau im gegenwärtigen Augenblick entsteht und vergeht. In unserem üblichen Denken und beim sog. gesunden Menschenverstand nehmen wir dagegen an, dass die Welt sich wie eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und von der Gegenwart zur Zukunft bewegt. Aber eine solche Interpretation der Zeit ist aus der Sicht des Buddhismus (vor allem für das wirkliche Erleben und Handeln) vollständig falsch. Nach der buddhistischen Philosophie existiert die wirkliche Welt nur im gegenwärtigen Augenblick und daher denken wir, dass die Vergangenheit nur eine Erinnerung und die Zukunft nur eine Annahme und Erwartung ist (,aber nicht die erlebte Wirklichkeit).&lt;br /&gt;Auf der Grundlage dieser Theorie sagt Meister Dôgen, dass das Feuerholz vollständig von der Vergangenheit und der Zukunft (also der verbrannten Asche) getrennt ist, obgleich es natürlich eine (gedachte) Vergangenheit und eine Zukunft hat. Diese Vergangenheit und Zukunft ist zwar eine generelle Feststellung, kann aber die wahre Existenz nicht beschreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15. &lt;em&gt;Asche nimmt im Dharma ihren eigenen Platz als Asche ein, sie hat ein Vorher und ein Nachher. Ebenso wie das Brennholz, das einmal zu Asche geworden ist, nicht wieder zu Brennholz werden kann, können auch die Menschen nach dem Tod nicht mehr leben. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Asche existiert selbstständig als Asche im Universum und hat seine eigene Vergangenheit und Zukunft. Aber es ist für das Feuerholz vollständig unmöglich, nachdem es zu Asche geworden ist, überhaupt wieder Feuerholz zu werden. In gleicher Weise können die Menschen niemals wieder leben, nachdem sie gestorben sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist möglich, dass die Asche im Universum jeweils als solche existiert und in so fern eine Vergangenheit und eine Zukunft hat. Für das verbrannte Feuerholz ist es völlig ausgeschlossen, überhaupt wieder Feuerholz zu werden, wenn es einmal zu Asche verbrannt ist. Bei den Menschen ist es auch unmöglich, dass sie nach dem Tod wiedergeboren werden. Selbstverständlich gibt es ganz viele verschiedene Religionen auf der Erde und einige von ihnen glauben an ein Leben nach dem Tod. Aber entsprechend seinem Denken ist Meister Dôgen selbst nicht von der Wiedergeburt der Menschen nach dem Tod überzeugt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;16. &lt;em&gt;Deshalb wurde im Buddha-Dharma seit jeher gelehrt, dass Leben nicht zum Tod wird. Deshalb sprechen wir von "Nicht-Erscheinen". &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Gleichzeitig sagen wir nicht, dass Leben zu Tod wird. Im Buddhismus sind nämlich sowohl Leben als auch Tod je einfache Tatsachen im gegenwärtigen Augenblick und wir sagen daher nicht, dass es irgendetwas (im Augenblick) gibt, das erscheint.&lt;br /&gt;Im Buddhismus wird niemals gelehrt, dass sich Leben in Tod umwandelt, weil Leben eine einfache Tatsache im gegenwärtigen Augenblick ist, und Tod genauso einfach als Tatsache je im gegenwärtigen Augenblick existiert. Daher ist es für uns unmöglich zu sagen, dass Leben zu Tod wird, und aus diesem Grund sagen wir normalerweise, dass es kein Erscheinen auf der Erde gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17. &lt;em&gt;Es ist die gesicherte buddhistische Lehre, indem dabei das Dharmarad (gedreht wird), dass Tod nicht zu Leben wird. Dies ist der Grund, warum wir vom Nicht-Erscheinen reden. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3366ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Dies ist der Grund, warum wir nicht sagen, dass der Tod sich im Buddhismus zu Leben umwandelt und aus diesem Grund sagen wir niemals, dass es ein Verschwinden auf der Erde gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je zu einer Zeit existiert der Tod im gegenwärtigen Augenblick, und je zu einer anderen Zeit existiert der Tod nicht im gegenwärtigen Augenblick. Daher sagen wir im Buddhismus niemals, dass Tod zu Leben wird und daher sagen wir im allgemeinen auch, dass es überhaupt kein Verschwinden auf der Erde gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18.&lt;em&gt; Leben ist etwas Augenblickliches und Tod ist etwas Augenblickliches. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Leben ist eine einfache Tatsache im gegenwärtigen Augenblick und Tod ist auch eine einfache Tatsache im gegenwärtigen Augenblick.&lt;br /&gt;Wir können daher sagen, dass Leben wirklich eine einfache Tatsache im gegenwärtigen Augenblick ist, genau wie der Tod. Daher ist es sehr töricht, dass wir uns über Leben und Tod Sorgen machen. Obgleich wir den Tod hassen, wird er zweifellos und unvermeidlich kommen, und obgleich wir das Leben so sehr lieben, wird das Leben ohne Zweifel und mit Sicherheit enden.&lt;br /&gt;[89]&lt;br /&gt;19. &lt;em&gt;Ein Mensch, der die Verwirklichung erlangt hat, gleicht dem Mond, der sich im Wasser spiegelt. Der Mond wird nicht nass und das Wasser wird nicht (durch den Mond) zerteilt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Die Verwirklichung ist ein Zustand wie das Bild eines Mondes auf der Oberfläche des Wassers. Daher wird das Bild des Mondes nicht nass und die Oberfläche des Wassers bleibt glatt und wird nicht zerteilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir über die Erleuchtung nachdenken ist klar, dass diese sich immer im Zustand des Gleichgewichts ereignet. Wir sollten niemals irgendeine Art von großartiger Besonderheit bei der Erleuchtung erwarten. Die Erleuchtung ist immer im Gleichgewicht, und daher ist sie immer ruhig und schön.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;20. &lt;em&gt;Die Verwirklichung und Erleuchtung verändert den Menschen nicht, sowie der Mond auch das Wasser nicht verändert. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Die Verwirklichung oder Erleuchtung verändert nicht den einzelnen Menschen, genau so wenig, wie der sich spiegelnde Mond das Wasser nicht zerteilt und nicht verändert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Verwirklichung bedeutet genau, dass wir zu unserem eigenen Ursprung zurückkehren und daher bewirkt sie nicht irgendeinen grundsätzlichen Wandel in unserem ursprünglichen Charakter. Aber die Verwirklichung bedeutet, dass wir zu unserem wirklichen Ursprung zurückkehren.&lt;br /&gt;[90]&lt;br /&gt;21. &lt;em&gt;Wenn der Dharma den Körper und Geist noch nicht ausgefüllt hat, glauben wir, dass der Dharma schon genügen würde. Wenn der Körper und Geist ganz vom Dharma erfüllt sind, empfinden wir, dass noch etwas fehlen würde. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Unsere mentale Funktion ist immer subjektiv und wenn wir noch nicht im Zustand des Gleichgewichts sind, haben wir im Allgemeinen den festen Glauben, im Gleichgewicht zu sein. Aber wenn wir tatsächlich im Gleichgewicht sind, leben wir in der wirklichen Welt und wir haben das Gefühl, dass etwas fehlen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir nicht ausgeglichen sind, wenn wir also subjektive (Gedanken und Gefühle) haben, neigen wir dazu, ein Bewusstsein zu haben, dass wir schon in den Zustand des Gleichgewichts eingetreten sind. Aber es handelt sich dabei um den Bereich des Verstandes und Intellekts und wir sind normalerweise dann nur in der Lage, unsere geistige Situation (eindimensional und) subjektiv zu denken. Wenn wir tatsächlich im Gleichgewicht sind, leben wir genau in unserer wirklichen Welt und wir haben dann die Fähigkeit, genau zu überlegen und eventuell daran zu zweifeln, ob wir im Gleichgewicht sind oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;22. &lt;em&gt;Im (kleinen) Staub und außerhalb des (großen) Rahmens umfassen (die zehntausend Dharmas) eine große Zahl von Situationen, aber wir sehen und verstehen dies nur, soweit unsere Praxis, unser Studium, unsere Sicht und unsere Kraft dies ermöglichen. Wenn wir aber wissen möchten, wie die zehntausend Dinge in ihrem natürlichen Zustand sind, sollten wir bedenken, dass die Merkmale der Ozeane und der Berge zahllos und grenzenlos sind, unabhängig von ihrer runden oder eckigen Erscheinung. Außerdem gibt es (weitere) Welten in den vier Himmelsrichtungen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; In der weltlichen und buddhistischen Kultur beinhaltet das ganze Universum überaus vielfältige Dinge und Phänomene. Aber wir Menschen können dieses nur erkennen, so weit wir es sehen können und wir können nur lernen, so weit wir dies durch die Praxis erfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir daher das ganze Universum wahrnehmen wollen, ist es notwendig, daran zu denken, dass es neben der (materiellen) Erscheinung von Rechteck und Rundheit unendlich viele Merkmale des Ozeans und der Berge gibt. Die Welt dehnt sich (außerdem) in den vier Himmels-Richtungen endlos aus.&lt;br /&gt;In der weltlichen und buddhistischen Gesellschaft können wir nur die außerordentlich verschiedenartigen Unterschiede in dem Maße erkennen, wie wir sie sehen und selbst erfahren. Wir sollten daher daran denken, dass das ganze Universum außerordentlich viele Merkmale hat und sollten uns auch daran erinnern, dass es ähnliche Welten gibt, die sich unendlich in den vier Himmels-Richtungen ausdehnen.&lt;br /&gt;[91]&lt;br /&gt;23. &lt;em&gt;Da dies so ist, kann ein Vogel oder Fisch niemals seinen (richtigen) Weg oder seinen Ort im Wasser oder im Himmel finden, wenn er sich nur im Wasser bewegen will, wenn er dessen Grund erreicht hat und im Himmel fliegen will, wenn er diesen durchstoßen hat. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Für die Vögel und Fische mag es völlig unmöglich sein zu fliegen oder zu schwimmen, wenn sie denken, dass sie dies nur können, wenn sie den Himmel oder das Wasser vollständig verstanden haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ihr wisst ganz genau, dass die Fische und Vögel nicht so intellektuell und Verstandes orientiert sind. Auch im Falle der Menschen können wir nicht so überaus intellektuell wie dieses sein. Die Menschen müssen sich nämlich zunächst wie ein Baby oder Kind bewegen und dann werden unsere mentalen und physischen Fähigkeiten Schritt für Schritt trainiert und entwickelt. Mit anderen Worten können wir diesen Ort in der Welt auf der Grundlage unserer physischen und mentalen Bewegung finden, und an diesem Ort können wir (in der Wirklichkeit) handeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;24. &lt;em&gt;Wenn wir diesen Ort finden, verwirklicht (genau) dieses Handeln zwangsläufig das Universum. Wenn wir diesen Weg finden, verwirklicht dieses Handeln zwangsläufig das Universum (selbst). &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn wir diesen Ort (in der Welt) gefunden haben, können wir als Teil des Universums handeln. Wir können daher sagen, wenn wir etwas wirklich tun und so handeln, können wir das Universum verwirklichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher können wir sagen, dass "zuerst das Handeln existiert". Ich denke, dass diese Worte sich deutlich von den berühmten Aussagen des Alten Testaments unterscheiden und ich denke weiterhin, dass es für die Menschheit notwendig sein mag darüber nachzudenken, welche Aussagen zum ersten Mal im 21. Jahrhundert wahr sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;25. &lt;em&gt;Wenn ein Mensch Buddhas Wahrheit in diesem Zustand praktiziert und erfährt bedeutet es, einen Dharma zu erlangen, diesen einen Dharma zu durchdringen und einer Handlung zu begegnen bedeutet, eine Handlung durchzuführen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn ein Mensch Buddhas Wahrheit praktiziert und erfährt bedeutet es, eine Wahrheit zu verstehen, wenn man ihr begegnet und eine Handlung zu praktizieren, wenn man der Handlung begegnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir die große buddhistische Wahrheit, nämlich Zazen, praktizieren und erfahren, können wir eine Wahrheit verstehen, indem wir dieser Wahrheit tatsächlich begegnen. Und wenn wir einer Handlung begegnen, können wir eine Handlung (wirklich) praktizieren. Im Bereich des Handelns gibt es immer eine wirkliche Wahrheit im gegenwärtigen Augenblick und wir begegnen immer einer Handlung, die wir im gegenwärtigen Augenblick durchführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;26. &lt;em&gt;In diesem Zustand existiert immer der (wahre) Ort und der Weg wird gemeistert, aber der Bereich, der (mit dem Verstand) erkennbar ist, ist nicht deutlich sichtbar. Der Grund dafür liegt darin, dass das Wissen und die vollständige Verwirklichung des Buddha-Dharma zusammen erscheinen und zusammen erfahren werden. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Im Zustand des Gleichgewichts existiert der Ort wirklich und der Weg wird ausreichend gemeistert. Aber der Grund, warum die Erkenntnis dafür nicht so klar ist, hat seinen Grund darin, dass diese Erkenntnis und die buddhistische Verwirklichung sich in derselben Zeit ereignen und sie werden zusammen in der gleichen Erfahrung gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Ort des Handelns existiert wirklich und die Methoden des Handelns sind in gewisser Weise klar. Aber der Grund, warum der Ort und die Methode des Handelns nicht vollständig geklärt werden können liegt darin, dass das Erkennen des Ortes und der Methode des Handelns sich genau in dem selben Augenblick als Verwirklichung des ganzen Universums ereignen. Die Erfahrung des ganzen Universums, das Erkennen des Ortes und die Methode des Handelns sind mit der Verwirklichung und Erfahrung des ganzen Universums zu einer unauflösbaren Einheit verbunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;27. &lt;em&gt;Geht nicht davon aus, dass das was ihr erlangt habt, zwangsläufig für das Selbst vollkommen bewusst ist und durch den Intellekt verstanden wird. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wir sollten nicht immer denken, dass das was erlangt worden ist, zwangsläufig für uns selbst voll bewusst ist und durch den Verstand und Intellekt erkannt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Normalerweise neigen intellektuelle und verstandesmäßige Menschen dazu zu denken, dass das was erlangt worden ist, zwangsläufig für das Selbst bewusst ist und durch den Verstand und Intellekt vollständig erkannt wird, aber dies ist nicht immer richtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;28. &lt;em&gt;Die Erfahrung des höchsten Zustandes wird sofort im Augenblick verwirklicht. Gleichzeitig ist ihre geheimnisvolle Existenz nicht notwendigerweise eine bewusste Verwirklichung. Die Verwirklichung ist selbst ein Zustand, der (verstandesmäßig) nicht eindeutig ist. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Es ist wahr, dass sich die Verwirklichung selbst im gegenwärtigen Augenblick offenbart, aber deren mysteriöse und geheimnisvolle Existenz offenbart sich nicht immer in allen Augenblicken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Offen gesagt scheint die Wirklichkeit immer etwas nicht Fassbares zu sein.&lt;br /&gt;Die Wirklichkeit existiert immer hier und jetzt. Aber manchmal ist sie durch etwas anderes verdeckt. Es ist eigenartig, dass die Wirklichkeit nicht immer deutlich sichtbar und erkennbar ist.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-9044497723261166729?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/9044497723261166729/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=9044497723261166729' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/9044497723261166729'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/9044497723261166729'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2007/10/das-verwirklichte-universum-3genjo-koan.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-6822562189608493619</id><published>2007-10-22T23:13:00.000+02:00</published><updated>2007-10-22T23:19:33.504+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Ven J.M. Cohen und die Dogen-Sangha sowie die Dogen-Sangha International (DSI)&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Liebe Mitglieder der Dogen-Sangha und der Dogen-Sangha International,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;kürzlich haben James Cohen und ich ein längeres Gespräch über unsere buddhistischen Sichtweisen geführt und leider zeigten sich dabei doch größere Unterschiede in unserem Denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir diesen Sachstand gründlich bedacht haben, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es besser für uns ist, dass jeder für sich daran arbeitet, den Buddhismus zu unterstützen und zu fördern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher wird James Cohen in Zukunft für den Buddhismus nicht mehr im Rahmen der Dogen-Sangha und der Dogen-Sangha International arbeiten, sondern auf der Grundlage des Treeleaf Zendo. Selbstverständlich ist er einer meiner Dharma-Erben und daher wird sich unsere Kommunikation wie früher fortsetzen, obgleich er nicht mehr zur Dogen-Sangha oder zur Dogen-Sangha International gehört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;James Cohen wird über die wirklich schlechte Situation in vielen buddhistischen Gruppen und Linien der heutigen Zeit berichten und leider ist es wirklich zutreffend, dass der Zustand vieler buddhistischen Gruppen heute ausgesprochen miserabel ist. Aus diesem Grund haben wir die Dogen-Sangha und die Dogen-Sangha International gegründet, um solche ernst zu nehmenden negativen Zustände im heutigen Buddhismus zu überwinden und ihnen ein Ende zu setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher möchte ich alle Mitglieder der Dogen-Sangha und der Dogen-Sangha International inständig bitten, mit uns zusammen zu arbeiten, um den schlechten heutigen Buddhismus zu beseitigen, indem wir auf der buddhistischen Lehre von Meister Dogen aufbauen und den wahren Buddhismus im 21. Jahrhundert entwickeln und fördern.&lt;br /&gt;Das ist meine große Hoffnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit den besten Wünschen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gudo Wafu Nishijima&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-6822562189608493619?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/6822562189608493619/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=6822562189608493619' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/6822562189608493619'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/6822562189608493619'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2007/10/ven-j.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-423476679013387252</id><published>2007-10-13T18:39:00.000+02:00</published><updated>2007-10-13T18:41:41.134+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Über die absolute Wirklichkeit&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sehr geehrter Meister &lt;em&gt;Gudo Wafu Nishijima,&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;es ist für mich von großem Nutzen, aus ihren Antworten zu lernen, ganz herzlichen Dank. Ich habe die folgenden Fragen.&lt;br /&gt;Vielen Dank und mit den besten Wünschen&lt;br /&gt;siegfried hohlefeld&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lieber Herr Dr. Hohlfeld&lt;br /&gt;Vielen Dank für Ihre ehrlichen Fragen&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Gudo Wafo Nishijima&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Die Fragen sind hier mit den Antworten von &lt;em&gt;Nishijima Roshi&lt;/em&gt; zusammengestellt.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frage 1: Gibt es eine absolute Wirklichkeit oder eine relative?&lt;br /&gt;Antwort 1: Die Wirklichkeit ist immer nur eine einzige absolute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frage 2: Muss jeder Prozess mit unterschiedlichen und entgegengesetzten Richtungen zu einem Gleichgewicht kommen (Plus/Minus = Null), um in die Wirklichkeit einzutreten?&lt;br /&gt;Antwort 2: Nein, ich denke nicht. Das Gleichgewicht ist genau mit dem menschlichen vegetativen Nervensystem verbunden und daher ist es unmöglich für uns, es in einen anderen Bereich zu erweitern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frage 3: Wie funktioniert Intuition im ausgeglichenen Zustand des Gleichgewichts? Was ist es?&lt;br /&gt;Antwort 3: Die Intuition lehrt uns sofort die Wahrheit. Das ist nur eine einfache Tatsache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frage 4: Was ist ein Geist, der wie ein Spiegel ist?&lt;br /&gt;Antwort 4: Der Geist ist eine mentale Funktion, z. B. Überlegung, Wahrnehmung oder Intuition.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-423476679013387252?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/423476679013387252/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=423476679013387252' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/423476679013387252'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/423476679013387252'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2007/10/ber-die-absolute-wirklichkeit-sehr.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-7531079474367198354</id><published>2007-10-10T11:30:00.000+02:00</published><updated>2007-10-10T11:38:43.217+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Meister Nagarjuna und Fragen der Existenz&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Lieber Herr Dr. Hohlfeld,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;für Ihre wichtigen Fragen möchte ich Ihnen heute vielmals danken.&lt;br /&gt;(Sie sind im Folgenden mit den Antworten zusammen gestellt)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frage 1: Gibt es eine Biografie von &lt;em&gt;Nagarjuna&lt;/em&gt;?&lt;br /&gt;Antwort 1: Ich habe eine japanische Biografie von &lt;em&gt;Nagarjuna&lt;/em&gt; gelesen, die auf einem Buch von Dr. &lt;em&gt;Nakamura Hajime&lt;/em&gt; mit dem Titel "&lt;em&gt;Nagarjuna&lt;/em&gt;" beruht und von &lt;em&gt;Kodansha&lt;/em&gt; veröffentlicht wurde. Das Buch gehört zu einer japanischen Reihe mit der Bezeichnung "Geistiges Vermächtnis der Menschheit". Ich vermute, dass es einige andere Bücher über seine Biografie in Englisch gibt, aber bis jetzt habe ich sie nicht gelesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frage 2: Welche wichtigen Tatsachen gibt es, in denen &lt;em&gt;Nagarjuna&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Dogen&lt;/em&gt; der selben Meinung sind?&lt;br /&gt;Antwort 2: Ich denke, dass die wichtigsten Tatsachen, die &lt;em&gt;Nagarjuna&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Dogen&lt;/em&gt; gemeinsam haben, darin bestehen, dass diese beiden großartigen Meister eine sehr klare Vorstellung hatten, dass der Buddhismus genau Realismus ist. In diesem Fall ist es sehr wichtig, dass Realismus im Buddhismus sich grundlegend vom Materialismus (des Westens) unterscheidet, aber leider wird dieses Problem nicht von vielen Menschen so klar gesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frage 3: Denken Sie, dass das Träumen eine nützliche Beziehung zur Wirklichkeit hat?&lt;br /&gt;Antwort 3: Ich denke, dass jeder sogar in seinen Träumen verantwortlich sein sollte und daher bin ich der Meinung, dass sogar der Traum etwas ist, das eine Art von Wirklichkeit beschreibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frage 4: Bringt unser Handeln die Welt in die Existenz?&lt;br /&gt;Antwort 4: Unser Handeln im gegenwärtigen Augenblick ist genau die Existenz in der Wirklichkeit und daher ist es auch das Universum selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frage 5: Wie können wir zur tiefen Einsicht in die Notwendigkeit kommen?&lt;br /&gt;Antwort 5: Ich weiß nicht, ob es für uns notwendig ist, eine tiefe Einsicht zu bekommen oder nicht, weil ich nicht sicher bin, ob die sogenannte tiefe Einsicht wirklich auf der Erde existiert oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielen Dank für Ihre außerordentlich wichtigen Fragen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Gudo Wafu Nishijima&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusatz von Yudo J. Seggelke:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nishijima Roshi&lt;/em&gt; hat eine völlig neue Übersetzung  vom "Gesang des Mittleren Weges" (MMK) von Meister &lt;em&gt;Nagarjuna &lt;/em&gt;in Japanisch und Englisch erarbeitet. Die englische Fassung wurde von Brad Warner finalisiert und kommt demnächst heraus. Die deutsche Fassung wird von mir bearbeitet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-7531079474367198354?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/7531079474367198354/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=7531079474367198354' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7531079474367198354'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7531079474367198354'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2007/10/meister-nagarjuna-und-fragen-der.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-7758352237838705233</id><published>2007-10-06T18:55:00.000+02:00</published><updated>2007-10-06T19:04:51.554+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Wichtige Grundprinzipien des Shobogenzo (2):&lt;br /&gt;Das &lt;em&gt;Paramita&lt;/em&gt; der großen intuitiven Weisheit (&lt;em&gt;Maka-hannya-haramitsu&lt;/em&gt;)&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;[71]&lt;br /&gt;1.&lt;em&gt; Wenn Bodhisattva Avalokiteshvara das tiefgründige Prajnya-Paramita praktiziert, reflektiert der ganze Körper, dass die fünf Skanda (Komponenten des Menschen und der Welt,) vollständig leer (also im Gleichgewicht) sind.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn ein Mensch Zazen praktiziert hat, erfährt er oder sie, dass das ganze Universum so ist, wie es ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bodhisattva &lt;em&gt;Avalokiteshvara&lt;/em&gt; ist das Beispiel eines praktizierenden Buddhisten. Wenn jemand wahrhaft Zazen praktiziert, reflektiert er oder sie mit dem ganzen eigenen Körper und Geist, dass das ganze Universum genau so ist, wie es ist.&lt;br /&gt;Am Ende des obigen Satzes heißt es, dass die fünf &lt;em&gt;Skanda&lt;/em&gt; "vollständig leer" sind. Dies ist die Übersetzung des Sanskrit-Wortes "&lt;em&gt;Shunya&lt;/em&gt;" oder "&lt;em&gt;Shunyata&lt;/em&gt;", das im ursprünglichen Text verwendet wird. Es hat die Bedeutung des ausgeglichenen und ruhigen Zustandes, wenn das vegetative Nervensystem (bzw. der Mensch insgesamt) vollständig im Gleichgewicht ist. Daher bedeuten die Worte S&lt;em&gt;hunya&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Shunyata&lt;/em&gt; einen Zustand "so, wie er ist" oder "so wie sie sind". Die fünf Komponenten (&lt;em&gt;Skanda&lt;/em&gt;) bedeuten im Buddhismus: Materie, Wahrnehmung, Denken, Handeln und Bewusstsein. Diese Begriffe beschreiben das ganze Universum, das alle Dinge und Phänomene (und auch den Menschen) umfasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. &lt;em&gt;Reflexion ist Prajnya selbst.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Die Reflexion ist genau die Intuition, die sich ereignet, wenn das vegetative Nervensystem im Gleichgewicht ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe den Eindruck, dass wir die menschliche Intuition in der westlichen Kultur nicht so sehr schätzen. Wir neigen sogar dazu, dass es etwas sehr Gefährliches für die Menschen ist, wenn man wichtige Entscheidungen aufgrund der Intuition fällt. Aber im Buddhismus gibt es den einzigartigen Grundsatz, dass alle wichtigen Entscheidungen durch Intuition mit größtmöglicher Sicherheit gefällt werden können. Wenn das sympathische Nervensystem stärker ist, neigen wir dazu, die Entscheidungen zu sehr von Ideologien, Spiritualität und Ideen abhängig zu machen, und wenn das parasympathische Nervensystem stärker ist, haben wir die Neigung, Entscheidungen aufgrund des Materialismus zu fällen. Wenn wir Menschen daher immer richtige und wahre Entscheidungen fällen wollen, ist es für uns unbedingt notwendig, in jedem Augenblick das vegetative Nervensystem im Gleichgewicht zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. &lt;em&gt;Der Geist des Bhikshu (Mönch) handelt in diesem Augenblick konkret für sich allein und er ist selbst Prajnya im Zustand der tiefen achtungsvollen Verbeugung vor den wirklichen Dharmas. Dies gilt, ob (die wirklichen Dharmas) erscheinen und verschwinden oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Das geheime und aufrichtige Verhalten des &lt;em&gt;Bikshu &lt;/em&gt;ist &lt;em&gt;Prajnya &lt;/em&gt;selbst und dies ist genau seine Verbeugung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meister Dogen denkt, dass das geheime und aufrichtige Verhalten des &lt;em&gt;Bikshu Prajnya&lt;/em&gt; selbst offenbart und dass sich das &lt;em&gt;Prajnya&lt;/em&gt; des &lt;em&gt;Bikshu&lt;/em&gt; in seiner achtungsvollen Verbeugung offenbart.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. Dieser Zustand wird wie folgt beschrieben: "ohne irgend etwas". Die Erklärung des Zustandes (von &lt;em&gt;Prajnya&lt;/em&gt;) als „ohne irgend etwas“ kann auf diese Weise verstanden werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Der Zustand so, wie er ist, scheint mit Worten sehr schwer erklärbar zu sein, aber dies ist trotzdem nicht unmöglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Formulierung mit dem Begriff "ohne irgend etwas" scheint doch sehr schwer verständlich zu sein. Daher denke ich, dass es für mich besser ist, ihn durch den Ausdruck: "Wie es ist" (also die Soheit) zu ersetzen.&lt;br /&gt;[76]&lt;br /&gt;5. &lt;em&gt;Prajnya zu untersuchen ist der Raum selbst. Raum ist die Untersuchung von Prajnya.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Wenn wir &lt;em&gt;Prajnya&lt;/em&gt; untersuchen und erforschen ist dies sehr ähnlich, als wenn wir den Raum untersuchen und erforschen und umgekehrt gilt dies ebenso.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Die Bedeutung von) &lt;em&gt;Prajnya &lt;/em&gt;zu untersuchen ist sehr ähnlich, als wenn wir den Raum untersuchen, weil &lt;em&gt;Prajnya&lt;/em&gt; überall im gegenwärtigen Augenblick existiert. Genau so gibt es im gegenwärtigen Augenblick auch überall den Raum.&lt;br /&gt;Wenn wir daher wissen wollen, was &lt;em&gt;Prajnya&lt;/em&gt; wirklich ist, sollten wir uns den Raum vorstellen. Wir können weiterhin denken, dass wir immer überall im gegenwärtigen Augenblick unser eigenes &lt;em&gt;Prajnya&lt;/em&gt; benutzen können, wenn wir den Zustand des Gleichgewichts unseres vegetativen Nervensystems haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[80]&lt;br /&gt;6. &lt;em&gt;Die Verwirklichung dieser Prajnya-Paramita ist die Verwirklichung des Buddha-Bhagavats.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="color:#3333ff;"&gt;Grundprinzip:&lt;/span&gt; Daher kann ein Mensch Buddha genannt werden, der immer den Zustand des Gleichgewichts aufrechterhält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir können annehmen, dass ein Mensch, der immer im Zustand des Gleichgewichts ist, genau Buddha ist. Wir sollten auch denken, dass ein Mensch niemals genau im jetzigen Augenblick Buddha genannt werden kann, der nicht im Hier und Jetzt den Zustand des Gleichgewichts seines vegetativen Nervensystems aufrechterhält.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8793050778834775622-7758352237838705233?l=gudoblog-d.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/feeds/7758352237838705233/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8793050778834775622&amp;postID=7758352237838705233' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7758352237838705233'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8793050778834775622/posts/default/7758352237838705233'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gudoblog-d.blogspot.com/2007/10/wichtige-grundprinzipien-des-shobogenzo.html' title=''/><author><name>GUDO NISHIJIMA</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09535979134969652534</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='20' height='32' src='http://www.dogensangha.org/Sensei3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8793050778834775622.post-6858106831949520064</id><published>2007-09-23T00:35:00.000+02:00</published><updated>2007-10-06T21:30:14.988+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Wichtige Grundprinzipien des Shobogenzo (1): Ein Gespräch über die Praxis des Zazen (Bendowa)&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Grundprinzipien des jeweiligen Kapitels des Shobogenzo werden zunächst im Wortlaut zitiert, dann auf einen Kernsatz gebracht und anschließend kommentiert.&lt;br /&gt;Die Nummern in eckigen Klammern bedeuten die Seitennummer meiner japanischen Fassung des Shobogenzo. Diese sind auch in der englischen Ausgabe des Shobogenzo enthalten und können bei Rückfragen verwendet werden.&lt;br /&gt;Die Grundprinzipien des jeweiligen Kapitels des Shobogenzo werden zunächst im Wortlaut zitiert, dann auf einen Kernsatz gebracht und anschließend kommentiert.&lt;br /&gt;Die Nummern in eckigen Klammern bedeuten die Seitennummer meiner japanischen Fassung des Shobogenzo. Diese sind auch in der englischen Ausgabe des Shobogenzo enthalten und können bei Rückfragen verwendet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[11]&lt;br /&gt;1.) &lt;em&gt;Wenn die Buddha Tathagatas die hervorragende Eins zu Eins-Übertragung (Transmission) des wunderbaren Dharma erhalten haben, erfahren sie das höchste bodhi. Sie besitzen die tiefgründige Methode, welche die Höchste ist und keine (vordergründige) Absicht enthält. Der Grund, warum diese (Methode) ohne jede Abweichung nur von Buddha zu Buddha übertragen wird, liegt darin, dass der Samadhi sein (großer) Ma
